Fahrradversicherung im Test: Schutz vor Diebstahl und Schäden

Die Deutschen geben immer mehr Geld für hochwertige Fahrräder aus. Zugleich stiegen zuletzt die Fahrraddiebstähle wieder an. Genug Gründe also, um sich über den richtigen Versicherungsschutz Gedanken zu machen. Die Nachricht des Versichererverbandes GDV Ende April dürfte vielen Radbesitzern eine Warnung gewesen sein: 150.000 Fahrräder klauten Diebe im vergangenen Jahr - damit lag die Zahl der Diebstähle wieder auf dem Niveau der Vor-Corona-Jahre.

Das ist erst einmal nicht weiter erschreckend: So wurden in den Vorjahren teils deutlich mehr Fahrräder gestohlen als im vergangenen Jahr. Interessant war vielmehr, dass sich der durchschnittliche Schaden je versichertem Fahrraddiebstahl in den zurückliegenden zehn Jahren mehr als verdoppelt hat. Lag der Durchschnittsschaden 2013 noch bei 450 Euro stieg er bis 2023 auf 1.100 Euro. Ein rasanter Anstieg, der seine Ursache vor allem im E-Bike-Boom der vergangenen Jahre haben dürfte.

11 Millionen E-Bikes auf deutschen Straßen zählte im vergangenen Jahr der Zweirad-Industrie-Verband. Zum Vergleich: Vor 10 Jahren waren es gerade einmal 1,6 Millionen. Für ein E-Bike greifen die Deutschen dabei tief in die Tasche - 2.950 Euro im Schnitt kostet die elektrisch unterstützte Mobilität auf zwei Reifen. Angesichts hoher Preise und einer erhöhten Aktivität der Diebe, stellt sich für viele Besitzer die Frage nach dem richtigen Versicherungsschutz.

Hausratversicherung vs. Spezialversicherung

Zwar sind Fahrräder im Schutz der Hausratversicherung inbegriffen, jedoch gilt hier in der Regel eine Wertgrenze - die Versicherer zahlen nur bis zu einem bestimmten Wert bzw. nur einen festen Prozentsatz der Versicherungssumme. Gerade Besitzer hochpreisiger Fahrräder laufen hier in Gefahr, auf einem Teil ihres Schadens sitzen zu bleiben. Zudem greift die Hausratversicherung nur bei Diebstählen. Wer auch Schäden durch Unfälle, Verschleiß oder Vandalismus abdecken möchte, muss zu einer speziellen Fahrradversicherung greifen.

Das Angebot am Markt ist dabei breit und für die Kunden meist unübersichtlich. Gleich zwei Ratings versuchen nun, für mehr Durchblick zu sorgen. Insgesamt 111 Fahrradversicherungen von 45 Anbietern nahm sich die Zeitschrift „Finanztest“ zur Brust. Einen Basis-Schutz gegen Diebstahl, Einbruchdiebstahl und Raub bieten alle der untersuchten Tarife.

Allerdings kommt es auch hier schon auf Details an. Zwar zahlen alle Versicherer nur, wenn das Fahrrad zum Zeitpunkt des Diebstahls abgeschlossen war. Manche Versicherer bestehen aber darauf, dass das Rad an einen ortsfesten Gegenstand angeschlossen war. Manche Anbieter, zum Beispiel der ADAC, Assona, BD24 und die Sparkassenversicherung bestehen zudem darauf, dass das Fahrradschloss bei hochwertigen Rädern mindestens einen Wert von 49 Euro hat. Die Sparkassenversicherung verlangt gar ein Fahrradschloss bestimmter Marken, beispielsweise von Abus oder Kryptonite.

Testsieger bei Finanztest

Bei insgesamt sechs Tarifen bestätigte Finanztest ein sehr hohes Leistungsniveau: Gleich vier stammen von Adam Riese (Adam Riese XL (Diebstahl+Pannenhilfe), Adam Riese XL (Diebstahl), Adam Riese XXL (Diebstahl + Pannenhilfe), Adam Riese XXL (Diebstahl)). Auch bei der Allianz (Smart) und der Signal Iduna (Fahrrad Diebstahl (Paket S)) bestätigte Finanztest ein sehr hohes Leistungsniveau. Und das teils zum kleinen Preis: Bei der Signal Iduna bekommt man sowohl in Remscheid (geringes Diebstahlrisiko) als auch in Leipzig (hohes Diebstahlrisiko) für ein 1.500 Euro teures Trekking-Bike den Versicherungsschutz für 32 Euro. Bei anderen Anbietern variieren die Versicherungsbeiträge je nach Standort deutlich.

Worauf Sie im Kleingedruckten achten sollten

Auch wer sich für einen Tarif mit erweitertem Schutz entscheidet, sollte auf das Kleingedruckte achten. So bekommen Kunden bei manchen Tarifen nur den Zeitwert, nicht aber den Neuwert erstattet. Andere Tarife beschränken die Neuwertentschädigung auf einen bestimmten Zeitraum. Wer sein Fahrrad ins Ausland für einen längeren Zeitraum ins Ausland mitnehmen möchte, sollte darauf achten, dass der Versicherungsschutz weltweit und unbegrenzt gilt - einige Anbieter limitieren den weltweiten Versicherungsschutz auf einen bestimmten Zeitraum. Bei manchen Tarifen lassen sich zudem Schutzbrief-Leistungen hinzubuchen, die eine Reparatur des Fahrrads vor Ort durch einen Dienstleister oder ein Leihfahrrad beinhalten. Teilweise sind hier sogar Hotelübernachtungen enthalten.

Bei den Tarifen, die sowohl beim Diebstahl-, als auch beim zusätzlichen Schutz überzeugen können, zählt Finanztest insgesamt 23. Anbieter, die einen solchen Tarif im Angebot haben, sind:

  • Adam Riese
  • Ammerländer
  • Barmenia
  • GVO
  • Helden.de
  • Janitos
  • NV
  • Öffentliche Oldenburg

EFahrer.com kürt Helden.de zum Testsieger

Der Tarif von Helden.de wurde auch bei einem zweiten Rating - vom Portal EFahrer.com - zum Testsieger gewählt. Der „E-Bike- & Fahrradschutz erhielt hierbei die Note 1,05 - das entspricht einem „sehr gut“. Gelobt wurde hier vor allem die Flexibilität bei der Vertragsgestaltung: So gibt es keine Mindestvertragslaufzeiten und eine kurze Kündigungsfrist. Zudem gibt es keine Obergrenze für Schäden.

Weitere Tarife, die mit „sehr gut“ bewertet sind, stammen von:

  • Fahrsicherung des Berliner Versicherungsmaklers Thomas Giessmann Tarife: „Fahrsicher“ sowie „Fahrsicher+“
  • E-Bikeschutz.de (Heinemann Wirtschaftsberatung GmbH, Tarif: „PremiumPlus“
  • GVO (Tarif: „Top-VIT inkl. Schutzbrief” sowie “TOP-VIT PlusN inkl. Schutzbrief“)
  • Ammerländer („Exclusiv“ sowie „Excellent“)
  • Barmenia (Tarif: Barmenia-Fahrrad-/E-Bike-Versicherung „Smart“)

Die beiden Tarife der Ammerländer, die Barmenia und die GVO finden sich auch bei den Testsiegern von „Finanztest“ wieder.

Die E-Bike Versicherung des ADAC

Die E Bike Versicherung des ADAC bietet Ihnen sinnvollen Schutz für Ihr E-Bike, wenn dieses maximal 25 km/h erreicht. Solche "E-Bikes" werden richtig als Pedelec bezeichnet. E-Bikes bis 45 km/h sind zulassungspflichtig. Die Motorunterstützung erreichen sie per Knopfdruck. Daher benötigt man für diese E-Bikes ein Versicherungskennzeichen und die Betriebserlaubnis. Der Führerschein Klasse M (Mofa) ist Voraussetzung.

Die E Bike Versicherung wird Ihnen im Rahmen der ADAC Fahrrad-Versicherung angeboten. Eine E-Bike Versicherung bietet Ihnen für Ihr teures E-Bike einen weltweiten Rundumschutz bei Diebstahl und Sachschäden. So sind auch Fahrradteile wie Akku oder Bordcomputer geschützt, wenn Sie Ihnen gestohlen oder bei einem Unfall beschädigt werden.

Die E Bike Versicherung der ADAC Versicherung AG schützt Ihr E-Bike bis 25 km/h. Sie werden auch als Pedelecs bezeichnet. Sie versichert Fahrräder und E-Bikes bis 25 km/h. In der E Bike Versicherung können Sie den gesamten Fuhrpark in Ihrem Hausstand versichern. Also auch die E-Bikes von Ihrer Familie.

In der ADAC Fahrrad-Versicherung zählen zum Begriff "Familie" alle Personen, die in Ihrem Haushalt leben. Dies können z.B. Ihre eigenen Kinder bis zum 23. die Kinder Ihres Ehepartners bzw. nicht-ehelichen Lebenspartners bis zum 23. Sie können damit in der ADAC Fahrrad-Versicherung auch die Fahrräder Ihrer Kinder versichern. Vorausgesetzt, jedes Fahrrad ist nicht älter als 3 Jahre und Ihre Kinder haben das 23.

Die erstattungsfähigen Kosten in der E Bike Versicherung sind abhängig von der gewählten Versicherungssumme. Das Zubehör und das Fahrradgepäck sind in der E-Bike Versicherung unabhängig von der Versicherungssumme geschützt. Versichert sind 300 € pro Teil bzw. die fest verbundenen Fahrradteile wie z.B. das Fahrradzubehör wie z.B. das Fahrradgepäck wie z.B. Der Preis der fest verbundenen Fahrradteile ist bei Abschluss der E Bike Versicherung mit anzugeben. Der Kaufpreis des E-Bikes sowie die Kosten für die fest verbundenen Fahrradteile ergeben die Versicherungssumme.

Die Bausteine der E Bike Versicherung können Sie je nach Bedarf abschließen, separat oder in Kombination. Die E Bike Versicherung können Sie schnell und einfach abschließen. Der jährliche Versicherungsbeitrag ist abhängig von Ihrem Wohnort. Alter Ihres E-Bikes: in der ADAC Fahrrad-Versicherung darf das Pedelec nicht älter als 3 Jahre sein. Bei gebraucht gekauften Pedelecs ist das Erstkauf-Datum also zu beachten. Anzahl der zu versichernden Fahrräder: Sie können in der ADAC Fahrrad-Versicherung auch den gesamten Fuhrpark Ihres Haushalts ("E-Bikes" bis 25 km/h + Fahrräder) versichern. Wahl des Bausteins: Sie haben die Wahl zwischen den Bausteinen "Diebstahlschutz" und "Reparaturschutz". ADAC Mitgliedschaft: Die Fahrradversicherung kann auch von Personen ohne ADAC Mitgliedschaft abgeschlossen werden.

Was tun im Schadensfall?

Sie haben einen Schaden zu melden? Melden Sie uns einen Schadenfall bitte umgehend schriftlich. Zeigen Sie Schäden durch Raub, Diebstahl, Vandalismus, Brand oder Explosion im ersten Schritt bei der Polizei an. Den Kaufpreis für den beschädigten Gegenstand müssen Sie mit einer Rechnung nachweisen. Bei einem neuen E-Bike benötigen wir die Original-Rechnung.

Diebstahlschutz und Reparaturschutz

Ein Fahrraddiebstahl ist nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer: Deutschlandweit entstehen jährlich rund 100 Millionen Euro Schaden durch geklaute Fahrräder. Umso praktischer also, wenn Sie nicht selbst auf den Kosten sitzen bleiben.

Mit der Fahrradversicherung aus dem Hause ADAC können Sie verschiedene Bausteine auswählen und durch Fahrraddiebstahl entstandene Kosten zurückbekommen. Doch nicht nur geklaute Fahrräder sind ärgerlich für die Geldbörse, auch kaputte Zubehörteile können vor allem bei Pedelecs schnell ins Geld gehen. Bei der ADAC Fahrrad-Versicherung können Sie aus verschiedenen Bausteinen auswählen und neben dem Diebstahlschutz auch einen Reparaturschutz als Baustein abschließen. Je häufiger ein Fahrrad genutzt wird, desto höher auch der Verschleiß.

Versicherung Vorteile Nachteile
Hausratversicherung In vielen Fällen bereits vorhanden Oft Wertgrenzen, greift nur bei Diebstahl aus verschlossenen Räumen
Spezielle Fahrradversicherung Umfassender Schutz, deckt auch Schäden durch Unfälle, Verschleiß und Vandalismus ab Höhere Kosten

Verschiedene Tarife für die ganze Familie

Der jährliche Versicherungsbeitrag hängt von der Art und Kaufpreis Ihres Fahrrads (max. 10.000 Euro pro Rad) und der Anzahl der zu versichernden Fahrrädern ab. So können Sie entweder nur ein Fahrrad für sich versichern oder alle Fahrräder, die Ihnen gehören, falls Sie verschiedene Modelle besitzen. Oder Sie entscheiden sich dafür, die Fahrräder aller Familienmitglieder Ihres Haushalts vor Diebstahl und Reparaturkosten zu schützen. Unter zusätzlicher Berücksichtigung Ihrer gewählten Bausteine und Ihrer ADAC-Mitgliedschaft setzt sich letzten Endes Ihre jährliche Versicherungsrate zusammen, wobei Sie bei Abschluss beider Bausteine (Diebstahl- und Reparaturschutz) einen Kombirabatt erhalten.

E-Bike Versicherung: Eine sinnvolle Investition

Noch nie war eine günstige E-Bike Versicherung so wertvoll wie heute. Denn durch den anhaltenden E-Bike-Boom sind auch die Kosten für ein neues Fahrrad in den in die Höhe geschnellt. Wurden 2019 laut Zweirad-Industrie-Verband noch im Durchschnitt 929 Euro für ein neues Bike investiert, waren es 2022 bereits 1602 Euro. Tendenz: weiter stark steigend!

Eine E-Bike Versicherung ist daher generell eine gute Investition - denn wer so tief in die Tasche greift, möchte auch lange Spaß am neuen Gefährt haben. Gemeinsam mit dem Rechercheinstitut FactField hat FOCUS E-BIKE daher den großen Test der E-Bike-Versicherungen 2025 durchgeführt.

Die Kriterien des E-Bike Versicherungs-Tests

Jeder Teilnehmer des Onlinepanels durfte bis zu zwei E-Bike Versicherungen bewerten, bei denen er in den vergangenen zwölf Monaten versichert war. Die Kunden gaben für den großen E-Bike Versicherungs-Test über 2100 Urteile ab. Daraus errechnete FactField für jedes Merkmal einen normierten Indexwert zwischen null und hundert.

Das Gesamturteil setzt sich aus den Bewertungen in den vier Kategorien Produktangebot, Kundenservice, Kundenkommunikation und Preis- Leistungs-Verhältnis zusammen. Jeder dieser Kategorien wurden entsprechende Service- und Leistungsmerkmale zugeordnet, die von den Befragten bewertet wurden.

Die beste Kundenkommunikation

Eine verbindliche und verständliche Kommunikation sowie umfangreiche Auskünfte der Versicherung zu ihren Angeboten und Produkten sind die Kernpunkte für eine ausgezeichnete Kundenkommunikation - insbesondere natürlich im Falle einer notwendigen Schadensregulierung. Weiterer Faktor für die Bewertung in dieser Kategorie sind auch die Informationen, die auf der Webseite - möglichst ohne langes Suchen - zur Verfügung gestellt werden.

Der beste Kundenservice

Zu einem guten Service gehört nicht nur, dass die Mitarbeiter der Versicherung gut erreichbar sind, hilfreiche Auskünfte erteilen und dabei über die notwendige Fachkompetenz verfügen. Sprich: eine schnelle und zuverlässige Reaktion bei Problemen. Als Kunde erwartet man auch, dass eine langjährige Treue belohnt wird. Zum Beispiel, indem man proaktiv über neue und günstigere Tarife informiert wird, um Geld zu sparen oder sich besser abzusichern. Und natürlich freut man sich, wenn die E-Bike Versicherung im Schadensfall eine gewisse Kulanz an den Tag legt.

Das beste Produktangebot

Um das Produktangebot zu bewerten, haben die Befragten die E-Bike Versicherungen in sechs Kategorien benotet, denn eine gewisse Angebotsvielfalt ist dabei genauso wichtig wie die Transparenz, welche Leistungen in der Versicherung enthalten sind. Außerdem sollte diese einen umfassenden Schutz bieten und zum Beispiel Unfall- und Sturz- sowie Pannenschäden abdecken. Für alle, die regelmäßig im Ausland unterwegs sind, empfiehlt sich ein internationaler Versicherungsschutz, und in Großstädten ist der Diebstahlschutz eine der wichtigsten Komponenten.

Dabei lohnt sich ein Blick auf das Kleingedruckte. Etwa, ob das E-Bike außerhalb von abschließbaren Abstellplätzen und über den Wohnungsort hinaus versichert und der Diebstahl von Komponenten mit inbegriffen ist.

Für die meisten Kunden wird das Preis-Leistungs-Verhältnis der wichtigste Faktor bei der Wahl einer Versicherung sein. Für die Beiträge erwartet man eben eine angemessene Leistung. Erfreulich ist die offenbar sehr hohe Zufriedenheit der Befragten - was auf gute Erfahrungen mit E-Bike Versicherungen schließen lässt. 76 Prozent der Teilnehmer attestieren dabei ihrer Versicherung ein gutes oder sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Notwendigkeit einer E-Bike Versicherung

Dass eine spezielle E-Bike-Versicherung generell sinnvoll beziehungsweise gar notwendig ist, steht für Experten außer Frage. Bisher konnte man sein unmotorisiertes Bike im Zweifel auch noch über die Hausratversicherung mit absichern - was aber vor allem einem Diebstahlschutz entspricht. Allerdings steckt selbst dabei häufig die Tücke im Detail, denn meist ist das Rad dann nur zu einem Betrag abgesichert, der von der Versicherungssumme des Hausrates abhängt. Und wer ein Rundum-sorglos-Paket wünscht, also das Rad auch zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens mit ruhigem Gewissen draußen abstellen möchte, muss oft zusätzliche Pakete hinzubuchen.

Bei einem E-Bike ist dies dagegen keine wirkliche Option - egal aus welcher Preiskategorie Ihr neues Gefährt stammt. Denn bei einer speziellen E-Bike-Versicherung richtet sich die Entschädigungssumme nach dem tatsächlichen Wert des Fahrrads. Damit ist sie so etwas wie eine Vollkasko fürs E-Bike - die auch deutlich mehr Leistungen beinhaltet als einen reinen Diebstahlschutz.

Je nach Anbieter sind Unfall- oder Sturzschäden und Vandalismus genauso mit abgesichert wie etwa ein Akkudefekt, Feuchtigkeits- und Elektronikschäden am E-Bike Motor oder sogar Brände und Kurzschlüsse. Bei einigen Anbietern lassen sich selbst Verschleißteile wie Reifen und Co.

Die Kosten einer E-Bike Versicherung

Die Kosten für eine E-Bike Versicherung hängen natürlich vom Neupreis des E-Bikes und Ihrem Wohnort ab - in Metropolen wird es meist ein wenig teurer. Inzwischen gibt es eine große Auswahl an E-Bike-Versicherungen - mit zum Teil unterschiedlichen Versicherungsleistungen.

Wie Sie es wahrscheinlich von Ihrer Hausratversicherung kennen, bieten die meisten Anbieter neben der Grundabsicherung verschiedene Bausteine an, die Sie optional zusätzlich buchen können. Dann ist ihr E-Bike nicht nur bei einem Diebstahl geschützt, sondern deckt Ihre E-Bike Versicherung etwa auch die Kosten von Reparaturen ab oder tritt bei Vandalismus ein. Basis jeder E-Bike Versicherung ist der Diebstahlschutz. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Bei den qualitativ hochwertigen Versicherungs-Tarifen wird - unabhängig vom Alter des E-Bikes - der Neupreis erstattet. Diese E-Bike-Versicherungen sind allerdings meistens auch ein wenig teurer. Günstiger sind Tarife, bei denen lediglich ein Zeitwert erstattet wird.

Unabhängig davon sollten Sie beim Kauf eines E-Bikes die Rechnung gut aufbewahren und sich direkt die Rahmennummer Ihres E-Bikes notieren. Wichtig: Natürlich müssen Sie Ihr E-Bike trotz Versicherung auch mit einem Schloss sichern.

Diebstahl von Einzelteilen

Die meisten E-Bike-Versicherungen decken zudem nicht nur den Diebstahl des gesamten Rades ab, sondern kommen auch für den Schaden auf, werden nur einzelne Teile geklaut. Und das kommt häufiger vor als gedacht: Laut der von der E-Bike Versicherung Wertgarantie 2021 veröffentlichten Studie „E-Bike Reparatur“ wird zwar bei 51,8 Prozent aller E-Bike-Diebstähle das komplette Rad gestohlen - immerhin 48,2 Prozent der Langfinger haben es aber nur auf bestimmte Komponenten abgesehen.

Der E-Bike-Akku ist dabei praktisch bei allen Anbietern mitversichert. Bei allen weiteren Teilen unterscheiden viele E-Bike Versicherungen zwischen fest montierten Komponenten (z.B. Ständer, Schutzbleche) und losen Teilen (Fahrradkorb, Gepäck).

Reparatur- und Wartungskosten

Mit ihrem Motor, Antrieb und Akku sind E-Bikes technisch deutlich hochwertiger als herkömmliche Fahrräder. Klar, dass da auch mal was kaputt gehen kann - und klar, dass dies dann eben teurer ist, als nur ein paar lockere Schrauben festzuziehen. Aus diesem Grund bieten viele E-Bike Versicherungen unterschiedliche Möglichkeiten und Bausteine an, um Reparaturen und Wartungskosten abzudecken.

Ob diese Bausteine der E-Bike Versicherung für Sie notwendig sind, hängt vor allem davon ab, wie häufig Sie Ihr E-Bike wirklich nutzen und welche Distanzen Sie dabei zurücklegen. Bei einem neuen Modell werden einige Wartungen und Service-Dienstleistungen zudem auch über die gesetzlichen Garantiebestimmungen für die E-Bike-Hersteller abgedeckt.

Folgende Reparatur- und Wartungskosten kann eine E-Bike Versicherung übernehmen:

  • Verschleiß: Wird das Rad regelmäßig genutzt, werden z.B. Schaltung, Kette und Ritzel in Mitleidenschaft gezogen. Die Kosten für einen Ersatz bzw. die Reparatur werden gegen Vorlage der Rechnung übernommen. Der Verschleiß von Bremsen und Reifen ist nicht bei allen E-Bike Versicherungen mit abgedeckt.
  • Akku-Verschleiß: Lässt die Leistung der Batterie deutlich nach, ist dies unter Umständen auch ein Fall für die E-Bike-Versicherung. Hier haben die verschiedenen Anbieter unterschiedliche Voraussetzungen für eine Schadensregulierung.
  • Unfallschäden: Auch bei selbst verursachten Stürzen werden die Kosten für Schäden am E-Bike übernommen.
  • Bedienungsfehler und unsachgemäße Handhabung: Zum Beispiel nach einem Kurzschluss aufgrund eines falsch eingesetzten Akkus.
  • Vandalismus: Wird Ihr E-Bike komplett oder werden einzelne Teile von Fremden zerstört, kann dies ebenfalls ein Fall für die E-Bike-Versicherung sein.
  • Materialfehler: Hier greift natürlich zuerst die gesetzliche Garantie, die in der Regel zwei Jahre gültig ist.

Schutzbrief für lange Distanzen

Für alle, die mit dem E-Bike häufig lange Distanzen zurücklegen, ist ein zusätzlicher Schutzbrief eine gute Investition, insbesondere, wenn Sie mit dem E-Bike auf Reisen ins Ausland gehen.

Der Schutzbrief einer E-Bike-Versicherung deckt zum Beispiel folgende Kosten ab:

  • Pick-Up Service bei einer Panne
  • Pannenhilfe vor Ort
  • Ersatzrad zur Miete
  • Übernachtung

Für alle diese Posten gibt es bei jeder Versicherung jedoch Maximalbeträge für die Erstattung.

Worauf Sie bei der Wahl einer Fahrradversicherung achten sollten

  • Kaufpreis: Neukaufpreis (abzüglich Rabatten) bzw.
  • Postleitzahl: Das Risiko für Fahrraddiebstahl ist in manchen Regionen höher als in anderen.

Eine gute Fahr­radversicherung kann im Ernst­fall bares Geld sparen. Die Stiftung Warentest hat 118 Tarife von 44 Anbietern getestet - mit erfreulichem Ergebnis: Bereits ab rund 30 Euro im Jahr gibt es sehr guten Diebstahl­schutz für ein Trekkingrad im Wert von 1 500 Euro oder ein E-Bike im Wert von 6 000 Euro. Wer etwas mehr investiert, kann sein Bike zusätzlich gegen Unfälle, Vandalismus oder Verschleiß absichern. Aber Achtung: Einige Policen kosten fast zehnmal so viel wie die güns­tigten - bieten aber deutlich weniger Leistung.

Von 118 Versicherungen im Test sind 36 sehr gut, darunter auch güns­tige. Zusätzlich zeigen wir die Merkmale jedes Tarifs. So lässt sich auf einen Blick erkennen, welchen Versicherungs­schutz ein bestimmter Tarif bietet. Unser Vergleich zeigt, welche Police wofür zahlt, wer einen Pannen-Schutz­brief anbietet und wie gut der Versicherungs­schutz im Ausland ist. Im Test sind Tarife aller wichtigen Anbieter - von ADAC und Ammerländer über Huk und Signal Iduna bis Zurich.

Hausrat­police oder eigen­ständige Fahr­radversicherung?

Wir erklären, welche Vor- und Nachteile mit dem Schutz des Rades in der Hausrat­versicherung verbunden sind. Brauche ich wirk­lich eine spezielle Fahr­radversicherung? Reicht nicht auch die Hausratpolice? Die Antwort auf diese Frage kann unterschiedlich ausfallen - je nachdem, ob Sie Gelegen­heits­radler oder Vielfahrerin sind oder ein besonders teures Rad fahren.

Eine Fahr­radversicherung mit Diebstahl­schutz muss nicht teuer sein. Einige Tarife sind sogar für teure Fahr­räder in Hoch­risiko­gebieten sehr günstig, zum Beispiel für ein 1 500-Euro in Göttingen oder ein 6 000-Euro-Rad in Bremen. Unser neuer Online-Rechner zeigt Ihnen, ob sich eine Fahr­radversicherung (Diebstahl­schutz) für Sie lohnt.

Wichtig: Der Umkehr­schluss gilt nicht. Nur weil eine Versicherung teurer ist als der Erwartungs­wert, heißt das noch nicht, dass sie sich nicht lohnt! Das Diebstahlrisiko ist von Region zu Region verschieden. Am häufigsten werden Fahr­räder in Groß­städten wie Berlin oder Studenten­städten wie Münster, Göttingen oder Freiburg gestohlen. Wer in einem Stadt­staat oder einer Studenten­stadt lebt, hat das größte Risiko, Opfer eines Fahr­raddiebstahls zu werden. In Mittel- und Süddeutsch­land schlagen Fahr­raddiebe im Schnitt seltener zu.

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