Elektroroller: Kosten, Preise und Vergleich

Elektromobilität liegt voll im Trend. Diese Art der Fortbewegung könnte dem Fahrrad oder dem Moped schon bald den Rang ablaufen. Denn Elektroroller sehen nicht nur gut aus, sondern verbrauchen auch keinen Sprit, stinken nicht und sind äußerst leise. Elektromobilität ist einer der großen Zukunftstrends unserer Zeit.

Wenn Sie einen Elektroroller erwerben, investieren Sie in weit mehr als nur Mobilität. Es geht auch um Ihre Lebensqualität. Unsere E-Roller, ob E-Moped, E-Chopper oder Elektromofa, sind perfekt für den urbanen Raum, um Verkehrsstaus zu umgehen. Sie bieten eine schnelle, sichere und umweltfreundliche Reise zur Arbeit oder für Freizeitausflüge. Fahren Sie emissionsfrei und genießen Sie die niedrigen Betriebskosten von weniger als einem Euro pro 100 Kilometer. Mit einem voll aufgeladenen Akku, einem Ladegerät und einer gültigen Fahrerlaubnis sind Sie sofort fahrbereit.

Kostenfaktoren beim Kauf eines E-Rollers

Momentan ist der Preis eines E-Scooters zwar noch deutlich höher als der eines Motorrollers mit ähnlichen Leistungswerten. Dies liegt an der hochwertigen Akku-Technologie. Zudem nehmen die Ladezeiten mehr Zeit in Anspruch als das Auftanken und auch die Reichweite liegt in der Regel unter der eines Benzin-Modells. Daher erweisen sich Elektroroller besonders für den Stadtverkehr als günstig: Die Strecken sind meist relativ kurz, sodass Du mit den üblichen Reichweiten zwischen 30 und 100 km auskommt.

Die meisten E-Roller werden entweder mit Blei- oder Lithium-Akkus angetrieben. Letztere sind zwar etwas kostspieliger, dafür aber deutlich leichter und punkten zudem mit kürzeren Ladezeiten. Von der Höhe der Ladekapazität in Amperestunden (Ah) hängen Reichweite und Durchzugskraft ab. Neben der Reichweite solltest Du vor dem Kauf eines E-Rollers auch auf die Ladezeit achten. Diese liegt, je nach Roller, zwischen 4 und 7 Stunden. Fährst Du beispielsweise morgens zur Arbeit und abends wieder zurück, ist die Ladezeit meist kein Problem.

Generell solltest Du vorher prüfen, wie gut die Lade-Infrastruktur in der jeweiligen Gegend ausgebaut ist. Zwar können die Akkus meist an handelsüblichen Steckdosen aufgeladen werden, doch auch das ist an vielen Orten nicht ohne Weiteres möglich.

Preisspanne und Modelle

Sehr einfach aufgebaute und günstige Elektroroller gibt es zum Beispiel von der Firma Forca. Sie sind sehr kompakt und lassen sich zumeist zusammenklappen. Einige Modelle sind mit einem Sattel ausgestattet, andere sind als Stehroller konzipiert. Trotzdem erreichen sie Geschwindigkeiten von 20 bis 45 km/h. Bis 25 km/h reicht eine Prüfbescheinigung aus, darüber ist ein Führerschein der Klasse B oder AM notwendig. Allerdings befinden sich auch einige Roller ohne Betriebserlaubnis im Sortiment.

Größere Roller, die in ihrer Optik eher den Motorrollern gleichen und auch deren Alltagstauglichkeit bieten, haben meist eine Leistung von über 1 kW. Sie erreichen Geschwindigkeiten von 25 bis 45 km/h. In flachen Regionen bist Du in der Regel schon mit 2 kW ausreichend motorisiert. Musst Du häufiger Steigungen bewältigen, solltest Du ein Exemplar mit etwas höherer Leistung kaufen, zum Beispiel Elektroroller des Herstellers Kreidler. Mit einigen Modellen - unter anderem mit den Rollern der L-Reihe von Kumpan Electric - lassen sich auch 2 Personen befördern.

Haben können Sie einen Elektroroller schon ab 200 Euro. In unserem Preisvergleich haben wir alle aktuellen Elektroroller aller Preiskategorien der sechs Top-Hersteller Sixt, Rolektro, Egret One, ELLI, Kumpan Electric und FORCA SPORT.

E-Scooter Sharing Dienste im Vergleich

Der Sommer war der Sommer der E-Scooter und auch drei Jahre später ist Micro Mobility ein großes Thema. Die elektrisch angetriebenen Roller mit Straßenzulassung sind aktuell für Preise zwischen 200 und 2.000 Euro zu kaufen (CHIP-Bestenliste), zudem gibt es viele Sharing-Anbieter, bei denen man die Scooter für Einzelfahrten per App mieten kann.

CHIP hat im Juli und im August fünf verschiedene Anbieter getestet, die in München verfügbar sind - und alle haben ihr für und wider. Die Platzhirsche unter den Sharing-Diensten für E-Scooter sind momentan Lime, Bird, Voi und Tier. Auch die E-Scooter von Bolt, die es noch nicht lange in München gibt, wurden von unseren Testern unter die Lupe genommen.

Die US-Firma Lime war zunächst das größte Unternehmen im Bereich Micro Mobility. Und auch wenn andere Sharingdienste in den letzten Jahren nachzogen, bleibt Lime einer der dominierenden Anbieter und ist allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz in 71 Städten vertreten. Bird ist der zweite große Anbieter aus Amerika, Voi aus Schweden ist der aktuell größte europäische Anbieter. Mit Tier ist auch eine deutsche Marke im E-Scooter-Geschäft. Zudem war das estnische Mobilitätsunternehmen Bolt im Test vertreten, deren Elektroroller man mittlerweile in zahlreichen europäischen Städten mieten kann.

Seit des Booms der E-Scooter vor drei Jahren kamen und gingen noch weitere Anbieter. So wurde das E-Roller Start-up Circ vom Konkurrenten Bird übernommen und die E-Scooter von Uber Jump gehören nun zu Lime. Der Anbieter Spin hat sich derweil vollständig vom deutschen Markt zurückgezogen.

Zwischen den bestehenden E-Scooter-Sharingdiensten gibt es Unterschiede bei der Zahlungsmethode, den Kosten - und natürlich bei den Scootern selbst. Das haben wir in unserem Test rund um das CHIP-Büro und an den Steigungen des Nockherbergs herausgefunden. Im Allgemeinen sind die Unterschiede jedoch eher klein, folglich sind die Abweichungen der Noten eher fein und alle Anbieter im Gesamtbild zufriedenstellend.

Überblick über getestete Anbieter

Bevor wie Ihnen die Sharing-Dienste im Detail vorstellen, können Sie sich in der folgenden Tabelle einen Überblick über alle getesteten Anbieter verschaffen und Vor- und Nachteile auf einen Blick sehen.

Anbieter Vorteile Nachteile
Lime Sehr gute Leistung, kurze Bremswege, gute Ausstattung, breites Ausleihgebiet Teuerster Anbieter, kein Blinker
Bolt Günstigster Anbieter, gute Ausstattung Sicherheit könnte besser sein, kein Blinker, keine Handyhalterung
Tier Beste Ausstattung (Handyhalterung mit Qi-Ladegerät, Tacho), sehr gute Sicherheit (Blinker) Teuer, Wendekreis könnte kleiner sein
Voi Gute Verfügbarkeit, preislich fair Fahrverhalten könnte besser sein
Bird Solide Leistungen im Mittelfeld Qualität der Roller unterschiedlich, eher schlecht gewartet, kein Blinker

Detaillierte Ergebnisse der einzelnen Anbieter

Die E-Scooter vom Sharingdienst Lime erzielten in unserem Test die beste Wertungen und schafften es so zu unserem Testsieger. Mit einer sehr guten Leistung in puncto Sicherheit und Fahrverhalten und der Note „gut“ für die Ausstattung, sowie Verfügbarkeit und Preis bekam der Anbieter die Gesamtwertung sehr gut (1,5). Mit Blick auf die Sicherheit fiel auf, dass der Bremsweg der kürzeste ist und bei einer Vollbremsung die Vorderreifen nicht blockieren, was das Unfallrisiko erheblich reduziert. Auch die Ausleuchtung erhielt im Test die beste Wertung. Leider verfügen die Lime-Scooter nicht über einen Blinker. Dieser wäre besonders auf viel befahrenen Straßen von Vorteil. Außerdem überzeugte das gute Fahrverhalten. Das Bergauffahren funktionierte mit dem Hinterradantrieb reibungslos und auch die Federung machte eine sehr gut Eindruck. Der Wendekreis von 117 Zentimetern ist ebenfalls sehr gut. Des Weiteren punktete der Anbieter mit der Ausstattung. Die Scooter haben ein breites Trittbrett, verfügen über eine Handyhalterung und die Klingel lässt sich gut erreichen.

Der Preis zur Entsperrung und der Minutenpreis können mit der Kreditkarte, PayPal oder GooglePay bezahlt werden. Praktischerweise kann man auch ein Entsperrpaket (5,99 Euro im Monat für gratis Entsperrung) und ein Minutenpaket (5,99 Euro für eine Stunde) buchen. Sogar eine Tagesflat wird von Lime angeboten. Besonders praktisch bei Lime ist, dass die Roller auch außerhalb des Stadtkerns herumstehen und der Ausleihbereich schätzungsweise am größten ist. Zudem kann man den Scooter zum Suchen klingeln lassen.

Zum Preistipp schafften es die E-Scooter von Bolt. Sie bekamen im Test die Note „sehr gut“ (1,6) und folgten somit dicht auf den Testsieger. In der Preiskategorie erhielt der Anbieter die Bestnote 1,0. Für die Sicherheit, das Fahrverhalten und Ausstattung erhielt er die Wertung „gut“. Die Sicherheit der E-Roller war zufriedenstellend, könnte aber besser sein. Auch wenn eine Vollbremsung ohne Blockade der Vorderreifen möglich war, fehlte den Scootern ein Blinker und die Ausleuchtung war lediglich befriedigend. Mit den Griffbremsen für vorne und hinten braucht es einen Bremsweg von 2,9 Metern - nur ein bisschen länger als beim Testsieger.

Mit Blick auf das Fahrverhalten schnitt der Sharingdienst gut ab. Bergauf fuhr der Roller relativ schnell und der Wendekreis beträgt 160 Zentimeter. Allerdings schafften es die Federung und der allgemeine Fahreindruck nur auf die Note „gut“. In puncto Ausstattung steht der Preistipp dem Testsieger wenig nach. Die Bolt-Scooter verfügen sogar über einen Tacho, wiederum aber nicht über eine Handyhalterung oder einen Trinkflaschenhalter.

Der Preis für die Scooter von Bolt ist mit Abstand am niedrigsten, da für die Entsperrung kein Kosten anfallen. Die 19 Cent pro Minute können sowohl mit der Kreditkarte als auch PayPal bezahlt werden. Die große Besonderheit bei Bolt ist, dass man nichts für die Entsperrung des Scooters bezahlen muss. Es ist natürlich denkbar, dass sich das noch ändern wird, damit der Anbieter wettbewerbsfähig bleibt.

Die E-Scooter vom Sharingdienst Tier glänzten mit der „besten Ausstattung“ und der Bestnote „1,0“ in der respektiven Kategorie. Und auch in der Testkategorie Sicherheit schnitt Tier „sehr gut“ (1,0) ab. Zusätzlich punkten konnte der Dienst mit einem Blinker, die Ausleuchtung jedoch ließ auch hier zu wünschen übrig. Das Fahrverhalten war insgesamt zufriedenstellend. Bergauf fuhr der Scooter von Tier nur ein wenig langsamer als die ersten beiden Plätze. Die Federung erwies sich als sehr gut und der allgemeine Fahreindruck war gut. Der Wendekreis beträgt stolze 210 Zentimeter, könnte also durchaus kleiner sein.

Nicht ohne Grund erhielt der E-Scooter von Tier den Titel „beste Ausstattung“. Er verfügt über einen Tacho, die Klingel ist gut erreichbar und eine Handyhalterung mit Qi-Ladegerät ist dabei. Zudem gibt es besondere Features wie den Scooter zur Suche klingeln zu lassen. Nur ein Trinkflaschenhalter fehlt. In puncto Preis und Verfügbarkeit schnitt Tier im Test am schlechtesten ab. Mit Blick auf den Preis für die Entsperrung und den Minutenpreis war nur der Testsieger teurer. Auch das Angebot für das Minutenpaket könnten besser sein. Gezahlt werden kann praktischerweise sowohl mit der Kreditkarte als auch mit PayPal oder GooglePay. Auffallend praktisch bei den Scootern von Tier ist die Handyhalterung mit Qi-Ladegerät, welche besonders, wenn man die Stadt mit dem Roller erkunden oder den Weg navigieren muss, von Vorteil ist.

Testmethodik

Im CHIP-Test haben wir die in München verfügbaren E-Scooter von Lime, Bolt, Tier, Voi und Bird geprüft. Um sie an ihre Grenzen zu bringen, haben wir sie rund um unser Bürogebäude in Giesing sowie an einer 393 Meter langen Steigung am Nockherberg gefahren, und zudem in unserem CHIP-Testlabor einige Messungen - etwa zur Beleuchtung - durchgeführt.

Alle Sharingdienste hatten ihre Vor- und Nachteile. Während Lime mit einem sehr guten Gesamtpaket zu einem relativ hohem Preis überzeugte, waren die Modelle von Bolt zwar leistungstechnisch schwächer, dafür aber preislich unter den getesteten Anbietern ungeschlagen. Tier glänzte mit der Bestnote für Sicherheit und der besten Ausstattung im Test. Voi bewies zwar sehr gute Verfügbarkeit und preisliche Fairness, sammelte jedoch Minuspunkte beim Fahrverhalten. Und der Letztplatzierte - Bird - bewies solide Leistungen im preislichen Mittelfeld.

In puncto Sicherheit fiel vor allem auf, dass alle E-Scooter bei einer Vollbremsung nicht die Vorderreifen blockierten und so das Unfallrisiko erheblich niedriger ist. Einen Blinker vermissten die Tester bei Lime, Bolt und Bird. Vor allem beim Fahrverhalten gab es Unterschiede. Während der Testsieger mit der Bestnote glänzte, ließen andere Modelle an einigen Stellen zu wünschen übrig. So fiel das Bergauffahren mit dem Roller von Bird am schwersten und Tier war mit einem Wendekreis von 210 Zentimetern weniger wendig als die anderen Testobjekte. Das Gewicht der Scooter schwankte von rund 24 bis rund 32 Kilogramm. Das sollten Sie im Kopf behalten, falls Sie mit dem Fahrzeug auf Ihrem Weg eine Treppe überwinden müssen. Im allgemeinen Fahreindruck schaffte Voi lediglich die Note „befriedigend“, da die Vollgummi-Reifen kantig wirkten und insbesondere das Kurvenfahren schwerfiel.

Mit Blick auf die Ausstattung unterschieden sich die Testobjekte nur wenig, wenn man mal vom Drittplatzierten absieht. Der Scooter von Tier verfügt sogar über eine Handyhalterung, in der das Gerät kabellos geladen wird. In die Modelle von Bolt, Tier und Bird ist ein praktischer Tacho integriert. Im Allgemeinen vermissten die Tester bei allen Anbietern einen höhenverstellbaren Lenker, der bei den variierenden Körpergrößen der Nutzenden hilfreich sein könnten. Über das praktische Zusatzfeature, welches den Scooter klingeln lässt und somit die Suche erleichtert, verfügten sowohl der Testsieger als auch die Modelle von Bolt und Tier.

Bei den Scootern von Bird zeigte sich im Test, zumindest unter der Stichprobe, dass die Roller sich stark in ihrer Qualität unterschieden und insgesamt eher schlecht gewartet waren. Keine Unterschiede im Testfeld gibt es bei der Höchstgeschwindigkeit, alle erreichen maximal die per Gesetz als Obergrenze festgelegten 20 km/h, zudem haben alle Modelle eine Klingel und alle E-Scooter zeigen den Akkustand an.

Generell waren die Unterschiede im Test selten enorm. Dennoch lohnt es sich auf die individuellen Vor- und Nachteile der E-Scooter-Sharingdienste zu achten, um die für Sie persönlich interessantesten Features und das beste Angebot zu ermitteln.

Lime im Detail

Das Mobilitätsunternehmen Lime ist der weltweit größte Anbieter für Leih-E-Scooter. Seit versorgt der US-Amerikanische Sharingdienst auch deutsche Städte. In den letzten Jahren hat sich nicht nur Micro Mobility im Allgemeinen, sondern auch der neongrüne E-Roller von Lime bewährt, und das, obwohl er am teuersten ist. Wer die Scooter nutzen möchte, muss 1 Euro zur Entsperrung und 25 Cent pro Minute bezahlen. Der Minutenpreis von Lime war der teuerste im Test. Der Entsperrungspreis ist allerdings derselbe wie bei Tier und Bird. Dennoch entschieden die Tester: Es lohnt sich - und wählten die Lime-Scooter zum Testsieger. Er überzeugte unter anderem mit dem kürzesten Bremsweg, dem kleinsten Wendekreis und teilte sich in den ersten Platz im Bergauffahren mit den Modellen von Bolt.

Des Weiteren bietet Lime ein Entsperrpaket und ein Minutenpaket, sowie eine Tagesflat an, die eine häufige oder lange Nutzung preiswerter gestalten können. Folglich können Sie für 5,99 Euro im Monat die Scooter immer gratis entsperren und das von Ihnen gewählte Fahrzeug für 30 Minuten statt 10 Minuten kostenlos reservieren. Mit dem Minutenpaket fahren Sie eine Stunde für 5,99 Euro. Knapp 10 Euro günstiger als ohne das Paket. Lime ist der einzige Sharingdienst, der einen Tagestarif anbietet. Entweder können Sie für 9,99 Euro 24 Stunden fahren - Achtung, eine Fahrt darf jeweils nur maximal 90 Minuten dauern. Oder Sie buchen für 24,99 Euro drei Tage, an denen Sie den Scooter maximal 30 Minuten am Stück nutzen können.

Die Größe des Unternehmens macht sich auch auf den Straßen bemerkbar. Die Einschätzung der Tester ergab, dass Lime im Raum München mit Abstand den größten Ausleihbereich hat und als einziger Anbieter auch außerhalb des Stadtkerns auftaucht. Auch mit Blick auf die geschätzte Scooteranzahl und die daraus resultierende Verfügbarkeit des Sharingdienstes schnitt Lime am besten ab. Interessant ist zudem, dass die Lime-Scooter um einiges besser abschnitten als noch vor drei Jahren im letzten CHIP-Test.

Fazit ist, der E-Scooter-Sharingdienst Lime ist zwar am teuersten ist, konnte sich aber dennoch über die letzten Jahre bewähren und kann in allen Testkategorien punkten. Wenn es Ihnen das Extrageld wert ist, bekommen Sie bei diesem Anbieter überzeugende Leistung und Qualität. Insgesamt kommt es aber immer auf die persönlichen Bedürfnisse der Nutzenden an. Ist Ihnen die Sicherheit der E-Roller am wichtigsten sollten Sie sich das Angebot von Tier oder Lime anschauen. Wenn Ihnen kleinere Abstriche in den Kategorien Sicherheit, Fahrverhalten und Ausstattung nicht so viel ausmachen und es Ihnen hauptsächlich um ein möglichst günstiges Angebot geht, ist Bolt eine gute Wahl. Geht es Ihnen hauptsächlich um die Ausstattung der Fahrzeuge, sind Sie mit Tier gut bedient.

Kosten einer Fahrt

Sämtliche Anbieter verlangen vor jeder Fahrt eine Aktivierungsgebühr beziehungsweise Entsperrungsgebühr. Diese liegt meist bei 1 Euro. Voi fordert nur 0,49 Euro für die Entsperrung und Bolt verzichtet ganz darauf. Lime bietet zudem eine Besonderheit. Nutzende können einen Scooter reservieren, sich also etwa schon aus der Bahn heraus ein Modell sichern. Doch Vorsicht, das kann teuer werden, denn die Minutenabrechnung beginnt ab dem Reservierungszeitpunkt.

Die zusätzlich anfallenden Minutenpreise hingegen sind unterschiedlich und verändern sich aktuell auch recht schnell, zum Teil sind sie sogar von Stadt zu Stadt verschieden, da die Anbieter auf die jeweilige Nachfrage vor Ort reagieren. Beispiel München: Während Voi, Bird und Bolt 19 Cent pro Minute verlangen, zahlen Sie bei Tier 24 Cent und bei Lime sind es sogar 25 Cent.

Wir empfehlen Ihnen: Werfen Sie regelmäßig einen Blick in die App, um nicht von deutlich höheren Preisen überrascht zu werden, wenn es mal schnell gehen soll.

Zahlungsmethoden und Altersbeschränkungen

In der Regel kann die Fahrt mit der Kreditkarte bezahlt werden. Die meisten Sharingdienste bieten zusätzlich die Zahlung über PayPal an. Bei Lime, Tier, Voi und Bird können Sie in vielen Städten auch mit GooglePay bezahlen.

Das Mindestalter für die Benutzung eines E-Scooters beträgt laut E-Scooter-Verordnung 14 Jahre. Allerdings muss jeder, der einen Sharing-Dienst in Anspruch nehmen möchte, mindestens 18 Jahre alt sein. Ein Helm liegt den Scootern ebenfalls nicht bei.

Entwicklung des Marktes

In der bayerischen Landeshauptstadt haben die E-Scooter nicht an Popularität verloren. Doch seit unserem letzten Test im Jahr hat sich viel getan. Circ wurde vom Konkurrent Bird übernommen und Uber Jump gehört mittlerweile zu Lime. Auch der Anbieter dott hat sich fast gänzlich zurückgezogen. Während das Unternehmen, welches seinen Hauptsitz in Amsterdam hat, vor allem in Belgien und Italien vertreten ist, findet man seine Elektroroller in Deutschland nur noch in Aachen und Bonn. Mittlerweile hab...

E-Scooter: Endlich legal!

Tretroller mit Elektromotor, kurz E-Scooter genannt, liegen im Trend. Sie sind klein, leicht, klappbar und ähnlich schnell wie ein Fahrrad. Mit dem Unterschied, dass zur Fortbewegung keine Muskelkraft erforderlich ist. E-Scooter sind nur etwa einen Meter lang, wiegen 10 bis 15 kg und lassen sich mit wenigen Handgriffen zusammenfalten. So kannst Du Deinen Scooter mit in die Bahn nehmen oder in den Kofferraum legen. Damit sind die Geräte sehr gut zur Überbrückung der "last mile" geeignet, also den letzten Kilometern im Stadtverkehr.

Wichtige Faktoren beim Kauf

  • Reichweite: Typisch ist eine Reichweite von mindestens 20 km. Je nach Belastung und Streckenbedingungen fällt die Reichweite geringer aus, als angegeben.
  • Gewicht: Je leichter der Roller, umso geringer die Belastung für den Motor und umso höher die mögliche Reichweite.
  • Ladezeit: Achte beim Kauf auf die angegebene Ladedauer.
  • Reifen: E-Scooter mit Luftreifen haben durch ihre Dämpfung eine gute Bodenhaftung, selbst auf unebenen Wegen.

Rechtliche Grundlagen

Endlich ist es soweit: Ab sofort sind E-Scooter auch in Deutschland legal auf öffentlichen Wegen unterwegs. Grundlage dafür ist die sogenannte Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) vor, die am 15. Juni in Kraft getreten ist. Darin festgelegt ist, dass Elektro-Stehroller mit Lenk- oder Haltestange ähnlich wie Fahrräder behandelt werden, jedoch mit besonderen Vorschriften.

Hinweis: Hersteller und Händler von E-Scootern empfehlen, dass man beim Fahren unbedingt einen Helm tragen sollte. Gute Fahrradhelme gibt es schon für unter 50 € zu kaufen.

Update (14.05.2020): Mit einer StVO-Novelle möchte das Verkehrsministerium für mehr Sicherheit auf der Straße sorgen. Für Kfz gilt von nun an ein vorgeschriebener Mindestabstand von 1,5 m innerorts und 2 m außerorts beim Überholen von Fußgängern, Fahrrädern und E-Scootern. Außerdem können nun Fahrradzonen eingerichtet werden, in denen eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gilt.

Anforderungen für die Straßenzulassung

Hierfür bietet sich ein genauerer Blick in die eKFV an. Dort ist aufgelistet, welche Voraussetzungen für die Straßenzulassung eines E-Scooters gelten. Außerdem muss das Fahrzeug die technischen Anforderungen erfüllen, was die Bremsen, die Beleuchtung und sonstige Sicherheitsanforderungen betrifft. Manche Hersteller wie beispielsweise Egret geben aber an, dass sie ihre bereits verkauften E-Scooter Fahrzeug wenn möglich umrüsten.

Modelle und Preise

Unter den neuen eKFV-konformen Modellen zählt der IO Hawk Sparrow-Legal zu den preiswerteren Modellen. Bei ihm handelt es sich um einen schlichten und leichten E-Scooter für die Stadt. Er hat einen 250-Watt-Motor, wiegt nur 12,5 kg und trägt ein Gewicht von 100 kg. Gut ist der mitgelieferte Tragegurt, mit dem Du ihn leicht transportieren kannst. Der Sparrow-Legal ist ab 679 € (UVP) zu bekommen.

Etwas teurer ist der IO Hawk Exit Cross, der mit seinen 10-Zoll-Luftreifen gut für holprige Wege geeignet ist. Mit einer Motorleistung von 500 W und bis zu 750 Wh verspricht er eine ordentliche Ausdauer. Er wiegt 19,8 kg und ist bis 120 kg belastbar.

Neue Modelle für den Straßenverkehr gibt es außerdem von der Firma Walberg Electrics aus Hamburg zu kaufen. Sie ist mit den Marken Egret und The-Urban am Start. Den preislichen Einstieg der StVO-Versionen bildet der Egret Eight V3. Er hat einen Motor-Dauerleistung von 350 W und wiegt 14 kg. Mit einen Luftreifen vorne und einer Federung hinten sind leichte Unebenheiten auf der Strecke zu verkraften. Der UVP liegt bei 1249 €.

Das Flaggschiff von Egret ist der Egret-Ten V4 . Er hat eine Motor-Dauerleistung von 500 W und ist mit 10-Zoll-Luftreifen ausgestattet. Mit 48 V und 11,6 Ah verspricht er eine hohe Ausdauer: Laut Hersteller liegt die Reichweite bei bis zu 40 km.

Zur oberen Preisklasse gehört der Metz Moover. Er ist schon seit längerem bekannt, da sich die Firma Metz bereits vor der gesetzlichen Regelung eine Sondergenehmigung für den Moover geleistet hat. Damit zählte er in Deutschland zu den ersten E-Scootern überhaupt, die legal auf der Straße gefahren werden durften. Der Metz Moover zeichnet sich durch große 12-Zoll-Luftreifen der Marke Schwalbe sowie ein breites Trittbrett aus.

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