Der 2-Takt-Motor im Fahrradbereich ist ein Thema, das viele Aspekte berührt, von der Leistung über die Umweltverträglichkeit bis hin zur Wartung. Hier werden die Vor- und Nachteile dieses Motorkonzepts beleuchtet.
Leistungsmerkmale und Fahrerlebnis
Die Viertakt empfand ich als anstrengender.
Die hat eben sofort nach dem Einkuppel Drehmoment und schiebt wie ein Traktor was einen als Anfänger auch mal stressen kann, da ist weniger denke ich mehr.
Auch habe ich mir immer eingebildet die Schwungmasse vom Motor deutlicher zu spüren wie bei der Zweitakt.
Diese ließ sich ebenfalls im unteren Drehzahlbereich gut fahren.
Da hat die eben ohne viel Drehmoment vor sich hingedengelt, hat aber trotzdem ausgereicht um überall hoch zu kommen.
Hat man das Gas offen gelassen war dann gut Schub da, aber kontrollierbar.
Ich weiß auch nicht ob eine 2013er TM 2 Takt vergleichbar ist mit anderen evtl. älteren 2 Takt modellen, ich denke die sind nicht so sauber abgestimmt!
Bin danach noch eine Fantic 250er 2 takt gefahren mit einem GasGas Motor und die hatte zwar E-starter ging aber schneller aus, hatte unten rum nicht so ein harmonisches Ansprechen und war dafür obenraus ziemlich giftig.
Umweltaspekte
Mofas und Mopeds mit Zweitaktmotor verschmutzen mit ihrem Gestank und Lärm die Umwelt und stoßen über hundert Mal mehr Schadstoffe aus als andere Fahrzeuge.
Der Benzin-Anbaumotor arbeitet üblicherweise nach dem Zweitaktprinzip.
Vielen Leuten sind das "Räm-pläm-pläm" und der Geruch eher lästig.
Alternativen und Ergänzungen
Die Alternative sind Zweiräder mit E-Antrieb.
Der Elekrische Antrieb funktioniert geräuschlos.
Er riecht auch nicht, dafür braucht er aufgeladene Akkumulatoren.
Das Umweltargument gilt deshalb nicht wirklich, schließlich muß auch der Strom für die Batterien erst irgendwo erzeugt werden, am Ende in einem Kernkraftwerk.
Es wiegt ein solcher Akkusatz runde 5-6 kg, und wer viel fährt, muß auch viel laden und hat auf diese Weise seine sportliche Einlage...Nachteil: Die geringeren Reichweiten als beim Benziner.
Riesenvorteil: Volle Kraft aus dem Stand - kein Schlingern, kein Einkuppeln und sofort vollen Dampf.
Anbaumotoren und Nachrüstlösungen
Den klassischen "Anbausatz zum Anbau an ein geeignetes Fahrrad" (Preuß.: Hilfsmotor) gibt es immer noch.
Der widerliche TÜV würgt zwar alles ab, was noch mit Benzin daherkommt, aber es gibt Alternativen: Ich empfehle für ein E-Mobil oder ein Pedelec mit Anfahrhilfe und zum Anbau an Sonderformen den Schachner- oder Ansmannmotor.
Ein kompletter Satz kostet nach wie vor etwa 1100,- €, garantiert aber eine haltbare Lösung samt Ersatzteilen und guter Wartbarkeit.
Wie bereits oben erwähnt, führen mittlerweile die meisten Fahrradmarken ebenfalls Motor-Räder.
Geschwindigkeit und rechtliche Aspekte
Ach, und Bückware: Weil ich so oft danach gefragt werde: Ja, man kann damit auch schneller fahren!
Manchmal sogar viel schneller.
Das ist verboten, aber das wissen Sie ja selbst, schließlich sind Sie alt genug.
Kraftübertragung und Antrieb
Generell gilt: Wer bei Regen raus muß, sollte lieber einen Kettentrieb benutzen.
hier packen Zahnräder zu und übertragen ihre Kraft völlig ungerührt.
Reibrollen, wie auch am Dynamo, verlieren bei großer Nässe oder höherer Leistungsabgabe gern den Kraftschluß.
Die Geschichte des motorisierten Zweirades kennt praktisch keinen Ort am oder um den Rahmen, an dem man (und auch Frau!) nicht irgendwann einen Treibsatz befestigt hätte.
Heute gibt es u. a. elektrische Radmotoren, die sich nachträglich einspeichen lassen und einige benzingetriebene Lösungen am Heck des Rades oder unter dem Tretlager.
Probleme und Lösungen
Ich habe eine Yamaha DT 125, Bj. 1996. Diese dreht im Leerlauf normal bis in den Begrenzer (12000). Die Zündkerze habe ich ausgewechselt, die Zündspule überprüft, den Vergaser gereinigt (war sauber), Tank ist sauber, Powerwalze habe ich eingestellt, läuft im allgemeinen sauber, bis 8000-9000, dann fängt die DT das stottern an.
Alternative Antriebskonzepte
In Sachen Bergsteigfähigkeit bin ich jedenfalls auch mit meinem Xiongda Double Speed im Vorderrad bestens zufrieden.
Vergleich verschiedener Motoren
Das Tempo muss für eine gute Leistung am Puma hochgehalten werden, was aber an einer Steigung wo wirklich die Motorkraft für sichtbare Unterschiede entscheidend ist, gar nicht möglich ist.
Das kann ja nur in einem ganz schmalen Bereich überhaupt funktionieren, bei dem Motorabstimmung, Steigung, Fitness des Fahrers und Komponenten wie Schaltung usw. genau auf das jeweilige Motorsystem passen.
Ein bisschen flacher, und die Abregelgrenze wird von allen erreicht.
Es gibt Steigungen, da kommen Gisela, Dieter (ventus2) auch auf der Stufe Turbo nicht an die 25 er Grenze.
Da zogen uns die Puma kontinuierlich weg, obwohl ich mit über 200 W Eigenleistung getreten habe.
Kann natürlich sein, dass du so fit bist, dass du selbst den Performance immer ans Tempo Limit bringst.
Leistungsbedarf und Akku-Kapazität
Wollte nur mal einwerfen, ob allen klar ist, dass man mit z.B. 15km/h bei 10% Steigung und nur 100 Kilo gesamt bereits mehr als 400W Steigleistung aufbringen muss.
Luft- und Rollwiderstand komman auch noch hinzu, so dass man ca. 470W auf die Fahrbahn bringen muss.
Nur mit Motorleistung und optimal wenig Verlusten von einem Viertel wäre bereits eine Akku-Leistung von 625W notwendig.
Der Puma zieht bei entsprechender Einstellung ca.1000 Watt, da hast mit einem Bosch oder dergleichen keine Chance.
Front- und Heckantrieb
Schau doch mal wie du/wir auf dem Fahrrad /Sattel sitzen.
Da ist das Gewicht des Fahres zu 80% auf dem Hinterrad.
Bei z.B. 100 kg Gesamtgewicht bleiben da gerade mal ca. 20 kg fürs Vorderrad übrig.
Bei meinem Bike dreht das Vorderad bei Power selbst auf Asphalt durch.
Klar sinkt der Druck auf das Vorderrad bei Steigungen.
Erfahrungen mit Frontmotoren
Mein allererster Motor vor etwa 12 Jahren war ein Front-Nabenmotor von Schachner.
Mit Gasgriff.
Den habe ich bis vor etwa 5 Jahren sehr gerne benutzt, wenn die Wege schneebedeckt waren.
Beim Heckantrieb ist das Fahrrad ab einer gewissen Schneetiefe bzw. -Beschaffenheit sehr schnell ins Schlingern gekommen und ließ sich nur mühsam steuer.
Das Schlingern ging vom Vorderrad aus.
Beim Frontantrieb war das anders.
Dann bin ich mal einen BionX probegefahren und war von der Tretkraft-abhängigen Ansteuerung des Motors begeistert.
Das Festhalten des Gasgriffs beim Schachner war speziell mit Handschuhen auf Dauer anstrengend.
Bei einem Systemgewicht von 100kg und einer Geschwindigkeit von ca. 12km/h (damit der Motor noch effizient läuft) und einer Steigung von 18% werden ca. 600 Watt benötigt.
Der Nachteil des Nabenmotors besteht darin, dass wenn der Motor in einer Steigung an seiner Leistungsgrenze ist, es steiler wird,die Geschwindigkeit nicht gehalten werden kann, die Motorleistung überproportional einbricht.
Getriebeübersetzung und Bergtauglichkeit
Allerdings wird der Puma in einer entsprechenden Steigung da nicht so begeistert sein, weil er viel zu langsam dreht.
Das Velotraum ist von der Übersetzung für den Betrieb ohne Motor gerechnet.
Es geht hier ja überwiegend um bergiges Gelände.
Gerade hier macht für den Nabenmotor eine kurze Übersetzung Sinn.
Illegale Umbauten
An sich sind ja solche Eigenbauten illegal.
Da meine Simson gerade neu aufgebaut wird will ich trotzdem aufgrund schlechter Busverbindungen zur Schule täglich fahren.Deswegen habe ich in meinem Mountainbike mit Scheibenbremsen etc einen 50ccm China 2 Takt Motor eingebaut läuft ca. 35kmh man kann von meinem Dorf aus bis zu der Stadt in der meine Schule ist Feldwege fahren.
Du hast einen 2-Takter an dein MTB gezimmert?
Da muss ich doch glatt mal neugierig Fragen wo den Motor untergebracht hast und wie du das mit dem Antrieb läuft. Hängt der im Rahmen, an der Sattelstütze, schleppst du einen Fahhrradanhänger hinter dir her, baumelt der an der VR-Gabel?
Nein. Relevant ist hier das "Funktionstüchtig angebaut".
Nein. ist nicht in ordnung.
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