Wien mit dem Fahrrad entdecken: Informationen und Tipps

Wien ist eine große, wunderbare Stadt - und fantastisch mit dem Rad zu erkunden. Nicht zuletzt, weil die Wiener Stadtplaner*innen das Rad als Alltagsverkehrsmittel entdeckt haben und ihre Radfahrer*innen mit allen Mitteln unterstützen. Wer die Stadt also wie ein echter Wiener erleben möchte, muss unbedingt aufs Rad steigen.

Warum Wien ideal für Radfahrer ist

Wien ist eine der radfahrerfreundlichsten Städte Europas. Mit seinem gut ausgebauten Netz an Radwegen und der malerischen Landschaft bietet die Stadt sowohl für Einheimische als auch für Touristen zahlreiche Möglichkeiten, Wien auf zwei Rädern zu entdecken.

Wien belegt seit Jahren immer wieder Top Plätze, wenn es um Lebensqualität großer Städte geht, ich finde man kann immer wieder hinfahren und es einfach genießen, in der Stadt zu sein.

Radfahren in Wien: Ein Überblick

  • Radverkehrsnetz: 1661 km (laut "Radkarte Wien 2022")
  • WienMobil: Wiener Bike Sharing Anbieter mit 3.000 Fahrrädern an 185 Stationen
  • Grätzlrad: Kostenlose Lastenfahrräder zum Ausleihen

Beliebte Radwege in Wien

Donauinsel

Die Donauinsel ist ein weiteres Highlight für Radfahrer in Wien. Auf über 21 Kilometern Länge führt hier ein durchgehender Radweg, der Radfahrern eine wunderbare Aussicht auf die Donau und ihre Umgebung bietet. Die Wiener Donauinsel ist das beliebteste Naherholungsgebiet der Stadt, das sich über insgesamt 21 Kilometer erstreckt. Je nach individuellen Vorlieben kann die Streckenlänge der Radtour nach Lust und Laune angepasst werden. Entlang des Weges gibt es immer wieder Einkehrmöglichkeiten für eine Pause.

Die Vielfältigkeit der Wiener Donauinsel zeigt sich auch in den zahlreichen Erweiterungsmöglichkeiten der Radtouren. Richtung Norden kann man beispielsweise bis nach Klosterneuburg oder Tulln am Donauradweg radeln. Alternativ führt der Weg nach Süden in den Nationalpark Donauauen oder sogar bis nach Bratislava. Die gute Anbindung an den Zug ermöglicht eine schnelle Rückkehr in die Stadt.

Eine Radtour über die Donauinsel ist vermutlich eher etwas, wenn du Wien schon von früheren Besuchen kennst. Mir hat es trotz mäßig gutem Wetter gut gefallen, ein Stück Wiener Naherholungsgebiet mit dem Rad kennenzulernen. Aufgrund des Wetters war es ein kleines Stück, zwischen Reichsbrücke und Praterbrücke, eine 20 km-Runde von der Innenstadt aus, durch den Prater mit dem Riesenrad und herrlichen Kastanien. Und im Vergleich mit dem Ring-Rad-Weg ist man größtenteils weit weg vom stressigen Autoverkehr und hat viel Platz und Ruhe zum Radeln.

Die Donauinsel ist künstlich aufgeschüttet worden, 21 km lang, bis zu 250 m breit und auch mit der U-Bahn erreichbar, nicht nur mit dem Fahrrad. Es gibt Strände und Badeplätze, Eisbuden und einen Leuchtturm, Spielplätze, Grillplätze und Geocaches. Alles ist flach und einfach zum Radeln.

Prater

Der Wiener Prater ist ein wahres Paradies für Radfahrer. Mit dem weitläufigen, flachen Gelände und dem gut ausgebauten Radwegenetz eignet sich der Prater hervorragend für eine entspannte Fahrradtour.

Noch zentraler liegt der Wiener Prater. Die Prater Hauptallee ist wohl die beste Möglichkeit, schnell dem Trubel der Stadt zu entfliehen.

Ringstraße

Der Wiener Ring ist ein historisches Wahrzeichen der Stadt und bietet sich hervorragend für eine Stadtrundfahrt mit dem Rad an. Bei der Urania gelangen Sie auf den Sightseeing-Radweg Ringstraße ("Ring-Rund-Radweg"), der um Wiens Altstadt führt. Bekannte Sehenswürdigkeiten wie Oper, Parlament oder Burgtheater liegen auf dieser Strecke.

Rund um die unmittelbare Wiener Altstadt führt eine Ring-Straße, an der zahlreiche wichtige Gebäude der Stadt liegen, von der Börse bis zum Parlament. Einerseits möchte man das alles einmal sehen, wenn man Wien besucht, aufgrund des extremen Autoverkehrs auf dieser Straße macht es zu Fuß nicht wirklich Spaß. Die Tram ist die bessere Alternative - oder eben das Fahrrad, denn abgetrennt von Straße und Fußweg verläuft ein ordentlicher Radweg.

Das Radfahren macht hier nicht wirklich Spaß, das wäre zu positiv ausgedrückt, aber du kommst doch recht zügig zum goldenen Johann-Strauß-Denkmal im Wiener Stadtpark, zur Sternwarte in der Urania oder zur Oper. Mit kurzen Abstechern erreichst du auch den Stephansplatz (wo es halt noch voller ist…) -oder zum MuseumsQuartier, was mir persönlich viel besser gefällt, da es moderner und viel ruhiger ist.

Der Radweg ist auffällig grün gestrichen und man hat nicht mit Kopfsteinpflaster zu kämpfen, allerdings ist es recht eng, wenn sich mehrere Fahrräder begegnen.

Weitere Radwege und Touren

  • Donauradweg: Führt von Deutschland durch Österreich bis nach Ungarn
  • Wienerwaldradrunde: 215 Kilometer durch die Vielfalt Niederösterreichs
  • "Dampfross & Drahtesel"-Radweg: Von Stammersdorf zum Eisenbahnmuseum Strasshof
  • Marchfeldkanal-Radweg: Von Wien durch das Marchfeld zu beeindruckenden Schlössern
  • Radtour in die Lobau: Durch den Wiener Teil des Nationalparks Donauauen
  • Weidlingau-Radweg: Idyllischer Weg mit Blick auf den Wienerwald

Alternativ führt der Weg nach Süden in den Nationalpark Donauauen oder sogar bis nach Bratislava.

Fahrradverleih in Wien

Wer kein eigenes Fahrrad mitgebracht hat, kann in Wien auf zahlreiche Fahrradverleihstationen zurückgreifen. Das Wiener Leihrad-System "Citybike" bietet einfache und preiswerte Möglichkeiten, ein Fahrrad für eine Tour durch die Stadt zu mieten.

Fahrradverleihvarianten

  • WienMobil Räder: Spontane Ausleihe mit 60 Cent pro halber Stunde
  • Abo-Modelle: Monatliche Miete bei Swapfiets oder EDDI Bike
  • Grätzlräder: Kostenlose Lastenräder zum Ausleihen

Welche Verleihvarianten es sonst noch gibt und wo ihr die besten Orte findet, um euch ein Fahrrad auszuleihen, haben wir in einem eigenen Artikel für euch aufgeschrieben.

Fahrradsicherheit in Wien

In Wien ist das Fahrradfahren sicher, dennoch solltest du einige Vorkehrungen treffen. Achte auf deinen Fahrradhelm, auch wenn er in Österreich nicht verpflichtend ist, und stelle sicher, dass dein Fahrrad in einwandfreiem Zustand ist.

Sicherheitsvorkehrungen

  • Fahrradhelm: Empfohlen, auch wenn nicht verpflichtend
  • Fahrradzustand: Regelmäßige Wartung und Pflege
  • Diebstahlschutz: Robustes Schloss verwenden

Regeln und Vorschriften

Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer haben in Wien spezielle Rechte und Pflichten. Die wichtigsten Vorschriften und Tipps zur sicheren Teilnahme am Straßenverkehr findest du hier übersichtlich zusammengefasst.

Thema Regelung in Wien
Radwege / -streifen Nutzungspflicht, nur in Fahrtrichtung
Fahrradstraßen Nur für Radverkehr, max. 30 km/h
Wohnstraßen Schrittgeschwindigkeit, Radverkehr gegen Einbahn erlaubt
Begegnungszonen Max. 20-30 km/h, Fußgänger haben Vorrang

Die beste Zeit für eine Fahrradtour

Die besten Monate für eine Fahrradtour durch Wien sind die Frühlings- und Sommermonate. Die Temperaturen sind angenehm, und es gibt viele Veranstaltungen und Festivals, die du während deiner Tour erleben kannst.

Services für Radfahrer

Viele Hotels und Unterkünfte in Wien bieten spezielle Services für Radfahrer an, wie z.B. Fahrradparkplätze oder Fahrradverleih.

Radwerkstätten und Cafés

In Wien gibt es neben den zahlreichen klassischen und hippen Fahrradwerkstätten vor allem auch schnuckelige Radcafés, also Fusionsprojekte aus Radfachhandel, Café und Werkstätte, die dazu einladen, eine Pause einzulegen und bei einer Tasse Kaffee auch mit anderen Radliebhaber*innenins Gespräch zu kommen. Zu diesen zählt zum Beispiel das Velobis im 14. Bezirk. In der Seestadt empfehlen wir euch, unbedingt einen Abstecher zu United in Cycling zu machen - hier findet ihr Werkstatt, Radshop und Café in einem.

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