ABUS Fahrradhelm MIPS Test: Sicherheit und Stil im Überblick

Eine Statista-Umfrage aus 2021 zeigt, dass immer noch jede:r zweite keinen Fahrradhelm trägt, obwohl Helme nachweislich vor schweren Verletzungen bei einem Unfall schützen. Der Traditionshersteller ABUS bietet daher eine vielfältige Auswahl an Fahrradhelmen, die dich gut gesichert bei deinen Abenteuern begleiten und dabei auch noch schick aussehen. ABUS Helme zeichnen sich dadurch aus, dass sie in ihrer jeweiligen Disziplin perfekt auf die Fahrerin oder den Fahrer abgestimmt sind.

ABUS Helme für unterschiedliche Einsatzbereiche

Urban & City Helme

Helme für den städtischen Einsatzbereich, wie der ABUS Urban-I, zeichnen sich durch ihre hohe Praktikabilität für den Straßenverkehr aus. Hier gilt es besonders gut von anderen Verkehrsteilnehmenden gesehen zu werden. Helme für den urbanen Raum werden daher gerne mit Rücklichtern versehen. Über das Drücken des Lichtknopfes kann die Fahrerin oder der Fahrer das Licht aufleuchten oder blinken lassen und es natürlich auch ausschalten. Ein besonderer Twist? Ein Schirm an der Vorderseite hält starke Sonneneinstrahlung ab, während ein Fliegennetz an der Stirn vor Insekten schützt.

Wer neben dem Sicherheitsaspekt auch Wert auf ein schönes Design legt, findet im ABUS HUD-Y einen schlank und modern konzipierten Helm für die Stadt. Das längliche Lichtelement ist markant in den Helm eingelassen und schützt dich als Fahrer:in bei Dunkelheit oder generell im stressigen Straßenverkehr.

E-Bike & S-Pedelec Helme

Wer auf dem e-Bike und S-Pedelec unterwegs ist, erreicht dank des unterstützenden Motors auch außerhalb des Radsports eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit. Dementsprechend hat ABUS auch Helme im Portfolio, die bestens für den Einsatz auf dem agilen e-Bike geeignet sind. Die NTA zertifizierten Helme können aufgrund des verstärkten Materials höhere Kräfte absorbieren. Unter anderem kommt eine In-Mold Technologie zum Einsatz, die mit stoßabsorbierenden Helmmaterial (EPS) im Kern verbunden ist. Der Pedelec 2.0 von ABUS ist ein solcher Helm und bietet neben dem Rücklicht auch eine integrierte Regenkappe.

Auch eine Helm-Neuheit dürfte für e-Bike Fahrerinnen und Fahrer spannend sein: Die PURL-Y Reihe von ABUS. Abseits der technischen Finessen, handelt es sich bei der PURL-Y ACE-Variante auch noch um einen optischen Hingucker, denn eine matte Schale wird mit einer glänzenden kombiniert.

Mountainbike Helme

Mit blinkenden und magnetischen Lichtern kann ein e-MTB Helm nicht viel anfangen. Wer einen City-Helm mit einem e-Mountainbike Helm vergleicht, wird sofort eines merken: Mountainbike Helme zeichnen sich vor allem durch einen langen Schirm aus. Dadurch bist du als Fahrerin und Fahrer bestens vor Sonneneinstrahlung geschützt und kannst dich voll auf den vor dir liegenden Trail fokussieren.

Eine Neuheit aus dem ABUS Kosmos stellt der HiDrop Helm für den Downhill-Einsatz dar. Downhill-Fahrer:innen heizen stets hinunter und erwarten Anpassungsvermögen von einem Helm.

MIPS Technologie

MIPS steht für Multi-directional Impact Protection System und wurde im Rahmen der Vorbeugung von Gehirnschäden bei Rotationsstürzen entwickelt. Dank der MIPS Technologie kann eine Drehung oder Rotation der inneren Schale im Verhältnis zur äußeren ermöglicht werden. Die Energie des Aufpralls wird dadurch um bis zu 40 Prozent reduziert und die Belastung auf das Gehirn bei einem Sturz wesentlich verringert.

QUIN System

Mit dem smarten Quin-System bieten ABUS Fahrradhelme eine integrierte Crash-Erkennung. Der Beschleunigungsmesser erkennt und misst Stürze und benachrichtigt im Notfall eine von dir im System hinterlegte Person. Der Sensor erkennt genau, ob es sich um einen ernsthaften Sturz handelt, oder lediglich dein Helm heruntergefallen ist. Wer häufiger alleine unterwegs ist und abseits befestigter Straßen fährt, findet im Quin-System einen großen Helfer.

ABUS Urban-I 3.0 Signal im Test

Du möchtest deinen Kopf beim e-Biken bestmöglich geschützt wissen? Der Abus Urban-I 3.0 Signal macht seinem Namen in Sachen Sichtbarkeit und passiver Sicherheit alle Ehre. Mit nur 261 Gramm ist der Abus Urban-I 3.0 der leichteste Helm im Test. Auch bei der Passform kann der Abus-Helm punkten. Über das umfangreiche Anpassungssystem lässt sich der Helm sehr sauber an den Kopf anpassen und sitzt auch auf schmalen Köpfen wackelfrei.

Bestwerte erzielt der Abus Urban-I auch bei der Belüftung. 12 Öffnungen lassen ausreichend Luft an den Kopf. Ein Fliegennetz sorgt dafür, dass ungewünschte Insekten nicht mit einströmen. Abus setzt als einziger Hersteller im Test auf ein Magnet-Gurtschloss. Das ist am Anfang aufgrund der anderen Schließrichtung im Handling etwas gewöhnungsbedürftig, hält aber zuverlässig und lässt sich mit einer Hand wieder öffnen. Das Gurtsystem am Abus Urban-I ist dagegen eher einfach gehalten. Auch auf den zusätzlichen Rotationsschutz MIPS verzichtet der Hersteller. Das tut der Gesamt-Performance des Abus Urban-I keinen Abbruch.

ABUS Game Changer 2.0 und Stormchaser ACE im Vergleich

Auf dem Asphalt und im Crashtest zeigt sich, welche Helme die größten Sicherheitsreserven bieten. Sieben Hersteller von Abus bis Uvex schickten jeweils ein günstiges und ein Top-Modell zu Preisen zwischen 100 und 300 Euro ins Test-Rennen. Eine Erkenntnis vorweg: Alle Helme sind viel besser, als die Norm es verlangt - doch einige bieten ein kleines Sicherheitsplus, unabhängig vom Preis. Hier: der Abus Game Changer 2.0 und der Abus Stormchaser ACE im Test-Duell.

ABUS Game Changer 2.0

Trotz oben geschlossener Helmschale bieten die reduzierten Luftkanäle eine effektive Kühlung über den gesamten Kopf. Allroundpassform; ohne Rotationssystem (es gibt ihn auch mit Mips) bietet der schnittige Aero-Helm geringfügig weniger Schutz als diejenigen mit Mips; unter den Standard­helmen schafft er ein hohes Niveau; trotz geschlossener Schale kühlt er dank cleverer Luftführung hervorragend; die Anpassung gelingt gut, lediglich um die Ohren herum ist wenig Spielraum; sehr leicht für einen Aerohelm; vorne wie hinten lässt sich die Sonnenbrille sicher parken.

ABUS Game Changer 2.0: Infos und Bewertung
  • Preis: 250 Euro
  • Produktionsland: Italien
  • Gewicht Größe M: 264 Gramm
  • Größen: S 51 - 55, M 54 - 58, L 57 - 61
  • Farben: 12 Farbvarianten
  • Rotationssystem: ohne
TOUR-Bewertung
  • Schutz Rotation (25 %): 3,3
  • Schutz Stoßdämpfung (25 %): 3,0
  • Anpassungssystem (20 %): 1,8
  • Kühlung (15%): 1,0
  • Gewicht (15%): 1,7
  • Gesamtnote (100%): 2,3

ABUS Stormchaser ACE

Nur wenige Hersteller statten ihre Helme mit Reflexmaterial aus.

ADAC Test 2024: ABUS Urban-I 3.0 MIPS

Der Helm von Abus ist bequem zu tragen und lässt sich einfach sowie umfangreich an den Kopf des Radlers anpassen. Schwächen zeigen sich jedoch beim Unfallschutz. Der Abus erreicht so nur ein befriedigend in der Gesamtnote.

ADAC Testergebnis
  • Testergebnis gesamt: 12,7
  • Unfallschutz (55 % Gewichtung): 3,0
  • Handhabung & Komfort (40 % Gewichtung): 1,6
  • Hitzebeständigkeit (5 % Gewichtung): 1,0
  • Schadstoffe (5 % Gewichtung): 1,0
Allgemeine Daten
  • Mittlerer Preis in Euro: 120
  • Gewicht (gemessen) in Gramm: 340
  • Bauart: In-Mold Technologie
  • Kinnbandverschluss: Magnetschloss
Stärken
  • sehr guter Tragekomfort
  • höhenverstellbares Kopfband
  • Magnetverschluss erlaubt sehr einfache Handhabung
  • gute Belüftung
  • auch in auffälliger Farbe erhältlich
  • LED-Beleuchtung hinten
Schwächen
  • Unfallschutz nur befriedigend
  • Abstreifsicherheit nur ausreichend
  • leicht erhöhtes Gewicht
  • nicht günstig

Weitere getestete Helme und ihre Eigenschaften

  • Uvex Urban Planet LED: Bietet zusätzlichen Schutz im Heck- und im Schläfenbereich, angenehmer Tragekomfort, robust, LED-Licht, reflektierende Gurtbänder, weiches Kinnpolster, durchdachter Verschluss.
  • Uvex Finale Visor: Klappbares Visier, Beleuchtung, Insektenschutz.
  • Abus Pedelec 2.0: Integrierter Regenschutz, LED-Licht.
  • Fischer Urban Plus Brooklyn: Beleuchtung, Sonnen- und Insektenschutz, gepolsterter Kinnriemen, Reflexstreifen.

Wichtige Aspekte beim Kauf eines Fahrradhelms

  • Passform: Stramm sitzen, aber nicht drücken.
  • Größe: Dem Kopfumfang entsprechend (siehe Tabelle unten).
  • Sichtbarkeit: Zusätzliche Reflektoren oder gut sichtbare Farbe.
  • Normen: DIN EN Norm 1078 (EU-Standard), NTA 8776 (erhöhte Sicherheitsanforderungen).
  • Austausch: Nach einem Sturz sollte der Helm ersetzt werden.

Die richtige Helmgröße hängt dabei vom Kopfumfang ab, sie wird, wie z. B. auch bei Hüten, in S, M, L und XL eingeteilt.

Kopfumfang für die Helmgröße messen, so geht es

Auch die Frage, welche Helmgröße das eigene Kind braucht, kann über den Kopfumfang beantwortet werden. Hier unterscheidet sich die Methode nicht von der für Erwachsene: Einfach ein Maßband um den Kopf legen, dabei ca. eine Höhe von 10 mm (1 cm) Abstand über den Augenbrauen lassen, den Kopfumfang messen und einen Zentimeter addieren.

Helmgröße in Buchstaben Kopfumfang (ca. Werte)
XS 51 bis 54 cm
S 55 bis 56 cm
M 57 bis 58 cm
L 59 bis 60 cm
XL 61 bis 62 cm
XXL 62 bis 64 cm

MTB-Helm-Test: ABUS Cliffhanger

  • Visir: Das Visir des „Cliffhanger“ Helms von Abus erwies sich als äußerst stabil und widerstandsfähig, großzügig dimensioniert mit drei verschiedenen Visirstufen.
  • Verschluss: Der Helm ist mit einem Fidlock-Verschluss ausgestattet.
  • Belüftung: Die Belüftung des Cliffhanger Helms ist ziemlich gut.
  • Einstellmöglichkeiten: Die Einstellmöglichkeiten des Helms sind insgesamt gut. Allerdings könnte das Einstellrad etwas tiefer am Helm angebracht sein.

Fahrradhelm Test 2025: Testsieger und Ergebnisse

Im Fahrradhelm Test wurden verschiedene Modelle untersucht und in der Praxis unter die Lupe genommen. Wir stellen die Testsieger und Testergebnisse aus unserem Fahrradhelm Test 2025 und dem ADAC Fahrradhelm Test ’21 sowie den vergangenen Jahren vor.

Testsieger aus dem Fahrradhelm Test

  • Alpina Mythos 3
  • Cratoni Pacer Plus
  • Casco Active 2
  • Abus Urban-I 3.0

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