E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, sowohl für den täglichen Weg zur Arbeit als auch für entspannte Freizeittouren. Dabei stellt sich oft die Frage: Wie schnell fährt ein E-Bike?
Was ist ein E-Bike?
Ein E-Bike, kurz für Elektrofahrrad, ist ein Fahrrad, das mit einem Elektromotor ausgestattet ist, der die Tretkraft des Fahrers unterstützt. Die ersten Konzepte von E-Bikes reichen bis ins späte 19. Jahrhundert zurück. Ein E-Bike besteht aus einem Elektromotor, einem Akku, einer Steuereinheit und Sensoren, die deine Tretbewegungen messen. Je nach Modell kann der Motor am Vorderrad, Hinterrad oder in der Mitte des Fahrrads angebracht sein.
Geschwindigkeitsbegrenzungen und Motorleistung
In Deutschland sind die Geschwindigkeitsbegrenzungen für E-Bikes klar definiert. Pedelecs, die am häufigsten verbreiteten E-Bikes, dürfen maximal 25 km/h mit Motorunterstützung fahren. S-Pedelecs, die als Kleinkrafträder klassifiziert sind, dürfen bis zu 45 km/h schnell sein. Wer die Geschwindigkeitsbegrenzungen überschreitet oder ein nicht zugelassenes E-Bike fährt, riskiert Bußgelder, Punkte in Flensburg und den Verlust des Versicherungsschutzes.
Die Motorleistung spielt eine entscheidende Rolle für die Geschwindigkeit eines E-Bikes. Standard-Pedelecs haben in der Regel eine Motorleistung von 250 Watt, was für die Unterstützung bis 25 km/h ausreicht. Die Akkukapazität bestimmt, wie lange und wie weit du mit deinem E-Bike fahren kannst. Ein größerer Akku ermöglicht längere Fahrten und eine gleichbleibende Unterstützung auch bei höheren Geschwindigkeiten.
E-Bikes bieten verschiedene Unterstützungsstufen, die du je nach Bedarf und Fahrbedingungen einstellen kannst.
Faktoren, die die Geschwindigkeit beeinflussen
Die Geschwindigkeit deines E-Bikes kann stark von der Beschaffenheit des Terrains abhängen. Auf glatten, ebenen Straßen erreichst du höhere Geschwindigkeiten als auf unebenem Gelände oder Schotterwegen. Das Gewicht des Fahrers und zusätzliches Gepäck wirken sich auf die Geschwindigkeit und die Akkuleistung aus. Wetterbedingungen wie starker Gegenwind, Regen oder extreme Temperaturen können die Leistung und Geschwindigkeit deines E-Bikes beeinträchtigen.
Durchschnittsgeschwindigkeit von E-Bikes
Grundsätzlich erreichen die meisten E-Bikes eine Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h. Sobald du diese E-Bike-Höchstgeschwindigkeit erreichst, schaltet sich die Motorunterstützung ab und du kannst, wie bei einem klassischen Fahrrad, so schnell fahren, wie es deine eigene Muskelkraft zulässt.
Neben E-Bikes gibt es auch Speed Pedelecs, auch S-Pedelecs genannt. Wie der Name Speed (zu Deutsch Geschwindigkeit) bereits ahnen lässt, ist die Pedelec Geschwindigkeit höher. In Europa sind diese speziellen E-Bikes mit einem Motor ausgestattet, der sogar Unterstützung für bis zu 45 km/h bietet. Allerdings gehen mit der höheren Geschwindigkeit auch mehr Vorschriften im Straßenverkehr einher. In Deutschland werden diese Pedelecs als Kleinkraftrad eingestuft und sind deshalb zulassungspflichtig. Außerdem musst du dein Speed Pedelec im Straßenverkehr mit einem Nummernschild ausstatten und darfst nur auf der Straße fahren und nicht auf dem Radweg.
Ein normales E-Bike darf einen Motor mit maximal 250 Watt haben, der bei der Fahrt bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h unterstützt.
Komponenten, die die Geschwindigkeit regulieren
Ein zentraler Bestandteil, der die Geschwindigkeit eines E-Bikes reguliert, ist der Geschwindigkeitssensor. Dieser Sensor befindet sich bei den meisten E-Bikes, insbesondere bei Modellen mit Mittelmotorantrieb wie bei Bosch und Yamaha, am Hinterrad. Er erfasst die Geschwindigkeit des Rads und ermöglicht die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit. Nabenmotoren haben keinen solchen Geschwindigkeitssensor, da sie direkt das Vorder- oder Hinterrad antreiben und die Geschwindigkeit dadurch direkt vom Motor erfasst wird.
Eine weitere wichtige Komponente ist der Motor des E-Bikes. Je nach Leistung und Bauart kann die Unterstützung des Motors variieren und damit auch die Geschwindigkeit deines Fahrrads beeinflussen. Die Akkukapazität wird in Wattstunden (Wh) angegeben und beeinflusst sowohl die Reichweite als auch die Geschwindigkeit des E-Bikes.
Neben den bereits genannten Faktoren beeinflusst auch das Gelände die Geschwindigkeit, die du mit deinem Fahrrad zurücklegen kannst. Fährst du mit deinem Bike bergauf, wird mehr Unterstützung durch den Motor benötigt als bergab und die Geschwindigkeit nimmt ab.
E-Bike Tuning: Illegal und gefährlich
Tatsächlich ist es möglich, die Geschwindigkeitsbegrenzung des Motors aufzuheben. Das ist zum Beispiel durch das Manipulieren der Geschwindigkeitsmessung oder das Aktivieren der Tretunterstützung auch über 25 km/h hinaus erreichbar. Aber: E-Bike Tuning ist illegal. Wenn du dein E-Bike tunst und somit die Geschwindigkeit erhöhst, steigt zugleich auch die Unfallgefahr. Damit stellt dein getuntes E-Bike nicht nur eine Gefahr für dich selbst, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer dar. Wenn du dann einen Unfall verursachst, zahlt deine private Haftpflichtversicherung nicht.
Verkehrsregeln und Sicherheit
Bevor du dich auf dein E-Bike schwingst, ist es ratsam, dich über die geltenden Verkehrsregeln und Bestimmungen in deiner Region zu informieren. Je nach Land und Region können die Vorschriften bezüglich der Benutzung von E-Bikes variieren. Manchmal ist die Nutzung auf Fahrradwegen erlaubt, während in anderen Bereichen möglicherweise spezielle Fahrradfahrer-Schutzstreifen vorgesehen sind.
Die durchschnittliche Geschwindigkeit eines E-Bikes hängt stark vom Typ ab. Normale Pedelecs bieten Unterstützung bis zu 25 km/h. Im Alltag erreichen viele Fahrer eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 20-25 km/h. Im Vergleich zu herkömmlichen Fahrrädern, die durchschnittlich 15-20 km/h erreichen, bieten E-Bikes eine deutlich höhere Geschwindigkeit. Studien und Erfahrungsberichte zeigen, dass viele E-Bike-Fahrer im städtischen Umfeld Geschwindigkeiten von 20-25 km/h erreichen. Standard-Pedelecs sind gesetzlich auf eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h begrenzt. S-Pedelecs können, je nach Modell und Motorleistung, Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h erreichen.
Es gibt spezielle E-Bikes, die für hohe Geschwindigkeiten gebaut wurden. Diese Modelle sind oft modifiziert und nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen. Sicherheit ist bei hohen Geschwindigkeiten besonders wichtig. Dazu gehören hochwertige Bremsen, stabile Rahmen und eine gute Federung. Fahrer sollten immer geeignete Schutzkleidung und einen Helm tragen.
Weitere Faktoren und Überlegungen
Technisch ist es möglich, die Geschwindigkeit eines E-Bikes zu erhöhen. Das Gewicht des Fahrers beeinflusst die Geschwindigkeit und die Reichweite des E-Bikes. Bei Überschreitung der gesetzlich erlaubten Geschwindigkeit drohen Bußgelder, Punkte in Flensburg und der Verlust des Versicherungsschutzes. Die Akkulaufzeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Kapazität des Akkus und der gewählten Unterstützungsstufe.
Die Verkaufszahlen von E-Bikes explodieren. Ein Grund: Während bei den allein muskelbetriebenen „Bio-Bikes“ der Fortschritt nur noch in Trippelschritten erfolgt, erleben wir bei den so genannten Pedelecs Innovations-Sprünge. Zudem fährt man mit einem neuen Rad erfahrungsgemäß lieber und öfter als mit einem alten und behäbigen Drahtesel.
Ob als Pendlerfahrzeug, als Sportgerät oder als Familientransporter: Das E-Bike macht Ziele schneller und bequemer erreichbar. Daraus resultiert auch, dass E-Radler im Schnitt deutlich weitere Strecken zurücklegen als unmotorisierte Radfahrer (E-Bike: 8 Kilometer pro Tag, Fahrrad: 5,3 Kilometer pro Tag, lt. PASTAStudie).
E-Bike vs. Pedelec vs. S-Pedelec: Rechtliche Unterschiede
Es gibt wichtige Unterschiede zwischen E-Bikes und Pedelecs. Mit dem E-Bike kannst du wie mit einem Mofa fahren, auch wenn du nicht trittst. Beim Pedelec musst du treten, damit der Elektromotor dich unterstützt. Das Pedelec ist verkehrsrechtlich ein Fahrrad, das E-Bike ist ein Kleinkraftrad mit geringer Leistung. Die meisten E-Bikes in Deutschland sind genau genommen Pedelecs. Deshalb wird allgemein meistens vom E-Bike gesprochen.
S-Pedelecs sind sogenannte Speed-Pedelecs und werden auch Schweizer Pedelecs genannt. Sie sind rechtlich keine Fahrräder, sondern Kleinkrafträder, genau wie E-Bikes. Wenn du in die Pedale trittst, kannst du mit einem S-Pedelec eine Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h erreichen. Die maximale Leistung des Motors beträgt 500 Watt. Du brauchst für das S-Pedelec ein Versicherungskennzeichen.
Rechtliche Aspekte im Überblick
Hersteller von E-Bikes und S-Pedelecs müssen beim Kraftfahrtbundesamt (KBA) für jedes Modell eine sogenannte Betriebserlaubnis einholen. Für alle drei E-Bike-Varianten und für das S-Pedelec brauchst du ein Versicherungskennzeichen. Das Nummernschild bekommst du von deinem Versicherungsanbieter, wenn du eine Kfz- oder Mopedversicherung abschließen.
Ob du einen Führerschein für dein Elektrofahrrad brauchst, hängt von deinem Modell ab:
- Für das normale Pedelec brauchst du keinen Führerschein, weil es in die Kategorie „Fahrrad“ fällt.
- Für das S-Pedelec brauchst du einen Führerschein der Klasse AM (ehemals Rollerführerschein). Es ist ein Kleinkraftrad und kann bis zu 45 km/h schnell fahren. Der Fahrer muss mindestens 16 Jahre alt sein.
Mit E-Bikes, die bis zu 25 km/h schnell fahren, darfst du nur Radwege benutzen, die mit dem Schild „Mofas frei“ gekennzeichnet sind. Das gilt nicht für das E-Bike mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit und für Speed-Pedelecs. Mit den beiden Modellen darfst du nur auf der Straße fahren.
Beim S-Pedelec mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h musst du einen Schutzhelm tragen. Fahrradhelme bieten zu wenig Schutz. Für E-Bike- und S-Pedelec-Fahrer gelten dieselben Alkoholbestimmungen wie für Autofahrer. Laut §24a StVG sind schon 0,5 Promille Alkohol im Blut eine Ordnungswidrigkeit.
Kosten und Kaufempfehlungen
Wenn du ein hochwertiges E-Bike oder Pedelec mit einem langlebigen Akku willst, solltest du dir einen Preis von 1.000 Euro als Untergrenze setzen. S-Pedelecs und E-Bikes mit 45 km/h müssen durch die hohe Geschwindigkeit besonders stabil gebaut werden. Außerdem brauchen sie wirksame Bremsen und eine gute Federung. Du solltest hier mit ungefähr 3.500 Euro rechnen.
Speed-Pedelecs im Alltag
Mit 45 km/h auf dem Fahrrad Strecke machen - das ist schon ein unschlagbares Argument für die Anschaffung eines S-Pedelecs und auch ein wichtiger Baustein hin zur Mobilitätswende. Doch gerade die rechtliche Einstufung als Moped steht dem Siegeszug der S-Pedelecs im Weg. Für Fahrradwege sind sie zu schnell, deshalb werden sie von dort verbannt und müssen per Gesetz auf die Straße. Das funktioniert gerade noch in 30er-Zonen, wo das schnelle E-Bike bequem mit dem Verkehr mithalten kann, doch schon bei 50 km/h wird das Pedelec von Personen in Autos als Fahrrad angesehen und dementsprechend oft riskant überholt.
In einem politischen Themenpapier fordert der Zweirad Industrieverband (kurz ZIV): „Das Fahren mit S-Pedelecs muss deshalb sicherer werden! Wer mit einem schnellen E-Bike unterwegs ist, fährt z. B. dank Bosch Performance Line Speed-Motor mit 300 W statt 250 W wie beim E-Bike. Damit erreicht man Durchschnittsgeschwindigkeiten von 30 bis 35 km/h."
Um ein S-Pedelec im öffentlichen Straßenverkehr bewegen zu dürfen, benötigt man in der EU einen Kfz-Führerschein der Klasse AM, den man ab 16 Jahren erwerben kann. Durch die verkehrsrechtliche Gleichstellung mit dem Moped muss man für das 45 km/h schnelle E-Bike ein Versicherungskennzeichen erwerben und am Bike montieren. Rad,- Feld- oder Waldwege dürfen mit einem S-Pedelec nicht befahren werden.
Vergleich von E-Bike und Speed Pedelec
Hier ist eine Tabelle, die die Unterschiede zwischen E-Bikes (Pedelecs) und Speed Pedelecs zusammenfasst:
| Merkmal | E-Bike / Pedelec | Speed Pedelec |
|---|---|---|
| Max. Geschwindigkeit | 25 km/h | 45 km/h |
| Rahmenform | Low, mid oder high-step | Mid oder high-step |
| Sitzhaltung | Aufrecht, aktiv oder sportlich | Aktiv oder sportlich |
| Motorkapazität | 65 Nm | 75 Nm |
| Führerschein | Nein | AM (ab 16 Jahren) |
| Versicherungskennzeichen | Nein | Ja |
| Helmpflicht | Empfohlen | Ja |
| Nutzung von Radwegen | Ja, außer anders angegeben | Nein (nur Straße) |
Sicherheitshinweise
Beim Thema Geschwindigkeit spielt die Sicherheit eine ganz wichtige Rolle. E-Bikes und Speed Pedelecs sollten hohe Sicherheitsstandards erfüllen. Wir empfehlen dir deshalb, dass du dich in einer verkehrsarmen Umgebung an das E-Bike- oder Speed Pedelec- Fahren gewöhnst. Für Speed Pedelecs gilt in Deutschland eine Schutzhelmpflicht. Hierfür reicht ein normaler Fahrradhelm aus. Mit einem E-Bike bis 25 km/h darfst du selbst entscheide, ob du einen Helm aufsetzt oder nicht. Wir empfehlen allen E-Bike-Fahrern einen Fahrradhelm zu tragen, da du dich mit höheren Geschwindigkeiten im Straßenverkehr bewegst und dich damit auch vor dem Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer schützt.
Fazit
Egal, für welche Variante du dich entscheidest: Mit einem elektrischen Fahrrad kannst du sicher, flexibel und ohne großen Aufwand von A nach B kommen.
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