WK-Bike in Bremen: Zwischen Talfahrt und Neuanfang

Fahrräder sind aus dem Bremer Stadtbild kaum noch wegzudenken. Auch die Zahl der Lastenfahrräder steigt stetig.

Wenn Pressehäuser nicht mehr genug Geld mit ihren Zeitungen verdienen, gehen sie gern fremd: Sie suchen sich zusätzliche Geschäftsfelder. Nur zwei Tageszeitungsverlage haben sich bisher als Fahrradverleiher versucht: Die Sächsische Zeitung war 2014 Vorreiterin, doch 2020 gab sie „SZ-Bike“ an die Dresdner Verkehrsbetriebe ab. Der Bremer Weser-Kurier (WK) hat bis heute durchgehalten.

Die Zeitung hat ihr Fahrradverleihsystem extrem ausgedünnt. Doch inzwischen ist WK-Bike auf Talfahrt: Seit vielen Monaten wird es immer schwerer, freie Räder zu finden. Zwar stehen hier und da noch welche am Straßenrand, aber viele davon lassen sich nicht mehr buchen. Vermutlich hat die letzte Nutzerin einen Schaden gemeldet und das Rad wurde deshalb stillgelegt - aber nicht zur Reparatur gebracht. Allmählich hat die Zahl der Radleichen in der Stadt wieder abgenommen. Viele stehen jetzt auf einer Art Sammelplatz in Bremen-Vahr: Vor und hinter einem ehemaligen Fahrradladen drängen sich hier fast hundert defekte Räder.

Die Gründe für den Niedergang

Warum lässt die Verlagstochter „WK-Bike“ ihren Fuhrpark so verkommen? BTAG-Vorstand David Koopmann sagt dazu auf taz-Anfrage, aus dem Verkehr gezogene Räder würden durchaus repariert und wieder „ins System gebracht“; aber das Unternehmen investiere derzeit nicht neu, weil seit Mitte April eine Ausschreibung des Bremer Mobilitätsressorts läuft - für die Vergabe einer „Konzession für den Betrieb eines öffentlichen Bikesharing-Systems“.

Schon 2019 hatten SPD, Grüne und Linke im Koalitionsvertrag einen öffentlichen Fahrradverleih angekündigt und dies zu Beginn ihrer zweiten Amtszeit 2023 bekräftigt. Auf die BTAG dürfte das verunsichernd gewirkt haben: Droht da eine subventionierte Konkurrenz? Oder könnte „WK-Bike“ das System betreiben? Und wann kommt endlich die Ausschreibung?

Dass die Stadt erst jetzt mit der Konzessionsvergabe beginnt, begründet ein Sprecher des Mobilitätsressorts mit „personellen und verfahrenstechnischen Gründen“.

Ein neues System für Bremen: Bre.Bike

Bremen erhält ein ein weiteres stadtweites Fahrradverleihsystem. Das neue Angebot soll unter dem Namen "Bre.Bike" ab dem kommenden Sommer zur Verfügung stehen. Mit insgesamt 1.100 Fahrrädern und 60 Lastenrädern geht es an den Start.

Noch bis zum 16. Juni läuft jetzt die europaweite Ausschreibung. Zum 1. Mai 2025 soll dann das neue System auf die Straße kommen: mit mindestens tausend Standardrädern und 40 Lastenrädern ohne E-Motor. Als Anschubfinanzierung stellt die Stadt Bremen 5,55 Millionen Euro bereit, vor allem für die Anschaffung der Räder und den Aufbau der Stationen, aber auch als Zuschuss zu den Betriebskosten.

Wie schon bei anderen Anbietern üblich, werden viele der Räder im Stadtkern stationiert. Allerdings sollen die Außenbezirke einschließlich Bremen-Nord miteinbezogen werden, heißt es im Mobilitätsressort. Mobilitätssenatorin Özlem Ünsal (SPD) zielt auf eine enge Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Sie sieht das neue Angebot als "zentralen Baustein der Mobilitätswende in Bremen".

Der Anbieter nextbike ist in Bremen bereits als Partner der Bremer Tageszeitungen AG bekannt. Zwischenzeitlich waren rund 500 sogenannte WK-Bikes im Einsatz.

Nextbike: Flexibilität und einfache Nutzung

Ob Bre.Bike, VRNnextbike, metropolradruhr, KVB-Rad, … du kannst unsere Räder überall mit der nextbike App ausleihen. Es ist kinderleicht und du bist jederzeit superschnell unterwegs. So geht's! Ab 1 € bist du dabei!

Bre.Bike stellt euch Fahrräder und Cargobikes zur Verfügung. Fahrt pausieren, ohne die Ausleihe zu beenden? Pausiere dazu einfach deine Fahrt in der App und schließe das Schloss. Schließe das Rahmenschloss. Die Rückgabe wird automatisch erfasst.

In nicht eingefärbten Straßen / Zonen sowie an Stationen ist die Rückgabe kostenlos. In der gelben Zone ist die Rückgabe mit 1 € Aufpreis möglich. Bei Rückgaben außerhalb der genannten Orte erheben wir eine Servicegebühr i.H.v.

Fahrt pausieren, ohne die Ausleihe zu beenden? Pausiere dazu einfach deine Fahrt in der App und schließe das Schloss. Stelle dein Cargobike an seiner Heimatstation ab, die auf der Transportbox steht. Schließe das Rahmenschloss. Die Rückgabe wird automatisch erfasst. Bei Rückgaben abseits der Heimatstation erheben wir eine Servicegebühr i.H.v.

Tarife und Konditionen

Die Tarife gelten nur in Bremen. Du kannst mit einem Kundenkonto bis zu vier Fahrräder gleichzeitig ausleihen. Tarife und Sonderkonditionengelten in der Regel aber nur für die erste Ausleihe.

  • Die ersten 30 Minuten pro Ausleihe sind inklusive. Für jede weitere halbe Stunde zahlst du 1,50 € (max. Jede weitere halbe Stunde kostet 1,50 €. Du zahlst max.
  • Die ersten 30 Minuten pro Ausleihe sind inklusive. Für jede weitere halbe Stunde zahlst du 1,50 € (max. Jede weitere halbe Stunde kostet 1,50 €. Du zahlst max.

Nutzererfahrungen

Funktioniert wunderbar. Fahrtpausen sind auch kein Problem. Habe ich bei anderen Anbietern schon anders erlebt. Hab die App für mich entdeckt als ich fürs Studium vom Land in die Stadt gezogen bin und mein Fahrrad nicht mitnehmen konnte. Es ist einfach schnell und unkompliziert, noch besser als ich dachte. Funktioniert hier in Innsbruck perfekt! 👌🏻👍🏻 Bin sowas von zufrieden. Auch mein Fehler bei der Rückgabe (Stammkunde) wurde ohne große Diskussion soeben richtig gestellt. Die ungebundene Mobilität in der Stadt ist spitze.

WK-Bike versteht sich als nachhaltiger Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrs. WK-Bike bietet ein v.a. Der mehrsprachige Kundenservice ist rund um die Uhr telefonisch erreichbar. Vor Ort betreuen Serviceteams den Fuhrpark.

Die siebte Etappe führt den Weser-Radweg-Radler von der Hansestadt Bremen nach Bremerhaven. Dabei umfasst sie eine Länge von ca. Die siebte Etappe führt den Weser-Radweg-Radler von der Hansestadt Bremen über Elsfleth und Nordenham/Blexen nach Bremerhaven.

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