Die MotoGP-Saison 2020 war in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Joan Mir krönte sich auf Suzuki zum neuen Weltmeister. Konstanz führte ihn an die Spitze, auch wenn viele spekulierten, dass das Ergebnis anders ausgefallen wäre, wenn Marc Marquez nicht durch einen Oberarmbruch ausgefallen wäre. Mir kommt aus dem Red Bull Rookies Cup und stieg schnell in die MotoGP auf.
Unbezahlbar ist dieser Weltmeistertitel auch, weil Suzuki gerade heuer sein 100-jähriges Bestehen feiert und es schon 20(!) Jahre her ist, dass Kenny Roberts Jr. auf Suzuki Weltmeister wurde. Natürlich spielten Suzuki auch die Motorenprobleme bei Yamaha in die Karten, allerdings scheinen diese hausgemacht zu sein - wegen zu wenig Leistung brachten die Techniker die Motoren in den heiklen Bereich und sorgten vermutlich erst dadurch für reihenweise Ausfälle. Allerdings können sich Joan Mir und Suzuki auch rühmen, die beiden Weltmeistertitel (Fahrer- und Teamwertung, Hersteller entscheidet sich erst im letzten Rennen im portugiesischen Portimao) aus eigener Kraft geschafft zu haben.
Joan Mir sicherte sich seinen WM-Titel bereits ein Rennen vor Schluss. Er zeigte keine Ambition, an die Spitze vorzupreschen, und wurde durch einige Stürze vor ihm auf den siebenten Platz vorgespült, ohne eben selbst einen Sturz und somit eine Nullnummer zu riskieren. Damit holte er schließlich auch genügend Punkte gegenüber Franco Morbidelli auf seiner Yamaha.
Die Gehälter der MotoGP-Piloten sind in Summe deutlich niedriger als noch vor vier Jahren. Die Coronavirus-Pandemie hatte den wohl größten Einfluss auf die strategischen Entscheidungen der Hersteller und Teams. In der Saison 2020 wurde die MotoGP hart von der Pandemie getroffen. Nach wie vor sind die Folgen zu spüren, denn einige Rohstoffe sind knapp und viele Zulieferer können die Hersteller nicht so zuverlässig wie vor der Pandemie beliefern. Ein weiterer Faktor im Zusammenhang mit den niedrigeren Gehältern der Fahrer ist das Aufkommen der neuen Generation. Oder besser gesagt die Rücktritte einiger großer Namen. Dani Pedrosa, Jorge Lorenzo und zuletzt Valentino Rossi beendeten ihre Karrieren.
Ducati entwickelte auf Grund der Coronavirus-Pandemie eine komplett neue Strategie. MotoGP-Superstar Jorge Lorenzo verdiente in der Saison 2018 bei Ducati noch geschätzte 15 Millionen Euro. Die Recherchen von 'motorsport.com' ergaben, dass in der Saison 2018 etwa 58,5 Millionen Euro an die 24 MotoGP-Piloten überwiesen wurden. Das ergibt etwa 2,4 Millionen Euro pro Fahrer. In dieser Saison betragen die Gehälter in Summe nur noch etwa 47,1 Millionen Euro. Unverändert ist allerdings, dass es unter den Fahrern große Unterschiede gibt.
Die Top-Verdiener in der MotoGPDer bestbezahlte Fahrer in der bevorstehenden MotoGP-Saison ist Marc Marquez. Der Ex-Champion erhält von Honda ein fixes Gehalt von etwa 15 Millionen Euro. Suzuki bezahlt Ex-Champion Joan Mir 6,5 Millionen Euro. Weltmeister Fabio Quartararo wird von Yamaha in seiner zweiten Saison als Werkspilot mit 4,0 Millionen Euro vergütet. Es wird erwartet, dass dieses Gehalt in Zukunft deutlich höher ausfallen wird, sollte der Franzose bei Yamaha verlängern. Neun Fahrer verdienen laut den Aussagen der Teammanager, Berater und Manager zwischen einer und zwei Millionen Euro pro Jahr.
Marc Marquez hat auf weitere 15-20 Mio von Repsol Honda verzichtet und fährt "fast gratis" für vermutlich 0,5 oder 1 Mio bei Gresini Ducati. Jetzt ist er wieder glücklich und hat wieder Spaß am Fahren. Absolut richtige Entscheidung.
Rennfahrer ist schließlich sein Beruf. Und Berufssportler haben üblicherweise ein seeehr kurzes Berufsleben, in dem das ganze Geld verdient werden muss.
Vor paar Wochen nach Fabios Verlängerung mit Yamaha wurde in den Medien ja zurecht die Frage aufgeworfen, warum HRC Joan Mir nicht genauso (gut) behandelt, wie Yamaha Fabio behandelt. Also finanziell gesehen. Vielleicht haben sie ja das nun gemach?! Und Mir ein Angebot unterbreitet, das er nicht ausschlagen kann.
Heute gibt es Gerüchte das Toprak Raugatlioglu schon 2025 MotoGP fahren will! Laut GPone liegt ein Angebot von Honda vor! Toprak hätte es definitiv verdient, aber ob er was reißen kann...
Ducati könnte hier 3 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das könnte zur Folge haben, dass Ducati damit Pramac Last Minute zum Verbleib überzeugt, sodass bei Pramac 2025 mit Toprak & Aldeguer auf den beiden GP25 sitzen würden. Toprak Razgatlioglu auf einer Pramac Ducati? Oh yes! Das wäre der Oberknaller. Mit ein paar Tests und nach einer Eingewöhnungszeit würde Toprak sicherlich auch die MotoGP gewaltig aufmischen!
Als er zu BMW gewechselt ist, hat er sich auch beschwert das Yamaha beim Test nicht auf seine Wünsche eingegangen ist und das Bike für ihn umgestellt hat. Außerdem soll er zu wenig frische Reifen gehabt haben.
Vergleich mit der Formel 1Es gibt vermutlich nur wenige Sportarten in der Welt, denen ein derartiges Glamour-Image anhaftet wie der Formel 1. Bei den Piloten mangelt es jedenfalls gewiss nicht am nötigen Kleingeld. Weltmeister Lewis Hamilton verdiente 2020 nach Forbes-Schätzung knapp 35 Millionen Euro, das Gehalt von Rookies wie Mick Schumacher soll schon über 500.000 liegen.
Die Ingenieure schneiden in Sachen Salär noch sehr gut ab. Zwischen 70.000 und 100.000 Euro bekommen sie pro Jahr. Top-Ingenieure können es sogar auf bis zu 450.000 Euro im Jahr bringen. Mechaniker verdienen nur rund 45.000 Euro.
Man ist als Teil des Renn-Zirkus nahe an der Strecke sowie den Fahrern und sieht die Welt - reich werden viele Mitarbeiter dabei aber nicht.
Hier sind die geschätzten Gehälter der Formel 1 Fahrer für die Saison 2025:
| Fahrer | Team | Gehalt (USD) | Gehalt pro Rennen (USD) |
|---|---|---|---|
| Max Verstappen | Red Bull | 65 Mio. | 2.7 Mio. |
| Lewis Hamilton | Ferrari | 60 Mio. | 2,5 Mio. |
| Charles Leclerc | Ferrari | 34 Mio. | 1,4 Mio. |
| Fernando Alonso | Aston Martin | 20 Mio. | 833.000 |
| Lando Norris | McLaren | 20 Mio. | 833.000 |
| George Russell | Mercedes | 15 Mio. | 625.000 |
| Carlos Sainz | Williams | 10 Mio. | 416.666 |
| Pierre Gasly | Alpine | 10 Mio. | 416.666 |
| Oscar Piastri | McLaren | 6 Mio. | 250.000 |
| Nico Hülkenberg | Sauber | 5 Mio. | 208.333 |
| Esteban Ocon | Haas | 5 Mio. | 208.333 |
| Alex Albon | Williams | 5 Mio. | 208.333 |
| Lance Stroll | Aston Martin | 3 Mio. | 125.000 |
| Andrea Kimi Antonelli | Mercedes | 3 Mio. | 125.000 |
| Yuki Tsunoda | Racing Bulls | 3 Mio. | 125.000 |
| Liam Lawson | Red Bull | 3 Mio. | 125.000 |
| Jack Doohan | Alpine | 2 Mio. | 83.333 |
| Gabriel Bortoleto | Sauber | 2 Mio. | 83.333 |
| Isack Hadjar | Racing Bulls | 1 Mio. | 41.666 |
| Oliver Bearman | Haas | 1 Mio. | 41.666 |
Max Verstappen ist mit einem Jahresgehalt von 65 Millionen Dollar der mit Abstand bestbezahlte Formel 1 Pilot 2025. Hamilton hat sich mit seinem Wechsel von Mercedes zu Ferrari finanziell auf jeden Fall verbessert. Leclerc kommt in der Saison 2025 auf ein Gehalt von 34 Millionen Dollar.
Der Unterschied bei Red Bull zwischen Verstappen und seinem neuen Teamkollegen Liam Lawson liegt bei satten 65 Millionen Dollar im Jahr. Weiter auseinander liegen dagegen die beiden Aston Martin-Fahrer. Altmeister Fernando Alonso kommt in dieser Saison auf 20 Millionen Gehalt, während Teambesitzer-Sohn Lance Stroll bei „AM“ dagegen nur 3 Mio.
Ferrari hat wiederum die mit Abstand teuerste Fahrer-Paarung in der Saison 2025. Den letzten Platz im Ranking der Formel 1 Fahrer Gehälter 2025 teilen sich Oliver Bearman aus dem Haas-Team und F1-Neuling Isack Hadjar, der für Racing Bulls fahren wird. Bei 24 Saisonrennen liegen die Formel 1 Gehälter der beiden bei etwa 41.000 Dollar pro Rennen.
Carlos Sainz dürfte es sich mit seinem Wechsel von Ferrari zu Williams zwar sportlich verschlechtert haben, aber beim Nachzügler-Team kassiert der Spanier trotzdem kräftig ab: 10 Millionen Dollar kassiert Sainz in dieser Saison. Sainz-Teamkollege Alex Albon kommt dagegen auf ein Fixum von 5 Mio. Nico Hülkenberg ist der einzige deutsche Fahrer in der Saison 2025 in der Motorsport-Königsklasse. Hülkenberg kommt in dieser Saison auf ein Jahresgehalt von 5 Millionen Dollar.
Die Physiotherapeuten, die zu den engsten Vertrauten und wichtigsten Mitarbeitern der Piloten zählen, werden fürstlich entlohnt: Hier liegt Spanne von 50.000 bis 150.000 Euro. Bei den Mechanikern variiert das Gehalt je nach Verantwortung und Position: Das durchschnittliche Jahresgehalt eines Mechanikers liegt bei rund 50.000 Euro pro Jahr.
Dovizioso soll rund sechs Millionen Euro pro Jahr verdienen. "Wir haben das Problem bezüglich 2020 gelöst und jetzt machen wir mehrere Vorschläge für die nächsten beiden Jahre", wird der Italiener von 'Moto.it' zitiert.
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