Das Wien-Nizza Radrennen ist eine außergewöhnliche Herausforderung, die Radfahrer durch die atemberaubende Alpenlandschaft führt. Es ist eine Reise, die sowohl körperliche Ausdauer als auch mentale Stärke erfordert. Die Route bietet eine Mischung aus malerischen Tälern, anspruchsvollen Pässen und unvergesslichen Ausblicken.
Die Vorbereitung
Bevor man sich auf diese lange Reise begibt, ist eine sorgfältige Vorbereitung unerlässlich. Dazu gehört die Auswahl der richtigen Ausrüstung, die Planung der Route und das Training der körperlichen Ausdauer.
Christian Stakelbeck, ein fast 70-jähriger Rotarier aus Köln, plante eine solche Tour, um Spenden für ein Kinderheim in Bensheim zu sammeln. Er suchte sich Anlaufpunkte heraus, recherchierte Club-Lokale und checkte Projekte ab. Am 30. Mai 2018 brach Stakelbeck vom Wiener Stephansplatz auf.
Die Route
Die Route von Wien nach Nizza ist vielfältig und anspruchsvoll. Sie führt durch verschiedene Länder und Regionen, jede mit ihren eigenen einzigartigen Herausforderungen und Schönheiten.
Wegen des hohen Verkehrsaufkommens fuhr Stakelbeck das erste Teilstück mit der Bahn nach Böheimkirchen. Von da aus ging es mit dem Fahrrad durch leicht hügeliges Gelände. Die Fahrt führte ihn weiter durch das Traisen-Tal auf dem Traisen-Taler Radweg nach Höhenberg, dann an der Salza entlang bis zum Naturpark Wildalpe und durch den Naturpark Gesäuse bis nach Liezen. Anschließend ging es auf dem Tauernradweg nach Schladming und von dort weiter auf die Kögerlalm am Salzburger Almenweg gelegen. Man erreicht diese Hochalm am besten über das Gasteinertal.
Herausforderungen entlang der Strecke
Die Route ist gespickt mit anspruchsvollen Anstiegen und Pässen, die den Radfahrern alles abverlangen. Steigungen von bis zu 12 oder sogar 15 Prozent sind keine Seltenheit. Auch das Wetter kann eine Herausforderung darstellen, von strömendem Regen bis hin zu extremer Hitze ist alles möglich.
Der Gerlospass war anstrengender als erwartet, mit Steigungen von teilweise bis zu 12 Prozent. Auch der Furka-Pass mit 2.492m Höhe war eine Herausforderung. Steil ging es hoch - 890 m auf 13 Kilometern. Fast blieb Stakelbeck die Luft weg. Nach ca. 4 1/2 Std. hatte er es geschafft.
Besondere Erlebnisse
Trotz der Anstrengungen bietet die Route auch viele unvergessliche Erlebnisse. Die atemberaubende Alpenlandschaft, die freundlichen Menschen und die kulturellen Sehenswürdigkeiten machen die Reise zu einem unvergesslichen Abenteuer.
Auf dem Furkapass angekommen, war alles schnell vergessen, als Stakelbeck das Alpenpanorama des Berner Oberlandes sah. Eiger, Mönch, Jungfrau - es war grandios. Ein unbeschreiblich schöner Anblick.
Auch der Mont Blanc bot einen unvergesslichen Anblick. Der Mont Blanc - ein weißer strahlender Edelstein, gemacht für die Ewigkeit. In seiner ganzen Pracht stand er vor Stakelbeck. Schon oft war er an diesem Berg, aber noch nie habe ich ihn so gesehen. Er war berauscht.
Die Route des Grandes Alpes
Ein bedeutender Abschnitt der Strecke ist die Route des Grandes Alpes. Der erste Pass auf der Route des Grandes Alpes ist eine schöne Einfahrtour mit fünf bis acht Prozent Steigung. Lange Abfahrten von 20, 30 oder 40 km sorgen für Freude. Wegen eines Bergrutsches musste Stakelbeck eine Umleitung nehmen. 12 km Umweg, bei einer Temperatur von ca.
Der Col de Galibier liegt nur rund 20 km dahinter. Ab Valloire ging es gleich zur Sache: 8,6 Prozent Steigung. Eine lange Anfahrt bis zur ersten großen Kehre zum Pass hoch, dann die steile Anfahrt zum Pass. Nach ca. 4,5 Stunden hatte Stakelbeck unter dem Jubel einer Jugendgruppe aus der Normandie den Galibier erreicht.
Die Gebirgszüge des Ecrin, bzw. Briancon, bedingt durch ein hohes Verkehrsaufkommen, irritierten zunächst. Aber es ging in Briancon sofort weiter mit 8,9-10 Prozent zum Col d’Izoard. Auf der anderen Seite ging es steil bergab. Die Casse Déserte eine wüstenähnliche Landschaft, schließt sich an. Und jetzt kam für Stakelbeck ein sehr giftiger Pass, der Col de Vars. Leichte bis schwere Steigpassagen wechseln sich „liebevoll“ ab. Das kostete Kraft. Und das Beste kommt immer zum Schluss! Ein Pass mit allem, was man sich vorstellen kann: gewaltige Berge um einen herum, Tal-Abbrüche, starke Steigpassagen, Flachstücke, Gefälle und immer wieder Steigungen, viel Wasser von den Bergen.
Ankunft in Nizza
Nizza, die lebhafte Stadt am Mittelmeer, hat Stakelbeck mit offenen Armen aufgenommen. Dabei wurde ihm bewusst: 1.743 km bin ich mit dem Fahrrad gefahren und 30.169 Höhenmeter habe ich bewältigt. Er hat unterschiedlichste Landschaften erlebt. Es waren nicht nur die hohen und spitzen Berge, die ihn fasziniert haben, vielmehr auch die schönen, vielfältigen Täler, die Seen und Flüsse, die ihn angesprochen haben. Die Menschen, die er getroffen hat, mit denen er sich ausgetauscht hat, waren aufgeschlossen und überaus freundlich.
Three Peaks Race
Der Deidesheimer Tobias Harmuth fährt das Selbstversorger-Radrennen „Three Peaks Race“ von Wien nach Nizza. Bei dem diesjährigen Three Peaks Bike Race war der Start am Schloß Schönbrunn am 9. Juli um 12:00 Uhr und Nizza musste bis zum 19. erreicht werden.
Die Liste der Herausforderungen liest sich wie das Who-is-Who der Alpenpässe. Es beginnt mit der über 2800 m hohen Cime de la Bonette, es folgen die Riesen der Route des Grandes Alpes wie Izoard, Galibier oder Madeleine. In der Schweiz stehen Furkapass und Albulapass auf dem Programm. Das Stilfserjoch darf ebenso wenig fehlen wie Grödnerjoch und Falzarego in den Dolomiten.
Die Wahl des richtigen Fahrrads ist entscheidend: Ein robustes Gravelbike mit ordentlich zupackenden 160mm-Bremsscheiben und einer Lichtanlage mit Nabendynamo ist ideal. Die entspannte Geometrie eines Gravelbikes ist eher für eine längere Tour geeignet, wenn man täglich mind. unterwegs ist.
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