Vermutlich liegt es daran, dass sich viele Menschen einen Gegenpol zum hochtechnologischen Alltag wünschen. Einen Hauch von Nostalgie. Das äußert sich auch im Straßenverkehr, denn immer häufiger begegnet man dort historischen Fahrzeugen - den Oldtimern. Auch historische Motorräder sind eine wahre Schönheit und gewähren einen imposanten Blick auf die Geschichte des motorisierten Zweirads.
Mit dem H-Kennzeichen fürs Motorrad kommen Oldtimer-Besitzer in den Genuss von Vergünstigungen. Das Team von Helmexpress informiert zum Thema Oldtimer Kennzeichen fürs Motorrad und klärt Fragen, als da sind: Wie alt muss ein Motorrad für ein H-Kennzeichen sein? Was bringt mir ein H-Kennzeichen am Motorrad? Und wann lohnt sich eine Motorrad Oldtimer Zulassung für mich?
Was ist ein H-Kennzeichen?
Um den Erhalt historischer Autos, Lastkraftwagen und Motorräder zu fördern, wurde 1997 in Deutschland das H-Kennzeichen eingeführt. Das Historische Kennzeichen wurde 1997 als besondere Möglichkeit für Oldtimer eingeführt. Es soll den Erhalt kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes fördern. Daher beschert ein H-Kennzeichen nicht nur bewundernde Blicke und einen Prestigezuwachs.
Das H-Kennzeichen entspricht in Format und Aufbau dem regulären Kfz-Kennzeichen in Deutschland. Das H-Kennzeichen entspricht grundsätzlich dem regulären Euro-Kennzeichen. Einziger Unterschied: Die Erkennungsnummer endet mit dem Buchstaben H. Hinter der Nummer trägt es jedoch zusätzlich den Buchstaben H für "historisches Kraftfahrzeug". Ein Oldtimer-Kennzeichen hat das Muster AB CD 123H.
Allerdings enden alle Oldtimer-Kennzeichen mit einem H nach der letzten Ziffer. Damit wird der Spielraum für ein individuelles Wunschkennzeichen etwas kleiner, denn Kennzeichen- und Schriftgröße sind genauso genormt, also amtlich vorgeschrieben, wie die Abstände zu den Rändern und zwischen den einzelnen Buchstaben und Ziffern.
Voraussetzungen für ein H-Kennzeichen
Doch nicht jedes Auto, das alt ist, ist nach deutschem Verkehrsrecht ein Oldtimer. Welche Bedingungen muss ein Fahrzeug erfüllen, damit sein Halter das begehrte H-Kennzeichen anschrauben darf? Welche Vorteile bietet das Sonderkennzeichen für Oldtimer? Für welche Fahrzeugmodelle lohnt es sich und für welche nicht? Gibt es das H-Kennzeichen für Oldtimer auch als Saison-Kennzeichen?
Ein Kraftfahrzeug, das als Oldtimer mit H-Kennzeichen zugelassen werden soll, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV §2, Nr. 22) legt fest, welche Fahrzeuge als Oldtimer bezeichnet werden dürfen. In der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) ist genau festgelegt, welche Fahrzeuge als Oldtimer bezeichnet werden dürfen.
Die Erstzulassung der Motorrads muss vor mindestens 30 Jahren stattgefunden haben. Hinweis: Für die Nutzung eines H-Kennzeichens muss die erste Zulassung Ihres Motorrads vor mindestens 30 Jahren erfolgt sein. Um allerdings in den Genuss der Vorteile eines H-Kennzeichens zu kommen, muss das Fahrzeug mindestens 30 Jahre alt sein. Dabei ist für die Berechnung des Alters das Datum der Erstzulassung maßgeblich, nicht das Herstellungsdatum.
Der Begriff "Oldtimer" ist im Deutschen recht geläufig - obwohl viele nicht genau sagen können, was genau er bedeutet. Dabei ist das in einer Verordnung beschrieben. Demnach sind Oldtimer Pkw oder Motorräder, die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gebracht wurden, "in einem guten Erhaltungszustand". Sie gelten als kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut.
Grundsätzlich erhalten zudem nur solche Fahrzeuge ein Oldtimerkennzeichen, die gemäß § 2 Nr. 22 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung die Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturguts unterstützen. Es soll den Erhalt kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes fördern. Daher beschert ein H-Kennzeichen nicht nur bewundernde Blicke und einen Prestigezuwachs.
Wichtig ist außerdem ein weitgehender Originalzustand des Fahrzeugs: Ein leistungsstärkerer Motor, der nachträglich eingebaut wurde, ist ebenso tabu wie andere jüngere Fahrzeugteile. Ein Oldtimer darf beispielsweise nur Lackierungen haben, die in seinem Baujahr verfügbar waren. Ebenso darf ein defekter Motor nur durch einen Motor gleicher Baureihe ausgetauscht werden.
Ausschließlich Anbauteile, die in den ersten 10 Jahren nach Erstzulassung üblich waren, sind zulässig. Zeitgenössische Umbauten mit originalen Teilen und Umbauten für die Verkehrssicherheit sind jedoch erlaubt. Größere Umbauten müssen mindestens 30 Jahre zurückliegen. Das Alter eines Fahrzeugs ist also nicht allein ausschlaggebend dafür, ob es als Oldtimer angemeldet werden kann.
Das H-Kennzeichen wird auch nicht zugeteilt, wenn starker Rost oder Unfallschäden wie große Beulen vorhanden sind. Ebenso sollte sich das Fahrzeug in einem guten Zustand befinden und weitestgehend im Originalzustand erhalten sein. Der Originalzustand muss sich der Fahrzeughalter in Form eines Oldtimergutachtens von einem anerkannten Sachverständigen - etwa vom TÜV oder der DEKRA - bestätigen lassen.
Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung legt dabei nur vage fest, welche baulichen Voraussetzungen ein Oldtimer für die Zulassung mit H-Kennzeichen erfüllen muss. In jedem Fall muss der Oldtimer verkehrssicher sein. Ein H-Kennzeichen wird in der Regel erst nach einer technischen Untersuchung zugeteilt, in der der originale beziehungsweise der zeitgenössische und gut erhaltene Zustand des Fahrzeugs bestätigt wird.
Der Weg zum H-Kennzeichen
Zunächst steht der 1. Schritt an. Ein amtlich anerkannter Sachverständiger, Prüfer oder Prüfingenieur (z. B. DEKRA, TÜV) muss ein Gutachten nach § 23 StVZO erstellen und das Motorrad darin als Oldtimer einstufen. Ihr altes Motorrad erfüllt diese Kriterien? Dann erhalten Sie im Anschluss an die Prüfung ein offizielles Oldtimer-Gutachten, beispielsweise vom TÜV oder der DEKRA ausgestellt. Auch Sonderformen wie Zustands- oder Wertgutachten sind hier möglich.
Dafür ist bei der Zulassung ein Gutachten eines zugelassenen Sachverständigen vorzulegen, das die Erteilung eines H-Kennzeichens erst ermöglicht. Bitte berücksichtigen Sie, dass Sie für den Abschluss einer Versicherung für Oldtimer-Motorräder das Gutachten gemäß § 23 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) benötigen. Dieses sollten Sie daher rechtzeitig beim TÜV oder der DEKRA durchführen lassen.
Hier ist oftmals ein wenig „Verhandlungsgeschick“ gefragt. Last, but not least trifft das auch für den Sitz bzw. Gutachten und Hauptuntersuchung sind absolviert, dann folgt nun der 2. Schritt. Mit den üblichen Fahrzeugpapieren, der Zulassungsbescheinigung I (ehemals Fahrzeugbrief), der Zulassungsbescheinigung II (ehemals Fahrzeugschein), Versicherungsbescheinigung und Personalausweis geht es zum Straßenverkehrsamt.
Der 3. Schritt führt dich zu jenem Betrieb, der in unmittelbarer Nähe der Zulassungsstelle verortet ist und nach Vorlage der Bescheinigung das H-Kennzeichen fertigt. Bravo, du hast alle bürokratischen Hürden überwunden. Die Zulassung Ihres Oldtimers mit H-Kennzeichen ist nicht aufwendig.
Kosten für das H-Kennzeichen
Wenn Sie Ihr Motorrad mit einem Oldtimer-Kennzeichen versehen wollen, ist das mit Kosten verbunden. Je nach Bundesland schwanken diese, daher sind die Angaben nur Durchschnittswerte. Neben den allgemeinen Kosten fürs Motorrad anmelden, wie Kosten für die Haftpflichtversicherung und wahlweise Teilkasko oder Vollkaskoversicherung sowie Kosten für die Motorrad Schutzausrüstung (z. B.
Am stärksten schlägt die Anfertigung des Gutachtens zu Buche - mit Kosten zwischen 150 und 500 Euro. Das Gutachten: ca.. Die Hauptuntersuchung: ca.. Eine HU-Untersuchung kostet ca. 65 bis 75 Euro. Zulassungskosten: ca.. Falls Wunschkennzeichen: ca.. Die Anmeldegebühr beträgt ca. 40 Euro, die Prägung neuer Kennzeichen ca.. Anfertigen der Nummernschilder: ca..
Vorteile des H-Kennzeichens
Besitzer von Oldtimern mit H-Kennzeichen genießen eine Reihe von Vorteilen. Für Besitzer eines Oldtimers lohnen sich die Schilder durchaus, denn sie bringen finanzielle Vorteile mit sich. Welche Vorteile bietet ein H-Kennzeichen / Oldtimer-Kennzeichen?
- Steuerliche Vorteile: Vor allem sparen sie bei der Kraftfahrzeugsteuer. Fahrzeughalter eines Oldtimers mit H-Kennzeichen zahlen üblicherweise eine niedrigere Kfz-Steuer - für Autos fällt eine Pauschale von jährlichen 191,73 Euro, für Motorräder von 46,02 Euro an (Stand: Januar 2017). Für Fahrzeuge mit amtlichen Oldtimer-Kennzeichen wird auf die Berechnung der Kfz-Steuer nach Hubraumgröße und Emissionen verzichtet, stattdessen wird eine verhältnismäßig geringe pauschale Steuer fällig. Diese liegt laut §9 Kraftfahrzeugsteuergesetz derzeit bei 191,73 € pro Jahr für PKW und LKW sowie 46,02 € für Motorräder. Für Motorräder gilt ein Einheitssteuersatz von 46,02 Euro. Mit einem H-Kennzeichen gilt für Motorräder pauschal eine jährliche Kfz-Steuer von 46,02€.
- Günstigere Versicherung: Halter von automobilen Klassikern mit H-Kennzeichen profitieren zudem vom günstigeren Versicherungsschutz. Auch die Konditionen rund um die Kfz-Versicherung sind mit Oldtimer-Nummernschild günstiger. H-Kennzeichen und Versicherung: Das H-Kennzeichen signalisiert dem Versicherer, dass es sich um ein Liebhaberfahrzeug handelt. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Biker mit so einem Gefährt sehr pfleglich und fahrtechnisch sicher umgeht - was günstige Versicherungstarife in Aussicht stellt.
- Umweltzonen: Auch der Umweltaspekt dürfte gerade im Hinblick auf zukünftige Verkehrsregeln eine Rolle spielen. So dürfen Pkws mit H-Kennzeichen auch Umweltzonen befahren, die vom Schadstoffausstoß aus gesehen eigentlich tabu wären. Fahrzeuge mit H-Kennzeichen benötigen keine Umweltplakette, sie können Umweltzonen ohne Einschränkung befahren.
Nachteile des H-Kennzeichens
Direkte Nachteile von einer H-Zulassung haben Sie nicht. Der bürokratische Aufwand und die Kosten, die damit verbunden sind, könnten als Nachteil angesehen werden.
Versicherung für Oldtimer-Motorräder
Bei der Versicherung Ihres Oldtimers sollten Sie stets die Wertsteigerung im Blick haben. So vermeiden Sie eine mögliche Unterversicherung. Versicherer gehen nämlich davon aus, dass betagte Vehikel seltener und achtsamer im Straßenverkehr bewegt werden als andere Fahrzeuge. Entsprechend bietet die HDI Oldtimerversicherung attraktive Konditionen für ältere Fahrzeuge an.
Für Ihr historisches Kraftrad erhalten Sie bei der Allianz eine Motorrad-Oldtimer-Versicherung. Der Abschluss ist schnell und einfach online möglich. Noch Fragen zur Oldtimer-Versicherung für Ihr Motorrad? Sie möchten die Allianz Oldtimer-Motorrad-Versicherung abschließen?
Oldtimerbesitzer pflegen Ihre Schmuckstücke und bewegen sich mit dem Motorrad im Straßenverkehr sehr umsichtig. In der Regel ist so ein antikes Motorrad auch kein Alltagsfahrzeug, sondern wird als Zweitfahrzeug bei schönem Wetter genutzt. Schließlich soll das edle Teil ja noch viele Jahre Freude bereiten.
Der Versicherungstarif bemisst sich an der Leistung des Motorrads und des individuellen Wertes in der Kaskoversicherung. Für die Haftpflichtversicherung werden bis 18 PS ca. 35 Euro, bis 50 PS ca. 75 Euro und ab 50 PS ca. 140 Euro fällig. Die Teilkasko oder Vollkaskoversicherung richtet sich am Marktwert des historischen Motorrads aus. Beispiel: Eine Teilkaskoversicherung mit 150 Euro Selbstbeteiligung liegt bei ca. 0,65 % des Marktwertes, hingegen musst du für eine Vollkaskoversicherung mit 150 Euro Selbstbeteiligung ca.
Tipp: Obwohl es spezielle Versicherer für historische Fahrzeuge gibt, sprich unbedingt mit deiner bisherigen Versicherungsgesellschaft.
Erweiterter Teilkaskoschutz: Vandalismusschäden an Ihrem Motorrad mit H-Kennzeichen sind über die Teilkasko versichert. Bei einem modernen Motorrad leistet erst die Vollkasko bei Vandalismus. Keine Rückstufung im Schadensfall: Verursachen Sie mit Ihrem H-Kennzeichen-Motorrad einen Haftpflicht- oder Vollkaskoschaden, stuft die Allianz Sie nicht in der Motorrad-Schadenfreiheitsklasse zurück. Sprich: Der Beitrag Ihrer Oldtimer-Motorrad-Versicherung bleibt unverändert. Garagenversicherung als Zusatzleistung: Bei der Allianz ergänzen Sie die Versicherung für Ihr Oldtimer-Motorrad nach Wunsch mit dem Baustein Garagenversicherung. Damit ist Ihr abgemeldetes Oldtimer-Zweirad abgesichert, wenn es zur Restauration in einer Garage untergebracht ist.
Motorradbekleidung für Oldtimer-Fahrer
Ganz klar, wer auf einem Oldtimer Motorrad unterwegs ist, der möchte auch in puncto Motorradbekleidung stilsicher sein. Was die Motorradjacke betrifft, ist für viele das Naturmaterial Leder die erste Wahl. Aber auch mit einer Textiljacke im Vintage-Style gibst du auf dem Oldtimer-Bike ein gute Figur ab.
Als Motorradhose kommt eine recycelte Jeans in Elastan Denim mit Kevlarverstärkung ebenso in Betracht wie die klassische „zweite Haut“ aus Leder. Denn Regen und Wind haben bei einer hochwertigen Motorrad Lederhose so gut wie keine Chance.
H-Kennzeichen oder normales Kennzeichen?
Beim direkten Vergleich mit einem historischen Auto schneidet das Oldtimer Motorrad in puncto H-Kennzeichen nicht ganz so vorteilhaft ab. Alle Pkw mit H-Kennzeichen werden pauschal mit 191,73 Euro besteuert, ungeachtet des oftmals recht beträchtlichen Hubraums. Bei einem Motorrad sind es jährlich 46,02 Euro, die für die Kfz-Steuer anfallen. Daraus folgt, dass das H-Kennzeichen vor allem für Motorräder mit großem Hubraum von Vorteil ist.
Saisonkennzeichen für Oldtimer
Seit einiger Zeit ist es möglich, Oldtimer saisonal zulassen, also das H-Kennzeichen und das Saison-Kennzeichen zu kombinieren. Dann zahlt der Halter noch weniger Kfz-Steuer und spart auch anteilig Versicherungsbeiträge. Ein H-Saison-Kennzeichen gilt auf Wunsch für einen durchgehenden Zeitraum zwischen zwei und elf Monaten.
Die Kfz-Steuer fällt nur für die Monate an, in denen das Auto auch gefahren wird. Die Versicherungsbeiträge sind in der Regel aber mindestens für sechs Monate zu zahlen. Weiterer Vorteil bei einer Saison, die mindestens sechs Monate umfasst: Dabei profitiert der Fahrzeughalter auch von einem Schadenfreiheitsrabatt und kann so seine Beiträge im Laufe der Zeit reduzieren. Bei einer kürzeren Saison wird der Rabatt nicht gewährt. In jedem Fall muss der Halter eines Oldtimers rechnen.
Wechselkennzeichen
Eine weitere Zulassungsvariante ist das Wechselkennzeichen. Es erlaubt, zwei Fahrzeuge der gleichen Gattung mit einem Kennzeichen zu betreiben. Es ist zum Beispiel zulässig, einen normalen Pkw und einen Oldtimer oder zwei Oldtimer auf ein Wechselkennzeichen zuzulassen, nicht aber ein Auto in Kombination mit einem Motorrad. Der Halter muss dabei für beide Fahrzeuge die Kfz-Steuer in voller Höhe entrichten.
Youngtimer
Auch für Youngtimer kommt unter Umständen eine Oldtimer-Versicherung in Frage: Bei HDI kann Ihr Fahrzeug bereits ab einem Alter von 25 Jahren als Oldtimer eingestuft werden. Der Marktwert des Autos muss mindestens 3.500 Euro betragen. Bei Motorrädern sollte er bei mindestens 500 Euro liegen. Die HDI Oldtimerversicherung wurde übrigens vom Automagazin classic cars in Ausgabe 7/2017 in einem Versicherungsvergleich als Gesamtsieger ausgezeichnet.
Somit ist ein Youngtimer ein kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut und soll für künftige Generationen bewahrt werden. Bei Erreichen der 30-Jahres-Grenze kann ein Youngtimer zum Oldtimer werden. In der Praxis folgen die meisten Versicherer dieser Unterscheidung zwischen den mindestens 30 Jahre alten Oldtimern und den 20 und 30 Jahre alten Youngtimern.
Wann lohnt sich das H-Kennzeichen?
Ob sich ein Motorrad-H-Kennzeichen lohnt, kommt auf den Hubraum des Zweirads an. Erst bei Oldtimer-Motorrädern mit mehr als 625 Kubikzentimetern (ccm) Hubraum sparen Sie Kfz-Steuer. Bei Motorrädern lässt sich nicht pauschal sagen, ob ein H-Kennzeichen am Motorrad sinnvoll ist.
Weitere Aspekte
Wenn Sie Ihren Oldtimer restaurieren wollen, dann sollten Sie auf einiges achten.
Bitte beachten Sie, dass Sie Ihr Motorrad, auch wenn es mit einem historischen Kennzeichen versehen ist, regelmäßig zur Hauptuntersuchung bringen müssen. Für Motorräder, deren Erstzulassung nach dem 1. Januar 1989 liegt, ist im Rahmen der Untersuchung zudem eine Abgasuntersuchung (AU) vorgeschrieben.
Baujahrsklassen
Clubs und Verbände des Oldtimer-Weltverbandes FIVA organisieren nationale und internationale Oldtimer-Rallyes. Es sind Ausfahrten oder Gleichmäßigkeitsfahrten mit einer maximalen Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h. Die Fahrzeuge werden in Baujahrsklassen eingeteilt. Damit ist sichergestellt, dass die Fahrzeuge in Bezug auf ihren technischen Entwicklungsstand vergleichbar sind:
| Klasse | Baujahre | Bezeichnung |
|---|---|---|
| A | bis einschließlich 1904 | Ancestor |
| B | 1905 bis 1918 | Veteran |
| C | 1919 bis 1930 | Vintage |
| D | 1931 bis 1945 | Post Vintage |
| E | 1946 bis 1960 | Post War |
| F | 1961 bis 1970 | - |
| G | 1971 bis 1980 | - |
| H | ab 1981 | Fahrzeugregistrierung vor mind. 30 Jahren |
Bei vielen Events kommen andere Unterteilungen mit zum Teil anderen Bezeichnungen zum Einsatz. So kann zum Beispiel auch eine Klassifizierung nach der Größe des Teilnehmerfeldes sinnvoll sein. Im historischen Automobilsport existiert außerdem eine Einteilung von der FIA (Fédération Internationale de l‘Automobile). Und für den Motorradsportbereich gibt es eine Klassifizierung von der FIM (Fédération Internationale de Motocyclisme).
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