Das Schalten beim Mopedfahren kann anfangs eine Herausforderung sein, aber mit der richtigen Technik und etwas Übung wird es schnell zur Gewohnheit. Dieser Artikel bietet eine detaillierte Anleitung zum richtigen Schalten, einschließlich des Anfahrens, Hochschaltens und Herunterschaltens.
Grundlagen der Kupplungsbedienung
Die Kupplung wird mittels Handhebel am linken Lenkerende bedient. Wie bei Autos mit Schaltgetriebe reguliert die Kupplung auch bei Motorrädern den Kraftschluss zwischen Motor und Antriebsrad, also dem Hinterrad. Beim dosierten Einkuppeln kontrollierst du also, wie viel Kraft vom laufenden Motor an das Hinterrad weitergegeben wird. Deshalb ist ein absolut unaufwendiges und präzises Bedienen der Kupplung sehr wichtig, nicht nur beim Losfahren.
Für alle, die das noch nie gesehen haben: Ziehst du den Kupplungshebel mit der linken Hand zu dir, sollte komplett ausgekuppelt sein, also nichts vom Motor gelangt zum Hinterrad. Löst du dann den Kupplungshebel immer mehr, lässt ihn also mit den Fingern immer mehr nach vorne, wird eingekuppelt. Je mehr nach vorne, desto mehr Kraft vom Motor gelangt ans Hinterrad. Da es eine wesentliche Rolle spielt, wie viel Schub- oder Schleppmoment am Hinterrad ankommt, ist eine kontrollierte Bedienung der Kupplung das Um und Auf, denn die Umsetzung deiner Arbeits-Aufträge an den Motor (über die Gasgriffstellung) erfolgen zeitverzögert und nicht immer in so fein dosierbarer Form, wie über die Kupplung.
Den Kupplungshebel solltest du dir so einstellen (lassen), dass ein müheloses Dosieren der Kupplung mit zwei Fingern möglich ist. Bei sogenannten Seilzugkupplungen geht das relativ einfach über Einstellschrauben im Bereich des oberen Endes vom sogenannten Bowdenzugschutzschlauch. Bei hydraulischen Kupplungen ist das komplizierter und du solltest dir da von jemandem helfen lassen, der sich auskennt oder entsprechende Reparaturunterlagen befolgen.
Das Anfahren mit dem Moped
Für den Anfang beim Anfahren einfach immer Schleifpunkt an der Kupplung suchen, dann langsam öffnen. Wenn es anfängt zu ruckeln, mehr Gas geben oder Kupplung etwas weiter trennen.
Hier eine detaillierte Anleitung zum Anfahren:
- Kupplung ziehen.
- 1. Gang einlegen, indem du den Schaltehebel nach unten drückst (in der Regel hört man dann ein Klacken).
- Kupplung vorsichtig kommen lassen und dabei Gas geben. So dass der Motor nicht zu hochdreht und auch nicht abwürgt.
Das Schalten während der Fahrt
Für das Schalten während der Fahrt einfach Kupplungshebel öffnen. Abwürgen durch schlagartiges Einkuppeln ist bei der Fahrt kaum möglich, jedoch wirst du dabei einen Ruck merken. Richtig Kuppeln wirst du durch Theorie nicht lernen, dabei ist viel Muskelgedächtnis gefragt. Diese kannst du nur durch Üben aufbauen. Dabei gibt's aber ein paar Faustregeln.
- Einkuppeln wenn du einen höheren Gang einlegst ist völlig unproblematisch. Da kannst du die Kupplung schnalzen lassen, der Motor ist recht schnell auf die Drehzahl, die zur Geschwindigkeit passt, abgestimmt.
- Beim Runterschalten solltest du dich jedoch wirklich über den Schleifpunkt rantasten, wenn du noch keine Erfahrung hast. Ansonsten wird die Motorbremse ziemlich Ruckartig einsetzen, da dein Motor eine zu niedrige Drehzahl für die Geschwindigkeit hat und durch den niedrigeren Gang ein höheres Drehmoment.
- Geh vom Gas während du gleichzeitig die Kupplung trennst (dabei ist es völlig egal in welchem Tempo du den Gaszug wegnimmst). Dadurch lässt sich ein Ruck durch die Motorbremse vermeiden.
Das Hochschalten
Beim Hochschalten auch Kupplung ziehen, den Schaltehebel nach oben drücken. Dann natürlich auch wieder leicht Gas geben. Hier kannst du die Kupplung aber auch schnappen lassen ohne dass dein Moped ausgeht.
Das Runterschalten
Auf der Straße nutze ich jeden Gang, auch beim Runterschalten, allein schon wegen der Motorbremse. Im 5 oder 6ten fahre ich eh nie in der Stadt, dafür ist die DD nicht gebaut. Der Motor würde bei geringer Geschwindigkeit und in einem hohen Gang ordentlich ruckeln und wenn ich gleich zwei Gänge runter gehe, mit heftiger Motorbremse reagieren. Das ist auch nicht unbedingt gut für die Kupplung.
Wie funktioniert eine 2-Gang-Schaltung?
Die Kupplung ist da wo auch die Schaltung ist,normal links.1-gang nach vorne,2-Gang nach hinten,leerlauf in der Mitte.dazu jeweils immer Kupplung ziehen und beim Schalten gas weg .Dann Kupplung langsam kommen lassen und dabei langsam Gas geben.klappt bestimmt nach kurzer Zeit.
Hier eine detaillierte Anleitung zum Schalten mit einer 2-Gang-Schaltung:
- Der 0 te ganz ist drinn - leerlauf !
- Jetzt ziehst du die Kupplung und legst den ersten Gang ein, also nach vorne !
- Du gibst mit Gefühl Gas und lässt MIT GEFÜHL die Kupplung LANGSAMM los ! Wenn du die Kupplung zu schnell losslässt, dann machts but und die Maschine geht aus !
- So jetzt fährst du los und willst den zweiten einlegen! Hier das selbe kupplung ziehen, gas weg und in den zweiten gehen ! Mit GEFÜHL die Kupplung loslassen und langsam Gas geben biss du spührst dass die Mofa dich zieht !
- Wenn du bremsen willst musst du die Kupplung ziehen und dann bremse ! An der Kreuzung am besten in den leerlauf schalten!
Kleiner Tipp: Wenn du berg runter fährst auskuppeln (sprich in 0. Gang), jo und beim auskuppeln (berg runter) aufpassen, dass du nicht in den erstan gang rutscht...sonst wirs gefährlich für dich und dem Mofa.
Tipps und Tricks für das richtige Schalten
- Am besten fährst du irgendwo hin wo kein Verkehr ist und dann fährst du an und stopst wieder und dass so lange bis du anfahren kanst.
- Ein geschmeidiger Schaltvorgang hängt nicht nur vom Fahrer ab - auch die Pflege Deines Mopeds spielt eine große Rolle!
- Es ist reine Gefühls- und Übungssache die jeder für sich nach einer Zeit rausfinden muss.
Die Bedienelemente am Motorrad
Es geht um die Bedienelemente am Motorrad und wie man sie auf die individuellen Bedürfnisse optimal einstellt. Klar ist: mit dem Lenker kannst du lenken. Darüber hinaus sind die meisten Bedienelemente darauf versammelt. Natürlich gibt es verschiedene Arten von Lenkern. Sie unterscheiden sich vor allem in Breite, Wirkungsweise und Schwenkbereich. Je breiter ein Lenker ist, desto leichter kannst du die Kreiselkräfte bändigen, desto leichter fällt es dir also, eine Kurve einzuleiten. Du brauchst aber natürlich im Stau auch mehr Platz, wenn du dich zwischen den Kolonnen nach vorne schwindeln willst.
Die Position des Lenkers, im Besonderen der Lenkachse, hat wesentlichen Einfluss darauf, was dann passiert, wenn du lenkst. Ohne da jetzt in technischen Details sich zu verlieren: Es gibt Lenker, die wollen schon bei geringer Schräglage bei geringen Geschwindigkeiten unbedingt nach innen lenken und es gibt Lenker, die biegen auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten schnell in die Richtung, in die du willst. Kannst du mit deinen Körpermaßen, in einer halbwegs komfortablen Sitzposition, den kompletten Lenkereinschlag herbeiführen, ohne dass sich deine Schultern, dein Oberkörper dabei viel bewegen müssen und ohne, dass dabei irgendwas (vielleicht dein Knie) im Weg ist?
Wenn auf einem Motorrad ein Fußschalthebel montiert ist, dann funktioniert er in der Regel so: Aus der Leerlaufstellung legst du den ersten Gang ein, indem du den Hebel entschlossen mit dem Fuß nach unten bewegst (bei sperrig arbeitenden Getrieben könnte man auch sagen trittst). Ab nun gilt eine einfache Regel: Willst du einen Gang höher schalten, bewegst (reißt) du den Hebel (mit gezogener Kupplung selbstverständlich, wie beim Auto!) nach oben, wenn du einen Gang runter schalten willst, trittst du den Hebel nach unten. Du kannst in einer Bewegung immer nur die nächste Schaltstufe wechseln.
Du willst etwa nach dem Stehenbleiben wieder in den Leerlauf? Der Leerlauf liegt sozusagen zwischen erstem und zweitem Gang. Je nach Getriebe braucht das mehr oder weniger Gespür, wie du da mit der Fußspitze aus dem ersten Gang den Schalthebel behutsam nach oben ziehst. Auf deinem Display ganz in der Nähe des Tachometers muss das, meist mit einem grünen N, angezeigt werden, wenn der Leerlauf wirklich eingelegt ist. Das ist eine wichtige Information, denn erst jetzt kannst du im Stand die Kupplung auslassen. Einige Ausnahmen von dieser Systematik fallen uns ein. Oldtimer aus England haben manchmal den Fußschalthebel rechts. Für die Rennstrecke optimierte Geräte haben manchmal eine umgedrehte Rennschaltung, also alles umgekehrt, erste rauf, alle anderen Gänge runter.
Umgang mit Unsicherheiten und Ängsten
Ich muss dazu anmerken, dass ich nach dem Unfall ziemlich Angst entwickelt habe, was zu hektischen Aktionen und somit hin und wieder zum Abwürgen führt, wenn ich mich an einer Ampel bedrängt fühle. Auch passiert es mir auch noch relativ häufig, dass ich den Leerlauf überschalte oder beim runterschalten zwischen den Gängen lande oder auch einfach mal nur zu früh bin und fast abgeworfen werde.
Beim Anfahren soviel Gas geben und die Kupplung so langsam kommen dass der Motor nicht abwürgt und auch dass das Möpp keinen Satz nach vorn macht. Einfach mal irgendwo einen ruhigen Platz suchen und Anfahren üben. Beim Schalten ruhig vordernd aber doch mit etwas Gefühl die Gänge einlegen. Gerade zum 2., zum 3. und 4. kann nichts passieren wenn du zu kräftig den Hebl hochziehst. Beim Runterschalten ebenfalls kräftig aber mit Gefühl. Nach einer weile spürt man das wie der Gang reingeht und ob man richtig ist. Den richtigen Schaltpunkt erfährst du dir, bzw. merkst du ganz schnell. Schaltest du zu zeitig macht der Motor nur böööööööööhhh und zieht nicht bzw. beschleunigt nur sehr langsam, schaltest du zu spät dreht der Motor viel zu hoch und schreit. Da mußt du dir den richtigen Mittelweg suchen um zügig vorran zu kommen ohne das Möpp zu quälen. Fahr halt oft und lass dir nicht verrückt machen von anderen im Strassenverkehr. Du wirst sehen dass braucht nicht lange dann hast du ein richtiges Gefühl dafür. Auch mit dem Leerlauf zwischen 1 und 2, das kommt nach einer Weile dann hast du es drin. Landest du aber zu oft zwischen 3 und 4 Gang sollte vielleicht mal die Schaltung eingestellt werden, denn das ist nicht normal.
- Am Anfang vielleicht wenn möglich in irgend einem Wohngebiet wo wenig Verkehr ist üben.
- Die ersten Fahrten auf der Straße habe ich auch früh Morgens oder spät Abends gemacht.
Empfohlene Schaltpunkte
Die Richtwerte zum Schalten sind bei ca. 20km/h vom 1. in den 2., bei 35 in den 3. und bei 45 in den 4. Ich habe das Schalten (und das Anfahren) auch erst einmal ein bisschen (im Garten) geübt, bevor ich mich in den Verkehr gestürtzt habe. Nach ein paar Versuchen geht das eigentlich schon ganz gut.
Hier sind einige weitere Vorschläge für die Schaltpunkte, abhängig von der Fahrweise:
| Gang | Spritsparende Fahrweise (km/h) | Normale Fahrweise (km/h) |
|---|---|---|
| 1. | 10 | 15-25 |
| 2. | 30 | 35-45 |
| 3. | 40 | 50-60 |
| 4. | - | - |
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