Ein Laufrad bietet Kindern neue Möglichkeiten, auf Entdeckungssafari mit den Eltern zu gehen und fördert die Entwicklung des Gleichgewichtssinns, der Koordination und der Muskulatur. Doch ab wann ist ein Kind bereit für ein Laufrad, und worauf sollte man beim Kauf achten?
Ab welchem Alter ist ein Laufrad ratsam?
Es gibt keine pauschale Antwort auf die Frage, ab welchem Alter Kinder Laufrad fahren können oder sollten. Die meisten Laufräder eignen sich dem ADFC zufolge für Kinder ab etwa zwei Jahren.
Ein Kind sollte sicher stehen und gehen können, bevor es ein Laufrad nutzt. Ab wann das so ist, sei von Kind zu Kind unterschiedlich, so René Filippek. Manche könnten es schon mit neun Monaten, andere erst deutlich später. Es gibt aber auch kleinere Modelle sowie Modelle mit drei oder vier Rädern. Die letzteren beiden können hilfreich für Kinder sein, die noch nicht sicher das Gleichgewicht beim Gehen halten können.
Die Wahl des richtigen Laufrades spielt eine sehr große Rolle. Für jede Kategorie gibt es also ein anderes Einstiegsalter. Grundvoraussetzung zum Laufradfahren ist immer, dass die Kinder sicher laufen können. Es handelt sich bei einem Laufrad eben gerade nicht um ein Lauflernrad im wörtlichen Sinne. Ein Laufrad für Babys kann es also gar nicht geben, weil Babys nicht laufen können.
Wir schließen in unserem Vergleich immer auch Lauflernräder mit 4 Rädern ein. Dies sind natürlich keine Laufräder im eigentlichen Sinne. Sie haben aber viele Gemeinsamkeiten mit diesen und werden durch ähnliche Bewegungsabläufe bewegt. Daher haben wir eine Kategorie mit Laufrädern die ab 1 Jahr genutzt werden können eingefügt. Diese sind perfekt für die ersten Monate geeignet und sind eine super Vorbereitung auf die weitere Entwicklung deines Babys.
Die wirklichen Laufräder mit nur 2 Räder empfehlen wir erst ab 18 Monaten (1,5 Jahren) in die engere Wahl zu ziehen. Hierbei handelt es sich um besonders kleine und leichte Laufräder (z.B. mit 8 Zoll) die perfekt geeignet sind für Kinder die bereits sehr sicher laufen können um darauf das Laufradfahren zu erlernen.
Die richtige Größe finden
Am wichtigsten beim Laufradkauf ist, dass das Laufrad zur Größe deines Kindes passt. Mit einem zu großen oder zu kleinen Laufrad wird dein Kind auf Dauer keine Freude haben. Die pauschale Altersangabe der Hersteller ist beim Laufradkauf wenig hilfreich, da sie nicht auf den tatsächlichen Entwicklungsfortschritt deines Kindes eingeht. Wichtig ist, ob es aufgrund seiner Fähigkeiten in der Lage ist, auf einem bestimmten Lauflernrad zu fahren. Das Alter kann hier höchstens ein grober Hinweis sein.
Wieviel Zoll eine Laufrad hat ist unwichtig. Denn diese Angabe beschreibt nur den Durchmesser der Räder. Ob dein Kind auf ein Rad passt und damit fahren kann hängt aber vor allem von der einstellbaren Sattelhöhe ab. Die Sattelhöhe muss zur Schrittlänge des Kindes passen. Nicht immer wird die Sattelhöhe oder die passende Schrittlänge von den Herstellern veröffentlicht. Aber trotzdem sind diese Angaben besser zur Auswahl der richtigen Laufradgröße geeignet da sie nämlich die tatsächliche Größe des Laufrades angeben.
Passen tut eine Laufrad zu deinem Kind, wenn folgende Bedingung erfüllt ist: es muss auf dem Sattel sitzend mit beiden Beinen den Boden erreichen und beide Füße komplett am Boden haben können. Sitzen bedeutet also, dass die Beine entlastet und die Knie nicht komplett durchgestreckt sind. Dann fühlt es sich sicher und kann sich mit den Beinen gut am Boden anschieben.
Oft sieht man Kinder mit zu großen Laufrädern. Mit durchgestreckten Beinen kommen sie gerade so mit Zehenspitzen auf den Boden. Die Kinder fühlen sich dann unsicher und können sich nicht kräftig abstoßen. Fahren ist so nicht möglich, die Kinder können nur mit dem Rad zwischen den Beinen dahin-wackeln.
Achte unbedingt auf die richtige Größe beim Laufrad. Auf Zuwachs Kaufen geht bei einem Laufrad auch nur bedingt. Weil dein Kind ein zu großes Laufrad nicht benutzen wird. Oder erst wenn es hineingewachsen ist.
Die Bein- oder Schrittlänge ist auch ein Standardmaß bei den richtigen Fahrrädern. Bei den Kinderlaufrädern geben leider nur wenige Hersteller die minimale Schrittlänge an. Viele betrachten Laufräder eher als Spielzeug. Eine der wenigen Ausnahmen sind Puky, islabikes und KUbikes, alle Marken die ernsthafte Räder für Kinder anbieten. Ganz toll macht es frog bikes. Dort werden die Fahrräder sogar nach der passenden Beinlänge benannt.
Manchmal findest du eine empfohlene Körpergröße. Doch von dieser lässt sich leider nur ungenau auf die Schrittlänge schließen. Denn natürlich gibt es bei der gleichen Körpergröße Kinder mit langen Beinen und kurzem Oberkörper und Kinder mit kurzen Beinen und langem Oberkörper.
Am besten sind Angaben zur Geometrie der Lauflernräder an. Vor allem die minimale Sattelhöhe kann hier sehr hilfreich sein. Denn: aus Schrittlänge kann direkt auf die benötigte Sattelhöhe geschlossen werden.
Unsere Empfehlung zur Sattelhöhe: Kinder kommen oft mit einer Sitzhöhe die 2 cm niedriger ist als ihre Schrittlänge gut zurecht. Dann kann dein Kind auf dem Sattel sitzend mit beiden Beinen den Boden erreichen und beide Füße komplett am Boden haben.
Das heißt, du kannst davon ausgehen, dass Kinder mit einer Schrittlänge die 2 cm länger ist als die minimal Sattelhöhe gut auf das Laufrad passen. Um das beste Laufrad auszuwählen solltet du also am besten die Schrittlänge wissen. Die lässt sich leicht bestimmen.
Die Schrittlänge messen:
- Stell dein Kind rücklings an eine Wand: Beine zusammen und durchgestreckt
- Schiebe ein Lineal oder ähnliches zwischen den Beinen waagrecht so weit nach oben wie es geht
- Miss den Abstand der Oberkante des Lineals bis zum Boden um die Schrittlänge deines Kindes zu bestimmen
Nur zur Not kannst du die Körpergröße als Richtwert verwenden. Ungenauer als die Schrittlänge ist sie doch besser geeignet als die allgemeine Altersempfehlung die gar nicht die Größe des Kindes berücksichtigt.
Welches Kinderlaufrad für welches Alter?
Um den Zusammenhang zwischen Körpergröße, Sattelhöhe und Schrittlänge ein wenig übersichtlicher zu machen haben wir die folgende Tabelle erstellt. Hierzu haben wir die Angaben der Hersteller ausgewertet und versucht zu vereinheitlichen.
Bedenke bitte, dass diese Angaben nicht immer eindeutig ist und wir eine wenig interpretieren mussten, die verschiedenen Angaben der Hersteller passen nicht immer zusammen. Mit der ermittelten Schrittlänge und der Faustregel „Schrittlänge minus 2 cm gleich Sattelhöhe“ wirst du bei den meisten Herstellern herausfinden können welches Laufrad passt.
Zur Not kannst du auch die Körpergröße heranziehen. Aber wie bereits gesagt, die ist ein recht ungeeignetes Maß und hier können wir leider auch nicht mit einer sinnvollen Faustregel dienen.
Die Altersangabe haben wir aus den Daten der WHO bezüglich der mittleren Körpergröße der Kinder eines bestimmten Alters abgeleitet. Die Perzentile kennst du aus den U-Untersuchungen. Diese dient nur als Richtwert und sollte nicht zur Auswahl verwendet werden. Die Kinder wachsen unterschiedlich schnell. Vom Alter auf die Körpergröße zu schließen wird zu einem großen Fehler führen.
Unsere 5 Laufrad Kategorien
Welches Laufrad passt zu deinem Kind? Die folgende Tabelle hilft dir bei der Auswahl. Am besten du kennst die Schrittlänge deines Kindes. Die Körpergröße deines Kindes ist die zweite Wahl. Wenn du ein passendes Laufrad nur nach dem Alter aussuchst kann es leicht sein, dass es deinem Kind doch nicht passt.
| Kategorie | Alter | Körpergröße | Schrittlänge | Sattelhöhe | Typische Größe | Beliebte Laufräder |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1 - 1,5 Jahre | 70 - 78 cm | 21 - 26 cm | 19 - 24 cm | Lauflernrad mit 4 Rädern | PUKYlino von Puky, Kettler SLIDDY |
| 2 | 1,5 - 2 Jahre | 78 - 85 cm | 26 - 32 cm | 24 - 30 cm | 8 Zoll Laufrad, 10 Zoll Laufrad | Puky LR M, Bandits & Angels 8 |
| 3 | 2 - 3 Jahre | 85 - 95 cm | 32 - 38 cm | 30 - 36 cm | 12 Zoll Laufrad | woom 1, Puky LR 1 L |
| 4 | 3 - 4 Jahre | 95 - 105 cm | 38 - 45 cm | 36 - 43 cm | 12 Zoll Laufrad, 14 Zoll Laufrad | Puky LR Ride, Puky LR Light |
| 5 | ab 4 Jahre | ab 105 cm | ab 45 cm | ab 43 cm | 14 Zoll Laufrad, Laufrad und Fahrrad in einem |
Wir haben alle Laufräder in 5 Klassen eingeteilt und ungefähre Angaben zu Alter, Schrittlänge, Körpergröße und die Sitzhöhe festgelegt. Diese Unterteilung ist sehr grob und kann nicht garantieren, dass ein Laufrad in jedem Fall deinem Kind passt sollte aber einen guten Richtwert abgeben. Auch muss sich unsere Alterseinstufung nicht mit der Altersempfehlung der Hersteller decken.
Bei uns ist die Schrittlänge die Referenz. Wenn wir diese nicht in Erfahrung bringen konnte haben wir uns nach der Sitzhöhe gerichtet. Wenn diese auch nicht angegeben wird benutzen wir die Körpergröße zur Eingruppierung eines Laufrades. Und nur wenn keine dieser Angaben angegeben ist richten wir uns nach der Altersempfehlung des Herstellers.
Im Zweifelsfall solltest du den Herstellerempfehlungen folgen, denn die Hersteller haben sicher mit vielen Kindern getestet. In jedem Fall gilt aber immer unsere Empfehlungen eine Probefahrt zu machen. Denn auch bei Kleidung hilft nur: anprobieren!
In Kategorie 1 findest du Laufräder die zu Babys und Kleinkindern ab einem Alter von 1 Jahr passen sollten. Solche Laufräder sind alle Lauflernräder mit 4 Rädern. Für ein Laufrad mit 2 Rädern ist es in dem Alter noch zu früh. Das wohl bekannteste Lauflernrad für Einjährige ist das Puky PUKYlino aber auch von Hudora gibt es ein passendes Modell. Unser Favorit ist allerdings ein Holzlaufrad mit 4 Rädern von einem recht unbekannten Hersteller. Hier kommst du zur großen Übersicht aller Laufräder ab 1 Jahr.
Kategorie 2 umfasst Laufräder für Kinder ab 1,5 Jahren. Hier findest du sowohl etwas größere 4-rädrige Lauflernräder wie das Puky Wutsch als auch einige ganz kleinen Laufräder mit 2 Rädern. Ab 18 Monaten ist dein Kind ja kein Baby mehr und kann bereit sein zum Laufradfahren, wenn es denn das passende Laufrad hat. Ein 12 Zoll Laufrad ist jetzt sicher nicht das richtige. Eher ein ganz kleines und leichtes mit 8 Zoll Rädern. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem 8 Zoll Laufrad Puky LR M gemacht. Alle geeigneten Laufräder findest du unserer Übersicht.
Ab einem Alter von 2 Jahren sprechen wir von Kategorie 3. Jetzt kommt dein Kind ins richtige Laufrad Alter und die Auswahl an passenden Rädern wird deutlich größer. Typische Laufräder für Zweijährige haben 10 Zoll Räder, aber auch viele der kleineren 12 Zoll Modelle finden sich hier. Viele haben Vollgummireifen, aber auch Luftreifen sind vertreten. Die Rahmen sind aus Holz, Stahl und Alu. In dieser Kategorie ist die Auswahl des besten Laufrads schon nicht mehr so einfach. Schau in unsere Übersicht um das passende Laufrad für Dein Kind zu finden.
Kategorie 4 Laufräder sind für Kinder ab 3 Jahren geeignet. Dein Kind ist jetzt schon größer und kräftiger und hat vielleicht schon erste Erfahrungen mit einem Laufrad gesammelt. Die Ansprüche wachsen mit den Fähigkeiten. Empfehlenswerte Laufräder für Dreijährige haben daher meist 12 Zoll Laufräder mit Luftreifen. Schau in unsere Übersicht um das beste Laufrad zu finden.
In die letzte Klasse (Kategorie 5) haben wir nur besonders große Laufräder für Kinder ab 4 Jahren einsortiert. Dies ist eher eine Ausnahme denn solche Laufräder sind wirklich für besonders große Kinder gedacht und sind damit nur etwas für dich wenn du sicher weißt, dass dein Kind nicht so bald auf ein Fahrrad umsteigen wird. Sonst können die meisten Laufräder für Dreijährige auch bis zum vierten Geburtstag genutzt werden.
Weitere wichtige Eigenschaften
Die Größe ist die wichtigste Eigenschaft bei der Auswahl des besten Laufrads. Unsere Kategorien geben dir eine Vorauswahl an wahrscheinlich passenden Modellen für dein Kind. Aber in den meisten Kategorien gibt es immer noch eine große Auswahl. Natürlich haben wir unsere Favoriten in jeder Kategorie. Um final deine Entscheidung zu treffen kannst du weitere für dich wichtige Eigenschaften hinzuziehen.
In unserem Laufradkauf Ratgeber haben wir die wichtigsten Eigenschaften beschrieben. So gibt es Laufräder mit Bremse und ohne, aus Holz, Stahl und Alu, mit Luftreifen und Vollgummireifen. Du hast die Qual der Wahl.
Probefahrt machen!
Unsere Übersicht dir eine Vorauswahl an Laufrädern zeigen die zu deinem Kind passen könnten. Sie kann aber keine endgültige Entscheidung ermöglichen. Hierzu solltest du in deinem eigenen Interesse und dem deines Kindes unbedingt eine Probefahrt machen.
Nur so kannst du sicher sein, dass das gewählte Laufrad von der Größe und den sonstigen Eigenschaften her zum Alter, der Größe und den motorischen Fähigkeiten deines Kindes passt.
Es gibt nichts schlimmeres als ein tolles Laufrad, dass die Eltern ausgewählt haben, das aber nicht genutzt wird weil das Kind damit überfordert ist und keinen Spaß hat.
Achte darauf, dass dein Kind bei der niedrigsten Sattelhöhe gut mit den Füßen auf den Boden kommt. Auch wenn es noch nicht Laufrad fahren kann kannst du dennoch sehen ob es in der Lage ist das Laufrad aufzuheben oder ob es mit der Handhabung noch überfordert ist.
Sicherheit geht vor
Wichtig ist, dass das Kind beim Fahren mit dem Laufrad sowohl einen Helm als auch Schuhe trägt. Ein Helm schützt vor schweren Kopfverletzungen, falls das Kind mit dem Rad umkippt. Schuhe sorgen dafür, dass die Fußsohlen beim Bremsen auf dem Boden unversehrt bleiben. Damit das Kind Fußgängern wie Radfahrern auffällt, sollten an dem Laufrad reflektierende Elemente anbringen. Das können etwa rückstrahlende Aufkleber sein. Zu guter Letzt sollte das Laufrad regelmäßig kontrolliert werden und im Zweifelsfall zur Wartung in eine Werkstatt gebracht werden.
Gerade am Anfang empfiehlt es sich, wenn eure Kinder mit dem Lauflernrad nur auf ebenen Flächen fahren üben. Für die ersten Versuche bieten sich Orte fern von Straßen und Gewässern an. Am besten sucht ihr euch einen Park mit geteerten Wegen. An manchen Orten gibt es sogar bestimmte Übungsplätze, wo ihr in Ruhe euren Rhythmus finden könnt. Am Anfang können Eltern noch neben dem Kinderlaufrad herlaufen und im Notfall eingreifen, sollte der Nachwuchs doch mal zu viel Geschwindigkeit aufnehmen. Denn gerade bei den ersten Versuchen muss das Kind noch ein Gefühl fürs Gleichgewicht und vor allem auch das Bremsen mit den Füßen finden.
Worauf man beim Kauf achten sollte
"Die Versuchung, ein etwas größeres Modell zu kaufen, weil das Kind ja hineinwächst, ist groß", so der Fahrrad-Experte. Man riskiere aber, dass das Kind wenig Freude an dem zu großen Modell hat und sich wehtut, weil es das Gerät noch nicht beherrschen kann.
Das Laufrad muss zur Größe des Kindes passen.
Idealerweise ist das Kind beim Kauf dabei, um die verschiedenen Modelle auszuprobieren. Der Sattel sollte niedrig genug sein, sodass das Kind bei leicht gespreizten Beinen den Boden mit dem kompletten Fuß erreichen kann. Zudem sollte der Lenker leicht erreichbar sein und, falls vorhanden, auch die Bremshebel. Sattel sowie Lenker sollten darüber hinaus verstellbar sein, um das Rad an das Kind anpassen zu können. Gerade zu Beginn sollte auch der Rahmen des Laufrads einen möglichst tiefen Einstieg bieten, da Kinder das Bein noch nicht über einen höheren Rahmen heben können.
Das Laufrad sollte möglichst wenig scharfe Kanten aufweisen. Vor allem die Griffe müssen einen sogenannten Prallschutz haben - sie sind am Ende verdickt, um die Verletzungsgefahr durch die Lenkerenden zu verringern. Luftgefüllte Gummireifen bieten sich gerade auf unebenen Wegen an - sie sorgen dafür, dass Stöße besser abgefedert werden. Mit einem guten Profil rutschen Luftreifen zudem wenig.
Kinder wachsen schnell und irgendwann kann das Laufrad nicht mehr mitwachsen. In Kleinanzeigenbörsen im Internet, auf lokalen Flohmärkten und manchmal auch im Fahrradhandel findet man gebrauchte Modelle - und das wesentlich günstiger als beim Neukauf. Vor dem Kauf eines gebrauchten Laufrades sollte man immer die Funktionalität prüfen und schauen, dass die Räder gut laufen, die Schläuche in Ordnung sind und es keine Risse oder scharfen Kanten im Rahmen oder Lenker gibt. Im Idealfall gibt es im Familien- oder Freundeskreis die Möglichkeit, ein gebrauchtes Laufrad zu übernehmen.
Schadstoffbelastung
Das zeigt sich dann auch in einem vielleicht etwas überraschenden Punkt, nämlich der Schadstoffbelastung bei den von der Stiftung Warentest im Jahr 2018 geprüften 15 Kinderlaufrädern. Nur drei der getesteten Räder erhielten hier die Note "gut", eins schnitt mit "befriedigend“ ab, alle anderen fielen durch. Mangelhaft. Wer gehofft hat, dass die Hersteller hier in den Folgejahren Verbesserungen vornehmen, wurde jetzt herbe enttäuscht. Im Dezember 2021 veröffentlichte Stiftung Warentest ihre neusten Erkenntnisse zu Lauflernrädern.
Die Schadstoffbelastung in Lenker und Sattel ist so ein kritischer Punkt in der Bewertung der Räder, weil sie direkt mit der Haut des Kindes in Berührung kommen. "Akut giftig sind die gefundenen Mengen nicht. Die Substanzen können aber langfristig im Organismus wirken, wenn die Kleinen sie über die Haut aufnehmen", erklärt Stiftung Warentest. In einigen der getesteten Räder wurde das Flammschutzmittel TCPP (das im Verdacht steht, Krebs zu erregen) sowie verschiedene polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nachgewiesen. Einige von ihnen können ebenfalls Krebs erzeugen, andere das Erbgut schädigen.
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