Fahrradreifen Größe Messen: Eine Anleitung

Möchten Sie einen neuen Mantel oder Schlauch für Ihren Fahrradreifen kaufen, müssen Sie zuvor die Größe messen. In den meisten Fällen müssen Sie die Größe gar nicht selbst messen, da die benötigten Maße bereits außen am Mantel des Reifens notiert sind.

Anleitung: Größe von Fahrradreifen messen

Eine gängige Größe für Fahrradreifen ist die 40-622. Bei der 40 handelt es sich um die Reifenbreite, wenn der Reifen aufgepumpt ist. Bei der 622 handelt es sich um den Durchmesser des Fahrradreifens. Den Durchmesser des Reifens messen Sie, indem Sie einen Zollstock einmal quer über den Mantel legen.

Außerhalb von Europa wird ein Maß in Zoll verwendet, zum Beispiel 26 x 1.6. Die 26 gibt den Durchmesser des Reifens an, die 1.6 die Breite des Reifens. Die Größenangaben in Zoll sind teilweise recht verwirrend und Abweichungen von bis zu 5 Millimetern sind möglich.

Zum Beispiel sind 27 Zoll Reifen größer als 28 Zoll Reifen und 29 Zoll ist einfach nur ein dickerer 28 Zoll Reifen. Die Dicke des Reifens können Sie hingegen anpassen. War der Reifen zuvor 50 mm breit, können Sie statt 50-622 zu einem 40 mm breiten Reifen mit der Kennung 40-622 greifen.

Entscheiden Sie sich erst für einen Mantel und kaufen Sie dann den Schlauch. Nicht jeder Schlauch ist mit jeder Mantelbreite kompatibel.

Wie misst man die Reifenbreite richtig?

Um die Breite deines Reifens zu messen, brauchst Du einen Messschieber. Lege den Messschieber zunächst so eng wie möglich an den Reifen an. Dabei wird der Reifen ein wenig gequetscht - das ist normal. Deshalb sind wir an dieser Stelle noch nicht wirklich mit dem Messen fertig.

Entferne den Messschieber nun wieder, sodass sich der Reifen wieder ausdehnt (aber ohne den Messschieber zu öffnen). Wenn Du nun versuchst, den Messschieber wieder an den Reifen zu pressen, passt der Messschieber wahrscheinlich nicht. Versuche daher, den Messschieber nach und nach um einen Millimeter (oder einen Millimeterbruchteil) zu öffnen, bis der Messschieber ohne großen Kraftaufwand auf den Reifen passt. Damit weißt Du, wie breit der Reifen tatsächlich ist.

Fahrrad Zoll messen: So bestimmst du die richtige Größe

Die Wahl der passenden Fahrradgröße ist entscheidend für Komfort und Fahrverhalten. Eine falsche Rahmengröße führt schnell zu Rücken- oder Knieschmerzen. Deshalb ist es wichtig, das Fahrrad exakt zu vermessen, um die perfekte Passform zu finden.

Die Zollgröße bestimmt die Größe der Räder vom Fahrrad. Über dein gesamtes Leben kann diese die Reifengröße je nach Innenbeinlänge variieren. Zoll gibt die Laufradgröße an und ist eine der wichtigsten Maßeinheiten beim Fahrradkauf.

Größere Räder rollen leichter über Hindernisse, kleinere bieten mehr Wendigkeit. Die Wahl der passenden Größe hängt von Körpergröße und Einsatzbereich ab. Verschiedene Methoden helfen, deine richtige Laufradgröße zu bestimmen.

Ein Maßband oder Zollstock kann die Felgengröße direkt messen. Alternativ gibt es Größentabellen, die die Körpergröße mit der empfohlenen Laufradgröße vergleichen.

Ein passendes Fahrrad sorgt für eine ergonomische Sitzhaltung und bessere Kontrolle beim Fahrradfahren. Kinderfahrräder müssen genau angepasst sein, um Sicherheit und Komfort zu gewährleisten. Auch bei Mountainbikes oder Rennrädern beeinflusst die Größe das Fahrverhalten erheblich.

Die Rahmengröße wird oft in Zoll oder Zentimetern angegeben. Eine Messung der Schrittlänge hilft, die ideale Rahmenhöhe zu ermitteln. Diese lässt sich dann mit einer einfachen Formel in die empfohlene Rahmengröße umrechnen.

Ein zu kleiner Rahmen verursacht eine unbequeme Sitzhaltung und ineffiziente Kraftübertragung. Ein zu großer Rahmen erschwert das Handling und kann zu Überlastung führen. Besonders Kinderfahrräder müssen exakt passen, um das Unfallrisiko zu minimieren.

Deine Beininnenlänge gibt an, wie hoch der Rahmen maximal sein darf. Das Messen deiner Innenbeinlänge stellt sicher, dass genug Bodenfreiheit besteht. Ein korrekt gewählter Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen.

Breite Reifen verbessern die Traktion und erhöhen den Fahrkomfort. Besonders bei Mountainbikes und E-Bikes sorgt eine größere Auflagefläche für mehr Grip. Schmalere Reifen bieten hingegen geringeren Rollwiderstand und sind für Rennräder optimal.

Übliche Laufradgrößen reichen von 12 bis 29 Zoll. Kinderräder haben oft 12 bis 24 Zoll, während Citybikes und Trekkingräder meist zwischen 26 und 28 Zoll liegen. Mountainbikes und Rennräder nutzen oft 27,5 oder 29 Zoll für bessere Stabilität.

Ein Zollstock oder Maßband kann dir dabei helfen, den Außendurchmesser eines Reifens zu bestimmen. Alternativ steht die Größe meist auf der Reifenflanke. Eine genaue Messung hilft, die passende Ersatzbereifung zu finden.

Welche Reifenbreiten sind auf meinem Fahrrad möglich?

Um die Reifenbreite am Fahrrad zu bestimmen, kannst du diese wie in obiger Grafik gezeigt selbst messen. Alternativ kannst du die Reifenbreite auch anhand der Mantelbeschriftung bestimmen.

Reifenbreite am Rennrad

Früher war am Rennrad die Reifenbreite 23 mm üblich. Mittlerweile sind Reifenbreiten von 28 oder sogar 32 häufig zu sehen.

Reifenbreite beim Cityrad und Trekkingbike

Hier kommen typischerweise Reifenbreiten von 37 bis 52 mm zum Einsatz.

Reifenbreite am Mountainbike (MTB)

An Mountainbikes sind die breitesten Reifen zu finden. Diese haben normalerweise Breiten von 50 bis 64 mm.

Reifenbreiten am E-Bike bzw. Pedelec

Für Fahrräder mit Elektromotor richten sich die Reifenbreiten grundsätzlich nach dem jeweiligen Fahrradtyp, siehe oben. Da E-Bikes schneller unterwegs sind und durch die zusätzliche Technik mehr Gewicht mitbringen, ist zusätzlich auf eine entsprechende Freigabe durch den Hersteller zu achten. Beispielsweise sind beim Reifenhersteller Schwalbe geeignete Reifen mit E-25 und E-50 gekennzeichnet.

Kann ich auf meinem Fahrrad dickere Reifen aufziehen?

Auf dem Mountainbike (MTB) dürfen es gerne dicke Reifen sein, also Reifen mit größerer Breite. Neben dem optischen Aspekt hat ein Fahrrad mit dicken Reifen Vorteile im Gelände und auf unbefestigten Wegen.

Meist ist es möglich, auch breitere Reifen auf der gleichen Felge des Fahrrads zu montieren. Wichtigster Ausgangspunkt ist der Reifeninnendurchmesser, den die Fahrradfelge am Laufrad vorgibt. Dieser ist identisch zum Felgen-Nenndurchmesser bzw. Außendurchmesser der Felgenschulter, an dem der Reifenwulst auf der Felge aufliegt. Will man einen breiteren Reifen aufziehen, muss dieser also denselben Reifeninnendurchmesser wie der bisherige Reifen haben.

Der zweite wichtige Punkt ist die Maulweite der Felge. Die Reifenbreite soll in etwa zwischen dem 1,5- und 2,5-fachen der Maulweite liegen. Eine genauere Orientierung gibt die Maulweiten-Tabelle unten.

Welche maximale Reifenbreite kann ich verwenden?

Die maximal verwendbare Reifenbreite wird durch mehrere Faktoren begrenzt:

  • Die Fahrradgabel hat eine bestimmte Weite und gibt damit eine erste technische Limitierung der Reifenbreite vor. Breitere Fahrradreifen sind zudem höher, daher kann auch der Abstand zur Gabelbrücke zu klein werden.
  • Wenn eine Felgenbremse montiert ist, schränken die Bremshebel die möglichen Reifenbreiten ein. Am besten bei angezogener Bremse den verfügbaren Platz messen und etwas Luft lassen, da sich die Bremsklötze noch abnutzen.
  • Kommen Schutzbleche zum Einsatz, decken diese nur eine gewisse Reifenbreite ab. Auch die Befestigungsstreben der Schutzbleche können die maximale Breite des Reifens begrenzen.
  • Ist die Reifenbreite im Verhältnis zur Maulweite der Felge zu groß, wird die Reifenwand zu sehr beansprucht, es kann zu einem Flankenbruch kommen und der Reifen platzt auf. Für sinnvolle Reifenbreiten siehe die Maulweiten-Tabelle unten.

Kann ich auch einen dünneren Reifen verwenden?

Normalerweise ja. Im ersten Schritt würde ich anhand der Reifenbeschriftung den Reifeninnendurchmesser bestimmen und mir einen Überblick über verfügbare schmälere Reifen machen.

Die oben genannten technischen Begrenzungen durch andere Fahrradteile machen bei schmaleren Reifen natürlich keine Probleme. Allerdings ist auch hier das Verhältnis zur Maulweite der Felge zu beachten, um Quetschlöcher zu vermeiden. Nachfolgender Abschnitt listet empfohlene Reifenbreiten in Abhängigkeit von der Maulweite auf.

Welche Reifenbreite darf ich auf meiner vorhandenen Felge verwenden?

Der ETRTO-Standard empfiehlt Reifenbreiten in Abhängigkeit von der Maulweite der Laufradfelge. Doch was ist die Maulweite einer Felge?

Die Maulweite (auch Felgeninnenweite genannt) bezeichnet den Abstand zwischen den beiden Innenseiten einer Felge. Obige Grafik zeigt, wo sie gemessen wird.

Nachfolgende Tabelle zeigt die empfohlenen Reifenbreiten gemäß ETRTO. Die Angaben beziehen sich nur auf Hakenfelgen (oft mit C angegeben, C = Crotchet = engl. Haken), da diese heute am gängisten sind.

Maulweite der Felge in mm Empfohlene Reifenbreiten in mm
13 18 - 25
15 23 - 32
17 25 - 50
19 28 - 57
21 35 - 62
23 37 - 64
25 44 - 64
27 47 - 64
29 54 - 64

Solange man die empfohlenen Reifenbreiten verwendet, sollte man auf der sicheren Seite sein. Abhängig von der Stabilität des Reifenmantels erlauben manche Reifenhersteller durchaus noch größere Reifenbreiten. Hier bitte im Einzelfall die Herstellerangaben überprüfen.

Warum haben breitere Fahrradreifen manchmal eine andere Zoll-Größe?

Beispiel: Sowohl 28-Zoll-Reifen als auch 29-Zoll-Reifen werden üblicherweise auf einem Laufrad mit 622 mm Felgen-Nenndurchmesser aufgezogen.

Die Zoll-Größe des Fahrradreifens bezieht sich auf den Außendurchmesser, während für die Felge der Innendurchmesser des Reifens relevant ist. Beim Messen des Außendurchmessers wird an beiden Seiten die Reifenhöhe mitgemessen, beim Innendurchmesser ist die Reifenhöhe hingegen nicht enthalten.

Zudem entspricht die Reifenhöhe in etwa der Reifenbreite, da der Reifen fast kreisrund ist. Wählt man also bei gleichbleibender Felgengröße einen breiteren Fahrradreifen, vergrößert sich damit der Außendurchmesser des Reifens.

Vor- und Nachteile breiter Fahrradreifen

Vorteile breiter Reifen:

Aufgrund ihrer größeren Kontaktfläche mit dem Boden haben breite Reifen eine bessere Bodenhaftung und fahren über kleinere Bodenunebenheiten einfacher hinweg, was oft als höheren Fahrkomfort empfunden wird. Dadurch eignen sie sich besser für Offroad-Fahrten und auf unbefestigten Wegen.

Nachteile breiter Reifen:

Schmale Reifen sind leichter und bilden weniger rotierende Masse. Sie lassen sich daher besser beschleunigen, sind also agiler.

Verschiedene Größenstandards

Was Fahrradreifen angeht, sind allerlei Systeme im Umlauf, um die Größen der Reifen anzugeben. Obwohl die ISO/ETRTO-Größen der universelle Standard sein sollen, beharren Mountainbike-Hersteller auf das englische System mit Zoll. Wenn man mal versucht, die Fahrradreifen selber nachzumessen, kommt man oft wiederum auf eine ganz andere Größe, was die Verwirrung umso mehr vergrößert - denn weder ETRTO noch das englische System scheinen der tatsächlichen Reifengröße gerecht zu werden. Oft sind Fahrradreifen nämlich etwas schmaler, als angegeben - woran liegt das?

Zu allererst ein kleiner Exkurs zu den verschiedenen Größenstandards bei Fahrradreifen. Man muss sich erst mal im Klaren darüber sein, was bei den verschiedenen Systemen überhaupt gemessen wird. Das am weitesten verbreitete System in Europa ist mittlerweile das ETRTO-System - das sieht z.B. so aus: „37-622“, wobei die erste Größe die Reifenbreite angeben soll und die zweite Größe den Innendurchmesser des Reifens. Damit weiß man immer, ob der Reifen zur jeweiligen Fahrradfelge passt (da andere System stattdessen den gesamten Durchmesser des Rads samt Reifen messen). Dieser Standard wurde deshalb auch von der ISO (International Organization for Standardization) zum internationalen Standard für Fahrradreifen erklärt. Trotzdem findet sich das englische System immer noch fast genauso oft; bei Mountainbikes liegt die Präferenz sogar beim englischen System. Da kommt es nämlich stärker darauf an, wie groß der Gesamtumfang des Reifens ist und wie viel der Reifen abfedern kann.

Abweichende Reifenbreite

Sowohl dem ETRTO-System als auch dem englischen System ist gemein, dass sie die Breite des Reifens angeben. Immerhin gilt die Reifenbreite als einer der wichtigsten Faktoren bei der Wahl des Reifens und darüber hinaus manchmal sogar bei der Wahl des Fahrrads - denn nicht jeder Reifen passt zu jedem Fahrrad. Wer beispielsweise ein Cyclocross- oder Gravel-Bike bauen möchte, wird einen speziellen Rennradrahmen brauchen, der auch breitere Reifen unterstützt. Sonst könnte der Reifen am Rahmen schaben. Woher kommt es dann, dass die tatsächliche Reifenbreite oft ein weniger schmaler ist als angegeben?

Es ist nicht unüblich, dass der Reifen bis zu drei Millimeter schmaler ist. Das liegt an unterschiedlichen Faktoren bei der Herstellung von Fahrradreifen.

Faktoren bei der Produktion

Zu allererst muss man anmerken, dass bei der Produktion von Fahrradreifen ganz andere Größen relevant sind. Von maschineller Seite kommt es eher auf das Volumen innerhalb des Reifens an, also auf die Innenbreite. Fahrradreifen aus der gleichen Manufaktur können unterschiedlich breit sein und im Inneren trotzdem die gleiche Breite haben - für beide Reifen wurde bei der Vulkanisierung des Reifens das gleiche Gerät verwendet. Um jegliche Verwirrungen bei der Herstellung zu verhindern, geben manche Hersteller beiden Reifen die gleiche Größenangabe.

Wie breit der Reifen wird, kann vor der Herstellung auch schwer vorhergesagt werden. Mehrere Faktoren machen das schwierig: Es kommt auf die verschiedenen Materialien im Reifen an, auf die Dichte des Gummis, etc.

ISO-Standard Toleranz

Was sagt der internationale ISO-Standard dazu? Bei der Massenherstellung von Teilen ist es üblich, dass die Teile nicht alle genau der Größenangabe entsprechen, sondern dass sie innerhalb eines bestimmten Toleranzbereichs liegen. Bei Metallteilen beträgt diese Toleranz weniger als 0.1mm oder 0.01mm. Was Gummi angeht, sind bei der Massenherstellung deutlich größere Schwankungen ganz normal - deshalb ist es von der ISO auch vorgesehen, dass die Toleranz bei der Breite von Fahrradreifen mehrere Millimeter betragen kann.

Doch die Toleranz bezieht sich dabei ausschließlich ins Negative, nicht ins Positive - ein Fahrradreifen mit der ISO-Angabe 37-622 darf also maximal 37mm breit sein, kann aber mehrere Millimeter schmaler sein. Denn bei einem zu breiten Reifen besteht die Gefahr, dass er nicht mehr zum Fahrrad passt. An zu schmalen Reifen stört sich der Großteil der fahrradfahrenden Bevölkerung nicht.

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