In Beratungsgesprächen rund um E-Bikes fällt eine Frage besonders häufig: „Wie viel wiegt so ein E-Bike eigentlich?“ Die Antwort liegt im Durchschnitt bei etwa 25 Kilogramm. Die meisten E-Bikes werden nicht als Rennräder, sondern eher als Lastenräder betrachtet, daher wird der Fahrradrahmen entsprechend stabil gebaut. Das Gewicht der meisten E-Bikes bewegt sich in einem Rahmen zwischen 21 und 30 Kilogramm.
Faktoren, die das Gewicht von E-Bikes beeinflussen
Mehrere Faktoren tragen zum Gesamtgewicht eines E-Bikes bei. Die Größe des Akkus hat enormen Einfluss auf das Gewicht eines E-Bikes, nicht unerheblich sind auch die Art und Größe des Motors und damit seine Leistungsfähigkeit. Zum einen bringen die Komponenten des Antriebs Zusatzgewicht ans Rad. Der Motor, der Akku, Sensoren, Display und Kabel - sie alle tragen ihren Teil zum höheren Gewicht bei. Motoren unterschiedlicher Bauart und verschiedener Leistungsklassen unterscheiden sich beim Gewicht.
Besonders der stetige Zuwachs der Akkukapazität von 500 über 600 auf mehr als 700 Wattstunden hat die E-Bikes zunehmend in die höhere Gewichtsklasse versetzt. Allein der populäre Powertube 750 Akku von Bosch bringt ein stattliches Gewicht von 4,4 Kilogramm auf die Waage. Das Thema Reichweite wird oft groß geschrieben, als Konsequenz ist die Kapazität der Akkus in den letzten Jahren immer weiter gewachsen und mit ihr das Gewicht der Batterien. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Carbon-E-Bike wie das Rennrad Trek Domane+ SLR 9 oder ein Aluminium-E-Bike handelt.
Wann gilt ein E-Bike als leicht?
Im Allgemeinen werden E-Bikes, die ein Gewicht von unter 20 Kilogramm auf die Waage bringen, als leicht eingestuft. Ein E-Bike bis 20 Kilo Gewicht wie das Canyon Roadlite:ON 8 war beinahe unvorstellbar, die meisten Modelle waren und sind deutlich schwerer. Das leichteste E-Bike in unserem Angebot (Stand März 2025) ist das Cube Nuroad Hybrid C:62 SLT 400X 2025, das mit nur 12,9 Kilogramm sogar weniger wiegt als viele Bio-Bikes.
Wie erreichen leichte E-Bikes ihr niedriges Gewicht?
Ganz oben auf der Liste stehen die Akkus. So hat Bosch etwa einen neuen Powertube Akku mit 400 Wattstunden vorgestellt - mit einem Gewicht von etwa zwei Kilogramm. Andere Modelle besitzen sogar deutlich weniger Kapazität. Natürlich bedeutet das in der Regel auch eine kürzere Reichweite, aber mal ehrlich: Muss denn jedes E-Bike die 100-Kilometer-Marke knacken?
An zweiter Stelle wird an den Motoren „eingespart“. Die Light-Mittelmotoren von Fazua, oder TQ wiegen sogar unter zwei Kilogramm. So kommen die leichtesten E-Bike-Antriebe auf ein Gesamtgewicht von etwa vier Kilogramm.
Um Gewicht einzusparen, greifen Konstrukteure in folgende Trickkiste:
- Weglassen von Federsystemen wie Federgabel, gefederte Sattelstütze
- Akku sitzt auf dem Rahmenrohr
- Akkus mit geringerer Kapazität
- leichte Motoren
- Rahmen und Anbauteile Carbon statt Alu
- Kettenschaltungen statt Nabenschaltungen
- leichte Reifen, Weglassen von Gepäckträger, Schutzbleche usw.
Light-Antriebe im Überblick
Während die Welt der E-Bike-Antriebe sich in Richtung mehr Power, Ausdauer und damit auch mehr Gewicht entwickelte, beschritt das Startup Fazua einen anderen Weg. Im Jahr 2016 stellte das Unternehmen ein entnehmbares, leichtes Antriebssystem vor, das schnell Aufmerksamkeit erregte. In den folgenden Jahren schlossen sich weitere Hersteller wie TQ und schließlich auch Bosch diesem Trend an, indem sie eigene Versionen leichtgewichtiger, dennoch leistungsstarker Antriebe präsentierten.
Um die Unterschiede zwischen den Light-Motoren und den herkömmlichen Power-Motoren zu veranschaulichen, folgen hier einige vergleichende Eckdaten.
Power- und Light-E-Bike-Motoren im Vergleich
| Motor | Bosch Performance Line CX (Power) | Bosch Performance Line SX (Light) | Fazua Ride 60 (Light) | TQ-HPR50 (Light) |
|---|---|---|---|---|
| Gewicht | 2,9 kg | 2,06 kg | 1,97 kg | 1,85 kg |
| Drehmoment | 85 Nm | 55 Nm | 60 Nm | 50 Nm |
| Leistung | 600 Watt | 600 Watt | 450 Watt | 300 Watt |
Vorteile leichter E-Bikes
Ein geringeres Gewicht spielt jedoch nicht nur bei der Handhabung generell eine Rolle, sondern es nähert das Fahrverhalten des E-Bike dem eines „normalen“ Fahrrads an. Das ist nicht zuletzt sportlichen Fahrern willkommen, ob am Gravelbike, am Rennrad oder am Mountainbike. Weniger E-Bike Gewicht bedeutet meist auch weniger Fahrkomfort und geringere Reichweiten.
- einfaches Handling beim Wenden, Verstauen usw.
- angenehm beim Hochheben oder Tragen
- geringere Masse, schneller beim Beschleunigen
- höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten
- weniger Stromverbrauch
Light-E-Bikes leiten eine neue Ära ein - sei es auf Trails oder in den lebhaften Straßen der Stadt. Die leichten E-Mountainbikes haben das Offroad-Fahren neu definiert. Mit ihrem geringen Gewicht verbessern sie nicht nur die Handhabung, sondern erhöhen auch Agilität und Kontrolle. Leichter zu navigieren, schneller in den Kurven und agiler bei Hindernissen - sie bringen den puren Fahrspaß ins Gelände.
In der Stadt transformieren die E-Urbanräder das Pendeln. Sie machen das tägliche Hochtragen über Treppen zum Kinderspiel und passen perfekt in das urbane Mobilitätsbild. Diese Bikes bieten nicht nur die Vorteile der elektrischen Unterstützung, sondern sind auch so leicht und handlich, dass sie den urbanen Lebensstil mühelos unterstützen.
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