Ein Moped zu kaufen, bringt viele Vorteile, denn bereits 16-Jährige können sich den Traum von motorisierter Mobilität ermöglichen, in bestimmten Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist das bereits ab 15 möglich.
Moped oder Mofa - Was ist der Unterschied?
Der Begriff des Mofas steht eigentlich für ein motorisiertes Fahrrad. Es handelt sich ursprünglich dabei um die Fahrräder, die man häufig bei Senioren finden kann: Sie haben zwar noch Pedale, aber auch einen Motor, der den Fahrer unterstützt, wenn er selbst die Strecke nicht mehr ohne Schwierigkeiten bewältigen kann.
Das Mofa richtet sich in der Form ohne Pedale aber auch an alle, die lediglich im Stadtverkehr unterwegs sind. Heute wird unter dem Begriff aber auch der Motorroller schlechthin bezeichnet. Mofas sieht man eher selten, denn die meisten Menschen wollen schneller unterwegs sein.
Ihre Stärken entfalten sie allerdings dann, wenn sie im Stadtverkehr unterwegs sind und man ohnehin nicht viel schneller vorankommt. Man kann mit ihnen die Fahrradwege benutzen und kommt nicht völlig verschwitzt am Ziel an, denn wenn es zu anstrengend wird, nimmt man einfach die Unterstützung durch den Motor in Anspruch und ist schneller und vor allem leichter unterwegs.
Kostenfaktoren beim Mopedkauf
Grundpreise für Mopeds
Zweckmäßig ausgestattete Einsitzer mit geringer Zuladung bekommst du ab rund 1.100 €. Dagegen können Mofaroller für zwei Personen mit erweitertem Ladevolumen, umfangreicher Verkleidung und technischer Vollausstattung bis zu 1.800 € kosten.
Führerschein und Prüfbescheinigung
Zum Fahren von Mofas mit 25 km/h Höchstgeschwindigkeit musst du mindestens 15 Jahre alt sein und die Mofa-Prüfbescheinigung vorweisen. Ausnahmen: Personen, die vor dem 1.4.1965 geboren sind, und Besitzer des KFZ-Führerscheins der Klasse B können ohne zusätzliche Fahrerlaubnis auf einem Mofa unterwegs sein.
Für bis zu 45 km/h schnelle Modelle brauchst du die Fahrerlaubnis der Klasse AM (ab 16 Jahren, in einigen Bundesländern schon ab 15) oder B (ab 18). Noch schnellere Zweiräder erfordern den Motorrad- oder Leichtkraftrad-Führerschein der Klasse A oder A1 (ab 18 Jahren).
Die Kosten für den Führerschein sind natürlich je nach Kalkulation einer Fahrschule unterschiedlich und auch davon abhängig, wie viele Fahrstunden Du benötigst. Pflichtstunden gibt es beim AM ja keine.
Wenn Du im Schnitt mit ca. 10 Doppelstunden Praxis rechnest, könnten (incl. Ausgaben für Theorie, Prüfungen, Anmeldegebühren, etc.) ca. 1500,- Euro für die Fahrschule rauskommen.
Zusätzliche Ausrüstung
In der Fahrschule wirst Du auch Schutzkleidung benötigen. Es gibt Fahrschulen, die Dich nicht ohne Vollausrüstung aufs Moped steigen lassen. Also Helm, Jacke und Hose mit Protektoren, Handschuhe und Motorrad-Stiefel müsstest Du ggf. noch kaufen. Gebraucht oder neu - egal.
Bis auf den Helm, den solltest Du schon neu kaufen. Weil es da um guten Sitz geht. Da solltest Du auch direkt in ein Fachgeschäft gehen, Dich beraten lassen und was gutes kaufen. Kostenpunkt persönliche Schutzausrüstung mindestens 500,- nach oben offen.
Betriebskosten
Moderne Mofas mit Viertakt-Motor werden wie Autos mit herkömmlichem Superbenzin oder E-10-Kraftstoff betankt. Je nach Fahrweise, Gelände und Ausstattung unterscheidet sich der Verbrauch. Im Durchschnitt liegt dieser aber bei etwa 2-3 Litern pro 100 Kilometer.
Modellauswahl: Elektro oder Benzin?
Die meisten Mofas haben einen Viertakt-Verbrennungsmotor und tanken Benzin. Doch inzwischen gibt es auch Modelle mit Elektroantrieb. Beide Varianten haben ihre Vorteile.
Benzin-Mofa
Zweiräder mit Verbrennungsmotor kannst du an jeder Tankstelle mit Kraftstoff versorgen. Du kannst mit ihnen weitere Strecken fahren, und unterwegs finden sich genügend Zapfsäulen zum Tanken. Benzin-Mofas werden von anderen Verkehrsteilnehmern sofort am typischen Knattergeräusch erkannt.
E-Mofa
Mit einem Elektromofa sparst du dir die Fahrt zur Tankstelle. Du kannst den Akku deines Fahrzeugs an einer Steckdose aufladen, denn es wird mit Strom betrieben, stößt damit kein CO2 aus und ist umweltfreundlich. Außerdem sind Elektromofas besonders leise unterwegs.
Mit einer Akkuladung kommst du höchstens 100 km weit, was aber für alltägliche Fahrten in der Stadt ausreichend ist.
Worauf du beim Kauf eines Mofas achten solltest
Bevor du dich für ein Moped entscheidest, überlege dir, wie weit und wie schnell du fahren willst und wie wichtig dir die Optik und das Fahrvergnügen sind.
Alter und Fahrerlaubnis
Willst du ein motorisiertes Zweirad fahren und hast noch keinen Führerschein, brauchst du bei den meisten Modellen nur eine Mofa-Prüfbescheinigung. Sobald du 15 Jahre alt bist, kannst du mit einigen Modellen fahren, andere setzen ein Mindestalter von 16 Jahren und einen Führerschein der Klasse AM voraus. Schau dir dazu die Herstellerbeschreibung an.
Tipp: Wurdest du vor 1965 geboren, sind weder Führerschein noch Prüfbescheinigung vorgeschrieben, um ein Mofa fahren zu dürfen.
Design
Mofas gibt es typischerweise in drei verschiedenen Designs. Klassische Modelle erinnern mit ihrem einfarbigen 60er-Jahre-Retrolook an Vespas. Es gibt sie sogar als Cruiser mit breitem, verchromtem Lenker. Sportliche Modelle sind oft bunter, haben etwas größere Reifen und sehen schnittiger aus. Daneben gibt es noch die schlichten City-Fahrzeuge für alle, die es weniger auffällig mögen.
Mitfahrer
Willst du allein auf deinem Mofa fahren, genügt dir ein Modell, das für einen Passagier zugelassen ist. Mit bestimmten Zweirädern kannst du aber jemanden mitnehmen. Schau in den Angaben des Herstellers nach, ob du auf dem Mofa nur allein oder zu zweit fahren darfst.
Sitzhöhe
Auf deinem Mofa solltest du bequem sitzen. Die verschiedenen Modelle bringen Bänke mit einer unterschiedlichen Sitzhöhe mit, etwa 72, 76 oder 77 cm. Je niedriger du sitzt, desto leichter kommst du mit den Füßen zum Boden, wenn du das Mofa anhältst. Bist du groß, wähle eine höhere Bank für eine bequeme Sitzposition.
Gewicht
Du wirst dein Mofa ab und zu schieben, etwa zum Abstellen oder um ein Hindernis zu überwinden. Je schwerer dein Mofa ist, desto schwieriger wird das. Achte deshalb vor dem Kauf darauf, wie viel das Fahrzeug wiegt. Während einige Gefährte 65 kg auf die Waage bringen, sind es bei anderen 100 kg.
Leistung
Je mehr Pferdestärken, desto leichter fällt es dir, zum Beispiel einen Berg hochzufahren. Manche Modelle haben 1,8 PS, andere fahren mit 2,3 oder 3 PS. Bei einem Elektroroller solltest du auf die Watt-Angabe achten, sie sagt etwas über die Motorleistung aus: Ein Kilowatt (kW) entspricht etwa 1,36 PS.
Verbreitet sind Fahrzeuge mit einer Batterieleistung zwischen 500 und 3.000 Watt, also umgerechnet zwischen 0,7 und 4 PS. E-Mofas mit einer geringen Wattzahl fahren höchstens 20 km/h schnell.
Reifengröße
Mofas haben unterschiedlich große Reifen, zum Beispiel zehn oder zwölf Zoll. Die größeren Räder finden sich vor allem bei den sportlichen Modellen, die kleineren bei den Retro-Fahrzeugen. Mit größeren Reifen kannst du etwas schneller um die Kurve fahren und hast auf nasser Fahrbahn etwas mehr Grip.
Bremsen
Zuverlässige Bremsen sind entscheidend dafür, dass du mit dem Mofa sicher unterwegs bist. Die Fahrzeuge sind mit Scheiben- oder Trommelbremsen ausgerüstet, manche auch vorn mit Scheiben- und hinten mit Trommelbremsen. Scheibenbremsen sind leichter als Trommelbremsen und die Beläge lassen sich einfacher austauschen. Das Bremsverhalten ist gleichmäßiger und lässt sich genauer dosieren. Sie sind aber teurer und anfälliger für Korrosion durch Streusalz oder Wasser.
Entdrosselung
Die Geschwindigkeit von Mofas ist heruntergesetzt, sodass sie nicht schneller als die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit fahren können. Einige Modelle kannst du - wenn du alt genug bist und den richtigen Führerschein hast - entdrosseln lassen: Die eingebaute Bremssperre wird dann aufgehoben und sie fahren schneller. Der Vorteil dieser Funktion ist die Flexibilität. So kannst du dein Mofa auch mit jüngeren Personen teilen und es beliebig drosseln bzw. entdrosseln.
Ausstattung und Zubehör
Zur Standardausrüstung von Mofas gehören zwei Rückspiegel, Tankanzeige, Schloss und Gepäckträger. Viele Mofas sind mit einem Topcase auf dem Gepäckträger ausgerüstet, also einem Koffer, in dem du verschiedene Dinge unterbringen kannst. Transportkoffer kannst du aber auch als Zubehör erwerben.
Zusätzlich haben viele Mofas ein Fach unter dem Sitz, in das oft ein Helm passt. Andere Modelle verfügen zusätzlich über ein Handschuhfach sowie einen Gepäckhaken.
Tipp: Einige Hersteller legen noch ein Kettenschloss und eine Faltgarage bei, andere rüsten das Mofa mit einer Ladedose für USB-Geräte aus - dann kannst du während der Fahrt ein Navi oder ein Smartphone aufladen.
Tankinhalt und Verbrauch
Die Benzin-Mofas haben unterschiedlich große Tanks. Je nach Modell passen 4, 5 oder 6 l Kraftstoff hinein. Auch der Verbrauch kann sich unterscheiden: Sie schlucken je nach deinem Fahrstil zwischen 2 und 5 l pro 100 Kilometer. Sieh dir dazu die Angaben des Herstellers an.
Vorschriften im Straßenverkehr
Auf die Autobahn darfst du mit deinem Mofa nicht. Bei allen 25 km/h schnellen Modellen ist das Tragen eines Motorradhelms Pflicht. Diese Pflicht entfällt nur bei Leichtmofas mit einem Tempo von höchstens 20 km/h. Schutzkleidung ist auf dem Mofa nicht verpflichtend. Für die meisten brauchst du aber sowohl ein Kennzeichen als auch eine Versicherung.
Das richtige Gefährt für deine Bedürfnisse auswählen
Je nachdem, wie du dein Mofa nutzt, kommen für dich unterschiedliche Modelle infrage.
Fahren mit nostalgischem Design
Du willst mit deinem motorisierten Zweirad kürzere Strecken in der Umgebung zurücklegen oder auch einmal einen Ausflug an den See machen. Damit das richtige Dolce-Vita-Flair aufkommt, soll das Mofa gut aussehen. Du legst dir ein Mofa im Retro-Look der 1960er-Jahre zu. Mit dem bist du gemütlich unterwegs und fällst trotzdem auf. Ein solches Modell kostet je nach Ausstattung und Zubehör zwischen 1.000 und 1.700 €.
Sportliche Mofafahrer
Mit deinem Zweirad willst du schnittig unterwegs sein - trotz der Beschränkung auf 25 km/h. Für dich ist ein sportliches Mofa mit mindestens 2,5 PS sinnvoll. Damit bist du in den Kurven schneller und hast durch die größeren Reifen mehr Grip. Die Pferdestärken sorgen dafür, dass du jeden Hügel schaffst. Solche Mofas sind für einen Preis zwischen 1.300 und 1.500 € zu haben.
Umweltbewusst das Zweirad nutzen
Du willst auf die Flexibilität eines Mofas nicht verzichten, aber du legst auch Wert darauf, dass dein Gefährt keine Abgase ausstößt und weniger Lärm macht. Da du nur kürzere Strecken in der näheren Umgebung zurücklegst, ist für dich ein Elektro-Mofa geeignet. Damit kommst du je nach Akku und Modell zwischen 30 und 100 km weit. Solche Fahrzeuge kosten zwischen 1.300 und 1.500 €.
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Zusammenfassung der Kosten
Um eine bessere Übersicht über die verschiedenen Kosten zu erhalten, hier eine Tabelle:
| Kostenfaktor | Durchschnittliche Kosten |
|---|---|
| Moped Grundpreis | 1.100 € - 1.800 € |
| Führerschein (Klasse AM) | ca. 1.500 € |
| Schutzausrüstung | mind. 500 € |
| Betriebskosten (pro 100 km) | 2-5 Liter Benzin |
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