Fahrrad-Auktionen beim Zoll: Erfahrungen und Tipps

Die Finanzämter des Freistaates Thüringen nutzen die Möglichkeiten, die das Internet bietet, bei der Versteigerung von Pfandsachen.

Was ist Zoll-Auktion?

www.zoll-auktion.de ist ein Internetportal, über das Behörden und Institutionen von Bund, Ländern und Gemeinden gepfändete, sichergestellte oder beschlagnahmte Sachen sowie ausgesonderte Gegenstände der Verwaltung und Fundsachen zur Versteigerung anbieten.

An dem seit 2002 bestehenden Online-Auktionshaus beteiligen sich die Thüringer Finanzämter von Beginn an als Anbieter.

Die erzielten Erlöse werden zur Tilgung von Steuerschulden und anderen Schulden (z. B. Bußgelder) eingesetzt.

Das virtuelle Auktionshaus können Interessierte unter der Adresse www.zoll-auktion.de erreichen.

Was wird versteigert?

In verschiedenen Rubriken werden bspw. Fahrzeuge, Motorräder, Werkzeuge, Maschinen, Laptops, Spielekonsolen, Telefone, Uhren, Schmuck, Musikinstrumente und vieles mehr zur Versteigerung angeboten.

Sie finden dort auch eine eigene Sektion für Fahrräder, E-Bikes und Zubehör.

Fahrradversteigerungen im Detail

Aktuell versteigert das Fundbüro Chemnitz wieder verschiedene Fahrräder bei Zoll-Auktion, deren Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist und an denen keine Eigentumsansprüche geltend gemacht worden sind.

Dabei sind unter anderem drei E-Bike, 27 Mountainbikes, sechs Citybikes, zwei Kinderfahrräder, drei Trekkingbikes, ein Kinderrennrad und ein Rennrad.

Versteigert werden rund 60 Räder, unter denen sich neben Damen-, Herren- und Kinderrädern in den verschiedensten Typen und Radgrößen (20, 24, 26, 27,5 und 28 Zoll) auch ein Herren-Elektro-All-Terrain-Bike der Marke Fischer "mit 27,5-Fat-Bike-Bereifung" befindet.

Aber auch die recht neuwertigen Räder der Marken Kettler Alu-Rad, Typ Nena (28-Zoll-Damenrad mit extra-tiefem Einstieg), Maxim Vigo (28-Zoll-Damen-Cityrad) und Conway (28-Zoll-Herren-All-Terrain-Rad) sowie ein lilafarbenes 28-Zoll-Damenhollandrad der Marke Rheinfels gehören zu den wohl interessantesten Stücken.

Im Angebot dieser Versteigerung sind auch zwei faltbare (Kinder-)Fahrradanhänger mit seitlicher Befestigungsstange (einmal Marke M-Wave und einmal eines unbekannten Herstellers) mit 20-Zoll-Felgen.

Die Pfandsachen werden im virtuellen Auktionshaus der Bundeszollverwaltung an 7 Tagen rund um die Uhr „online“ zur öffentlichen Versteigerung angeboten.

Wie funktioniert die Zoll-Auktion?

Die Waren werden mit ausführlicher Beschreibung und Foto dargestellt und können - nach Absprache mit dem Anbieter - an dem angegebenen Lagerort besichtigt werden.

Für hochwertige Gegenstände liegen Wertgutachten vor.

Die Startgebote (Mindestgebot) liegen vielfach bei ca. 50 Prozent des Schätzwertes.

Nachdem sich Interessenten einmalig unter www.zoll-auktion.de online registriert haben, können sie auf die dargebotenen Artikel ihre Gebote tätigen.

Die Versteigerung endet fünf Minuten nach dem letzten Gebot, frühestens jedoch mit Ablauf der vorher festgesetzten Versteigerungsfrist.

Nach dem Ende der Versteigerung werden keine Gebote mehr entgegen genommen.

Die angebotenen Artikel können nur über die o. g. Plattform ersteigert werden.

Neuware können die Bieter nicht erwarten.

Die Fahrräder sind genau beschrieben, auf Makel wird explizit hingewiesen und es sind aussagekräftige Fotos dabei.

Bitte beachten Sie, dass Gegenstände nur ersteigert werden können, wenn Sie sich zuvor bei Zoll-Auktion registriert haben.

Dafür gehen Sie auf den Button Registrieren (rechts oben).

Nach erfolgreicher Registrierung können Sie an der Versteigerung teilnehmen.

Abholung und Bezahlung

Die ersteigerten Sachen können bei den Behörden abgeholt werden.

Mit dem Zuschlag geht das ersteigerte Fahrrad in das Eigentum des Meistbietenden über.

Die Räder müssen sofort bar bezahlt werden und können direkt mitgenommen werden.

Die Abholung der ersteigerten Fahrräder kann ausschließlich nach Terminvereinbarung erfolgen.

Dazu nimmt das städtische Fundbüro nach Auktionsende Kontakt mit dem Höchstbietenden auf.

Vielfach ist auch eine Übersendung möglich.

Worauf sollte man achten?

Wie immer bei Fundsachenversteigerungen gilt: Ersteigert wird wie (auf Fotos) gesehen, eine Gewährleistung wird nicht gegeben, ein Umtausch ist nicht möglich.

Eine Garantie auf die Vollständigkeit oder Funktionstüchtigkeit der Räder gibt es nicht, auf offensichtliche Schäden wird aber hingewiesen.

Die Versteigerung im Internet über die Plattform www.zoll-auktion.de ist eine öffentliche Versteigerung.

Vor einer beabsichtigten Verwertung wird der Schuldner informiert.

Der Schuldner hat die Möglichkeit, dieser Form der Verwertung zu widersprechen und Gründe, die gegen eine Verwertung sprechen, vorzutragen.

Zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen (§ 30 AO, § 9 ThürDSG) werden technische und organisatorische Maßnahmen getroffen, die eine Offenbarung personenbezogener Daten verhindern.

Vorteile der Zoll-Auktion

Durch die öffentliche Versteigerung im virtuellen Auktionshaus erzielen die Finanzämter oftmals bessere Ergebnisse als durch eine öffentliche Versteigerung am jeweiligen Finanzamtsstandort.

Von den besseren Erlösen aus der Versteigerung im Internet profitiert der Steuerschuldner, bei dem die zu versteigernden Gegenstände im Rahmen der Vollstreckung gepfändet worden sind.

Die Nutzer können sich bequem zurücklehnen, die Fundfahrräder sichten und bei Bedarf ihr Glück versuchen - ganz ohne den Weg zu einer Auktion antreten zu müssen.

Oft bezahlen Sie dabei nur einen Bruchteil des eigentlichen Preises.

Und der größte Vorteil: Im Gegensatz zu dubiosen Händlern auf großen Auktionsseiten haben Sie es hier mit dem Staat zu tun - Sie erhalten Ihre ersteigerten Gegenstände also mit hundertprozentiger Sicherheit.

Weitere Informationen und Termine

Die nächsten Versteigerungen allgemeiner Fundsachen und gefundener Fahrräder werden im Internet bekannt gegeben.

Der genaue Termin sowie weitere Angaben zum städtischen Fundbüro und die jeweils aktuellen Termine werden im Internet unter www.duesseldorf.de/ordnungsamt/fund/index.html bekannt gegeben.

Online-Versteigerungen finden über die Internet-Plattform "Zoll-Auktion" statt, der offiziellen Online-Plattform von Bund, Ländern und Gemeinden.

Auf www.zoll-auktion.de unter der Rubrik „Fahrräder & Zubehör“ finden Interessierte die Fahrräder.

Tipps für Schnäppchenjäger

Die besten Preise gibt es nicht dort, wo die meisten Interessenten sind.

Es braucht echte Geheimtipps.

Einer davon ist die Auktionsseite des Zolls, denn dort werden Dinge jeder Couleur versteigert.

Und das zu teils spottbilligen Preisen.

Gegenstände, die beim Zoll eingereicht und nicht abgeholt wurden, werden im Online-Auktionshaus von Bund, Ländern und Gemeinden versteigert.

So können Sie nicht nur teure Antiquitäten und Schmuck ersteigern, sondern auch Fahrräder, Fahrzeuge und PCs.

Auf der Homepage des Auktionshauses finden Sie verschiedene Kategorien, darunter Fahrräder, Briefmarken & Münzen, Computer und Schmuck.

Um mitzubieten, registrieren Sie sich mit Ihren persönlichen Daten - und schon können Sie in jede der Auktionen einsteigen.

Nicht nur Zollgegenstände werden versteigert, sondern auch Pfandsachen und gebrauchte Gegenstände und Fahrzeuge, die von staatlichen Organisationen genutzt wurden.

Die Preisspanne geht von günstigen Schreibtischen für 13 Euro bis hin zu ausgemusterten Feuerwehrfahrzeugen für knapp 100.000 Euro!

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