Ein Winterreifen soll auf Schnee, Eis und Nässe sicheren Grip haben und gleichzeitig möglichst wenig Sprit verbrauchen.
Gesetzliche Regelungen und Empfehlungen
Schon seit einiger Zeit gilt in Deutschland eine sogenannte situative Winterreifenpflicht. Das heißt bei winterlichen Straßenverhältnissen muss auch mit Winterreifen gefahren werden.
Seit 01.06.2017 ist jedoch eine Änderung in Kraft. Motorisierte Krankenfahrstühle und Einspurfahrzeuge wurden von der situativen Winterreifenpflicht befreit. Das heißt Roller, Mofas, und Motorräder dürfen ab sofort auch bei Schnee, Schneematsch oder vereisten Straßen mit ihrer normalen Bereifung fahren ohne den Verlust des Versicherungsschutzes oder eine Strafe zu riskieren.
Aber Achtung! Einfach mal so eine Spritztour unternehmen darf man streng genommen nicht! Es handelt sich hierbei um Ausnahmefahrten, wenn man beispielsweise keine Möglichkeit hat ein öffentliches Verkehrsmittel zu benutzen.
Möchte man eine Motorradtour nur zum Spaß unternehmen, so benötigst du auch fürs Motorrad Winterreifen bzw. wintertaugliche Motorradreifen um überhaupt fahren zu dürfen.
Generell gibt es in Deutschland aktuell keine Winterreifenpflicht für das Motorrad.
Für Autos und auch Motorräder gibt es seit dem Jahr 2010 in Deutschland eine "situative Winterreifenpflicht". Diese ist in § 2 Absatz 3a der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgehalten und besagt, dass bei winterlichen Straßenverhältnissen geeignete Winterreifen auf allen Fahrzeugen genutzt werden müssen.
Aber: Seit 2017 müssen einspurige Kraftfahrzeuge keine speziellen Winterreifen mehr anschaffen. Theoretisch dürfen alle Motorradreifen also auch im Winter genutzt werden.
Bei Eis und Schnee dürfen Sie allerdings nur mit maximal 50 km/h fahren.
Von unnötigen Fahrten bei Eis und Schnee sollte aber abgesehen werden, da man sich hier rechtlich in einer Grauzone bewegt.
Der Ausfahrt im goldenen Oktober, November oder Dezember bei guten Wetterbedingungen steht aber generell nichts im Wege.
Hier ist es aber die Vernunft, welche jeden Motorradfahrer freiwillig angepasste Bereifung (z.B. Touringreifen für kalte Tage mit M+S) aufziehen lassen sollte.
Andere Länder, wie zum Beispiel die autonome Region Südtirol in Italien, haben schärfere Regeln in Hinblick auf Winterreifen. So müssen hier zum Beispiel im Winter spezielle Winterreifen gefahren werden.
Generell sollten Tourenfahrer, Ganzjahrespendler und Rollerfahrer nicht auf wintertaugliche Bereifung verzichten.
M+S Kennzeichnung und Alpine Symbol
Wintertaugliche Reifen erkennst du dabei immer an der M+S Kennzeichnung.
Diese waren in Deutschland gesetzlich für winterliche Bedingungen bis zum Jahr 2018 zugelassen.
Richtige Winterreifen tragen jedoch zusätzlich das Alpine Sonderzeichen (Berg + Schneeflocke / 3PMSF).
Der Kauf von „echten“ Motorradreifen für den Winter gestaltet sich leider schwierig. Kaum ein moderner Reifen verfügt aktuell über das Alpine Symbol, welches gesetzlich seit 2018 einen Winterreifen markieren muss.
Zumindest M+S Kennzeichnung beachten!
M+S steht für Mud & Snow (Matsch & Schnee) und deutet darauf hin, dass der Hersteller den Reifen für den Einsatz im Gelände und rutschigem Untergrund konzipiert hat.
Da sich Matsch und Schnee sehr ähneln, funktionieren die Reifen unter beiden Umständen relativ gut.
Viele Enduro-, Adventure- und Touringreifen mit starker Profilierung verfügen über eine M+S Kennzeichnung.
Die M+S Kennzeichnung ermöglicht zudem einen geringeren Speed-Index zu fahren.
Eigenschaften von Motorrad Winterreifen
Auch wenn es keine Winterreifenpflicht für Motorrad, Roller und Co. gibt, sollten Sie auf geeignete Reifen für Schnee und Eis zurückgreifen, um im Winter sicher unterwegs zu sein.
Die Bereifung spielt bei winterlichen Straßenverhältnissen eine entscheidende Rolle, wenn es um Traktion, Bremswirkung und Beschleunigung sowie das Kurvenverhalten geht.
Winterreifen für Motorräder verfügen zwar nicht über das Alpine-Symbol (wie PKW-Reifen), weisen aber dennoch entscheidende Unterschiede zu Sommerreifen auf:
- Sie bestehen aus einer speziellen Gummimischung, welche auch bei niedrigen Temperaturen weich und flexibel bleibt.
- Zudem zeichnet sich das Profil der Motorrad Winterreifen durch engmaschigere und tiefere Rillen aus.
- Das ermöglicht einen verbesserten Grip auf der vereisten oder verschneiten Fahrbahn.
Winterreifen für Motorräder unterscheiden sich in mehreren Aspekten von Sommer- oder Ganzjahresreifen.
Sie sind speziell darauf ausgelegt, dir auf nassen, verschneiten und eisigen Straßen maximalen Grip zu bieten.
Hierbei spielen die Gummimischung und das Profil eine entscheidende Rolle.
Eine weichere Gummimischung sorgt dafür, dass der Reifen auch bei niedrigen Temperaturen flexibel bleibt und dadurch besser haftet.
Zudem sind die Profile von Winterreifen tiefer und breiter, was die Wasserverdrängung und den Grip auf Schnee verbessert.
Sie verwenden eine weichere Gummimischung, die bei niedrigen Temperaturen flexibel bleibt, und verfügen über ein spezielles Profil, das die Traktion auf Schnee und Eis verbessert.
Tipps zur Auswahl von Winterreifen für Motorräder
- Hoher Silicaanteil: Durch eine Reifenmischung mit einem hohen Silicaanteil können positive Fahreigenschaften bei Nässe und kühlen Temperaturen erreicht werden.
- Auf Nässe ausgelegtes Profil: Das Profildesign ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen.
- Hohe Haltbarkeit: Wer sein Motorrad das gesamte Jahr über bewegt, sollte auf Reifen mit einer hohen Laufleistung zurückgreifen.
- Kurze Aufwärmzeit: Eine kurze Aufwärmzeit ist vor allem an kühlen Tagen wichtig.
Empfehlungen für Winterreifen
Anbei haben wir dir noch einige Winterreifen Motorrad Empfehlungen zusammengestellt.
Heidenau K66 Silica
Wenn du auch im Winter auf Touren unterwegs bist, dann ist der Heidenau K66 Silica der passende Reifen für dich.
Hier handelt es sich um einen richtigen Winterreifen für Motorräder, welcher für Extrembedingungen entwickelt wurde.
Das wiederum bedeutet aber auch, dass die Silica Version im Sommer nicht zu empfehlen ist.
Bereits im Frühjahr oder Herbst kommt der Reifen bei höheren Temperaturen schnell an seine Grenzen.
Auch wenn es sich bei dem Reifen laut Hersteller um einen Winterreifen handelt, so ist er für das fahren im Schnee und vor allem auf Eis nicht zu empfehlen.
Generell ist der Reifen aber eine Wucht, wenn du bei kalten Temperaturen einen guten Grip auf Touren haben willst.
Aufgrund seine sehr hohen Silicaanteils bietet er guten Grip bei kalten Temperaturen und kommt schnell auf Betriebstemperaturen.
Beim Heidenau K66 M+S Silica handelt es sich um einen richtigen Winterreifen für Motorräder, der für Extrembedingungen in der kalten Jahreszeit vorgesehen ist.
Heidenau K 73 Silica
Der Heidenau K 73 Silica überzeugt nicht nur mit einem attraktiven Preis, sondern auch in puncto Grip, jedenfalls bei kälteren Temperaturen.
Die speziell entwickelten Winterreifen erreichen durch den Einsatz einer hochwertigen Silicamischung beste Bremswerte sowie optimalen Grip auf kalter und nasser Fahrbahn.
Die Kombination aus Karkassenaufbau, Mischung und aufgelockerter Profilgestaltung sorgt für die nötige Traktion bei winterlichen Verhältnissen, Matsch und Schnee.
Den Reifen gibt es in vielen Dimensionen für Adventure und Tourenbikes.
Achtung! Der Reifen ist extrem Temperaturabhängig und eignet sich nur für kühle Tage.
Im Oktober oder Frühjahr kann es ihm bereits zu warm werden, was mit Gripverlust einhergeht.
Der Heidenau K73 M+S Silica überzeugt nicht nur mit einem guten Preis, sondern auch in Puncto Grip bei kühlen Temperaturen.
Die speziell entwickelten Winterreifen erreichen durch den Einsatz einer hochwertigen Silicamischung beste Bremswerte sowie optimalen Grip auf kalter und nasser Fahrbahn.
Die Kombination aus Karkassenaufbau, Mischung und aufgelockerter Profilgestaltung sorgt für die nötige Traktion bei winterlichen Verhältnissen.
Regen, Touring, Hausstrecke.
Heidenau K 60 Silica
Ein weiterer Motorrad Winterreifen ist der Heidenau K 60 Silica.
Mit diesem Reifen haben wir persönlich leider überhaupt keine Erfahrungen sammeln können.
Auch die Aussagen unserer Kunden sind sehr unterschiedlich.
Empfehlen würden wir den Reifen daher nur bedingt fürs Wintertouring.
Michelin City Grip Winter
Der Michelin City Grip Winter bietet mehr Sicherheit für Rollerfahrer im Winter.
Der Reifen zeichnet sich durch mehr Grip auf verschneiten, nassen und trockenen Fahrbahnen sowie ein effektives Bremsverhalten aus.
Dank seinem vielfach lamellierten Profil, welches dazu dient den Wasserfilm zu durchtrennen, bietet der Reifen einen hervorragenden Grip auf verschneiten, nassen und trockenen Fahrbahnen und zudem ein effektives Bremsverhalten, um sicher am Ziel anzukommen.
Der Michelin City Grip Winter kann die hohen Erwartungen der Tester nicht leider nicht erfüllen.
Anlas Winter Grip Plus
Der Anlas macht unter diesen Bedingungen eine gute Figur. Vom ersten Meter an liefert er Grip und teilt dies auch dem Fahrer mit. Er ist zwar unhandlicher als wendige Standardreifen und wirkt bei größerer Schräglage leicht kippelig. Doch dort, wo's drauf ankommt, glänzt er mit viel Eigendämpfung und spendet Vertrauen von der ersten Kurve an.
Also etwa beim täglichen Transport zur Arbeit, im Kurzstreckenverkehr.
Parallel probierten wir den Anlas auch auf typischen City-Flitzern wie dem Honda MSX 125 und einem Kymco Movie S 125i aus.
Die Erfahrungen auf den City-Hoppern decken sich mit denen auf der Triumph. Grip vom ersten Meter an, nicht superhandlich, dafür viel Eigendämpfung.
Und damit wie gemacht für das stressfreie Pendeln zwischen Arbeit und Wohnort oder den Stadtausflug.
Dunlop Mutant
Der neue Crossover-Reifen Dunlop Mutant bietet Top Performance-Werte bei nahezu allen Wetterbedingungen.
Der Dunlop Mutant bietet höchste Vielseitigkeit, um dem Fahrer das ganze Jahr über Vertrauen bei in allen Lagen zu geben.
Das Profil übernimmt Elemente aus den Segmenten Regen-Rennreifen, Supermoto und Dirt-Track und sorgt für schnelles Warm-Up, guten Grip, agiles Handling und Stabilität unter fast allen Bedingungen.
Die 2-Kompenenten-Gummimischung mit einem sehr hohen Silica-Anteil bietet mehr Vertrauen durch erhöhte Sicherheitsreserven bei Nässe und Kälte.
Mitas MC-32 Winter
Der Mitas MC-32 Winter ist ein Ganzjahresreifen mit hervorragenden Fahreigenschaften bei niedrigen Temperaturen, Schnee, Schneematsch und Eis.
Das Profildesign mit Lamellen und eine spezielle Wintermischung garantieren mehr Traktion bei winterlichen Bedingungen.
Der MC-32 Winter ist auch für den Einsatz hochwertiger Spiketechnologie geeignet.
Roller-Winterreifen Vergleich
Hier ist eine Übersicht über einige Roller-Winterreifen im Vergleich:
| Modell | Reifenbreite | Geschwindigkeitsklasse | Vorteile |
|---|---|---|---|
| Kenda K415 | 120 mm | 130 mm | P, 150 km/h | Als Reifenset mit zwei Reifen, für Geschwindigkeiten bis zu 150 km/h geeignet, hoher Lastindex, als Allwetterreifen ganzjährig verwendbar |
| Kenda K701 Winterreifen-Set | 120 mm | 130 mm | P, 150 km/h | Als Reifenset mit zwei Reifen, für Geschwindigkeiten bis zu 150 km/h geeignet, hoher Lastindex, als Allwetterreifen ganzjährig verwendbar, mit V-Profil für eine gute Wasserverdrängung |
| IRC Urban Snow SN 23 | 100 mm | L, 110 km/h | Schlauchloser Reifen, als Allwetterreifen ganzjährig verwendbar |
| Heidenau K60 | 90 mm | T, 190 km/h | Für Geschwindigkeiten bis zu 190 km/h, schlauchloser Reifen, auch für Offroad geeignet, für Maxiscooter |
| IRC Urban Snow SN 26 | 140 mm | L, 110 km/h | Schlauchloser Reifen, als Allwetterreifen ganzjährig verwendbar |
| Heidenau K66 LT | 120 mm | P, 150 km/h | Als Allwetterreifen ganzjährig verwendbar, für Geschwindigkeiten bis zu 150 km/h, schlauchloser Reifen |
| Vee Rubber SN-1 | 100 mm | S, 180 km/h | Als Allwetterreifen ganzjährig verwendbar, für Geschwindigkeiten bis zu 180 km/h, schlauchloser Reifen |
| Heidenau K58 | 130 mm | P, 150 km/h | Als Allwetterreifen ganzjährig verwendbar, für Geschwindigkeiten bis zu 150 km/h, hoher Lastindex, schlauchloser Reifen |
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Zusätzliche Tipps für sicheres Fahren im Winter
- Im Winter solltest du deine Motorradreifen regelmäßig überprüfen, idealerweise alle zwei Wochen. Achte besonders auf den Reifendruck, Profiltiefe und eventuelle Beschädigungen. Ein stabiler Reifendruck ist entscheidend für die Sicherheit und den Fahrkomfort, da er die Traktion auf Schnee und Eis verbessert.
- Normale Reifenketten sind in der Regel nicht für Motorräder geeignet, da sie für die Radgröße und den Einsatzbereich von Autos ausgelegt sind. Motorräder benötigen spezielle Motorradketten, die für die schmaleren Reifen und die spezifischen Anforderungen beim Fahren auf zwei Rädern entwickelt wurden.
- Ventilkappen schützen die Ventile deiner Reifen vor Schmutz, Feuchtigkeit und Korrosion. Im Winter können sie verhindern, dass Salz und Schmutz in das Ventil eindringen und Schäden verursachen. Zudem helfen sie, den Reifendruck stabil zu halten, was besonders bei kalten Temperaturen wichtig ist, da Reifen bei Kälte dazu neigen, Luft zu verlieren.
- Der Hauptunterschied zwischen Sommer- und Winterreifen liegt in der Gummimischung und dem Profil. Winterreifen bestehen aus einer weicheren Gummimischung, die bei kalten Temperaturen flexibel bleibt, während Sommerreifen bei niedrigen Temperaturen härter werden können. Das Profil von Winterreifen ist tiefer und breiter, um Schnee und Wasser besser zu verdrängen und die Traktion auf rutschigen Straßen zu verbessern.
- Um deine Motorradfelgen im Winter optimal zu pflegen, solltest du sie regelmäßig reinigen, um Salz und Schmutz zu entfernen, die Korrosion verursachen können. Verwende dazu einen Felgenreiniger wie den GENTLEMONKEYS Felgenreiniger, der speziell für eine gründliche und schonende Reinigung entwickelt wurde.
Weitere Aspekte der Motorradreifen
Bei einem Motorrad beeinflussen die Reifen die Fahreigenschaften deutlich stärker als bei den meisten Pkw.
Reifendruck prüfen
Der passende und korrekte Reifendruck beeinflusst den Fahrkomfort und die Fahrstabilität der Maschine sowie die Betriebstemperatur und den Verschleiß des Reifens.
Die vom Hersteller vorgesehenen Fülldruckwerte für Motorradreifen stehen in der Bedienungsanleitung und vielfach auch auf kleinen Aufklebern an der Schwinge, am Rahmen oder unter der Sitzbank des Bikes.
Die Reifen der meisten Straßenmaschinen sollen vorne mit 2,5 bar und hinten mit 2,9 bar befüllt werden.
Für Enduros und spezielle Maschinentypen oder besondere Anwendungen sind andere Druckwerte sinnvoll.
Von den Herstellervorgaben abweichender, meist niedrigerer Reifendruck kann je nach Anwendung und Rahmenbedingung die Fahr- und Traktionseigenschaften der Maschine verbessern, zum Beispiel bei Fahrten auf Rennstrecken oder bei sehr niedrigen Temperaturen.
Hierzu sollten Sie unbedingt die Experten der Reifenhersteller befragen.
Nach Ansicht der Hersteller sollten Sie grundsätzlich vor jeder Fahrt den Reifendruck am kalten Reifen prüfen.
In der Praxis empfiehlt sich dies besonders, wenn das Motorrad einige Tage oder sogar Wochen nicht bewegt wurde.
Hierzu eignen sich am besten kleine Druckprüfer als Handgeräte.
Bei dieser Gelegenheit kann auch der Gesamtzustand der Reifen gecheckt werden: Wie steht es ums Profil, gibt es Verschleiß, befinden sich Risse oder Steinchen im Profil?
Profiltiefe
Eine ausreichende Profiltiefe ist besonders auf nasser Fahrbahn wichtig.
Laut Gesetzgeber muss sie mindestens 1,6 Millimeter betragen, diese Grenze sollte aber nicht ausgereizt werden.
Spätestens bei zwei Millimetern empfiehlt es sich, die Pneus zu tauschen.
Wer den gesetzlichen Grenzwert unterschreitet, lebt übrigens nicht nur gefährlich: es drohen auch Bußgeld und drei Punkte im Flensburger Fahreignungsregister.
Alterung von Reifen
Motorradreifen werden häufig unbemerkt sehr alt, besonders dann, wenn die Maschine nur selten und dann wenig bewegt wird.
Da die Reifen von Motorrädern, die die meiste Zeit stehen, durch nicht optimale Umgebungsbedingungen und die allgemeine Alterung ihre Eigenschaften verschlechtern, sollten Sie das Reifenalter und mögliche sichtbare Alterungserscheinungen beachten.
Zu den Alterungserscheinungen zählen deutliche Verfärbungen und Risse.
Das Alter des Reifens kann anhand der DOT-Nummer auf der Reifenflanke ermittelt werden.
Am Ende der DOT-Nummer steht eine vierstellige Ziffernfolge. Die ersten zwei Ziffern stehen für die Produktionswoche, die letzten zwei Ziffern für das Produktionsjahr.
Üblicherweise wird eine Reifennutzung über das sechste Jahr hinaus nicht mehr empfohlen.
Vorsicht mit neu montierten Motorradreifen
Immer wieder verunfallen Motorradfahrer mit ihren Maschinen kurz nach der Montage vonNeureifen.
Wegen der produktionsbedingt glatten Oberfläche müssen neue Motorradreifen auf den ersten 20 bis 50 Kilometern vorsichtig eingefahren werden.
Dies gilt umso mehr, wenn die Fahrbahn nass ist.
Auch können sich neu montierte Reifen unter hoher Last (starkes Bremsen oder Beschleunigen) auf der Felge drehen.
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