Die Tour de France ist eines der prestigeträchtigsten und anspruchsvollsten Radrennen der Welt. Die Fahrer jagen von einem Rekord zum nächsten. Dabei erreichen die RR Profifahrer teilweise Geschwindigkeiten von über 50 km/h auf dem Asphalt. Die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit eines Fahrers bei der Tour de France liegt bei rund 41 km/h.
Bei Abfahrten werden teilweise Geschwindigkeiten über 100 km/h erreicht. Burghardt schaffte sogar 130,7 km/h! Auf der 9. Etappe wurde der Profi vom US-Team BMC Racing auf der Abfahrt vom Port de la Bonaigua (2072 Meter hoch) mit 130,7 km/h gemessen. Damit war er schneller, als man in Frankreich auf der Autobahn fahren darf, wo maximal 130 km/h erlaubt sind. Die 9. Etappe von Chinon nach Châteauroux war die zweitschnellste Etappe mit Massenstart überhaupt (50,013 Stundenkilometer). Gesamtführenden der Tour de France erreichten 44,639 Kilometer pro Stunde.
Faktoren, die die Geschwindigkeit beeinflussen
Die Geschwindigkeit beim Radfahren hängt von vielen Faktoren ab. Die Materialrevolution spielt eine entscheidende Rolle. Das Material, also Räder und Trikots, wurde zuletzt immer stärker aerodynamisch optimiert. Besonderes Augenmerk gilt in diesem Bereich allem, was direkt dem Fahrtwind ausgesetzt ist. Das sind die Frontpartien des Rads sowie Oberkörper und Kopf des Fahrers.
Viel Forschungsarbeit steckt darin, die Trikots im Schulter- und Brustbereich zu optimieren, und in Tests im Windkanal, um die beste Position auf dem Rad zu finden. Bei Trikots lenken kleine Erhebungen im Textil den Luftfluss geschmeidiger um die Arme. Selbst die Richtung der Fasern und die Anordnung der Nähte kann auf die Aerodynamik einen Einfluss haben, sagt Rolf Aldag, Head of Performance bei Red Bull - Bora - hansgrohe. Am wichtigsten sind die Helme. Gerade bei den Zeitfahrhelmen geht der Trend immer mehr zu breiten, an Darth Vader erinnernde Kopfbedeckungen, die die von der UCI vorgegebenen Maße von 45 Zentimetern Länge, 30 Zentimetern Breite und 21 Zentimetern Höhe maximal ausnutzen.
Bei den Rädern selbst liegt die Verbesserung über die letzte Dekade gesehen in einem Bereich von 50 bis 100 Watt, sagt Filippo Galli. Der Ingenieur vom Radhersteller Colnago entwickelte das neue Aeromodell Y1RS für Pogačars Team UAE Emirates. "Bei Windkanaltests mit 50 Stundenkilometern sparten wir 20 Watt gegenüber dem Vorgängermodell ein." Pogačar setzte das superschnelle Rad bei einigen der schnellen Etappen der ersten Woche ein, holte damit auch seinen Etappensieg in Rouen. Dass Nils Politt auf den Flachstücken dieser Rundfahrt derart lange im Wind fahren konnte, könnte auch an dieser Neuentwicklung der italienischen Traditionsmarke liegen.
Ein weiterer Faktor ist der Windschatten. 30 % sparrt derjenige, der im Windschatten des Vordermanns fährt. D.h. das er ohne Windschatten etwa 4 km/h langsamer sein würde. Also auch noch immer über 40. In einer großen Rennradgruppe die 40-45km/h zu halten ist ziemlich einfach. Im flachen Gelände liegen die Leistungen der Radrennfahrer zwischen etwa 140 bis 250 Watt: wer in der Mitte eines Pelotons (Pulk) fährt, hat weniger Windwiderstand als die Fahrer am Rand: in der Mitte kann bei derselben Geschwindigkeit die nötige Leistung bei z. B. 140 Watt liegen, an der Spitze bei etwa 245 Watt. Bei leichtem Gegenwind kann die Leistung des Fahrers an der Spitze auf über 400 Watt ansteigen. Innerhalb des Pulks sind dann noch gut 300 Watt nötig.
Die Profis geben ganz offen zu, dass sie Substanzen nehmen, die erlaubt sind. Zumal die Profikarriere ja auch nur begrenzt ist und es gut ist, wenn man ein bisschen Geld für später zusammenbekommt. Beim Tour geht es um's grosse geld, klar das die alles mogliche machen um schnell zu sein. Team Sky ist beruchtigt, wie die grenzen von was erlaubt ist suchen. Froome war einfach druber und wird trotzdem zugelassen. Doping und doping sind auch unterschiedliche sachen, Viele von uns nutzen taglich sachen die auf der doping liste sind, cafein, alcohol, heuschnupfen medication usw. Nicht alles was auf der doping liste ist macht unbedingt schneller, einiges ist einfach gefahrlich wie insulin als nicht diabetiker.
Sicherheitsaspekte und Risiken
Stürze gehören seit jeher zum Radsport. Doch in jüngster Zeit scheinen sich schwere Stürze zu häufen, nach dem Favoritentrio stürzte auch Topstar Wout van Aert und brach sich bei hoher Geschwindigkeit mehrere Knochen. Woran liegt das? Auch am herrschenden Leistungsdruck, sagt Adam Hansen, der 20 Jahre lang als Radprofi fuhr und seit letztem Jahr die Fahrergewerkschaft CPA leitet. "Risiko ist Teil des Jobs. Wenn du Schwäche zeigst oder nicht das nötige Risiko eingehst, dann gibt es hinter dir 20 andere Fahrer, die es tun würden. Und die sportlichen Leiter merken sich so etwas. Alles für den Sieg - und den Job: "Wenn du nicht bereit bist, Risiken einzugehen, dann verlierst du deinen Platz im Team". Auf Basis der Datenbank der UCI, mit der wir arbeiten, wird die Hälfte der Stürze im Profiradsport durch die Fahrer verursacht", weiß Hansen. Er sieht auch die Profis selbst in der Verantwortung, fatale Stürze zu vermeiden und risikobewusster zu fahren.
Die Tour reagiert mit zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen: Gefährliche Kurven werden mit gepolsterten Barrieren abgesichert, und akustische Signale warnen die Fahrer vor brenzligen Streckenabschnitten. Angesichts von Geschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometer auf Gebirgsabfahrten, gefahren auf 25 bis 32 Millimeter breiten Reifen ist absolute Sicherheit eine Illusion. Der deutsche Sprinter startet zu seiner zweiten Tour de France und hat im Vorjahr gelernt: "Die Risikobereitschaft von jedem einzelnen Fahrer ist bei der Tour nochmal höher als bei anderen Rennen, weil es für jedes Team und jeden Fahrer um sehr viel geht", erzählt er im DW-Interview.
Ein Ziel des Projekts ist es, Verbänden und Veranstaltern datenbasierte Antworten zu geben, welche Streckenabschnitte besonders gefährlich sind. Dabei werden unter anderem Onboard-Kameras und GPS-Daten der Fahrer ausgewertet. Genau diese Streckenabschnitte faszinieren aber die Fans: Hochgebirgsetappen mit steilen Anstiegen und schnellen Abfahrten sowie Kopfsteinpflasterstrecken sind Publikumsmagneten. Die spektakulären Passagen können aber im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben. Immer wieder stürzten Athleten bei hoher Geschwindigkeit so schwer, dass sie den Unfall nicht überlebten.
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