Nahezu jedem ist die Formel 1 bekannt, doch nur wenige kennen sich im motorisierten Sport auf nur zwei Rädern aus. Das Äquivalent zur Formel 1 im Motorradsport ist die MotoGP. Diese ist die höchste Rennklasse im Rahmen der Motorrad-Weltmeisterschaften des Verbandes FIM. Dieser wiederrum ist das Gegenstück zur FIA. Die MotoGP ist erst im Jahr 2002 ins Leben gerufen worden. Zuvor wurden die Rennen seit 1949 im Rahmen der 500 cm³-Klasse durchgeführt.
Obwohl das Motorrad oder aber vielmehr seine Vorgänger noch vor dem Automobil entwickelt wurden, ist es verwunderlich, dass sich Motorradsportrennen erst nach dem zweiten Weltkrieg in professioneller und organisierter Weise entwickelt haben. Von den 50er bis in die 70er Jahre hinein wurden vor allem Viertakt-Motoren im Rennsport eingesetzt. Danach kam es zu einem Wandel hin zu Zweitakt-Motoren. Auch fand in diesem Zug ein Wechsel von eher italienischen und englischen Rädern, hin zu japanischen bzw. fernöstlichen Rädern statt.
Im Jahre 2002 wurde diese Meisterschaft, die seit 1949 bestand, durch die MotoGP abgelöst. Mit dieser wurden auch Beschränkungen wieder aufgehoben oder aber geändert. In der MotoGP sind die Regeln zur Vorgänger-Veranstaltung so geändert worden, dass nun nur noch Viertakt-Motoren mit einem maximalen Hubraum von 1000 cm³ teilnehmen dürfen. Das Motorrad muss zudem ein Mindestgewicht von 158 kg aufweisen und darf nur maximal 20 Liter Sprit aufnehmen können. Pro Rennwochenende dürfen maximal 20 verschiedene Trockenreifen genutzt werden, wobei vorne maximal 8 und hinten 12 Reifen gewechselt werden dürfen.
Sollte es regnen, wird das Rennen nicht automatisch abgebrochen, sondern per Signal (weiße Flagge) angezeigt, dass das Rennen als „wet race“ gewertet wird. Es gibt zudem noch Unterschiede bei den Teams. Einerseits gibt es Werkteams von bestimmten Herstellern und andererseits Open-Teams. Für die Werkteams gibt es strengere Regeln hinsichtlich der Entwicklung und Nutzung von Material. So dürfen Open-Teams, sofern sie ein einheitliches Steuergerät verwenden, mit weicheren Hinterreifen fahren, 24 Liter Sprit nutzen, 12 statt 5 Motoren in einer Saison verwenden und auch die Motoren weiterentwickeln. Diese Open-Regel dürfen grundsätzlich alle Teams in Anspruch nehmen, die im Vorjahr kein Rennen auf Trockenreifen gewonnen haben.
Wer sich im Motorsport generell gut auskennt oder ein Fan dieser Kategorie ist, wird sich grundsätzlich umfassend mit diesem beschäftigen und dies schließt dann auch den Motorradsport mit ein. Aber auch Anfänger, die z. B. eher in der Formel 1 unterwegs sind, werden sich in der MotoGP schnell zurechtfinden. Daher sind diese Voraussetzungen eigentlich schon ideal, um auch bei der MotoGP erfolgreich zu wetten. Um das notwendige Wissen aufzubauen und die entsprechenden Kenntnisse zu erlangen, bieten sich auch die zunehmenden Übertragungen bei Eurosport und Sport1 an. Bei den ersten Versuchen ist es ratsam, vorsichtiger heranzugehen.
Die Rennen sind nach dem Rennkalender vorgegeben und wiederholen sich von Saison zu Saison oft. Bekannte Ereignisse sind oft leider trauriger Natur, denn es kommt immer wieder zu Todesfällen, die durch das Fehlen einer Schutzhülle häufiger auftreten. Der wichtigste und auch zugleich erfolgreichste Fahrer der MotoGP ist der Italiener Valentino Rossi, der namentlich sicherlich auch vielen Menschen bekannt sein dürfte, die mit der MotoGP ansonsten nicht viel am Hut haben. Gefolgt vom Australier Casey Stoner und dem Spanier Jorge Lorenzo. Interessanterweise sind mit Honda und Yamaha zwei japanische Teams bzw. Marken die erfolgreichsten überhaupt, jedoch können kaum japanische Fahrer diese Erfolge für diese Teams einfahren. Als dritte und einzige europäische Marke ist Ducati (Italien) zu nennen.
Der Michael Schumacher dieses Sportes ist ohne jeden Zweifel Valentino Rossi. Er ist nicht nur der Rekord-Weltmeister mit insgesamt sechs Titeln, sondern hat auch die mit Abstand meisten Grand-Prix-Siege, die meisten schnellsten Runden und auch die meisten Pole-Positions. Der zweitbeste Fahrer ist der Spanier Jorge Lorenzo.
Voraussetzungen für die Teilnahme an der MotoGP
Wenn ein Rennwochenende durchgeführt wird, kann man nicht so einfach sein Motorrad hervorkramen und mitfahren. Dazu braucht es schon die Zustimmung des Weltverbandes FIM und einige besondere Regeln. Um bei der Weltmeisterschaft mitwirken zu können - ungeachtet der Klasse - braucht es zum einen ein Team, das einen als Fahrer nominiert und zum anderen die FIM Grand Prix Licence, die Fahrlizenz des Weltverbandes. An sich gilt diese Lizenz für die gesamte Weltmeisterschaft eines Jahres, es kann aber in besonderen Situationen auch eine Lizenz geben, die nur für ein Rennen Gültigkeit hat.
Wesentlich ist auch, dass man dem Alter entspricht. Als Regel für alle Altersüberprüfungen gilt der Geburtstag. Wenn man also am 21. November geburtstag hat, kann man am 1. November bereits 16 Jahre alt sein. Umgekehrt ist es mit dem Höchstalter, das auch vorgegeben ist. Wer in der MotoGP fahren möchte, darf nicht älter sein als 50 Jahre. Das wäre aber ohnehin ein sehr außergewöhnlich hohes Alter, weil die Spitzenfahrer sind viel jünger, aber jenseits der 30 Jahre sind viele Akteure durchaus anzutreffen. Die gleiche Regelung gilt für die Moto2. Anders sieht es in der Moto3 aus. Dort gibt es nämlich eine Höchstbegrenzung von 28 Jahren.
Schon so manches Mal hat man im Kommentar zu einem Rennen der Moto3 die Information erhalten, dass der Fahrer X im nächsten Jahr zur Moto2 wechseln muss. Warum muss er? Weil er schon lange in der Moto3 fährt und zu alt geworden ist. Der Rookie ist in vielen Sportarten der Neueinsteiger und es gibt auch Tabellen und Ranglisten, welche Neueinsteiger besonders erfolgreich sind. In der MotoGP gilt ein Rookie Rider als ein solcher, der noch keine sechs Rennen vollständig bestritten hat. Also nicht so wie oft angenommen, dass man im ersten Weltmeisterschaftsjahr ein Rookie ist.
Der Weg über die Moto3
Im Internet findet man durchaus etwas, wenn man denn auch mit verschiedenen Begriffen sucht. Moto3 dient als Kategorie für GP-Einsteiger, die sich über Erfolge in nationalen Serien durchgekämpft haben. Das bedeutet, wenn Du in regionalen und/oder nationalen Rennklassen bereits erfolgreich warst, dann könntest Du die Chance haben, mit einem entsprechenden Sponsor, in der Moto3 zu fahren. Diese Fahrer haben meist in sehr jungen Jahren angefahren und sind vielleicht mit Minibikes gestartet und haben sich dann durch die verschiedenen Klassen gearbeitet.
Du kannst es mit den Fahreren aus F1 vergleichen, die meist im Alter von 5 oder 6 Jahren im Kart-Sport angefangen und sich über die verschiedenen Rennklassen qualifiziert haben. Schau Dir doch mal den Steckbrief der jetzigen erfolgreichen Fahrer in Moto3, Moto2 oder MotoGP an. Dann kannst Du sehen, wie es geht. Du brauchst Verbindungen und Sponsoren. Fährst du denn? Dann frag mal einen Streckenbesitzer wo du möglicherweise trainierst?
Voraussetzungen für die Teams
Bei den Fahrern in der MotoGP-Weltmeisterschaft gibt es für jede Klasse die Voraussetzung der Fahrerlizenz und Regeln im Hinblick auf das Alter. Aber dazu braucht es auch Teams, die die Motorräder bereitstellen und die Fahrer als Mitglieder ihrer Mannschaft bestellen und nennen. Mit der Anmeldung gibt man sein Interesse bekannt, Teil der WM sein zu wollen, wobei es weitere Fristen gibt. Man muss zum Zeitpunkt der Anmeldung noch nicht wissen, welche Fahrer man anstellen wird, die für das Team die Rennen im nächsten Jahr bestreiten sollen. Für diese Entscheidung gibt es eine zweite Frist, nämlich den 28. Februar des nächsten Jahres.
Das kann für ein neues Team interessant sein, weil man wohl die Struktur schon zur Verfügung hat, um eine Weltmeisterschaft zu bestreiten, aber mit den möglichen Fahrern noch in Verhandlungen steckt. Ausgenommen sind natürlich Situationen, in denen sich ein Fahrer verletzt hat und nicht am Rennen teilnehmen kann. In dem Fall ist ein Ersatzfahrer einzusetzen. Dabei ist eine seriöse ärztliche Bestätigung absolut notwendig, um in den Dokumenten auch zu deklarieren, dass der nominierte Fahrer nicht einsatzfähig ist. Es kann auch zur Situation kommen, dass ein Fahrer vom offiziellen Arzt keine Rennerlaubnis erhält - etwa nach einem Sturz beim letzten Rennen. Wenn es sportlich gar nicht läuft, kann man auch einen Fahrer durch einen neuen ersetzen, aber das muss mit Rücksprache erfolgen.
Die Fahrer wollen in erster Linie mit dem Motorrad an den Rennen teilnehmen und möglichst erfolgreich sein. Es gibt aber im Rahmen der MotoGP-Weltmeisterschaft auch Pflichten wie etwa die Pressekonferenz am Donnerstagvormittag, zu der man eingeladen werden kann. Außerdem ist es die Pflicht, am Podium nach dem Rennen teilzunehmen - aber das versteht sich eigentlich von selbst. Zudem sind Team und Fahrer verpflichtet, an Werbemaßnahmen teilzunehmen und sich einzubringen, soweit dies vom Weltverband und den Organisatoren von Rennen und Weltmeisterschaft eingefordert wird.
In allen drei Klassen gibt es maximal zwei Wildcards, wodurch ein Fahrer zum Beispiel als nationaler Fahrer bei seinem Heim-Grand Prix teilnehmen darf, obwohl er sonst nicht Teil der Weltmeisterschaft ist. Voraussetzung ist aber, dass er die "one event Grand Prix" Lizenz besitzt, andernfalls ist die Teilnahme nicht möglich. Neben der Zustimmung des Weltverbandes und der Organisatoren und der Lizenz ist auch Geld nötig. Die Wildcard in der Moto3 kostet (Stand 2018) 3.500 Euro, die Moto2 13.000 Euro.
Jeder Fahrer bekommt als Teilnehmer der Weltmeisterschaft in allen drei Klassen eine eindeutige Startnummer, die für die gesamten Rennen des Jahres gelten. Die Startnummer findet sich auch in vielen Ergebnislisten zusammen mit dem Namen des Fahrers und des Teams sowie der Marke des verwendeten Motorrads.
Das Rennwochenende
Das Herzstück der MotoGP welcher Klasse auch immer ist das Rennwochenende mit dem eigentlichen Grand Prix am Sonntag. Aber damit dies möglich ist, braucht es die Rennstrecke, die zum Teil die gleiche ist wie in der Formel 1 oder in anderen Rennserien und einige zusätzliche Einrichtungen und Regeln. Natürlich braucht es auch die Fahrer mit der entsprechenden Fahrberechtigung sowie die Teams, damit es Motorräder geben kann und damit die Finanzierung gesichert ist. Das Rennwochenende selbst beginnt mit dem Training, wird mit Qualifying fortgesetzt und am Renntag gibt es das Warm-up und schließlich das Rennen selbst.
Die MotoGP setzt sich aus drei Klassen zusammen, die im Laufe der Zeit neu benannt und technisch definiert wurden. Lange Jahre gab es die 500 ccm²-Klasse als höchste Klasse, dann die 250er und 125er (noch früher sogar 80er) Klasse. Heute ist die Einstiegsklasse die Moto3 gefolgt von der Moto2 und der höchsten Rennserie mit der MotoGP.
Moto3 im Detail
Die neue Moto3-Klasse für Rennmotorräder löste im Jahr 2012 die 125-ccm-Klasse ab, die seit 1949 Bestand hatte. Sie bildet die Einstiegsklasse in die Motorrad-WM und bietet eine Plattform für aufstrebende Talente, die in die Welt des professionellen Motorradrennsports einsteigen möchten. Auf nationaler Ebene wurde der Einsatz der Moto3-Bikes jedoch bereits im Jahr 2011 getestet. April 2012 auf dem Losail International Circuit in Katar statt. Den ersten Sieg sicherte sich der Deutsche Alessandro 'Sandro' Cortese, der die Debüt-Saison der neuen Klasse dominieren und sich am Ende zum Weltmeister küren sollte.
Voraussetzungen für die Moto3
- Mindestalter: Bis 2023: 16 Jahre, ab 2024: 18 Jahre (Ausnahmen für Gewinner bestimmter Meisterschaften: 17 Jahre)
- Höchstalter: 28 Jahre
- Höchstalter für Neueinsteiger: 25 Jahre
Technische Daten der Moto3-Bikes
- Viertakt-Motor mit maximal 250 ccm Hubraum und einem Zylinder
- Maximale Drehzahl: 14.000 U/min
- Maximal vier Ventile ohne hydraulische oder pneumatische Betätigung
- Antrieb der Nockenwelle per Steuerkette
- Maximalkosten pro Motor: 12.000 Euro
- Laufleistung eines Motors: ca. 2.000 Kilometer (ca. 4 Grand Prix-Wochenenden)
- Prototypen-Chassis ohne Konstruktionsgrenzen innerhalb des Regelwerks
- Mindestgewicht (Fahrer und Bike): 148 kg
Die Motoren moderner Moto3-Bikes liefern eine Leistung von 50 bis 60 PS. In Kombination mit dem niedrigen Gewicht wird so eine Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h in weniger als drei Sekunden ermöglicht. Geschaltet wird mit seinem 6-Gang-Getriebe, es dürfen zwei unterschiedliche Übersetzungen pro Gang gewählt werden.
Teams in der Moto3-Weltmeisterschaft 2024
- Red Bull GasGas Tech3
- Red Bull KTM Ajo
- CFMoto Aspar Team
- Honda Team Asia
- Leopard Racing
- MLav Racing
- Rivacold Snipers Team
- Sic58 Squadra Corse
- Liqui Moly Husqvarna Intact GP
- Boé Motorsports
- CIP Green Power
- LevelUp - MTA
- MT Helmets - MSi
Die meisten Bikes stellen dabei Konstrukteur KTM und Honda, die insgesamt jeweils fünf Teams beliefern. CFMoto, Gas Gas und Husqvarna sind jeweils für ein Team zuständig.
Bekannte Moto3-Fahrer
- José Antonio Rueda (Red Bull KTM Ajo, Gewinner Red Bull Rookies Cup 2022)
- David Alonso (CFMoto, Sieger Red Bull Rookies Cup 2021)
- Ángel Piqueras (Leopard Racing, Gewinner Rookies Cup 2023)
Moto3-Weltmeister
Ähnlich wie in der MotoGP kommen die meisten Weltmeister in der Historie der Moto3-Klasse aus Spanien. Insgesamt acht Mal krönte sich am Ende der Saison bislang ein Spanier zum Weltmeister. Erfolgreichster Hersteller ist zweifelsohne KTM: Sechsmal fuhr ein Pilot des Herstellers aus Österreich zum Titel, sechsmal wurde KTM Konstrukteursweltmeister.
Crew-Chef in der MotoGP: Einblick in einen komplexen Job
Der Crew-Chef ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Fahrers. Es gibt 22 hochqualifizierte, hoch erfahrene (sie fahren seit ihrer Kindheit), hoch motivierte und äußerst mutige Athleten auf der Rennstrecke. Doch hinter jedem Einzelnen steht ein kompetenter, in vielen Stürmen erprobter und diplomatischer Crew-Chef. Jeder Athlet hat seinen Manager. Der eine könnte ohne den anderen nicht existieren.
Die Aufgaben eines Crew-Chefs sind vielfältig: Teilnahme an Meetings, Treffen technischer Entscheidungen, Achten auf die Harmonie in der Gruppe und Schaffen der Voraussetzungen dafür, dass der Athlet seinen Job machen und brillieren kann.
Andrés Madrid, Crew-Chef von Brad Binder, beschreibt seine Rolle so: „Ich erkannte sehr schnell, dass mein Job ausschließlich von Ergebnissen abhängt. Selbst wenn du der Meinung bist, dass du alles richtig machst und dein Team gut ist: Wenn die Ergebnisse ausbleiben, bist du ‚gefährdet‘. Das ist einfach so. Das macht das Leben komplizierter. Du spürst den Druck auf deinen Schultern; das kannst du mit keiner anderen Position in dieser Sportart vergleichen. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Trotzdem muss ich sagen, dass man jeden Abend, wenn man ins Bett geht, noch etwas von dieser Last mit sich herumträgt. Das kann für unruhige Nächte sorgen; und das wird auch nicht besser."
Mögliche Rückkehr von Suzuki in die MotoGP
Auf Grund der stark angespannten Situation bei KTM (die Entwicklung der KTM RC16 wurde gestoppt) besteht aktuell die Gefahr, dass die MotoGP einen der fünf beteiligten Hersteller verlieren könnte. Das Hinzukommen eines neuen Herstellers hingegen gestaltet sich schwierig. BMW zeigte Interesse, doch zuletzt ist es still geworden um einen möglichen MotoGP-Einstieg der Münchner. Dafür hat Suzuki ein erstes Signal für eine Rückkehr in die Königsklasse gesendet. Suzuki-Präsident Toshihiro Suzuki sorgte jüngst für Schlagzeilen, als er mit einem Rennsport-Comeback seiner Marke liebäugelte. Dabei hat der japanische Hersteller die MotoGP erst am Ende der Saison 2022 verlassen. Suzuki verletzte damals einen noch vier Jahre laufenden Vertrag mit MotoGP-Rechteinhaber Dorna. Erst zwei Jahre zuvor gelang mit Joan Mir der Titelgewinn. Und auch in der rückblickend finalen Grand-Prix-Saison war Suzuki konkurrenzfähig, wie der Sieg beim Abschiedsrennen in Valencia von Alex Rins belegt.
Suzuki plant neue Modelle und dann will dann in den Rennsport zurückkehren Doch bevor Suzuki wieder in den Rennsport zurückkehrt, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. So plant Suzuki-Präsident Toshihiro Suzuki, zuerst die Produktpalette zu erneuern. Besonders attraktiv ist diese aktuell nicht. Somit hat man kaum noch Argumente, um sich gegen die deutlich günstigere Konkurrenz aus China durchzusetzen.
Dass der Rennsport vor allem im Motorradbereich sehr wichtig ist, um die Marke zu stärken, hat man auch bei Suzuki realisiert. "Doch es bringt uns nichts, wenn wir nicht über eine vollständige und vielfältige Modellpalette für alle Motorradbegeisterten verfügen. Und ich glaube nicht, dass wir uns derzeit in dieser Situation befinden." "Es ist wichtig, dass wir schnell eine vollständige Produktpalette anbieten, die die heutigen Fahrer zufriedenstellt. Wenn alles gut läuft, kehren wir dann zum Rennsport zurück - und gewinnen wieder", kündigt der Suzuki-Präsident an.
In der Saison 2027 startet die MotoGP in eine neue Ära, doch bis dahin bleibt nicht mehr viel Zeit, um ein konkurrenzfähiges Motorrad zu entwickeln. Suzuki müsste erneut bei null beginnen. Die Japaner kündigten vor zwei Jahren an, die 2022er-Prototypen zu verschrotten. Zudem sickerte durch, dass man diverse Daten an BMW verkauft hat.
Eine Hürde könnte zudem der Mangel an Startplätzen darstellen, sollten alle aktuellen Hersteller ihre Projekte fortsetzen. Sprich, wenn ein neuer Hersteller hinzukommt, dann muss er sich mit einem der aktuellen Teams verbünden. Das wären aktuell Pramac, Tech 3, LCR, Gresini, VR46 und Trackhouse. Diese Teams haben allerdings zum Teil sehr enge Verbindungen zu den Werken, von denen sie Material beziehen.
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