Geführte Radtouren mit dem ADFC finden

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 240.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Der ADFC setzt sich mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Der ADFC will, dass Deutschland bis 2030 ein attraktives Fahrradland wird, das in allen Städten und Dörfern einladende Rahmenbedingungen zum Radfahren und Qualitätsradwege statt Holperstrecken bietet.

Was macht der ADFC?

Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können. Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen.

Warum geführte Radtouren mit dem ADFC?

Der ADFC bietet ein vielfältiges Programm öffentlicher, geführter Radtouren an. Egal, ob du Tourenrad, Mountainbike, Rennrad oder E-Bike fährst, ob du entspannt oder sportlich unterwegs sein möchtest - unser vielfältiges Angebot bietet dir die passende Radtour. Zwei Tourenleiter*innen sind immer dabei. Die Touren werden von ehrenamtlichen Tourenleiterinnen und Tourenleitern geführt.

Hast du Lust, Stadt und Land aus der Radler:innenperspektive kennenzulernen? Dann schließe dich einer unserer geführten Touren an, einfacher geht's nicht! Ganz nebenbei kannst du dort auch mit anderen Radler:innen ins Gespräch kommen sowie Anregungen und Schleichweg-Kenntnisse für die nächste eigene Tour sammeln.

Vorteile geführter Radtouren:

  • Sicherheit: Erfahrene Tourenleiter kennen die besten und sichersten Routen.
  • Gemeinschaft: Radfahren in der Gruppe macht Spaß und ermöglicht neue Kontakte.
  • Entdeckung: Lerne neue Orte und versteckte Ecken kennen.
  • Wissen: Erfahre interessante Fakten über die Region und ihre Geschichte.

Wie finde ich die passende ADFC-Radtour?

Das bundesweite Terminportal des ADFC macht die Termine der ADFC-geführten Touren online sichtbar. Mit der Suchfunktion wird die Wunschtour schnell gefunden. Die Suche funktioniert nach Ort, Umkreis und Datum oder Zeitraum. Bei den geführten Radtouren lässt sich zudem nach Schwierigkeitsgrad oder Länge der Tour auswählen, der Fahrradtyp, die Durchschnittgeschwindigkeit oder die Zielgruppe und vieles mehr filtern. Wer eine Radtour sucht, kann so ganz einfach die passende Wunschtour finden und gleichzeitig das umfangreiche Angebot eingrenzen. Außerdem kann man sich so sicher sein, was einen auf der Radtour erwartet.

Suchfunktionen im Detail:

  • Datum oder Zeitraum: Suche nach Radtouren an bestimmten Tagen oder in einem bestimmten Zeitraum.
  • Tourenleiter*in: Finde Touren deiner Lieblings-Tourenleiter*innen.
  • Typen: Wähle zwischen Tages-, Halbtages-, Feierabend- und Mehrtagestouren/Radreisen.
  • Geeignet für: Filtere nach Radtouren, die für Rennrad, Pedelec, Mountainbike usw. empfohlen werden.
  • Merkmale: Wähle nach Schwierigkeit, Tourenlänge, Geschwindigkeit, Steigung und Belag.

Neben den geführten ADFC-Radtouren finden sich auch viele weitere Veranstaltungen in dem Portal wie Demonstrationen und andere Aktionen auf der Straße, Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themen und offene Treffen, Vorträge und Kurse, Fahrrad-Codierung und Technik-Checks.

Was muss ich bei der Teilnahme beachten?

Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist, dass dein Fahrrad der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung entspricht. Vor allem Bremsen, Reifen und Beleuchtung müssen in einwandfreiem Zustand sein. Für alle Teilnehmer*innen unserer Touren gilt die Straßenverkehrsordnung. Das Fahren in der Gruppe erfordert erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme. Halte genügend Abstand, bleib in deiner Spur und befolge die Anweisungen der Tourenleitung. Es dient deiner Sicherheit und der Sicherheit aller Teilnehmer*innen.

Einige Touren haben organisatorische Besonderheiten und sind entsprechend gekennzeichnet: Bei einigen Touren muss aus organisatorischen Gründen die Teilnehmerzahl begrenzt werden. Für die Teilnahme ist deshalb eine Online-Voranmeldung erforderlich. Wenn sich mehr Radler:innen angemeldet haben als teilnehmen können, entscheidet die Reihenfolge der Anmeldung.

Empfehlungen für die Ausrüstung:

  • Verkehrssicheres Fahrrad: Überprüfe Bremsen, Reifen und Beleuchtung.
  • Werkzeug und Ersatzschlauch: Sei vorbereitet auf kleinere Pannen.
  • Passende Kleidung: Wähle Kleidung, die vor Wind, Regen und Kälte schützt.
  • Getränke und Proviant: Nimm ausreichend Verpflegung mit.

Was kostet eine ADFC-Tour?

Der Teilnahmebetrag richtet sich nach Länge der Radtour.

Tourart ADFC-Mitglieder Nicht-Mitglieder
Feierabendtour kostenlos 2,00 EUR
Halbtagestouren kostenlos 4,00 EUR
Ganztagestouren kostenlos 6,00 EUR
Mehrtagestouren 5,00 EUR / Tag 10,00 EUR / Tag

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren brauchen nichts zu bezahlen, dürfen jedoch nur in Begleitung eines Erwachsenen mitfahren. Mitglieder sollten bitte ihren Mitgliedsausweis mitführen, um kostenlos mitfahren zu können.

Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür - auch Dank deiner Mitgliedschaft - nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrenden ein. Für dich hat die ADFC-Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Du kannst egal, wo du mit deinem Fahrrad unterwegs bist, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhältst du mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was dich als Radler:in politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben.

Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radfahrende mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass du auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden kannst. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

Worauf sollte ich als Radler:in achten?

Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Du hast keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radler:in im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmer:innen zu rechnen. Passe deine Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalte dich vorhersehbar, in dem du beispielsweise dein Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halte Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer:innen nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle.

Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich.

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