Wie schwer ist eine Harley-Davidson? Ein Überblick über Gewichte und Modelle

Viele angehende Motorradfahrer, die sich für eine Harley-Davidson interessieren, stellen sich die Frage nach dem Gewicht dieser Maschinen. Das Gewicht spielt eine entscheidende Rolle für das Fahrgefühl und die Handhabung, besonders für Anfänger.

Gewicht als Kriterium für Anfänger?

Das Gewicht ist ein wichtiger Faktor bei der Wahl des ersten Motorrads. Viele Freunde raten dazu, eine leichtere Maschine ins Visier zu nehmen, da das Gewicht entscheidend für die Handhabung wäre. Es ist sinnvoll, seine ersten Schritte auf etwas Leichterem und Billigerem zu tun. Die Harley fühlt sich, wenn sie mal in Bewegung ist, durchaus wesentlich leichter an, als man meinen würde, wenn man sie da stehen sieht.

Bei langsamen Tempo fühlt man das Gewicht. Rangieren, Parken erfordert Technik und ggf. auch ein wenig Kraft. Auch an Kreuzungen, Einmündungen, wenn es mal darum geht zu wenden muss man schon wissen was man macht, um das vernünftig hinzubekommen. Das Gewicht merkt man aber auch im Grenzbereich, wenn die Fuhre mal auf Fahrt ist, und da wird's dann schon kritischer.

Wenn man sich beim Eintritt in eine Kurve verschätzt und spät in der Kurve bremst, dann macht der Neuling aber Augen, wie die 300-Kilo-Fuhre auf einmal unwiderstehlich geradeaus will. Tatsache ist, das ein günstiges, leichteres Moped als Einsteiger- und Übungsmoped einfach mehr Sinn macht. Man kann mit etwas weniger Sorge auch mal kleine Fehler machen (UND DU WIRST SIE MACHEN) ohne dass es gleich teuer wird.

Man kann sich mal eine Saison oder zwei mit der etwas leichter zu handhabenden Maschine seine Sporen verdienen, einfach ein wenig Erfahrung sammeln. Danach ist die Wahrscheinlichkeit typische Anfängerfehler zu machen, ob auf dem Parkplatz oder dem Highway, deutlich geringer.

Empfehlungen für Einsteiger

Günstige gebrauchte Japsencruiser wie Die Yamaha Dragstar XV650, oder die Virago XV535, Honda Shadow VLX600, Suzuki Savage 650 etc. gibt´s für wenig Kohle und sofern man sie nicht komplett hinrichtet (was ja ein Zeichen dafür wäre, dass die Entscheidung NICHT gleich auf die Harley zu steigen die richtige war), dann verkauft man sie nach einer Saison oder zwei ohne nennenswerten Verlust. Mit dieser Erfahrung und mit einem weiteren Fahrsicherheitstraining kann der (Spät-)Einstieg gut gelingen.

Überblick über verschiedene Harley-Davidson Modelle und ihre Gewichte

Hier ist ein Überblick über einige Harley-Davidson Modelle und ihre Gewichte, um einen Eindruck von der Bandbreite zu bekommen:

Harley-Davidson Sportster Modelle

  • Harley-Davidson Sportster Seventy-Two (2015): Leergewicht 253 kg, maximales Gewicht 454 kg
  • Harley-Davidson Sportster 1200 Nightster (2011): Leergewicht 260 kg, maximales Gewicht 454 kg
  • Harley-Davidson Forty-Eight (2020): Leergewicht 252 kg, maximales Gewicht 454 kg
  • Harley-Davidson Sportster Forty-Eight (2015): Leergewicht 260 kg, maximales Gewicht 454 kg

Harley-Davidson Fat Boy Modelle

  • Harley-Davidson Fat Boy 114 (2020): Leergewicht 317 kg, maximales Gewicht 533 kg
  • Harley-Davidson Fat Boy S (2016): Leergewicht 333 kg, maximales Gewicht 526 kg
  • Harley-Davidson Fat Boy (2007): Leergewicht 330 kg, maximales Gewicht 526 kg
  • Harley-Davidson Fat Boy 107 (2018): Leergewicht 317 kg, maximales Gewicht 533 kg

Weitere Modelle und Gewichte

Die Gewichte der Harley-Davidson Modelle variieren je nach Baureihe und Ausstattung. Hier eine Tabelle mit einigen ausgewählten Modellen und ihren Gewichten:

Modell Leergewicht (kg) Maximales Gewicht (kg)
Sportster Seventy-Two (2015) 253 454
Sportster 1200 Nightster (2011) 260 454
Forty-Eight (2020) 252 454
Fat Boy 114 (2020) 317 533
Fat Boy S (2016) 333 526
Road King (2002) 370 k.A.

Erfahrungen von Harley-Davidson Fahrern

Viele Fahrer berichten, dass das Gewicht einer Harley-Davidson in Bewegung weniger ins Gewicht fällt als im Stand. Es erfordert jedoch Übung und Technik, um die Maschine sicher zu manövrieren, besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten. Einige Fahrer empfehlen, mit einer leichteren Maschine zu beginnen, um Erfahrungen zu sammeln, bevor man auf eine schwerere Harley-Davidson umsteigt. Andere wiederum raten, gleich das zu kaufen, was einem gefällt, und ein Fahrsicherheitstraining zu absolvieren.

Ein Freund von mir hat auch erst mit Ü 50 den Schein gemacht und sich eine Softail gekauft. Wenn Dir das Softail-Modell gefällt, hast Du eine gute Wahl getroffen. Da machst nix falsch. Wenn Du fit und sportlich bist, ist das Gewicht nicht so entscheidend. Wenn sie rollt, ist es Übungssache. Mit dem Modell habe ich auch angefangen, bin aber nach 2 Saisons schon auf Road King umgestiegen und das war das Beste... Aber da hörst du hier viele unterschiedliche Meinungen zu den Modellen. Fahre Probe und dann wirst es spüren.

Grundsätzlich ist es wahrscheinlich besser zunächst Mal etwas Erfahrung auf einem leichteren Fahrzeug zu sammeln. Aber wie du schon sagst wirst du nicht mehr Jahre üben wollen um dir deinen Traum zu erfüllen. Und da du kein Jungspund mehr bist wirst du sicher verantwortungsvoll sein und die Sache vorsichtig angehen. Der Unterschied zur Fahrschul-Maschine wird natürlich recht groß sein.

Viele Japsenfahrer (Sportmaschinen) erschrecken, wenn sie feststellen, daß sich so ein Ding in moderaten Geschwindigkeitsbereichen wie ein Damenfahrrad fährt (vom "Druck aus dem Keller" mal ganz abgesehen, womit viele beim ersten Test beim Anfahren deutl. überfordert sind, weil das Ding bei Drehzahl -die sie von hochdrehenden Vielzylindern gewohnt sind- wie blöd abgeht). Wegen des relativ niedrigen Schwerpunktes lassen die Softails (u. RKs, eigentlich alle ohne Topcase u. schwere, hoch liegende Verkleidung) auch für Anfänger locker bewegen.

Wenn Du, wie Du schreibst, körperlich gut beisammen bist, hast Du absolut keine Schwierigkeiten so eine Maschine zu bewegen. Wenn Du sie auf die Seite legen solltest, dürften nur wenige Leute in der Lage sein, sie wieder senkrecht zu stellen. Aber das sind die gleichen Leute -die vor der "schweren Maschine warnen- die auch nicht bei einem "nur" 220-260Kg wiegenden Japaner dazu in der Lage sind (auf die Technik kommt es an, nicht allein auf die Kraft!, und ein Sturzbügel hilft dabei ungemein). Zum "Bewegen" kann ich nur sagen, daß die Frau des Hannoveraner Dealers locker mit den knapp 300kg der Evo Softails umging, bei Eigengewicht von - geschätzt - 50kg.

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