Es gibt unterschiedliche Motorradtypen, die sich für verschiedene Zwecke eignen. Wer vorhat, sich ein neues Motorrad zu kaufen, sollte zunächst überlegen, welcher Typ es sein soll, denn es gibt unterschiedliche Arten, die jeweils eigene Vorteile mit sich bringen. So haben Anfänger es gar nicht so leicht, das passende Vehikel zu finden. Etwas einfacher fällt die Auswahl Menschen, die schon einmal ein Motorrad besessen haben.
Im Folgenden werden die gängigsten Modelle genauer vorgestellt, um gerade Anfängern zu helfen, ein passendes Motorrad zu finden.
Verschiedene Motorradtypen und ihr Gewicht
Um eine einfache Antwort auf die Frage „Wie viel wiegt ein Motorrad?“ zu geben, müssen die verschiedenen Motorradtypen und -modelle verglichen werden. Das Gewicht ist je nach Motorradtyp sehr unterschiedlich.
Dirt Bikes
Dirt Bikes sind bei weitem die leichtesten der anderen Motorradtypen. Für unwegsames Gelände wie unbefestigte Straßen oder Wege müssen sie so leicht wie möglich sein. Sie sollten in der Lage sein, in jedem Gelände wie Dünen, Wald, Strand, Schlamm usw. zu fahren. Dirtbikes sollten wendig und leicht zu handhaben sein.
Dank moderner Technik und Materialien wiegt ein durchschnittliches Motorrad nur 92 kg. Das schwerste Motorrad ist die Kawasaki KLX 300 R mit 128 kg.
Mopeds und Motorroller
Mopeds sind wahrscheinlich die leichtesten Motorräder und stellen eine wirtschaftliche Form des Individualverkehrs dar. Motorroller sind den Mopeds sehr ähnlich, sind aber in der Regel schwerer. Motorräder dieser Klasse sind klein und ideal für kurze Fahrten in der Stadt. Sie sind leicht und lassen sich im dichten Verkehr gut manövrieren.
Diese Durchschnittszahl bezieht sich auf kleine Motorroller mit einem Hubraum von bis zu 125 ccm. Sie wiegen zwischen 70 und 90 kg.
Sportmotorräder
Sportbikes haben das perfekte Gleichgewicht zwischen Gewicht und Leistung. Es ist eines der leichtesten Motorräder auf dieser Liste, und dafür gibt es einen Grund. Der Grund ist Geschwindigkeit! Sportbikes sollen leicht und extrem wendig sein!
Ein durchschnittliches Sportmotorrad wiegt rund 180 Kilogramm.
Café Racer
Cafe Racer gehören zu den am weitesten verbreiteten Motorradtypen, und viele kennen sie als Scrambler. Scrambler und Cafe Racer sind eng mit Standard- und Naked Bikes verwandt, haben aber einen Retro-Stil. Bei diesen Motorrädern steht in der Regel der Stil im Vordergrund und nicht die Leistung.
Bei Café-Racern ist es wichtig festzustellen, ob es sich um ein modernes Мotorrad oder um ein Produkt vergangener Zeiten handelt. Dies ist wichtig, weil ältere Café Racer mehr wiegen als ihre modernen Versionen.
Adventure Bikes
Obwohl Adventure Bikes fast so schwer sind wie Cruiser, sind sie für ihre Haltbarkeit und Zuverlässigkeit bekannt. Adventure Bikes scheinen groß zu sein, aber ihr Gewicht liegt im Durchschnitt dieser Liste. Einer der Gründe, warum Adventure-Bikes nicht sehr schwer sind, liegt darin, dass sie geländetauglich sein müssen. Er sollte wendig und leicht zu handhaben sein.
Ihr Durchschnittsgewicht beträgt 250 Kilogramm.
Cruiser
Bei Cruisern ist es wichtig zu wissen, dass es verschiedene Arten von Cruisern mit einer großen Gewichtsspanne gibt. Dank ihrer Form werden Sie immer in einer entspannten Position fahren. Cruiser sind nicht auf Geschwindigkeit oder Handling ausgelegt, sondern auf ein verruchtes Aussehen, reichlich Schmuck und einen röhrenden Sound.
Harley Davidson ist der bekannteste Motorradhersteller, wenn es um Cruiser geht. Sie wiegen in der Regel durchschnittlich 250 kg.
Tourer
Die schwersten Motorräder, die es heute gibt, sind Tourenräder, und was Gewicht und Ausstattung angeht, sind sie wirklich die Könige der Straße. Sie sind vom Design her den Cruisern sehr ähnlich und bieten Komfort für lange Fahrten. Tourer-Bikes sind so konzipiert, dass sie auch bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn Komfort und Schutz vor den Elementen bieten.
Das schwerste Tourer Motorrad ist die Yamaha Star Venture mit 1.863 cm³ und einem Gewicht von 437 kg.
Einflussfaktoren auf das Motorradgewicht
Neben der luxuriösen und ausgefallenen Ausstattung gibt es einige Einbauten, die das Motorrad schwerer machen.
Motor
Wir beginnen mit dem Motor, nicht nur, weil er der wichtigste Teil des Motorrads ist, sondern auch, weil der Motor das schwerste Bauteil des Motorrads ist. Motorradmotoren haben in der Regel einen Hubraum von 125 cm³ bis 1600 cm³. Mopeds, Motorroller oder Motorräder haben kleinere Motoren und sind daher leichter.
Gepäckträger
Touring-Motorräder sind die Art von Motorrädern, die in der Regel mit Standardgepäckträgern ausgestattet sind. Wenn die Gepäckträger eines Motorrads altmodisch sind, bestehen sie in der Regel aus Stahl, was ihr Gewicht um bis zu 5 kg pro Stück erhöht.
Materialien
Früher wurden zum Beispiel alle Motorräder aus Stahl gefertigt, weil dieses Material sehr stabil und zuverlässig ist. Die Motorräder, die heutzutage hergestellt werden, nutzen sowohl die Technologie als auch leichte Materialien wie Kunststoff außergewöhnlich gut. Auch bei diesem Bauteil gibt es einen großen Unterschied zwischen der Produktion alter und moderner Motorräder. Alte Motorräder hingegen haben Verkleidungen aus Blech.
Tipps zur Gewichtsreduzierung bei Motorrädern
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Gewicht eines Motorrads zu reduzieren, ohne die Leistung zu beeinträchtigen:
- Verwenden Sie eine Lithium-Ionen-Batterie.
- Wählen Sie leichtere Laufräder.
- Aufrüstung der Auspuffanlage.
- Kotflügeländerung.
- Entfernen Sie den Werkzeugkastenbehälter.
Frauen und Motorräder: Ein besonderer Blickwinkel
Bei der Auswahl eines Motorrads spielen auch Aspekte wie Körpergröße, Sitzhöhe und Gewicht eine wichtige Rolle, insbesondere für Frauen. Die durchschnittliche Körpergröße einer Frau ist 1,65 m, die durchschnittliche Körpergröße bei Männern liegt bei 1,75 m. Somit sind alle Bedienelemente für die Motoradfahrerin von Natur aus schon mal anders erreichbar.
Viele Motorradfahrinnen haben Bedenken, wenn das Motorad umzufallen droht, es als Frau nicht mehr halten zu können. In der SHE is a RIDER Community werden Sitzhöhe und Gewicht gern unter dem Begriff “Handling” zusammengefasst.
Bei Motorradfahrerinnen sehr beliebte Modelle sind die BMW F 750 GS und die BMW R 1250 GS. Die Naked Bikes wie die Kawaaki Z 650 und die große Schwester, die Kawasaki Z 900 (125 PS), sind bei Motorradfahrerinnen ebenfalls sehr beliebt.
Tabelle: Beliebte Motorradmodelle bei Frauen
| Hersteller | Modell | Gewicht | Sitzhöhe |
|---|---|---|---|
| Kawasaki | Z650 | 188 kg | 790 mm |
| Yamaha | MT-07 | 184 kg | 805 mm |
| Honda | CMX 500 Rebel | 191 kg | 690 mm |
| Suzuki | SV650 | 200 kg | 785 mm |
| Kawasaki | Z900 | 210 kg | 820 mm |
| BMW | R 1250 GS | 249 kg | 850 mm |
| BMW | F 750 GS | 227 kg | 815 mm |
Gewicht: Fahrfertig, vollgetankt. Sitzhöhe: Standardsitzbank ab Werk, niedrigere Sitzbank ggf. verfügbar.
Das richtige Motorrad für Anfänger
Fahranfänger wählen am besten ein Modell mit ABS, da dieses den Einstieg deutlich erleichtert und die Fahrt komfortabler macht. Grundsätzlich spielt beim Kauf der Nutzungszweck eine zentrale Rolle. Doch egal, ob die Wahl auf ein neues oder gebrauchtes Motorrad fällt, lohnt sich vor dem Kauf immer eine erste Probefahrt. Wer sich mit der Materie nicht auskennt, nimmt zur Besichtigung am besten einen Fachmann mit.
Sehr von Vorteil ist es zudem, an einem Einsteigertraining teilzunehmen, das zum Beispiel vom ADAC oder auch von diversen anderen Automobilclubs angeboten wird. Dort lernen Neulinge unter anderem auch, wie sie mit der Maschine umgehen und was es alles in Sachen Sicherheit zu beachten gilt.
Fahrergewicht und Zuladung
Beim Kauf eines Motorrads sollte auch das Fahrergewicht und die Zuladung berücksichtigt werden. Die Tragfähigkeit des Rahmens wird sicher auch bei einer Überladung von 50% noch nicht in einen kritischen Bereich kommen. Das Problem sehe ich eher in den Bremsen. Die werden sicher Stark überbeansprucht und das sollte ja im Sinne der eigenen Sicherheit schon vermieden werden.
Es gibt aber im Web auch Berichte von Leuten, die mit 280 kg gefahren sind. Ich denke, wenn das "zulässige Gesamtgewicht" (das nicht in den Papieren steht) weit überzogen wird, dann sollte man im eigenen Interesse den Rahmen verstärken lassen und die Federbeine (geg. auch die Gabel) austauschen gegen tragfähigere Produkte. Die gibt es.
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