18 Zoll Felgen Fahrrad Test: Ein umfassender Überblick

Schneller Radfahren mit der gleichen Leistung - das ist das, was die meisten Radprofis und Hobbysportler wollen. Mit die beliebtesten „Tuningteile“ sind in diesem Zusammenhang: die Laufräder. Es kann sich aus mehreren Gründen lohnen, ein serienmäßig ausgestattetes Gravel-Bike mit einem neuen Laufradsatz auszurüsten und in den meisten Fällen aufzuwerten.

Gravel-Laufräder im Test

Wir haben zehn verschiedene Laufradsätze im Labor und in der Praxis getestet. Um den Trend zu schnellen, aerodynamischen Hochprofil-Laufrädern abzubilden, haben wir alle Modelle im Windkanal unter realen Fahrbedingungen untersucht. Wir wollten wissen: Machen hohe Felgen auch Gravel-Bikes klar schneller? Aktuelle Modelle weisen oft höhere Felgen im Bereich von 40 bis 45 Millimetern auf. Einige Hersteller wie DT Swiss und Scope haben inzwischen Laufräder mit 50 Millimetern Felgenhöhe und mehr im Portfolio. Als „aerodynamisch“ erachten wir Felgen ab 30 Millimetern Höhe. Die zehn Laufräder in diesem Vergleich weisen Felgenhöhen zwischen 18 und 42 Millimeter auf.

Aerodynamik im Fokus

Im GST-Windkanal in Immenstaad am Bodensee prüften wir den Luftwiderstand der zehn Gravel-Laufräder, genauer: die benötigte Leistung bei 35 km/h. Bei einer alleinigen Betrachtung der beiden Laufräder macht das Vorderrad rund 80 Prozent des gesamten Luftwiderstands aus, das Hinterrad dagegen nur 20 Prozent, da es sich im Windschatten des Sitzrohres dreht. So ist es für aussagekräftige Ergebnisse ausreichend, nur die Vorderräder im Windkanal zu messen - dies entspricht auch den üblichen Testverfahren. Alle Messungen wurden mit einer Windgeschwindigkeit von 35 Kilometern pro Stunde durchgeführt. Während der Messungen dreht sich der Prüfstand von plus nach minus 20 Grad - damit fließen auch Seitenwindverhältnisse, wie sie in der Realität vorkommen, in das Gesamtergebnis ein.

Für unsere zehn Testlaufräder ergaben sich bei 35 km/h gewichtete Leistungen von 15,6 bis 19,4 Watt. Niedrige Werte sind besser, da weniger Leistung benötigt wird, um die gleiche Geschwindigkeit zu halten. Die niedrigsten und damit besten Werte erzielen die 40 Millimeter hohen Leeze CC40 Allroad Evo Waso. Ihre gewichtete Leistung: 15,6 Watt. Es folgen, knapp dahinter, mit jeweils 16,3 Watt gewichteter Leistung, die Laufradsätze von DT Swiss und Swiss Side - beide sind 42 Millimeter hoch. Grundsätzlich erzeugen breitere Reifen einen höheren Luftwiderstand, da sie dem Wind eine größere Anströmfläche bieten. Exemplarisch montierten wir deshalb einen 35 Millimeter breiten Terra-Speed-Reifen auf den DT-Swiss-GRC-1400-Laufradsatz. Je höher die Felgen sind, desto „empfindlicher“ sind sie auch für Seitenwind. Dieser Effekt ist messbar.

Lenkmoment und Seitenwindempfindlichkeit

Die GST-Software kann somit auch einen einheitenfreien „Lenkmoment-Beiwert“ für die Vorderräder ausweisen. Je größer dieser Wert ist, desto stärker beeinflusst der Seitenwind das Lenkverhalten. Aufgetragen wurde das Lenkmoment in Abhängigkeit von den Winkeln des Seitenwindes, von minus 20 bis plus 20 Grad. Die niedrigsten und damit besten Werte erzielten die Modelle von DT Swiss und SwissSide - mit je 42 Millimetern Felgenhöhe sind sie die höchsten Modelle im Test. Sie stehen damit stellvertretend für einen Trend im Gravel-Race-Sektor zu höheren und damit aerodynamisch günstigeren Laufrädern.

In der Grafik weisen die Laufräder von DT Swiss und Swiss Side mit ihren 42 Millimeter hohen Felgen das geringste Lenkmoment auf. Auch Leeze liegt mit seinen CC-40-Allroad-Laufrädern bezogen auf die Felgenhöhe von 40 Millimetern noch voll im grünen Bereich. Den Maximalwert von 0,007 erzielt das Roval-Terra-CLX-II-Vorderrad.

Gewicht und Beschleunigung

Auch für Gravel-Bikes gilt: Ab einer Geschwindigkeit von rund 15 Kilometern pro Stunde ist der Luftwiderstand der größte Fahrwiderstand, gefolgt vom Rollwiderstand der Reifen. Beinhaltet eine Tour viele Höhenmeter, so gewinnt auch das Gewicht an Bedeutung. Weiter nehmen die Laufräder beim Beschleunigen eine Sonderstellung ein, da sie zwei Mal beschleunigt werden müssen: Erstens in die Vorwärtsbewegung des Systems aus Rennrad und Fahrer. Zweitens als Beschleunigung bei der Drehbewegung des Laufrades selbst. Auch gerade deshalb sind Laufräder besonders effektive „Tuningobjekte“.

Das Gewicht aller Testmodelle wurde je einschließlich der aufgezogenen Felgenbänder ermittelt. Das erklärt teilweise die Differenzen zu den Herstellerangaben.

Seitensteifigkeit

Ein weiterer wichtiger Parameter ist die Seitensteifigkeit der Laufräder. Wir belasteten die Felgen im Labor je seitlich mit einem Fünf-Kilogramm-Gewicht - dies entspricht rund 50 Newton. Wir nahmen die Nachgiebigkeit beziehungsweise Elastizität mit einer mechanischen Messuhr auf und verrechneten die Werte zur Seitensteifigkeit. Sie gibt an, welche Kraft nötig ist, um die Felge seitlich einen Millimeter zu bewegen. Gute Werte liegen zwischen 30 und 35 Newton pro Millimeter, sehr gute darüber. Wir belasteten die Laufräder zur rechten und zur linken Seite und bildeten daraus den Mittelwert.

Vorderräder mit einer hohen Seitensteifigkeit punkten hier durch ihre Lenkpräzision - und sie „laufen“ den Spurrillen weniger hinterher. Mit der Anzahl der Speichen und deren Spannung steigt die Seitensteifigkeit. Insbesondere für schwere Fahrer und Bikepacker ist sie von größter Wichtigkeit.

Maximal zulässiges Gewicht

Auch das maximal zugelassene Gewicht ist für schwere Fahrer und Bikepacker ein zentraler Punkt. Das Fahrergewicht ist selbsterklärend, das Systemgewicht beinhaltet Fahrer, Fahrrad, Trinkflaschen und Gepäck. Die Mavic-Allroad-SL-Laufräder liefern mit einem maximal zulässigen Systemgewicht von 135 Kilogramm den höchsten Wert im Test.

Lagerreibung

Bei Leeze können die Laufräder gegen 400 Euro Aufpreis mit Keramik-Lagern geordert werden, bei den Specialized Roval Terra CLX II sind sie serienmäßig verbaut. Je nach dem Fahrergewicht und der Geschwindigkeit können durch eine reduzierte Lagerreibung rund zwei bis vier Watt „eingespart“ werden.

Kinderfahrräder mit 18 Zoll Felgen

Das 18 Zoll Fahrrad ist eine Zwischengröße. Einige Markenhersteller produzieren gar kein Fahrrad im 18 Zoll Segment. Ob dein Kind diese Größe benötigt oder gleich von 16 auf 20 Zoll umsteigen sollte, ist individuell. Ausschlaggebend ist beim 18 Zoll Fahrrad weniger, welches Alter passt. Entscheidend sind körperliche Maße wie Größe und Schrittlänge. Sinn macht ein 18 Zoll Kinderfahrrad ca. ab fünf Jahren. Dein Kind sollte mindestens 110 cm groß sein.

Empfehlenswerte Modelle

Als bestes Kinderfahrrad im 18 Zoll Segment solltest du das Fahrrad betrachten, dass am besten zu den Vorstellungen und Bedürfnissen deines Kindes passt. Hierbei spielen seine Fähigkeiten eine bedeutende Rolle. Ausschlaggebend sind auch die Wegstrecke und die Häufigkeit der Nutzung. Allseits beliebt ist das Cube Kinderfahrrad 18 á Zoll mit Alu Rahmen. Es eignet sich vor allem für die Nutzung in freiem Gelände und besticht durch sein geringes Gewicht. In nichts nach steht ihm das LS-Pro 18. Dieses von Puky entwickelte Fahrrad mit 18 Zoll Reifengröße ist vor allem auf Wendigkeit und Leichtigkeit getrimmt.

Preisspanne

Für ein 18 Zoll Kinderrad im High End Bereich kann der Neupreis um die 1.500 Euro betragen. Dabei handelt es sich jedoch um Trekking Bikes auf hohem Niveau, die auch gern von erwachsenen Bikern gefahren werden. Durchschnittlich kostet ein hochwertiges Fahrrad á 18 Zoll für Jungen und Mädchen zwischen 300 und 600 Euro. Der Preis ist unter anderem abhängig von den verbauten Komponenten. Zum Beispiel kostet eine Hinterradfelgenbremse mehr als eine Rücktrittbremse. Auch eine Gangschaltung treibt den Preis in die Höhe. Das Material spielt auch eine Rolle.

Passende Größe

Wenn du wissen willst, ab wann ein 18 Zoll Fahrrad für welche Körpergröße passt, kannst du unseren Kinderfahrrad-Größenrechner nutzen, um die passende Fahrradgröße für dein Kind zu ermitteln. Die Größe des Fahrrads passt, wenn dein Kind im Sattel sitzend noch mit beiden Fußspitzen gut den Boden erreicht. Kannst du den Sattel nicht mehr höher stellen und das Bein steht geknickt auf dem Boden, ist das Rad zu klein.

Verkehrssicherheit

Laut deutscher Straßenverkehrsordnung benötigt ein 18 Zoll Fahrrad verschiedene Grundvoraussetzungen, um am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen. Dazu gehören zwei intakte Bremsen vorn und hinten. Für das Fahren im öffentlichen Raum benötigt ein 18 Zoll Kinderfahrrad eine Fahrradlampe und einen weißen Reflektor vorn. Hinten sind ein rotes Rücklicht und ein roter Reflektor Pflicht. Auch in den Speichen und an den Pedalen müssen Reflektoren angebracht sein.

Weitere Sicherheitsaspekte

So sollte ein Kettenschutz am Kinderfahrrad mit 18 Zoll Reifengröße nicht fehlen. Er verhindert, dass zum Beispiel durch Kleidung die Kette blockiert wird oder sich die Kinder darin verheddern. Weniger gefährlich ist ein fehlendes Schutzblech am Kinderfahrrad mit 18 Zoll Felgen. Die Hersteller verzichten oft aus Spargründen auf diese Komponenten. So sollte ein Kinderfahrrad á 18 Zoll leicht sein, damit die Kleinen es besser händeln können.

Gebrauchtkauf

Ein hochwertiges Fahrrad für Kinder im 18 Segment ist oft nicht billig. Kinder wachsen schnell. Daher kann es sich durchaus lohnen zu prüfen, ob du ein geeignetes Kinderfahrrad á 18 Zoll günstig gebraucht kaufen kannst. Gebrauchte Räder sollten immer auf ihre Fahrtauglichkeit hin untersucht werden.

Bremsen

Fast jedes 18 Zoll Kinderfahrrad hat eine V-Brake Vorderradbremse. Für die Hinterradbremsen wird entweder ebenfalls eine V-Brake Felgenbremse oder eine Rücktrittbremse verwendet. Ein Rücktritt wird von Kindern oft intuitiver genutzt. Allerdings ist es so, dass ab einer Größe von 20 Zoll bei modernen Rädern im Gegensatz zum Kinderfahrrad á 18 Zoll immer seltener eine Rücktrittbremse verbaut wird. Nicht selten gehen beim Bremsvorgang via Rücktritt wertvolle Sekunden verloren, weil die Pedale in einem ungünstigen Winkel stehen. Eine Felgenbremse funktioniert effektiver.

Gangschaltung

Ein Kinderfahrrad im 18 Zoll Segment mit Gangschaltung ist eher selten. In der Regel wird hier eine Kettenschaltung bevorzugt. Ein Kinderfahrrad á 18 Zoll mit Nabenschaltung hat den Vorteil, dass diese Schaltung weniger schnell verschleißt und seltener verschmutzt ist. Für ein besonders leichtes Kinderfahrrad mit 18 Zoll Reifengröße wird daher die Schaltung via Kette bevorzugt.

Experten sind der Meinung, dass eine Gangschaltung erst ab einer 20 Zoll Größe Sinn macht. Willst du ein 18 Zoll Felgen Fahrrad mit Gangschaltung kaufen, kommt es darauf an, wieweit dein Kind in dieser Hinsicht schon entwickelt ist. Sind weite Wege zurückzulegen, kann eine Schaltung die Muskulatur des Kindes entlasten. Ist der Weg hügelig oder fährt dein Schatz offroad über Stock und Stein, kann eine Gangschaltung auch nützlich sein.

Tabellarische Zusammenfassung: Kinderfahrrad Vergleich

Modell Altersempfehlung Rahmenmaterial Vorteile Nachteile
Glerc Kleine Molly 2 - 12 Jahre Stahl Gefederter Sattel, Höhenverstellbarer Lenker, Abnehmbare Stützräder Ohne Gangschaltung
Galano GA20 Ab 5 Jahre Stahl Mit Reflektoren, Mit Gangschaltung, Mit Federgabel Ohne Rücktritt
Bikestar BI-18-MB-J1-PLRD Ab 4 Jahre Stahl Sehr gute Verarbeitung, Gepäckträger Bremsen sind ausbaufähig, Ohne Gangschaltung
RoyalBaby Freestyle 5 - 9 Jahre Stahl Sehr gute Verarbeitung, Einfach zu fahren, Sicher Bremsen sind ausbaufähig, Hat keine Gangschaltung
Prometheus HAG91505 Ab 6 Jahre Stahl Mit besonders großen Reflektoren, Besonders leicht, Mit Rücktrittbremse Hat keine Gangschaltung

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