E-Bike Motor Drehmoment (Nm) – Eine Erklärung

Immer mehr E-Bikes sind auf den Straßen unterwegs, und das aus gutem Grund. Einsteigern fällt das Radeln mit Tretkraftunterstützung leichter, und auch Steigungen lassen sich mühelos bewältigen. Geübte Fahrradfahrer sind mit E-Kraft noch flotter unterwegs und können zum Beispiel fürs Training den Aktionsradius vergrößern. Demnach für alle Bikefans eine Win-win-Situation. Die nötige Power hierfür kommt neben dem Akku aus dem E-Bike Motor.

Funktionsweise eines E-Bike Motors

Herzstück beim E-Bike ist der Motor, komplettiert durch Steuerelektronik und Akku. Der Akku ist die Energiequelle und versorgt den Motor mit elektrischer Leistung. Damit dieser Motor exakt so wie gewünscht funktioniert, verlangt es nach einer ausgeklügelten Steuerelektronik. Beim Branchenprimus Bosch erfassen über 1.000 Messungen pro Sekunde Parameter wie Drehmoment (Trittkraft), Trittfrequenz und Geschwindigkeit.

Der Drehmomentsensor erkennt, mit wie viel Kraft der Biker in die Pedale tritt. Die Pedalumdrehungen misst der Trittfrequenzsensor. Ein weiterer Sensor zählt mithilfe des in den Speichen angebrachten Magneten die Umdrehungen des Rades, was auf die Geschwindigkeit schließen lässt. So kommt es zu einer optimalen Fahrdynamik und der gewünschten Tretkraftunterstützung.

Was bedeutet Drehmoment (Nm)?

Das Drehmoment wird gemessen in Newtonmeter (Nm) und steht für die Drehwirkung, also jene Kraft, die beim Treten in die Pedale ausgelöst wird. Ein Vergleich macht dies deutlich. Bei einem Motor mit einem höheren Drehmoment (z. B. 75 Nm) fällt das Anfahren deutlich leichter, als würdest du mit einem nur 40 Nm Motor starten.

Newtonmeter (Nm) ist die Rotationskraft und lässt sich auch bei der Angabe von Drehmomentschlüsseln finden. Das Anzugsmoment, oder Torque eines Motors benennt die Kraft, die er in der Umdrehung aufbringen kann. Auf einem E-Bike mit hohem Torque kannst du stärker anfahren und mehr Kraft beim Klettern aufbringen.

Unterstützungsstufen und Fahrmodi

E-Bike-Motoren besitzen in der Regel unterschiedliche Unterstützungsstufen. Deren Wert wird in Prozent angegeben. Wenn du zum Beispiel 100 % Unterstützung einstellst, leistet der Motor die gleiche Kraft wie du. Viele Hersteller geben die maximale Antriebsunterstützung an. Durch die einzelnen Fahrmodi erhältst du beim Pedalieren die gewünschte Unterstützung. Du stellst die Modi am Display ein und fährst zum Beispiel im Eco-Modus besonders energiesparend. Darüber freut sich auch der Akku. Fürs Gelände empfiehlt sich hingegen der Mountainbike-Modus.

E-Bike vs. Pedelec

Noch kurz zur Klärung der Begriffe E-Bike und Pedelec, da diese nicht selten für leichte Verwirrung sorgen. Das „E-Bike“ hat sich inzwischen als Oberbegriff für Fahrräder mit Motorisierung durchgesetzt. Doch eigentlich handelt es sich bei den meisten E-Bikes um Pedelecs. Denn der Begriff Pedelec steht für Pedal Electric Cycle und eine elektrische Tretkraftunterstützung - bei der man nicht selbst mit ganzer Kraft in die Pedale treten muss. Jedoch funktioniert der elektrische Antrieb nur zusammen mit dem Pedaltritt. Ein solches Pedelec darf ohne Zulassung bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h gefahren werden. Bei einem dem Begriff voll gerecht werdenden E-Bike hingegen, muss man nicht mehr selbst in die Pedale treten. Man schaltet den Elektroantrieb ein und das „Elektromofa“ fährt los. Richtige E-Bikes sind somit zulassungspflichtig. Erwähnt sei an dieser Stelle noch das selten vertriebene S-Klasse Pedelec.

Verschiedene Arten von E-Bike Motoren

Es spielt durchaus eine Rolle, wo der E-Bike Motor am Fahrrad installiert ist. Hier stehen mit dem Getriebemotor und dem Direktantrieb zwei Varianten zur Verfügung - wobei sich der Getriebemotor durchgesetzt hat. Dieser befindet sich an der Hinterradnabe und ist geräuscharm und sehr anzugsstark. Hier kommt auch oftmals die Akku-Aufladung während der Fahrt zum Einsatz (Rekuperation). Wie der Name schon vermuten lässt, befindet sich dieser Motor im Bereich des Tretlagers. Die Bauweise ist sehr kompakt, die Zugkraft (Traktion) enorm und durch den tiefen Schwerpunkt kommt es zu vorzüglichen Fahreigenschaften. Das Radfahren fühlt sich so an wie mit einem Bike ohne Motor. Der Mittelmotor ist mit allen Schaltungsvarianten kompatibel, Kette und Ritzel sind hier etwas höheren Belastungen ausgesetzt. Hier sitzt der Motor an der Vorderradnabe, folglich wird diese Variante auch Radnabenmotor genannt. E-Bikes mit Frontmotor sind vom Preis her relativ günstig.

Die Wahl des richtigen Motors

Du solltest bei der Entscheidung für das passende Fahrrad und somit auch für die Ausstattung mit einem entsprechenden E-Bike Motor deine Einsatzgebiete kennen. Es liegt in der Natur der Sache, dass du bei Stadtfahrten weniger Energie benötigst als bei einer Trekking-Tour oder falls es ins Gelände geht. Einige Begriffe, die bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen, hast du oben bereits kennengelernt.

E-Bike Motor Vergleich

Für einen Vergleich ist die Kraft ausschlaggebend. Der Drehmoment gibt Aufschluss über die Kraft und wird in Newtonmeter (Nm) angegeben. Je mehr Nm ein Motor hat, desto kraftvoller fährt das E-Bike, es beschleunigt schneller und zieht besser. Wie viele Nm nötig sind, kommt auf den Einsatzzweck an.

Die Bedeutung von Watt

Watt beziffert die Kraft oder Arbeit des Motors. Die Angabe drückt aus, wie Leistung in Geschwindigkeit übertragen wird. Ein E-Bike mit einer hohen Wattzahl wird auf Dauer eine höhere Geschwindigkeit auf die Strecke bringen. Die Maximalleistung des Motors darf darüber liegen, wenn in Summe die 250 Watt nicht überschritten werden.

Akkuleistung

Genug Akkuleistung ist elementar, um die extreme Leistung lange aufrechtzuerhalten. Wenn der Motor lange unter maximaler Power läuft, entwickelt er Wärme.

Individuelle Anpassung

Manche Hersteller geben dir die Regler in die Hand: Du selbst entscheidest in der App, wie stark du in den Modi unterstützt wirst.

Manche Fahrer und Fahrerinnen berichten davon, dass ihnen manche E-Bikes einfach zu sehr schieben oder sich das hohe Gewicht unnatürlich anfühlt. Andere können sich dagegen bei extrem hoher Unterstützung das Grinsen nicht aus dem Gesicht wischen.

Drehmoment Empfehlungen

  • Ein leichtes E-Bike ist bei bis zu 35 Nm Drehmoment angesiedelt.
  • E-Bikes mit bis zu 60 Nm Drehmoment sind im Alltag ideal geeignet, um dir eine angenehme Beschleunigung zu verleihen.
  • E-Bikes mit 90 bis 100 Nm Drehmoment sind auf dem Markt als starke Boliden beliebt.

Leistungsgrenzen

Die Leistungsgrenzen bei S-Pedelecs liegen aktuell bei 45 km/h Höchstgeschwindigkeit und 4000 Watt Nenndauerleistung. Die Verkehrsregeln für die schnellen Bikes sind sensibler, so benötigst du ein Versicherungskennzeichen und darfst nur auf Radwegen fahren, die für Mofa freigegeben sind.

Aktuelle E-Bike Motoren im Vergleich

Es gibt viele Motoren, die sich in internationalen Wettkämpfen und in Tests beweisen konnten. Grundsätzlich finden wir, dass alle aktuellen E-Drives für die meisten Verbraucher von Amateur bis Profi ausgezeichent einsatzfähig sind.

Die folgenden Beschreibungen stammen aus verschiedenen Tests in Fachmagazinen. Es handelt sich nur um eine kleine Auswahl. Bis auf Werte wie Gewicht und Watt sind sie sind von der subjektiven Wahrnehmung der Tester geprägt.

  1. Bosch Performance CX Gen5:
    • Der eMTB-Modus bietet 140 % bis 340 % Unterstützung und erleichtert mit Extended Boost das Überwinden von Hindernissen durch feinfühlige Reaktion auf den Pedaldruck.
    • Über die eBike Flow-App des Bosch Smart Systems lassen sich alle Unterstützungsmodi (Maximalmoment, Dynamik etc.) individuell einstellen.
    • Durch Überarbeitung des Antriebsstrangs läuft der Performance CX Gen5 jetzt deutlich leiser - selbst auf ruppigen Abfahrten bleibt der Motor dezent im Hintergrund und in niedrigen Modi nahezu unhörbar.
  2. Shimano EP801:
    • Die Shimano E-TUBE PROJECT App erlaubt es, zwei Profile anzulegen und Parameter für Eco, Trail und Boost nach persönlichen Vorlieben zu konfigurieren.
    • Mit etwa 2,7 kg gehört der EP801 zu den leichteren Full-Power-Antrieben.
    • Der EP801 liefert 85 Nm Drehmoment und 600 W Peak-Leistung und behält damit die gleichen Spitzenwerte wie sein Vorgänger, steigert aber die Dauerleistung und arbeitet effizienter über einen größeren Kadenzbereich.
  3. Eagle Powertrain (Brose):
    • Das Eagle Powertrain System integriert den Brose-Mittelmotor, den 720-Wh-Akku und die drahtlose Eagle-Transmission zu einem ganzheitlichen Antriebspaket.
    • Als Highlight verfügt Eagle Powertrain über Auto-Shift (vollautomatisches Schalten) und Coast-Shift (Schalten im Rollen ohne Pedaltritt).
    • Der 90 Nm starke Brose-Motor im Eagle Powertrain ist für bestmögliches Thermomanagement ausgelegt. Laut Hersteller werden hitzebeständige Materialien verwendet, die Leistungsverlust bei Dauerlast minimieren sollen.
  4. Specialized 2.2 Motor (Brose Drive S Mag Basis):
    • Specialized entwickelt seinen 2.2-Motor in Eigenregie exklusiv für die eigenen E-MTBs.
    • Das im Oberrohr integrierte MasterMind-TCU fungiert als „Gehirn“ des Systems. Das kompakte Farbdisplay zeigt alle wichtigen Daten wie Geschwindigkeit, Unterstützungsmodus und Akkustand in 1%-Schritten an.
    • Die Specialized-App (Nachfolger der Mission Control) bietet umfangreiche Tuning-Optionen. So kann man z.B. mit der MicroTune-Funktion die Unterstützungsleistung während der Fahrt in 10%-Schritten feinjustieren.
  5. DJI Avinox M1:
    • Der Drohnenhersteller DJI bringt umfassendes Know-how aus der Entwicklung kleiner, leistungsstarker Elektromotoren und Sensoren mit.
    • Der Auto-Mode des DJI Avinox reagiert vollautomatisch auf Gelände und Pedaleinsatz. Er passt das Unterstützungsniveau in Echtzeit an den Widerstand an und liefert so stets „so viel Hilfe wie nötig, so wenig wie möglich“.
    • Der DJI Avinox M1 wiegt laut Hersteller nur ca. 2,52 kg und ist damit mehrere hundert Gramm leichter als vergleichbare E-MTB-Motoren.
    • Trotz des minimalen Gewichts bietet das System bis zu 120 Nm Drehmoment und 1000 W Peak-Leistung im Boost-Modus - Werte, die herkömmliche Antriebe deutlich übertreffen.
  6. Brose Drive³ Peak:
    • Mit dem Drive³ Peak stellt Brose auf ein 48V-System um und läutet eine neue Motorengeneration ein.
    • Brose-Motoren sind bekannt für ihren leisen, vibrationsarmen Lauf dank internem Riemenantrieb („belt-geared operation“).
    • Brose richtet das Drive³-System stark auf Fahrradhersteller aus. So wird der Drive³ Peak von Anfang an mit integrierten Brose-Akkus (468 Wh und 814 Wh) angeboten, kann aber auch mit Drittanbieter-Batterien kombiniert werden.
  7. Fazua Ride 60:
    • Der Fazua Ride 60 zählt zu den Light-Assist-Systemen und wiegt nur rund 1,96 kg (Motor). Damit ist er sogar etwas leichter als Boschs leichter SX-Motor (ca. 2,0 kg) und ermöglicht extrem schlanke E-Bike-Konzepte.
    • Per Boost-Modus kann der Fazua Ride 60 kurzzeitig zusätzliche Leistung bereitstellen. Wird der Boost aktiviert, steigert der Motor für ~12 Sekunden die Unterstützung um ca. 100 W auf bis zu 450 W Peak.
    • Alle Unterstützungsstufen des Ride 60 vermitteln ein sehr natürliches Fahrgefühl. Die Kraftentfaltung erfolgt harmonisch und intuitiv, sodass man - abgesehen von der verstärkten Tretkraft - kaum merkt, von einem Motor unterstützt zu werden.
  8. TQ HPR 50:
    • Im TQ HPR 50 kommt ein patentiertes Harmonic-Pin-Ring-Getriebe zum Einsatz, das dem Motor seinen Namen gibt und die besondere, kompakte Bauform ermöglicht.
    • Der TQ HPR 50 bietet die mit Abstand unauffälligste Integration eines Mittelmotor-Systems auf dem Markt.
    • Trotz dieser Minimal-Assist-Bauweise liefert er bis zu 50 Nm und 300 W - genug für ein sehr natürliches MTB-Fahrgefühl mit dezentem „Uphill-Flow“.
    • Der HPR 50 zählt zu den leisesten E-Bike-Motoren überhaupt. Im Testfeld von E-MOUNTAINBIKE war er einer der Motoren mit der geringsten Geräuschkulisse.
  9. Bafang M510:
    • Der Bafang M510 ist der Nachfolger des M500 und für den anspruchsvollen E-MTB-Einsatz ausgelegt.
    • Er liefert weiterhin bis zu 95 Nm Drehmoment, doch wurde die Gesamtperformance deutlich gesteigert: Die Maximalleistung liegt ca. 20 % höher als beim Vorgänger und die Kadenzunterstützung wurde auf 120 RPM ausgedehnt.
    • Optimierte Software sorgt für ein sanfteres Ansprechverhalten aus dem Stand und kontrollierbare Leistungsabgabe. Der M510 beschleunigt kraftvoll, reagiert aber dank empfindlichem Drehmomentsensor sehr feinfühlig auf den Pedaldruck des Fahrers.
    • Der M510 ist mit der neuen Bafang Smartphone-App steuer- und konfigurierbar. Diese App erlaubt es, die Unterstützungsstufen anzupassen, Firmware-Updates aufzuspielen und das System zu diagnostizieren.

Bosch E-Bike Motoren

Das deutsche Unternehmen Bosch gehört in Sachen E-Bike Motoren zu den führenden Herstellern. Das lässt sich bereits an der großen Modellvielfalt erkennen, mit der das Unternehmen auf die speziellen Herausforderungen im Bikesport eingeht. Die Modellreihe Performance Line bietet E-Bike-Motoren für City-Fahrer, Mountainbiker und sportlich ambitionierte Biker gleichermaßen. Alle Motoren arbeiten mit 36 Volt Spannung.

Einige Modelle der Performance Line sind auch in der Speed-Variante erhältlich. Dazu zählen Bosch Performance Line Speed und Bosch Performance Line 2020 Speed. Die Motoren sind leistungsstärker und bieten deshalb eine erhöhte Antriebsunterstützung mit höherem Drehmoment.

Du bist mit dem E-Bike auf kurzen Strecken unterwegs und schätzt für die urbane Stadtfahrt oder bei der Trekking-Tour ein besonders natürliches Fahrgefühl? Dann sind E-Bikes mit Motoren aus der Acitve Line eine gute Option. Der Hersteller betont, dass diese Serie besonders geräuschoptimiert ist und zu den leisesten Antrieben in dieser Klasse zählt.

Was bedeutet Dauerleistung bei meinem E-Bike?

Jetzt wird’s juristisch, denn an dieser Stellte trifft die Gesetzgebung starre Vorgaben. Pedelecs - wie E-Bikes vor dem Gesetz korrekt heißen - dürfen dich nur bis zum Erreichen der 25-km/h-Schwelle unterstützen. Die sogenannte Nenndauerleistung darf dabei über einen Zeitraum von 30 Minuten 250 Watt nicht überschreiten. Auf dem Weg dorthin haben die Hersteller einen beträchtlichen Spielraum, was auch erklärt, wieso einige Hersteller mit Watt-Leistungen deutlich jenseits der 250 Watt werben können - und auch dürfen. Die kurzfristige maximale Leistungsabgabe innerhalb dieses Fensters ist unbegrenzt - aber eben nur so lange, wie am Ende wieder 250 Watt Dauerleistung auf dem Papier stehen.

Wie viel Leistung du wirklich brauchst, hängt von deinem Einsatzgebiet und deiner Puste ab.

Wie viel Unterstützung braucht mein E-Bike?

Am Ende gilt auch hier: Je mehr "Saft" auf dem Papier steht, desto kräftiger fährt sich der Motor in der Regel. Doch Obacht: Auch hier regelt die Software vieles: die Hersteller ziehen Sensorenwerte für Temperatur, Eigenleistung, Geschwindigkeit, Drehzahl und Co. in die Berechnung des jeweils möglichen Outputs ein. Daher kann sich der gleiche Motor bei verschiedenen Herstellern unterschiedlich anfahren. Auch können zwei Fahrer, die unterschiedlich gebaut sind, einen gänzlich anderen Fahreindruck von einem Motor bekommen. Wie beim Drehmoment gilt auch hier: Bist du schwerer, fährst gern sportlich-zügig oder oft Lasten herum, solltest du nach Motoren mit möglichst hohen maximalen Watt-Leistungen Ausschau halten. "Es kommt darauf an ...", sagen Juristen gerne und oft. Diese Formulierung trifft auch auf das Fazit in diesem Abschnitt zu. Am Ende zählt das eigene Bedürfnis, das eigene Nutzungsverhalten. Und die Zahlungsbereitschaft. Umsonst gibt es nichts.

Was ist das Drehmoment des Motors?

Nabenmotoren (wie die Motoren van vanRaam) haben eine lange Lebensdauer. Viele E-Bikes haben jedoch einen Mittelmotor, bei dem das Drehmoment immer höher ist als bei einem Radnabenmotor. Diese Drehmomente kann man jedoch nicht direkt miteinander vergleichen.

Die Kraft des Motors wird Drehmoment genannt, das in Newtonmeter (Nm) angegeben wird.10 Newton entsprechen 1 kg. Angenommen ein Motor hat 100 Nm und man befestigt einen 1 Meter langen Stock am Motor, dann kann dieser an der Spitze des Stockes 10 kg heben.

Das Drehmoment eines Radnabenmotors wird an der Motorachse gemessen, worum der Motor sich dreht. Bei einem Mittelmotor wird das Drehmoment am Tretlager gemessen. Aus diesem Grund sind die Motoren nicht direkt miteinander vergleichbar.

Wichtig zu erwähnen ist, dass das Drehmoment nicht vom Radumfang abhängt. Ob der Motor ein großes oder kleines Rad antreibt, ist für das Drehmoment nicht entscheidend.

Wie vergleicht man das Drehmoment der Motoren?

Zunächst ist es wichtig zu wissen, um welchen Antriebsmotor es sich handelt:

  • Radnabenmotor (Nabenmotor): Ein Radnabenmotor befindet sich meist im Rad und treibt mit einer Kette direkt die Hinterachse an.
  • Mittelmotor: Ein Mittelmotor befindet sich am Tretlager und treibt über eine Kette und eine Nabe das Rad an.

Um die Kraft vergleichen zu können, muss die Kraft an der gleichen Stelle untersucht werden. In diesem Artikel wird die Kraft auf das Antriebsrad untersucht. Das ist die Kraft, die das Fahrrad tatsächlich aufbringen kann.

Zum Vergleich des Drehmoments muss man ausrechnen, welches Drehmoment auf das Antriebsrad gelangt. Für Fahrräder mit Nabenmotor im Rad ist dies einfach. Das entspricht dem Drehmoment des Motors. Bei Fahrrädern, wobei der Nabenmotor das Rad über eine Kette antreibt, muss das Übersetzungsverhältnis (wie schnell dreht sich das eine Kettenrad im Verhältnis zum anderen) zwischen den Zahnrädern am Motor und Rad berücksichtigt werden.

Letzteres gilt auch für den Mittelmotor, wobei jedoch das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Tretlager und dem Hinterrad berücksichtigt werden muss. Hierbei muss die Nabenschaltung berücksichtigt werden. Die Nabe hat aufgrund des Schaltens einen negativen Einfluss auf das Drehmoment.

Vergleich von Drehmomenten

In der Grafik sehen Sie das Drehmoment des Easy Rider Dreirad im Vergleich zu 2 Mittelmotoren.

Hier ist gut zu erkennen, dass das Drehmoment des Mittelmotors mit 85 Nm am Anfang stärker ist, bei höherer Geschwindigkeit jedoch geringer wird und sogar unter das Drehmoment des Nabenmotors fällt. Hierbei wird die Schaltung berücksichtigt: Bei einer Trittfrequenz von 40 UPM (Umdrehungen pro Minute) wird in den nächsten Gang geschaltet. Man hat sich auf 40 UPM festgelegt, da die Zielgruppe von vanRaam häufig mit dieser Geschwindigkeit fährt.

Darüber hinaus ist zu erkennen, dass ein Mittelmotor von 48 Nm im gesamten Verlauf des Drehmoments nur für kurze Zeit etwas stärker als ein Radnabenmotor ist. Mit dem Bosch CX haben Sie bis 5 km/h etwas mehr Kraft, danach werden Sie jedoch weniger Kraft als bei einem Easy Rider Dreirad mit einem Radnabenmotor haben.

Ab einer Radfahrgeschwindigkeit von ungefähr 6 km/h ist das Drehmoment eines Easy Rider mit Radnabenmotor stärker als ein Mittelmotor.

Zusammenfassend: Wie vergleicht man das Drehmoment?

Das Drehmoment eines Mittelmotors ist nicht ohne Weiteres mit dem Drehmoment eines Radnabenmotors vergleichbar. Das Drehmoment des Motors muss in das Drehmoment des Antriebsrades umgerechnet werden, einschließlich aller Übersetzungsverhältnisse. Darüber hinaus ist es bei einem Mittelmotor wichtig, die Nabenschaltung und den eingestellten Gang zu berücksichtigen.

Das Drehmoment der vanRaam Motoren ist bei einer höheren Geschwindigkeit stärker als das Drehmoment eines Mittelmotors.

Warum Front- und Heckmotor anstelle von Mittelmotor?

Der Motor der Tretunterstützung befindet sich bei den vanRaam Fahrrädern im Vorderrad, im Hinterrad oder auf der Hinterachse zwischen den Rädern. Aber warum eigentlich? Und was ist der Vorteil eines Frontmotors, Heckmotors und eines Motors auf der Hinterachse im Gegensatz zum zum Mittelmotor?

Tipps zur Fehlerbehebung

Wenn die Funktion des E-Bikes beeinträchtigt ist, muss man nicht immer sofort in die Werkstatt. Viele Fehler kann man auch selber beheben.

  • Bosch Antriebe: Bei Bosch Antrieben kommt es gelegentlich vor, dass der Motor nicht unterstützt. Nehmen Sie das Display ab und reinigen Sie die Kontakte.
  • Geschwindigkeitssensor: Eine mögliche Ursache für Motorstörungen ist auch ein verdrehter Geschwindigkeitssensor.
  • Akku Reset: Läuft der Akku auf Störung hilft meist ein Reset. Dazu nehmen sie ihn aus dem Fahrrad und halten den On/Off-Knopf etwa 10 Sekunden gedrückt.
  • Motor Knacken: Bei Bosch E-Bikes kommt es gelegentlich zu einem Knacken des Motors. Dieses Geräusch geht meist nicht vom Motor selbst aus, sondern entsteht an der Verbindungsstelle zwischen Motor und Rahmen.
  • Yamaha Antriebe: Auch bei Yamaha Antrieben kann es zu Geräuschen kommen. Auch hier gilt: Öl zwischen Motor und Rahmen spritzen.
  • E-Bike lässt sich nicht einschalten: Wenn sich ein E-Bike nicht einschalten lässt, ist oft die Batterie des Displays leer.
  • Yamaha Motor läuft nicht: Wenn der Yamaha Motor nicht läuft, kann es wie bei Bosch an am Display oder am Geschwindigkeitssensor liegen.

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