Fahrradreifen verschleißen mit der Zeit. Jeder Reifen tut dies auf seine eigene Art und jeder Radfahrer sorgt für eine individuelle Laufleistung. Es ist sehr schwierig hierüber eine Aussage zu machen, denn die Laufleistung wird sehr stark von Reifendruck, Belastung, Fahrbahnuntergrund, Umgebungstemperaturen und dem Fahrstil beeinflusst.
Es ist wichtig zu wissen wann ein Reifen verschlissen ist und runter muss. Egal welche Laufleistung der Hersteller angibt, spätestens beim Blick auf die pure Karkasse muss der Reifen gewechselt werden.
Faktoren, die die Lebensdauer beeinflussen
Die Lebensdauer von Fahrradreifen hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Reifendruck: Leider erreichen viele Reifen nicht die mögliche Kilometerleistung, weil sie dauerhaft mit zu wenig Luftdruck betrieben werden. Ohne ausreichenden Luftdruck kann der Reifen die Last nicht richtig tragen. Der Reifen muss sich beim Abrollen übermäßig verformen, was er nur eine begrenzte Zeit mitmacht.
- Belastung: Starke Belastung auf hartem Gelände lässt einen Fahrradreifen schneller verschleißen.
- Fahrbahnuntergrund: Bei hohen Temperaturen und rauem Asphalt verschleißen Reifen z. B.
- Umgebungstemperaturen: Straßenreifen sind in ihrer Haltbarkeit von der Außentemperatur genau so abhängig wie vom Fahrstil.
- Fahrstil: Speziell bei MTB-Pneus ist es sehr schwer, eine allgemeine Aussage zu festigen, da auch der Fahrstil des Bikers eine große Rolle spielt.
Typische Laufleistungen verschiedener Reifentypen
Als grobe Orientierung kann man folgende Angaben von Schwalbe erwarten:
| Reifentyp | Laufleistung |
|---|---|
| Standard-Reifen | 2.000 bis 5.000 km |
| Marathon-Familie | 6.000 bis 12.000 km |
| Marathon Supreme | 5.000 bis 9.000 km |
| Rennradreifen | 2.000 bis 5.000 km |
| Zeitfahr-Schlauchreifen | 1.500 bis 2.000 km |
Beim Rennrad gibt man den Schwalbe Ultremo ZX als Referenz an. Der Reifen kommt 3.000 bis 7.000 km weit.
Wann sollte ein Reifen gewechselt werden?
Es ist wichtig zu wissen, wann ein Reifen verschlissen ist und ausgetauscht werden muss. Hier sind einige Anzeichen:
- Spätestens beim Blick auf die pure Karkasse muss der Reifen gewechselt werden.
- Der Reifen ist abgefahren und muss ersetzt werden, wenn auf der Lauffläche die Pannenschutzeinlage oder Karkassenfäden sichtbar werden.
- Häufig gehen die Seitenwände der Fahrradreifen kaputt, bevor die Lauffläche abgefahren ist.
- Bei Rennradreifen zeigen kleinste Einbuchtungen in der Lauffläche an, wie weit ein Profil abgefahren werden kann, bevor der Reifen gewechselt werden sollte.
Besondere Schwachstellen und deren Vermeidung
Besondere Schwachstelle sind die Seitenwände des Reifens. Fährt man ständig mit zu geringem Luftdruck, werden die Seitenwände schnell verschleißen und können nach 1.000 km schon getauscht werden müssen. Die Risse stellt man selbst sehr deutlich fest und braucht keinen Experten dafür.
Der richtige Luftdruck
Sehr wichtig jedoch ist der Luftdruck. Die Angaben zum Minimal- und Maximaldruck finden sich auf den Seitenflanken des Reifens. Bereits beim Einlagern sollte man darauf achten, dass der Luftdruck stimmt. Ein platter Reifen wird beim Stehen nicht besser. Ganz im Gegenteil: Die Seitenwand wird bei zu wenig Druck durch das lange Stehen auf einem Punkt gequetscht und beschädigt.
Lagerung von Fahrradreifen
Um die Lebensdauer eines Reifens zu verlängern, ist die richtige Lagerung entscheidend:
- Zunächst ist es wichtig den Reifen in einem dunklen Raum zu lagern. Am besten ist der Raum auch kühl. Also maximal Zimmertemperatur, gerne aber kühler. Im Keller herrscht typischerweise die beste Temperatur.
- Er muss unbedingt trocken gelagert werden.
- Wenn der Reifen am Fahrrad montiert ist sollte zwangsläufig der richtige Luftdruck drauf sein. Alternativ kann das Fahrrad auch aufgehangen werden.
- Demontierte Reifen sollten nicht gefaltet gelagert werden. Und sie sollten auch nicht so aufgehangen werden das dabei ein Knick entsteht. Jede unnatürliche Verformung stellt ein Risiko für Risse im Reifen dar.
- 4 - 6 Jahre kann ein Reifen bei ordentlicher Lagerung halten.
Sonderfälle: Dreiräder und Anhänger
Da die meisten Fahrradreifen für zweirädrige Modelle entwickelt wurden, kann der Abrieb und Verschleiß an dreirädrigen Liegerädern durchaus höher ausfallen als beim Aufrechtrad. Bei extrem hohem Verschleiß, z. B. wenn der Reifen bereits nach weniger als 1.000 km abgefahren ist, liegt die Ursache meist darin, dass die Spur des Fahrzeugs nicht korrekt eingestellt ist.
Anhängerreifen sollten in der Regel hingegen sogar länger halten als Fahrradreifen. An einem Fahrradanhänger müssen die Reifen in Regel weder Antriebs- noch Lenkkräfte übertragen. Deswegen ist der Abrieb normalerweise sogar deutlich geringer als an einem Fahrrad.
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