Woom Laufrad Gewicht Test: Ein umfassender Überblick

Das Woom GO 1 soll sich anfühlen wie ein rollender Wolle-Seide-Body: kindgerecht, komfortabel und praktisch - und zudem superleicht und intuitiv zu steuern. Doch kann das Kinderlaufrad im vertrauten zweifarbigen Look im Test tatsächlich die ganz große Fahrradliebe entfachen?

Design und erster Eindruck

Vorne und hinten weiß, am Hauptrahmen eine von vier knalligen Farben - das GO 1 ist sofort als Teil der Woom-Familie zu erkennen. Das merken kleine Pilotinnen und Piloten sofort: Der tief gezogene, wertige Alu-Rahmen macht das Aufsteigen zum Kinderspiel.

Gewicht und Handling

Mit dem Federgewicht von 2,92 kg ist das Rad besonders wendig und lässt sich auch mal locker über eine Stufe heben. Dank ovaler Sattelstütze gibt es mit dem Woom GO 1 endlich kein Verdrehen des Sattels mehr. Sobald die Balance besser wird, kann man ein Trittbrett nachrüsten.

Und wenn die Kräfte einmal schwinden, lässt sich das Rad bequem am Griff unter dem Sattel nach Hause tragen. Der niedrige Rahmen, sehr schlanke Griffe und das geringe Gewicht bieten den Kids beim Fahren ein sicheres Handling.

Funktionen und Details

Das durchdachte Woom GO 1-Kinderlaufrad im gewohnten Look überzeugt im Detail. Eltern hingegen freut der integrierte Tragegriff, die werkzeuglos einstellbaren Bremshebel, der stets gerade Sattel - und der gute Werterhalt.

Laufräder im Vergleich

Ideal für die ersten Abenteuer sind Laufräder. Damit können Kinder schon ab zwei Jahren munter losdüsen, ohne dass Mama oder Papa ständig hinterherlaufen müssen.

Wir haben in mehreren Testrunden inzwischen ganze 54 Laufräder getestet und dabei geprüft, wie sicher, stabil und schnell die kleinen Zweiräder sind. Einige Laufräder sind eher für ganz junge und kleine Fahrer geeignet als andere. Die verfügen dann »nur« über die wichtigsten Basics - soll heißen: Diese Laufräder brauchen keine Extras wie Bremsen oder Klingel.

Das hat den einfachen Grund, dass Kinder mit zwei Jahren noch so kleine Hände haben, dass sie nicht gleichzeitig den Lenker greifen und klingeln oder bremsen können. Dabei ist aller Anfang schwer.

Puky LR M

Das Puky LR M ist äußerst robust, sehr gut verarbeitet und ein treuer Begleiter. Auch optisch überzeugt der Klassiker, der auf unnötige Spielereien am Rahmen oder beim Zubehör verzichtet. Der Fahrspaß steht hier ganz klar im Vordergrund.

Das LR M hat keine Bremse, ist für Kinder ab zwei Jahren, die zum ersten Mal auf einem Laufrad sitzen, aber bestens geeignet. Durch die lange Sattelstütze und die verstellbare Höhe des Lenkers könne Nachwuchsrennfahrer auf dem Puky recht lange Vollgas geben.

Es gibt keine unnötigen, scharfen Kanten, keine windigen Verschraubungen und vor allem keinen überflüssigen Schnickschnack. Das Puky ist genau das, was es ist - ein Laufrad!

Beim Puky-Bike lassen sich Sattel- und Lenkerhöhe problemlos verändern. Durch die hochwertige Verarbeitung sind solche kleinen Montageschritte sehr einfach und schnell umsetzbar.

Auch die 8,8 Zoll großen Vollgummireifen mit Kunststofffelgen und breiten Kunststoffspeichen überzeugen. Einerseits sorgen sie dafür, dass das Laufrad nicht allzu schwer wird, andererseits können die Reifen in der Vollgummivariante keinen Platten bekommen.

Wenn dann die Kinder schon etwas schneller unterwegs sind, können sie ihre Füße bequem auf das Trittbrett stellen. Das wirkt sich auch günstig auf den Schwerpunkt aus und erhöht die Fahrsicherheit.

Nachteile gibt es eigentlich nicht. Wenn überhaupt, könnte man sagen, dass die 3,5 Kilogramm gegenüber moderneren Laufrad-Konkurrenten etwas zu viel sind.

Puky LR Light

Das sportliche Puky LR Light ist schon allein optisch ein echter Hit. Die Rahmengeometrie, die Gabel, Luftreifen und Speichen: Das Laufrad kommt wie ein Mini-Mountainbike daher. Auch bei unseren kleinen Testpiloten kam das LR Light sehr gut an - optisch wie fahrtechnisch sorgte es für strahlende Gesichter.

Fangen wir mit den Luftreifen an: Sie geben dem Laufrad eine Menge Fahrkomfort und sorgen für Spaß bei jeder Tour, ob nun in der Stadt auf Asphalt oder Kopfsteinpflaster, im Park auf Kieswegen oder Rasenflächen, bei Spielplätzen auf Sand und sogar im Wald, wenn es über Stock und Steine geht.

Mit 3,6 Kilogramm gehört es für diese Größe zu den Leichtgewichten. Dafür sorgen Rahmen, Gabel und Naben, die aus Alu gefertigt sind. Der Name ist bei diesem Puky hier also Programm.

Neben den sehr hochwertigen Verschraubungen am Steuersatz, an den Achsen und bei der Sattelstütze sind auch die Kunststoff-Sicherheitsgriffe am Lenker toll verarbeitet. Gleiches gilt für das sehr kleine Trittbrett für die Füße zwischen Lenker und Sattel, das ebenfalls aus Kunststoff besteht.

Wer noch ein paar Euro drauflegt, bekommt das LR Light auch mit Bremse - eine V-Brake. Ohne großen Verpackungsmüll steht das Puky LR Light mit zwei Handgriffen einsatzbereit vor einem. Perfekt!

Kettler Speedy

Das Kettler Speedy ist das richtige Laufrad für Kinder, die es schneller mögen und sich bereits sicher mit Laufrädern fortbewegen können. Wenn Ihr Nachwuchs eher vorsichtig ist, sollten Sie lieber ein anderes Laufrad wählen. Leider ist der Sattel nicht besonders bequem.

Woom 1

Das Woom 1 ist was für den großen Geldbeutel und von seiner Geometrie her genau auf die Bedürfnisse kleiner Kinder abgestimmt. Es sorgt mit besten Komponenten, einem sehr leichten Rahmen, einer speziellen Hinterradbremse und einem breiten Lenker für viel Fahrspaß.

Der Bremshebel des Woom 1 ist speziell auf die kleinen Hände und Bedürfnisse der jungen Laufradpiloten angepasst. Er kommt bereits mit geringer Kraft zur Wirkung. Für die gute Bremswirkung ist allerdings auch die V-Bremse im Miniformat verantwortlich, die jedem großen Mountainbiker, Rennradler oder Tourenfahrer bestens bekannt sein dürfte.

Der Einstieg beim Woom 1 ist sehr niedrig gehalten, damit bereits die Kleinsten eine Runde auf dem Flitzer drehen können. Zudem verhalten sich der Steuersatz - also die Lenkung - als auch die Räder extrem geschmeidig. So lässt sich das Woom 1 ohne großen Aufwand bewegen.

Der einzige Nachteil an diesem Flitzer ist der hohe Preis. Doch dafür bekommt man von der österreichischen Edelschmiede ein echtes Top-Laufrad geliefert.

Pinolino Jojo

Das Jojo von Pinolino ist ebenfalls aus Holz und ein guter Gefährte. Allerdings können Laufräder aus Holz recht schwer sein. So bringt das Jojo stattliche 4,6 Kilo auf die Waage.

Der Aufbau des Jojo geht schnell und problemlos vonstatten. Ansonsten ist das Jojo schon allein durch sein robustes Holz ein sehr solides und zuverlässiges Laufrad. Es hat ein gutes Handling und überzeugt durch seine hochwertige Verarbeitung.

Hauck Balance N Ride

Das Hauck Balance N Ride besteht aus Holz und hat ein sportliches Design. Es ist sehr hochwertig verarbeitet, schnell aufgebaut und sorgt mit seinen Luftreifen für ein hervorragendes Fahrgefühl.

Die Griffe bestehen aus Kunststoff und sind etwas glatt. Sie haben einen Aufprallschutz für die kleinen Hände der Rennfahrer und Rennfahrerinnen an den Seiten. Eine Klingel gehört zur Grundausstattung und ist bereits am Lenker montiert - sehr praktisch und gut!

Die Reifen haben nach außen gebogene Ventile, das erleichtert das Pumpen. Die Felgen und Speichen bestehen aus hochwertigem Kunststoff. Die Luftreifen sorgen für viel Fahrkomfort.

Einziges Manko: Das Balance N Ride von Hauck hat wie das Pinolino Jojo einen recht kleinen Lenkradius. Das macht den Spielraum des Hauck-Flitzers leider etwas zäh und starr. Enge Kurven bringen das Laufrad aus der Balance.

Affenzahn Mini-Flitzer

Der Mini-Flitzer von Affenzahn ist ein Laufrad, das auf fast jeglichen Schnickschnack verzichtet. Dafür legt es ganz offenbar Wert auf sehr hochwertige Materialien und eine optimale Verarbeitung.

Von der Optik her ähnelt das Laufrad einem Mountainbike - wie das kleine Zweirad von Berg. Ein Allrounder mit einem ganz speziellen Rahmen, den so bisher kein anderes Modell in unserem Test hatte. Dieser besteht aus Polyamid und Glasfaser.

Woom Original 1 im Detail

Das Woom Original 1 Laufrad ist speziell für Kinder von 1,5 bis 3,5 Jahren entwickelt worden. Es zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Leichter Rahmen: Nur 3 kg Gewicht, ideal für kleine Kinder.
  • Handbremse: Eine Hinterradbremse, die das Üben für das spätere Fahrradfahren erleichtert.
  • Lenkereinschlagsbegrenzung: Verhindert Stürze durch zu starkes Lenken.
  • Leichte und griffige Reifen: Bieten Sicherheit auf verschiedenen Untergründen.

Das Woom Original 1 ist mit einer Handbremse ausgestattet, die leuchtend grün und so für kleine Kinder gut erkennbar ist. Der Lenker des woom Laufrads hat eine sogenannte Einschlagsbegrenzung. Das bedeutet, er dreht sich nicht zu weit auf beide Seiten, sondern 'schlägt an', wenn das Kind ihn zu stark drehen will.

Vor- und Nachteile des Woom Laufrads

Vorteile:

  • Hochwertige Verarbeitung
  • Sehr leichter Alurahmen
  • Ergonomischer Sattel
  • Leichtgängige und große Reifen (12 Zoll)

Nachteile:

  • Hinterbremse für kleine Hände schwer erreichbar
  • Trittbrett muss separat gekauft werden

Unterschied zwischen Woom 1 und Woom 2

Das Woom 1 ist für Kinder von 1,5 bis 3,5 Jahren geeignet, während das Woom 2 für etwas ältere Kleinkinder zwischen 3 und 4,5 Jahren gedacht ist. Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass beim Woom 2 das Trittbrett bereits vormontiert ist.

Sicherheitshinweise und Empfehlungen

Laufräder sind für Kleinkinder ein erster kleiner Schritt in die Eigen- und Selbstständigkeit. Denn die Kleinen sitzen nicht mehr im Kinderwagen oder laufen an der Hand von Mama und Papa, sondern begeben sich auf kleine Entdeckungsreisen - natürlich im Blickfeld der Eltern.

Sie erfahren damit eine ganz neue Art und Weise der Fortbewegung. Dabei lernen die Kids nicht nur Geschwindigkeiten einzuschätzen, sondern vor allem auch die Koordination von Armen und Beinen. Das ist auch der Grund, warum Kinderlaufräder so gut auf das Fahrradfahren vorbereiten.

Genauso wie später beim Fahrradfahren, ist es auch beim Laufrad wichtig, dass Kinder einen Helm tragen. Bitte lassen Sie Ihr Kind nur mit einem Laufrad fahren, wenn es einen Helm trägt. Außerdem sollten Kinder laut Ärzten und Experten nicht zu früh auf ein Laufrad steigen.

Zwei Jahre ist ein gutes Alter, je nach Entwicklungsstand des Kindes. Denn bevor die Kleinen auf zwei Rädern losrollen, sollten sie bereits gut eigenständig gehen können. Außerdem sollte das Laufrad nicht zu oft benutzt werden.

Seien Sie nachsichtig und geduldig mit Ihrem Kind, wenn es nicht sofort klappt. Kinder sind ausdauernder als wir Eltern glauben.

IMTEST Laufrad Vergleich 2022

IMTEST hat bereits 2022 fünf Laufräder mit 12-Zoll-Reifen verglichen, die alle noch verfügbar sind. Dabei mussten die flotten Flitzer Prüfungen im akkreditierten Labor von Qima bestehen und wurden darüber hinaus im Alltag ausgiebig getestet.Die IMTEST-Favoriten:
  1. Platz & Testsieger: Puky LR Light
  2. Platz: Woom Original 1
  3. Platz: S’cool PedeX
  4. Platz: BBF Cruzee
  5. Platz & Preis-Leistungs-Sieger: Bikestar Laufrad

Vergleichstabelle

Modell IMTEST Ergebnis Preis (ca.) Vorteile Nachteile
Puky LR Light Gut (2,31) 190 € Schicke Optik, bequemer Sattel, Schutzüberzug am Lenker Zweitteuerstes Laufrad
Woom Original 1 Gut (2,52) 199 € Handbremse, bereitet aufs Fahrradfahren vor Teuerstes Laufrad
S’cool PedeX Gut (2,53) - Griffiger Lenker, angenehm zu tragen, BMX-Optik Kein Schutz am Lenker
BBF Cruzee Befriedigend (2,71) - Sattel und Lenker mit Schnellspanner verstellbar, sehr leicht Wirkt nicht so wertig
Bikestar Laufrad Befriedigend (2,72) 100 € Günstigstes Laufrad, dicke, luftgefüllte Reifen Schwer zu tragen (5 kg)

Kaufaspekte für Laufräder

Beim Kauf eines Laufrades sollten Eltern vor allem auf die richtige Größe und geringes Gewicht achten, dann hat der Nachwuchs am meisten Spaß damit. Zudem sollten sie folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Größe: Die passende Größe hängt von der Schrittlänge des Kindes ab.
  • Reifen: Luftreifen bieten besseren Grip und Dämpfung, Kunststoffreifen sind leichter und wartungsfrei.
  • Bremse: Für Kinder ab drei Jahren sinnvoll, da sie die nötige Kraft und Koordination haben.
  • Material: Holzlaufräder sind umweltfreundlich und leichter, Metallrahmen sind stabiler und meist höhenverstellbar.
  • Höhenverstellbarkeit: Ermöglicht es, das Laufrad über mehrere Jahre hinweg an die Körpergröße des Kindes anzupassen.
  • Lenkeinschlag-Begrenzer: Verhindert ein abruptes Verdrehen des Lenkers und kann gerade für Anfänger hilfreich sein.
  • Gewicht: Das Laufrad sollte möglichst leicht sein, ein Gewicht zwischen 2,5 und 4,5 Kilogramm gilt als ideal.
  • Sicherheitsmerkmale: Ein gepolsterter Lenker, rutschfeste Griffe, abgerundete Kanten und eine stabile Verarbeitung erhöhen die Sicherheit.
  • Zubehör: Ein Helm ist unerlässlich.

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