Wie viele Kilometer entsprechen 10.000 Schritten Radfahren?

10.000 Schritte sind in Sachen Bewegung die Mindestanforderung an uns selbst. Die dabei zurückgelegte Strecke ist je nach Schrittlänge und Körpergröße sechs bis acht Kilometer lang. Schon 6.000 bis 8.000 Schritte reichen, aber 10.000 Schritte sind eine gute Orientierung.

Der Ursprung des 10.000-Schritte-Ziels

Das 10.000-Schritteziel hat seinen Ursprung in Japan. Dort wurde in den 1960er-Jahren der erste Schrittzähler der Welt erfunden, der sich an Wanderer richtete. Bezeichnet wurde der Schrittzähler offiziell als Manpo-Kei, was übersetzt so viel heißt wie 10.000-Schritte-Meter.

1964 brachte das japanische Unternehmen Yamasa zu den Olympischen Spielen den ersten mobilen Schrittzähler auf den Markt - unter dem Namen „Manpo-kei“, was so viel bedeutet wie „der 10.000 Schritte-Zähler“. Die Werbekampagne war erfolgreich.

Allerdings verbarg sich hinter dieser Zahl kein fundiertes, wissenschaftliches Forschungsergebnis. Die Zahl ist ursprünglich ein Marketing-Gag der Yamasa Corporation für die Olympia 1964.

Die Bedeutung von Bewegung

Das Wichtigste sei die Bewegung selbst, nicht die Anzahl der Schritte: „Regelmäßige Bewegung über den Tag verteilt ist wichtig, um unsere Bandscheiben in Bewegung zu halten, unser Herzkreislaufsystem anzuregen und um unser Gehirn zu durchbluten.“

Unsere Bandscheiben lassen sich mit Spülschwämmen vergleichen: Werden sie lange nicht aktiviert, vertrocknen sie, werden hart, spröde und sind irgendwann nicht mehr zu gebrauchen.

Homeoffice, Lieferdienste und Online-Handel machen viele zu Bewegungsmuffeln. Forscher empfehlen mindestens 4.500 Schritte am Tag - das entspricht etwa einem einstündigen, gemütlichen Spaziergang. Niemand muss zum Hochleistungssportler werden.

10.000 Schritte und Radfahren

Gesundheitsmanagerin Anna Fuhr: „10.000 Schritte entsprechen etwa sechs bis acht Kilometern - je nach Körpergröße und Schrittlänge. Auch mit einer Stunde gemütlich Radfahren lässt sich das Ziel erreichen.“ Radfahren - beispielsweise bei einer Radtour am Wochenende - bringt schnell weit mehr als 10.000 Schritte auf das Bewegungskonto. Die Umrechnung hängt hier natürlich stark von gefahrenen Kilometern und der Geschwindigkeit ab.

Wie man mehr Bewegung in den Alltag integriert

Da 10.000 Schritte genauso effektiv sind wie etwa 30 Minuten Bewegung pro Tag solltest du die Schrittanzahl in deinen Alltag integrieren. Das geht ganz einfach und hält gesund und fit.

Schon mit kleinen Tipps und Tricks kann man einfach, kostenlos und ohne zu schwitzen etwas Sport in den Alltag bringen.

  • Nutze den Arbeitsweg, um ein paar Schritte zu laufen. Ist die Arbeit zu Fuß nicht zu erreichen, nutze wenn möglich die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Fahrrad. So sammelst du die ersten Schritte am Tag.
  • Gehe in der Mittagspause raus spazieren. Schnappe frische Luft, entspanne dich in der Natur und erhöhe die Anzahl auf deinem Schrittkonto.
  • Auf der Arbeit kannst du Telefonmeetings im Gehen abhalten - mit Headset und sofern du damit keinen Kollegen störst.
  • Ausreichend Schritte lassen sich auch mit alltäglichen Erledigungen wie Einkaufen gehen, mit dem Hund Gassi gehen oder Müll rausbringen erreichen.
  • Auch mit Hausarbeit schaffst du Meter - unter anderem beim Staubsaugen, Putzen, Wäsche machen (sofern die Waschmaschine im Waschkeller steht und du hin und her laufen musst).
  • Mindestens ein- bis zweimal pro Woche solltest du dich zusätzlich sportlich betätigen.

Wer bei der Arbeit, in der Schule oder der Uni über den Tag verteilt viel sitzt oder steht, sollte auch zwischendurch etwas Bewegung in den Alltag bringen: „Den ganzen Tag nur sitzen oder stehen ist nicht gesund - es geht um den Wechsel. 30 Minuten sitzen, die nächsten 30 Minuten stehen, zwischendurch zur Kaffeemaschine laufen, mal aus dem Fenster schauen oder einfach etwas recken und strecken“, erklärt sie.

Ein, zwei Tage in der Woche mit Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit, Uni oder Schule fahren bzw. laufen.

  • Statt Rolltreppe oder Fahrstuhl die Treppen nehmen
  • Telefonmeetings im Gehen
  • Statt abends TV zu schauen, einen Podcast hören und sich dabei in der Wohnung bewegen
  • Kaffee to go nehmen, statt im Café zu trinken (natürlich mit eigenem Mehrwegbecher)
  • Nicht alle Materialien im Schreibtisch haben, sodass man beispielsweise mal einen Ordner oder Tacker holen muss
  • Die Wocheneinkäufe auf mehrere Tage verteilen: So kann man sie zu Fuß erledigen und bewegt den ganzen Körper
  • für kurze Strecken das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen
  • Kleinere Mülltüten verwenden und deswegen häufiger den Müll rausbringen
  • Eine Station später einsteigen bzw.

Die Vorteile von Bewegung

10.000 Schritte pro Tag gelten als die Richtlinie für ausreichend Bewegung im Alltag.

„Durch den Weg zur Haltestelle sowie die damit verbundene Bewegung und die frische Luft lässt sich das Stresslevel senken. Zudem hat man Zeit, sich mit seinem eigenen Körpergefühl zu beschäftigen. Nach und nach kommt dann garantiert der Spaß an der Bewegung“, sagt Anna Fuhr.

Die Liste der positiven Auswirkungen bei eiserner Schrittezählerei ist lang: das Wohlbefinden steigt, Stress reduziert sich und ganz nebenbei tut es auch dem Gewicht gut.

Hier ist eine Tabelle, die die Umrechnung verschiedener Aktivitäten in Schritte zeigt:

Aktivität Schritte pro Stunde
Langsames Fahrradfahren 7.500
Zügiges Fahrradfahren 14.500
Langsames Tanzen 6.000
Joggen 12.500
Langsames Schwimmen 11.000

Wichtig ist allerdings auch, darauf zu achten, dass manche Bewegungseinheiten mind. 10 Minuten oder länger andauern - hier zeigt sich der größte gesundheitliche Benefit. Optimalerweise sollte man 3 x 10 Minuten Einheiten an körperlicher Aktivität am Tag oder auch 1 x 30 Minuten oder 2 x 15 Minuten etc.

Wie viele Schritte braucht man, um einen Kilometer zurückzulegen? Um einen Kilometer zu erreichen, müssen Sie je nach Körpergröße zwischen 1.429 und 1.667 Schritte zurücklegen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0