In diesem Artikel geht es darum, mit dem Mythos aufzuräumen, die Größe von Kinderfahrrädern würde über den Durchmesser ihrer Laufräder definiert (16 Zoll, 20 Zoll, 24 Zoll usw.) und somit aufzuzeigen, dass allgemeine Kinderfahrrad-Größentabellen bei der Suche nach einem passenden Kinderrad völlig nutzlos sind.
Wer die erste Frage stellt, wird unweigerlich auf eine Vielzahl von Kinderfahrrad-Größentabellen als Suchergebnis stoßen. Diese Tabellen versprechen anhand von Körpergröße und/oder Innenbeinlänge oder gar Alter des Kindes die gestellte Frage nach der richtigen "Fahrradgröße" zu beantworten.
Vorab: Die Zollangaben bei Fahrrädern definieren den Durchmesser der Räder - angegeben in Inch. Aber sind verschiedene Fahrräder mit identischem Raddurchmesser etwa alle ungefähr gleich groß?
Bei Rädern für Erwachsene ist wohl jedem sofort klar, dass dies dort nicht so ist: Fast alle Erwachsenenfahrräder haben heute Laufräder mit 28 Zoll. Aber trotz identischer Laufradgröße gibt es welche, die 2,20 Meter-Hünen passen. Und andere für 1,60 Meter kleine Menschen.
Niemals könnte aber jemand, der 1,60 Meter klein ist, auf dem Rad des 2,20 Meter-Riesen gut fahren. Und umgekehrt wäre es auch kein Spaß. Und ganz genauso verhält es sich bei Kinderfahrrädern.
Nehmen wir mal den Wert "20 Zoll", den uns die Tabelle z.B. Und schauen dann mal in die Kinderfahrrad-Datenbank des Kinderfahrradfinders, in der individuelle Größenempfehlungen des jeweiligen Herstellers für jedes einzelne Modell hinterlegt sind - und filtern sie mal auf die für 1,25 m Körpergröße laut Größentabelle vorgeblich passenden Räder mit 20 Zoll Laufrädern.
Dort finden sich dann Kinderräder, die bereits ab 105 cm Körpergröße passen, sowie welche für die das erst ab 1,28 Meter gilt. Pech für Eltern, die auf die 20 Zoll-Empfehlung der allgemeinen Tabelle vom Anfang dieses Artikels vertraut haben und für ihr 1,25 Meter-Beispielkind eines der genannten 20 Zoll-Modelle von woom, Pyro, VPACE, oder Puky gekauft hätten.
Fast alle wären dem Kind vom ersten Tag an viel zu klein, wie die richtigen Angaben der Hersteller belegen. Die richtige Größe für 1,25 m haben bei diesen Herstellern die Modelle mit 24 Zoll. Kubikes 16S - ab ca.
Auch hier wieder: Pech für Eltern, die von der Größentabelle gesagt bekommen haben, 27,5 Zoll sei richtig für die 70cm Innenbeinlänge ihres Kindes, dann ein gebrauchtes "27,5 Zoll Pyro Bike" bei Ebay günstig ersteigert haben.
Um dann mit einem viel zu kleinen B.13 oder B.14 Fehlkauf da zu stehen. Ja, gute Größentabellen gibt es tatsächlich! Es sind die Größentabellen der Hersteller selbst, die individuelle Größenempfehlungen für jedes einzelne ihrer Modelle machen.
Wie zum Beispiel bei Pyrobikes hier. (Nicht alle Hersteller haben solche zentralen Tabellen. Und auf genau diesen modellspezifischen Größenangaben der einzelnen Marken basiert dann natürlich auch die Kinderfahrrad-Größensuche des Kinderfahrradfinders.
Bei diesen Empfehlungen kommt es übrigens nicht nur darauf an, wie niedrig sich der Sattel des betreffenden Modells einstellen lässt. Sondern gute Hersteller berücksichtigen neben weiteren Eigenschaften der Rahmengeometrie auch die sogenannte Überstandshöhe.
Das ist die Höhe der Oberkante des Oberrohrs an der Stelle, über der ein Kind steht, wenn es aus dem Sattel gestiegen ist. Vor allem bei einem Nothalt kann es nämlich arg schmerzhaft werden, wenn die Überstandshöhe größer ist, als die Beinlänge.
Liebe Eltern. Vergesst sämtliche Ratgeberseiten und Artikel im Internet, die Euch weismachen wollen, die Größe von Kinderfahrrädern werde "in Zoll angegeben". "In Zoll angegeben" wird schlicht die Größe der Laufräder. Somit führen alle Größentabellen mit Zollangaben in der Antwort-Spalte einfach gröbstens in die Irre.
Und schlimmstenfalls dann zu einem Fehlkauf. Wer wissen will, ob dem Nachwuchs ein bestimmtes Fahrrad passt, kann natürlich eine Probefahrt machen, wenn möglich.
Mancher Leser wird sich nach dieser vernichtenden Kritik an allgemeinen Größentabellen für Kinderfahrräder fragen, warum das Netz denn dann so voll ist mit Kinderfahrrad-Ratgeberartikeln, die den Zoll-Durchmesser der Laufräder als falsches Maß aller Dinge bei Kinderrädern darstellen.
Der erste Teil der Antwort ist einfach: Es gab mal eine Zeit, in der solche Tabellen und Zoll-basierten Größenangaben noch weitgehend allgemeingültig zum passenden Kinderrad geführt haben. Nur: Diese Zeit ist etwa 20 Jahre her.
Es war eine Zeit, in der Fahrradhersteller das Kinderfahrrad-Thema noch nicht wirklich ernst genommen haben. Von Gedanken wie "Ist doch nur ein Kinderrad" und "Da geben Eltern doch sowieso nix für aus" war die Entwicklung damals geleitet.
Und so bauten alle fröhlich nach Schema-F. Dass das heute (und eigentlich schon seit ca. Solche Tabellen sind also schlicht veraltet. Aber: Hat das außer dem Kinderfahrradfinder etwa keiner gemerkt?
Irreführende Kinderfahrrad-Größentabellen nach Zoll finden sich doch sogar auf den Seiten der bekanntesten und größten, modernen Fahrrad-Onlineshops.
Zumal sie sich Online-Händler doch ins eigene Fleisch schneiden, wenn dann nach solchen Tabellen bestellt wird und massenhaft Retouren die direkte Folge sind. Und hier kommen wir zum zweiten Teil der Antwort.
... Sehr viele Eltern - wenn nicht die meisten - suchen kurz vor dem Kinderfahrrad-Kauf genau so. Und Online-Shop- und Webseitenbetreiber möchten diese Eltern natürlich auch auf ihre Seiten lenken.
Und das gelingt halt nur, wenn dann dort auch Artikel bereitstehen, die die relevanten Begriffe enthalten. "Fahrrad für 5-Jährige" -> "Dieses oder jenes, bzw.
(Gut, auf einigen solcher Seiten steht in der Erklärung zur Zoll-Tabelle sinngemäß sowas wie "zur groben Orientierung". Aber wer überliest einen solchen Hinweis nicht, wo eine schnelle Antworten versprechende Tabelle ins Auge springt?
Und welchen Sinn sollte "grobe Orientierung" überhaupt machen, wenn doch natürlich ein Rad gesucht ist, das wirklich passt und nicht Eines, "das vielleicht grob passen könnte"? Weil Eltern nach Zoll fragen, antworten und erklären Webseiten mit Zoll.
Und weil Webseiten mit Zoll-Tabellen erklären, fragt dann die nächste Elterngeneration auch wieder nach Zoll. Bleibt zu hoffen, dass Google auch die vielfache Verwendung der Wörter "Zoll", "Größentabelle", "Fahrradgröße", "Alter" etc.
Vielleicht kann der unselige Kreislauf selbstverstärkender Unwahrheit ja so unterbrochen - oder wenigstens etwas abgeschwächt werden.
Nur wenn das Fahrrad einem Kind passt, kann es damit auch sicher fahren und Spaß haben. Deshalb sollte man die Suche nach der richtigen Kinderfahrrad-Größe ernst nehmen!
Und dabei genügt es nicht, sich auf allgemeine Kinderfahrrad-Größentabellen oder vage Altersempfehlungen der Hersteller zu verlassen. Denn diese Kinderfahrrad Größentabellen, die oft eine Fahrradgröße in Zoll mit konkreten Angaben zum Kindesalter verknüpfen, sind sehr grob. Deshalb sollten sie dir maximal als Orientierung dienen.
Kinder entwickeln sich unterschiedlich und halten sich beim Wachstum nicht an Größentabellen: Gleichaltrige sind mitunter einen Kopf kleiner als andere. Darum ist die Frage, welches Kinderfahrrad für welches Alter, fehl am Platz!
Wir bei kids-bike-test.com orientieren uns immer an den modellspezifischen Größenangaben der Kinderfahrrad-Hersteller. Gibt ein Hersteller keine Größenempfehlung an, kann man auf die Kinderfahrrad-Größentabelle oben als grobe Orientierung zurückgreifen.
Wichtig bleibt: Anhand des Alters lässt sich die Fahrradgröße nicht exakt bestimmen. Grundsätzlich gilt zwar: Je jünger ein Kind ist (und damit meist kleiner), desto kleiner ist der Laufrad-Durchmesser (angegeben in Zoll).
Wer es ganz genau wissen will, sollte nicht nur an der Körpergröße des Kindes sondern vor allem an der Innenbeinlänge orientieren. Achtung bei den Begrifflichkeiten: Wenn man von einem 16 Zoll Kinderbike spricht, bezieht sich die Größenangabe immer auf den Laufraddurchmesser, also die Reifengröße des Bikes.
Bei Rädern für Erwachsene ist das anders. Da bezieht sich die Größenangabe immer auf die Rahmenhöhe des Erwachsenen Bikes. Weil die meisten Hersteller von Kinderrädern pro Laufradgröße aber nur eine Rahmengröße anbieten, macht diese Angaben bei Kinderrädern keinen Sinn.
Nur die allerwenigsten Kinderfahrradhersteller bieten pro Laufradgröße zwie bis drei unterschiedlich große Rahmen an. Spezialisten wie Vpace, Kubikes und Pyro sind hier die Ausnahme.
Bei ihnen gibt es einzelne Modelle in 16, 20, 24 oder 26 Zoll Laufradgöße auch mit unterschiedlichen Rahmenversionen an, z.B. Small und Large. Die Innenbeinlänge ist das zentrale Körpermaß bei der Suche nach der richtigen Größe für ein Kinder Mountainbike.
Gute Hersteller wie etwa Puky, Kubikes oder Early Rider geben exakt an, ab welcher Schrittlänge sie ihre einzelnen Kinderbike-Modelle empfehlen. Selbst Woom, die einen eigenen „Radfinder“ als Größenrechner haben, geben für ihre Woom-Kinderfahrräder eine Mindestbeininnenlänge an.
Die Innenbeinlänge von Kindern misst man genauso wie die von Erwachsenen. Alles was du zur Ermittlung der Beininnenlänge brauchst, sind ein Zollstock und ein Buch (stabiles Hardcover-Buch) oder eine Wasserwaage.
Klemme dem Kind das Buch mit dem Buchrücken nach oben zwischen die Beine und schiebe es hoch in den Schritt, bis es satt aufsitzt. Etwa so, als würde dein Kind auf Sattel sitzen. Die Hinterseite des Buchs muss gleichzeitig an der Wand anliegen.
Damit stellst du sicher, dass es waagrecht zum Boden steht. Alternativ kann man als Hilfsmittel statt dem Buch auch eine Wasserwaage verwenden. Messe nun mit dem Meterstab den Abstand zwischen Boden und Buchrücken.
Wie groß der Unterschied zwischen einem 14, 16 und 20 Zoll Kinder Mountainbike ausfällt wird am deutlichsten, wenn man die Kinderfahrräder nebeneinander stellt.
Wer um die 400 € für ein Kinderfahrrad ausgeben will, sollte sich die Mühe machen und die Schrittlänge seines Nachwuchses ermitteln. Auch wenn sich die Größenangabe der Kinderräder immer auf die Laufradgröße (Reifengröße) bezieht, ist die wichtigste Frage wie hoch bzw. tief sich der Sattel des Kinderbikes einstellen lässt.
Vor allem bei kleinen Kindern, die gerade mit dem Biken anfangen, ist das eine essentielle Sache. Beim ersten 12, 14 oder 16 Zoll Bike für Kinder gilt: Selbst im Sattel sitzend sollten kleine Kinder (Fahranfänger) mit dem Vorderfuß (besser sogar mit dem kompletten Fuß) bequem auf dem Boden kommen!
Beim Umstieg vom Laufrad auf das erste Kinderfahrrad ist diese Regel besonders wichtig. Oft werden Kinderfahrräder in diesem Alter zu groß gekauft, damit sie möglichst lange genutzt werden können.
Wenn ein Kind mit Mühe und lediglich mit den Zehenspitzen zum Boden kommt, fühlt es sich extrem unsicher bei seinen ersten Fahrversuchen. Dazu kommt, dass auch die komplette Geometrie nicht zu den Proportionen des Kindes passt.
Wenn sich das Kind übermäßig lang strecken muss, um den Lenker zu erreichen, müssen nicht nur Bauch und Rückenmuskulatur extrem viel leisten, meist lastet dann auch zu viel Druck auf den zierlichen Handgelenken. Auf Dauer wird das extrem unangenehm.
Die häufige Folge: Kindern vergeht der Spaß am Biken. Wer sein Kind auf einem zu kleinem (Bild) oder zu großen Bike Fahren lässt, verdirbt ihm oftmals den Spaß an der Bewegung.
Und wie verhält es sich mit der Größe bei älteren Kindern? Wenn Kinder bereits sicher im Sattel sitzen und das Fahrradfahren beherrschen, verliert die Faustformel (Füße müssen im Sattel zum Boden kommen) an Bedeutung.
Ein sieben- oder achtjähriges Kind kann damit umgehen, wenn es das Rad im Stand leicht kippen muss, um mit dem Fuß auf den Boden zu kommen. Ab einer Laufradgröße von 20 Zoll ist es wichtiger, dass sich der Sattel eines Bikes so einstellen lässt, dass Kinder ergonomisch perfekt in die Pedale treten können.
Überprüfen lässt sich das wie folgt: Wenn das Kind im Sattel sitzt, eine Ferse auf das Pedal stellt und die Kurbel so dreht, dass das Pedal am unteren Tiefpunkt steht. Nun sollte das Bein nahezu durchgestreckt sein.
Lässt sich der Sattel nicht genügend weit aus dem Rahmen ziehen, um diese Position zu erreichen ist das aktuelle Kinderrad zu klein. Dann wird die nächste Größe fällig. Außerdem lässt sich das von erwachsenen MTBs bekannte „Twentyniner-Prinzip“ ab dem zweiten Bike auch auf Kinder-Bikes übertragen.
Dabei profitieren die Kinder vor allem im Gelände von dem besseren Überrollvorteilen der großen Laufräder bei Hindernissen und mehr Laufruhe. Tief gezogene Rahmen mit geringer Überstandshöhe (z.B.
Vor allem bei hochwertigen Kinder Mountainbikes für den extremen Geländeeinsatz verbauen manche Hersteller per Knopfdruck versenkbare Sattelstützen. Klar, auch Kindern hilft es wenn sie im Gelände vor kniffeligen Abfahrten den Sattel versenken können und damit mehr Bewegungsfreiheit im Stand haben.
Aber häufig lässt sich durch den Hub der Teleskopstütze der Sattel für Kinder nicht tief genug im Rahmen versenken. Natürlich kann es vorkommen, dass dein Kind bei einzelnen Kinder-Bikes zwischen zwei Fahrradgrößen liegt, also beispielsweise rein nach Schrittlänge 14 und 16 Zoll fahren könnte.
Oder zwischen 20 Zoll und 24 Zoll liegt. Dann sollte man auch das Fahrkönnen des Kindes berücksichtigen. Ein Kind, das sicher fährt, ein sehr gutes Gleichgewichtsgefühl hat und motorisch fit ist, kann sich mit den größeren Laufrädern deutlich besser anfreunden als ein weniger geübtes, das noch mit Treten, Bremsen und Gleichgewicht-Halten gefordert ist.
Verlass dich bei der passenden Größe fürs Fahrrad deines Kindes nicht auf allgemeine Alters- und Zoll-Empfehlungen! Ermittle die Innenbeinlänge deines Kindes und gleiche sie, zusätzlich zur Körpergröße, mit den genauen Größenempfehlungen des Herstellers ab.
Beim ersten Fahrrad ist es extrem wichtig, dass die kleinen Kinder im Sattel sitzend mit den Füßen zum Boden kommen. Ab einer Laufradgröße von 20 Zoll wird eine ergonomisch korrekte Sitzposition zum in die Pedale treten wichtiger.
Tendenziell gilt: Für Fahranfänger darf das Rad lieber zu klein als zu groß sein. Fortgeschrittene Fahrer profitieren dagegen eher von größeren Laufrädern.
Fahrradgrößen für Kinder anhand der Größentabelle
Bei Kinderfahrrädern spielt die Rahmengröße nur eine untergeordnete Rolle, sodass es viele Modelle zum Beispiel auch nur in einer Größe zu kaufen gibt. Vielmehr liegt bei Kinderfahrrädern das Augenmerk auf der Größe der verbauten Reifen.
Daher werden Kinderräder meistens in Zoll (= 2,54cm) angegeben. Allerdings lässt sich auch in diesem Fall die Größe des Bikes leicht ermitteln: So brauchst du nur die Körpergröße des Kindes, um die richtige Laufradgröße ermitteln. Nutze hierfür einfach die folgende Tabelle.
| Körpergröße | Fahrradgröße |
|---|---|
| ab 95 cm | 12 Zoll |
| ab 100 cm | 14 Zoll |
| ab 105 cm | 16 Zoll |
| ab 110 cm | 18 Zoll |
| ab 120 cm | 20 Zoll |
| ab 135 cm | 24 Zoll |
| ab 140 cm | 26 Zoll |
Wichtiger Hinweis Hast du ein Rad für dein Kind ausgewählt, musst du bei den meisten Modellen noch die Rahmengröße auswählen - auch wenn es nur eine Größe gibt. Dies ist eine systembedingte Vorgabe unseres Onlineshops und ändert nichts an dem zuvor ausgewählten Rad.
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie spielen und haben einen ganz anderen Lebensraum als wir großen Menschen. Die Vielfalt der Kinderfahrräder geht auf ihre Bedürfnisse ein. Je kleiner ein Kind ist, desto spielerischer wird es mit dem Zweirad umgehen.
Über die Jahre hinweg haben sich in der Fahrradbranche Richtwerte herauskristallisiert, mit denen du die für dein Kind geeignete Fahrradgröße bestimmen kannst. Entscheidend ist hierfür insbesondere die Körpergröße deines Nachwuchses. Diese kann naturgemäß je nach Entwicklungsstand des Kindes variieren und dient daher lediglich als erste grobe Orientierung.
- ab 95 cm = 12 Zoll Kinderräder Ab ca. 3 Jahren können Kinder ihr erstes Kinderfahrrad nutzen. Dieses sollte ein stabiles 12 Zoll Rad sein. 12 Zoll ist die kleinste Fahrradgröße, die auf dem Markt angeboten wird. Es passt grundsätzlich ab einer Körpergröße von ca. 95 cm und einer Schrittlänge von ca. 40 cm.
- ab 100 cm = 14 Zoll Kinderräder Der nächste Schritt ist das 14 Zoll Kinderrad. Dieses passt ab einer Körpergröße von ca. 100 cm und einer Schrittlänge von ca. 44 cm. Für viele Kinder im Alter von ca. 4 Jahren kommt diese Laufradgröße in Frage.
- ab 105 cm = 16 Zoll Kinderräder Das vorgenannte 14 Zoll Kinderrad ist ein Zwischenschritt, da man oft vom 12 Zoll direkt zum 16 Zoll Kinderrad übergehen kann. Das 16 Zoll Kinderrad eignet sich ab einer Körpergröße von 105 cm und einer Schrittlänge von 46 cm und entspricht den Maßen vieler 4- bis 5-Jähriger (abhängig von der Entwicklung des Kindes).
- ab 110 cm = 18 Zoll Kinderräder Etwa im Alter zwischen 5 und 6 Jahren haben viele Kinder eine ungefähre Körpergröße von 110 cm und eine Schrittlänge von 48 cm erreicht. Wenn dein Kind bereits diese Maße hat, ist ein Rad mit 18 Zoll Laufrädern ideal.
- ab 120 cm = 20 Zoll Kinderräder Für Kinder mit einer Körpergröße ab ca. 120 cm und einer Schrittlänge von 55 cm eignen sich Fahrräder mit 20 Zoll Laufrädern. Das betrifft hauptsächlich die Altersgruppe zwischen 7 und 10 Jahren.
- ab 135 cm = 24 Zoll Kinderräder Mit ca. 10 - 12 Jahren haben viele Kinder bereits eine Körpergröße 135 cm und eine Schrittlänge von 69 cm erreicht. Sobald dein Kind diese Maße hat, kann es ein Kinderrad mit 24 Zoll fahren.
- ab 140 cm = 26 Zoll Jugendfahrräder Mit ca. 13-14 Jahren können viele Jugendliche ein 26 Zoll Rad fahren. Dieses eignet sich ab einer Körpergröße von ca. 140 cm und einer Schrittlänge von 77 - 80 cm.
Wichtigste Kriterien für die ersten Fahrversuche auf dem Kinderfahrrad sind die körperlichen Voraussetzungen, also Größe und Beinlänge, sowie die motorischen Fähigkeiten Ihres Kindes. Das Alter ist insofern von nachrangiger Bedeutung, als dass es die individuellen Voraussetzungen für das Radfahren nur sehr grob widerspiegelt.
Mitunter führt dies dann auch dazu, dass für Ihr später entwickeltes, aber schon großgewachsenes Kind ein Kinderfahrrad 16 Zoll oder sogar schon ein Kinderfahrrad 18 Zoll als erstes Einstiegsrad in Betracht kommen kann. Entscheidend ist die Schrittlänge (Innenbeinlänge) Ihres Kindes.
Sie beschreibt den Abstand zwischen Boden und Schritt (a), siehe Grafik links, und gibt Auskunft darüber, ob Ihr Kind bei niedrigst eingestellter, minimaler Sattelhöhe des Kinderfahrrades mit beiden Füßen noch gut den Boden (der Kontakt mit den Fußballen reicht aus!) erreichen kann. Die Körpergröße ihres Kindes (b) kann insofern nur eine Orientierungsgröße bei der Wahl eines geeigneten Kinderfahrrades sein.
Zwar stehen bei "normal" entwickelten Kindern Körpergröße und Schrittlänge in einem festen bzw. engen Verhältnis, jedoch sollten Sie sich unbedingt die kurze Mühe machen und die Schrittlänge selbst messen.
Um die Schrittlänge zu messen, benötigen Sie einen Zollstock und ein mittelgroßes Buch. Ihr Kind stellt sich nun ohne Schuhe, ohne Hose und ggf. auch ohne Windel mit dem Rücken an eine Wand.
Richten Sie das Buch bzw. den Buchrücken nun senkrecht an der Wand zwischen den Beinen Ihres Kindes aus. Nun führen Sie es von unten vorsichtig, aber mit sanftem Druck nach oben in den Schritt. Messen Sie nun den Abstand zwischen Fußboden und Buchrücken bzw. Oberkante des Buches und Sie erhalten die Schrittlänge bzw.
Die nachfolgende Tabelle (Kinderfahrradgröße / Nutzungszeitraum in Relation zu den relevanten körperlichen Größen (Durchschnittswerte)) gibt Ihnen einen Überblick zur Größenorientierung.
Ob die ersten Radfahrversuche schnell von Erfolg gekrönt sein werden, hängt stark vom motorischen Entwicklungsstand Ihres Kindes ab. Ist es bereits geübt im Laufrad- oder Rollerfahren und hat ein sicheres Körpergefühl, so wird Ihr Kind erfahrungsgemäß keine Probleme mit dem Umstieg auf das Kinderfahrrad haben: Das Gleichgewichtsgefühl ist meistens schon sehr gut entwickelt, lediglich das Anfahren und der Bewegungsablauf des Tretens muß noch geübt werden.
Wenn Ihr Kind noch keine oder nur wenig Erfahrungen mit dem Laufrad oder Roller sammeln konnte, können Sie für die ersten Versuche mit dem Fahrrad die Pedale demontieren (lassen). Das bedeutet nicht, daß Ihr Kind das Fahrradfahren nicht auch aus dem Stand bzw. direkt erlernen kann.
Wahrscheinlich wird es aber schwieriger werden. Und die Gefahr, daß Sie als Eltern die nötige Geduld und Gelassenheit verlieren und Ihrem Kind die Lust vergeht, sollten Sie nicht unterschätzen.
Ziel muß es sein, daß Ihr Kind seine ersten Erfahrungen mit dem Kinderfahrrad positiv und mit Freude und Leichtigkeit erinnert. Jeder mißglückte, wenn auch gut gemeinte Versuch Ihrem Kind das Radfahren beizubringen, wird die Enttäuschung verstärken und den Druck erhöhen.
Wer gerade erst Fahrrad fahren lernt, sollte unbedingt im Sattel sitzend noch mit beiden kompletten Füßen auf dem Boden stehen können. Das gibt die nötige Sicherheit für den Anfang. Der Sattel muss dafür natürlich niedrig genug einstellbar sein.
Sobald Ihr Kind aber einigermaßen souverän fahren kann, sollte der Sattel höher eingestellt werden: Gleichzeitiger Kontakt der Ballen beider Füße mit dem Boden reicht dann aus.
Spätestens bei 26 Zoll - oft aber auch schon bei 24 Zoll sind Kinder bereits hinreichend gute Radfahrer geworden, um auf- und absteigen zu können wie ein Erwachsener: Sprich: Jetzt müssen nicht mehr beide Füße den Boden gleichzeitig erreichen können.
Und so ist die Frage, ob Ihr Kind noch vergleichsweise unsicher oder schon sehr souverän fährt auch bei der Auswahl der richtigen Fahrradgröße relevant: Ein sicherer Fahrer wird durchaus gut mit einem Fahrrad zurechtkommen, das einem noch unsicheren Kind gleicher Körpergröße noch Schwierigkeiten bereiten würde. Hier geht es allerdings nur um wenige Zentimeter.
Mit der leider immer noch häufig zu hörenden Aussage "Da wächst sie/er schon noch rein." von Verkäuferseite hat das nichts zu tun. Die ist und bleibt falsch. Klar. Jedes Kinderfahrrad kann je nach Größe für ein bis zwei Jahre mit Ihrem Kind "mitwachsen".
Die Sattelhöhe lässt sich bei jedem Fahrrad stufenlos verstellen. Ebenso kann der Lenker in der Regel ein paar Zentimeter höher gestellt werden. Weitergehende Konzepte - zum Beispiel mit nach dem Teleskopprinzip verlängerbaren Rahmen - gibt es auch am Markt.
Sollte sich Ihr Kind allerdings erst ein oder zwi Jahre alt sein - sich also noch ganz am Anfang seiner "Radfahrerkarriere" befinden - dann möchten wir sie doch auf ein besonderes und wirklich lange mitwachsendes Produkt hinweisen: Das "Leg&Go 3in1 Balance Bike" lässt sich mit zusätzlich erhältlichen Modulen in insgesamt 8 verschiedene Gefährte verwandeln: Von den drei verschieden großen Laufradmodellen des Grundmodells (optional auch mit Bremse), über Dreirad - bis hin zu einem echten Fahrrad mit Pedalen und Rücktritt.
So kann dieses innovative Kinderrad tatsächlich eine Altersspanne von ca.
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