Die Bremsen sind ein sicherheitsrelevantes Bauteil an jedem Fahrrad und sollten daher regelmäßig kontrolliert werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein City-Rad oder ein Mountainbike handelt. Dieser Artikel befasst sich mit der Lebensdauer von Shimano Bremsbelägen und gibt Tipps, wie man sie verlängern kann.
Welche Bremsbeläge sind die richtigen für mein Fahrrad?
Shimano Bremsen bestehen aus den Bremsbelägen und der Bremsplatte, an denen die Beläge fixiert sind. Die Träger der Beläge sind meist aus Titan, Stahl oder Aluminium gefertigt. Shimano Bremsbeläge und solche, die auf die entsprechenden Bremsen passen, wie z.B. die von EBC, sind hervorragend geeignet. Baugleiche Ersatzteile können ebenfalls die gewünschte Qualität bieten. Permanent Fahrrad bietet eine große Auswahl an Bremsbelägen, die für verschiedene Einsatzbereiche geeignet sind: Rennrad, MTB, Downhill, City Bike, Trekkingrad oder Dirtbike.
Faktoren, die die Lebensdauer von Bremsbelägen beeinflussen
Die Lebensdauer von Bremsbelägen hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Fahrstil: Ein gut koordinierter Fahrstil und ein schonendes Bremsverhalten können die Lebensdauer der Bremsbeläge auf bis zu 2.000 km verlängern. Bei falschem Verhalten können die Bremsbeläge jedoch schon nach 200 km verschlissen sein.
- Bremssystem: Grundsätzlich lassen sich Bremsbeläge je nach System in Felgenbremsbeläge und Scheibenbremsbeläge unterscheiden. Scheibenbremsen verschleißen deutlich langsamer als Felgenbremsen.
- Witterungsbedingungen: Raue Witterungsbedingungen und ein sportlicher Fahrstil mit vielen plötzlichen Bremsvorgängen beschleunigen den Materialverschleiß.
- Pflege: Wer die Pflege seines Bremssystems vernachlässigt (Reinigung der Felgenflanken bzw. der Bremsscheiben), darf sich ebenfalls über eine nachlassende Leistung nicht wundern.
- Material der Beläge: Organische Bremsbeläge verschleißen schneller als Sintermetallbeläge.
Üblicherweise halten die Bremsbeläge bei einem Fahrrad zwischen 1.000 km (Felgenbremsen) und 5.000 km (Scheibenbremsen).
Wann sollte man die Bremsbeläge wechseln?
Viele Hersteller versehen ihre Bremsbeläge mit einer Indikatorlinie, die anzeigt, wann der Verschleiß sichere Bremsmanöver erschwert oder gar unmöglich macht. Ansonsten gilt:
- Felgenbremsen: Wenn du den Bremshebel sehr weit zum Lenker ziehen musst, um eine Bremswirkung festzustellen, ist es an der Zeit, die Bremse nachzustellen oder die Beläge zu wechseln.
- Scheibenbremsen: Wenn du beim Bremsen metallische Geräusche hörst oder einen Abfall der Bremskraft bemerkst, solltest du die Beläge überprüfen und gegebenenfalls wechseln. Mit ungefähr 1mm Stärke bist du aber in den meisten Fällen noch auf der sicheren Seite.
Bremsbelagarten und ihre Eigenschaften
Es gibt verschiedene Arten von Bremsbelägen, die sich in ihren Eigenschaften und ihrem Einsatzzweck unterscheiden:
Organische Bremsbeläge
- Hohe Bremskraft von Anfang an
- Geringe Hitzeentwicklung
- Kaum Quietschanfälligkeit
- Höherer Verschleiß
Sintermetallbeläge
- Lange Haltbarkeit
- Unempfindlichkeit gegenüber hohen Temperaturen
- Neigen zum Quietschen bei Nässe
Semimetallbeläge
- Hohe Bremskraft
- Hohe Lebensdauer
- Sehr gute Resistenz gegenüber hohen Temperaturen
- Neigen zum Quietschen
Gummibremsbeläge
Standard bei Felgenbremsen, langlebig und mit guter Bremskraftentwicklung, geeignet für Alufelgen.
Korkbremsbeläge
Weniger Hitzeentwicklung als Gummibremsbeläge, geeignet für Carbonfelgen, verschleißen schneller als Gummibeläge.
Tipps zur Verlängerung der Lebensdauer von Bremsbelägen
- Schonende Fahrweise: Vermeide überflüssige oder abrupte Bremsvorgänge.
- Regelmäßige Reinigung: Säubere die Beläge und die dazugehörigen Komponenten (Felge, Nabe) mindestens einmal pro Woche gründlich.
- Richtige Bremsbelagwahl: Wähle eine harte Gummimischung (Felgenbremsbeläge) bzw. Sintermetallbeläge (Scheibenbremsbeläge) für längere Haltbarkeit.
- Bremstechnik: Bei E-Bikes ist es besser, mehrfach kurz zu bremsen, wenn es bergab geht, anstatt eine Vollbremsung zu machen.
Bremsbelagwechsel
Der Wechsel der Bremsbeläge ist eine vergleichsweise einfache Reparaturleistung, die von Laien in circa 30 bis 40 Minuten erbracht werden kann. Wichtig ist, dass du die richtigen Bremsbeläge für das eigene Bremssystem auswählst und die Montageanleitung beachtest.
Nach dem Bremsklötze Wechseln
Nach dem Wechseln der Bremsklötze solltest du die Bremse einfahren, insbesondere bei Scheibenbremsen. Bremse hierzu auf einem leeren Parkplatz rund 30 Mal stark ab. Auch Felgenbremsen sollten zunächst vorsichtig getestet werden.
Verschleiß bei E-Bikes
Im direkten Vergleich zum herkömmlichen Fahrrad ist der Verschleiß der Bremsen bei E-Bikes deutlich höher. Die beschleunigte Abnutzung bedingt einen häufigeren Austausch und führt damit im Endeffekt auch zu erhöhten Kosten für den Verbraucher.
Tabelle: Lebensdauer von Bremsbelägen (ungefähre Werte)
| Bremstyp | Fahrradtyp | Lebensdauer (km) |
|---|---|---|
| Felgenbremse | City-, Trekking-, Rennrad | 1.000 - 3.000 |
| Scheibenbremse | Mountainbike, E-Bike | 2.000 - 5.000 |
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