Adidas Five Ten MTB Schuhe im Test: Ein umfassender Überblick

Five Tens neue Trailcross-Modelle sind für Abenteurer gemacht! Inspiriert von den Adidas TERREX Trailrunning-Modellen und ausgestattet mit der bewährten griffigen Stealth Rubber-Sohle hat Five Ten eine Schuh-Modellpalette für Fahrer entwickelt, die sich gern jenseits der ausgetretenen Pfade bewegen. Doch nach mehr als 10 Jahren (ja, das ist tatsächlich schon so lange her) haben sich die Befürchtungen der Mountainbiker nicht erhärtet, dass die beliebte Schuhmarke Five-Ten verwaschen wird.

Five Ten Trailcross XT: Der Abenteurer-Schuh

Unser in Schottland beheimateter Redakteur und Flatpedal-Enthusiast Finlay hat die Five Ten Trailcross XT einen besonders feuchten schottischen Herbst lang auf die Probe gestellt. Schon beim ersten Anblick wird sofort klar, dass dieser Schuh anders ist als alle vorherigen Five Ten-Modelle. Einfach alles, von der Designsprache bis hin zu den verwendeten Materialien im atmungsaktiven Obermaterial, ist neu und weist eine unverkennbare Ähnlichkeit zur Adidas TERREX-Serie auf.

Design und Materialien

Die Schuhe fühlen sich relativ leicht an, das von uns getestete Paar in Größe 42 wiegt 760 g. Das Obermaterial der Schuhe besteht aus leichtgewichtigem, atmungsaktivem Netzgewebe, das für eine spitzenmäßige Belüftung sorgt. Um die Performance der Schuhe unter warmen Bedingungen zu testen, nahmen wir sie auf einen Bike-Trip nach Madeira mit. Sie funktionierten im heißen Klima exzellent, verhinderten schwitzige Füße und boten uns auch unter wechselnden Bedingungen einen hohen Komfort.

Grip und Sohle

Auf dem Trail wurde eine Sache schnell klar: Der Five Ten Trailcross XT hat gegenüber seinen Stallgefährten kein bisschen an Grip verloren, klebt an unseren Pedalen und hält unsere Füße bombenfest an Ort und Stelle, egal wie ruppig der Trail auch ist. Die Sohle selbst ist in drei Bereiche unterteilt:

  • Der Zehen- und Fersenbereich besitzen ein geriffeltes Profil für besseren Grip abseits des Bikes.
  • Die großflächige Mittelsektion umfasst den Großteil der Sohle und besteht aus dem gepunkteten Stealth Phantom-Rubber, der sich auf dem Pedal seit Jahren bewährt.
  • Der Frontbereich der Sohle ist zudem relativ flexibel, sodass ihr eure Zehen an- und abwinkeln könnt, um den Grip auf und neben dem Bike zu verbessern.

Doch im weiteren Verlauf scheint die Sohle zunehmend steifer zu werden, sodass sie reichlich Stabilität für Enduro- und Trail-Vergnügen bietet. Dank eines Neoprenschafts und einer Schaumstoffverstärkung, die sich über Knöchel und Ferse hinweg erstreckt, bietet der Schuh dem Fuß zudem einiges an Halt und Schutz und bewahrt ihn so vor Stößen, Kratzern und eindringendem Schmutz.

Vielseitigkeit

Wenn ihr euer Bike mal schultern müsst und es zu Fuß weitergeht, zeigen diese Bikeschuhe ihre ganz besondere Stärke. Egal ob ihr im Backcountry eine Freeride-Line auskundschaftet, eine ausgesetzte Bergflanke mit eurem Bike auf dem Rücken hinaufklettert oder doch alles andere dazwischen - die Trailcross XT verleihen euch unvergleichlichen Grip, ohne, dass ihr dafür Kompromisse hinsichtlich der Allround-Performance beim Biken eingehen müsst. Five Ten hat mit dem Trailcross XT einen Flatpedal-Schuh für jede Art von Bike-Abenteuer entwickelt! Einfach alles an dem Design und der Umsetzung dieser Schuhe passt perfekt: von der bewährten Stealth-Sohle, die erstklassigen Grip sowohl auf als auch neben dem Bike bietet, bis hin zur leichtgewichtigen Konstruktion, die Verstärkungen an genau den entscheidenden Stellen besitzt.

Five Ten Kestrel: Der leichte Klickschuh für Enduro

Ein Schuh von Five Ten? Und dann auch noch mitentwickelt von Jérôme Clementz und Nico Vouilloz? Das kann doch nur was Gutes sein! Sowohl beim Cross Country- als auch beim Downhill-Fahren bin ich seit Jahren auf Klickschuhen unterwegs. Alleine von der Produktbeschreibung her würde der Kestrel sich genau zwischen diesen beiden Schuhmodellen platzieren. Er ist ein leichter, fürs Enduro-Fahren konzipierter Klickschuh. Genau das, was ich suche!

Haptik und Details

Zwei Dinge fallen sofort auf:

  1. Das erste ist das wirklich geringe Gewicht für einen typischen Five Ten Schuh (Größe 45 - 526g/Schuh)
  2. Das zweite ist das BOA Verschlusssystem.

Während mich das Gewicht sofort überzeugt hat, bin ich beim BOA Verschluss noch skeptisch. Der komplette vordere Schuhbereich hat als Oberschicht eine dicke Lage Synthetik-Material, welches wasserabweisend ist. Eine zusätzliche Schicht im Zehenbereich soll die Zehen vor schmerzhaften Impulsaustauschen mit umherfliegenden Steinen und anderen Trailhindernissen schützen. Ist auf den ersten Blick eine super Sache und wirklich durchdacht, doch hoffentlich funktioniert die Wärmeabfuhr weiterhin.

Sohle und Steifigkeit

Der Hauptgrund für den Kauf von Five Ten Schuhen ist bei den Meisten von euch sicher die mit Grip um sich schmeißende Mi6 Stealth Rubber Sohle. Five Ten hat deshalb beim Kestrel um die Aussparung der Cleats herum die härteste C4 Gummimischung und für die restliche Sohle die erwähnte Mi6 Mischung eingesetzt. Laut Five Ten ist es der steifste Schuh, den Five Ten aktuell im Programm hat. Das merkt man auch schon, wenn man versucht den Schuh in den Händen zusammenzudrücken. Da lässt sich nichts verbiegen. Eine gute Kraftübertragung ist also zu erwarten.

Praxistest

Bevor es losgehen kann, müssen noch die Cleats montiert werden. Die Montage ist super einfach und auch die sonst so lästige Feinjustage ist schnell erledigt. Five Ten hat eine Skala angebracht, an welcher man sich für die Cleat Position orientieren kann. So schnell aus- und angezogen hatte ich einen MTB Schuh noch nie. Hier kann das BOA Verschlusssystem auf voller Linie punkten. Man zieht den Schuh an und dreht einfach das Rädchen zum Zuziehen der Drahtseile.

Performance auf dem Trail

Als Erstes fahre ich den Schuh auf meinem Enduro in Kombination mit Shimano XT Trail Pedalen. Das Einklicken ins Pedal ist kinderleicht, da man durch die Aussparung für die Cleats nicht an Stollen oder der Profilsohle hängen bleiben kann. Die Kraftübertragung ist wirklich spitze und mindestens genau so gut wie bei einem schnittigen und auf optimale Kraftübertragung ausgelegten Cross Country Schuh. Für den Kestrel kein Problem, meine Zehen blieben durch den wasserabweisenden vorderen Teil des Schuhs trocken. Die Belüftung leidet dadurch natürlich etwas.

Vergleich mit anderen Schuhen und Pedalen

Bergab habe ich mich mit dem Schuh sicherer gefühlt als mit meinem Cross Country Schuh. Nachdem der Schuh mich bergab schon ziemlich überzeugt hat, wollte ich noch testen, ob ich ihn auch anstelle meines alten Five Ten Greg Minnaar Schuhes in Kombination mit dem Crank Brothers Mallet DH fahren kann. Jedoch wurde ich beim ersten Testen dann doch enttäuscht. Die einzige Option wäre hier, die Pins wirklich auf das Minimum reinzudrehen, nur dann wäre auch der Grip nicht höher als bei dem XT Trail Pedal.

Fazit zum Kestrel

Bis jetzt kann ich sagen: Jeder, der beim Kestrel einen klassischen Five Ten Schuh erwartet, wird enttäuscht sein. Aber jeder, der einen intuitiven, stabilen und super bequemen Enduro Schuh sucht, wird begeistert sein. Zu beachten ist aber, dass ihr den Schuh mit dem passenden Pedal fahrt. Hier empfehle ich ganz klar Klickpedale ohne großen Käfig drumherum. Einziger bisheriger Wermutstropfen ist der recht geringe Halt in steilen Schiebepassagen. Da heißt es dann wohl: Zähne zusammenbeißen, Kette links und hochkurbeln!

Five Ten Trailcross GTX: Wasserdichter Regenschuh für Mountainbiker

Five Ten spendierte seinem Trailcross-Schuh eine Wetterversion namens GTX. Sie besitzt einen hohen Neoprenschaft und eine atmungsaktive Gore-Tex-Membran. Nach zwei Einsatzmonaten im Winter hält der Schuh sein Versprechen. Selbst, als wir den Duschkopf für eine Minute auf den Schuh hielten, um Starkregen zu imitieren, blieben die Füße trocken. Sehr gut! Der Schaft mit Klettlasche schließt schön dicht ab. Die bewährte Gummimischung, Five Ten nennt sie Stealth Phantom, erzeugt gewohnt viel Grip. Durch die flexible Sohle trägt sich der Schuh auch beim Schieben angenehm. An Features wie Fersen- und Zehenschutz haben die Five-Ten-Ingenieure gedacht.

Fazit zum Five Ten Trailcross GTX: Wasserdichter Regenschuh mit allen notwendigen MTB-Features und der bewährt griffigen Stealth-Phantom-Sohle.

Five Ten Freerider Pro Boa: Komfort und Grip mit Boa-Verschluss

Five Ten hat seinem All-Time-Klassiker Freerider Pro eine Variante mit Boa-Verschluss zur Seite gestellt. Gleichgeblieben sind die hochwertige Verarbeitung und natürlich die Stealth Sohle mit dem typischen Dot-Design, die bisher immer für ihr immenses Level an Grip bekannt war.

Passform und Handling

Die Passform des Five Ten Freerider Pro erweist sich als recht angenehm, was wir von Five Ten Schuhen generell gewohnt sind. Allerdings fallen die Größen tendenziell etwas klein aus. Zudem sind die Schuhe nur in 2/3-Abstufungen erhältlich, was die Wahl der passenden Größe etwas erschwert. Aus unserer Erfahrungen raten wir dazu, eher eine Nummer größer zu wählen als die übliche Schuhgröße. Beim Handling zeigt sich der Five Ten von seiner besten Seite. Der Boa Li2-Verschluss läuft dafür, dass nur ein einzelnes Drehrad verbaut ist, sehr gut und passt den Schuh bis in den vorderen Bereich sauber an die Füße an. In Verbindung mit dem zugfesten Material finden die Füße sehr guten Halt.

Grip und Steifigkeit

Die bewährte Five Ten Stealth-Sohle zeigte ihre Stärken mit ausgezeichnetem Grip und sicherem Halt auf den Pedalen. Besonders in technisch anspruchsvollem Gelände fühlten wir uns jederzeit sicher mit dem Schuh. Selbst in Extremsituationen kann man den Fuß noch umpositionieren, ohne den Schuh komplett vom Pedal abheben zu müssen. Ein markanter Unterschied zu früheren Modellen wie dem Five Ten Freerider High und dem Danny MacAskill ist die erhöhte Steifigkeit der Sohle. Die direkte Kraftübertragung auf das Pedal ist spürbar und macht sich besonders bei längeren Anstiegen oder kraftintensiven Passagen positiv bemerkbar.

Komfort und Laufen

Beim Laufen oder Schieben zeigt sich der Five Ten trotz der guten Steifigkeit von der komfortablen Seite. Die Sohle rollt gut ab, der Fersenbereich gibt guten Halt und auch das robuste Material macht die Bewegungen gut mit, ohne zu drücken oder unangenehm abzuknicken. Lediglich das Profil könnte für Klettereien auf Stein oder Wurzeln ausgeprägter sein.

Five Ten Freerider Pro Boa - Infos & Preis

Eigenschaft Details
Gewicht 801 g (Größe 46)
Größen 38 2/3-50 2/3; in 2/3-Größen
Ausstattung Boa-Drehverschluss; Zehenkappe; asymmetrische Schnürung
Passform Durchgehend mittelbreite, komfortable Passform; Größenwahl schwierig
Preis 170 Euro

Bewertung & Fazit: Grip und Standsicherheit sind auf einem Niveau mit dem Specialized 2FO Roost. Wer einen MTB-Schuh mit richtig viel Grip wollte, war bei Five Ten schon immer gut beraten. Hier macht man auch mit dem neuen Freerider nichts verkehrt. Zur griffigen Sohle kommt die solide Konstruktion, die für beste Standsicherheit auf dem Trail und gute Kraftübertragung sorgt. Der hochwertige Boa-Verschluss fixiert den Fuß erstaunlich sicher im Schuh und lässt sich „on the fly“ verstellen.

Adidas Five Ten Trailcross Clip-In: Die perfekte Symbiose aus Bike- und Wanderschuh?

Wenn Du oft den ganzen Tag in Bikeschuhen verbringst und sowohl auf als auch neben dem Bike sicheren Halt suchst, dann könnte der Five Ten Trailcross Clip-In die richtige Wahl für dich sein! Adidas profitiert von dem Know-How so dass der Trailcross Clip-In die härtere Mischung namens Stealth Marathon verwendet. In der Mitte des Fußes befindet sich das von Five Ten-Schuhen gewohnte Noppenprofil, während Zehen- und Fersenbereich mit einem längsgerichteten Stollenprofil versehen sind, um den Grip beim Klettern auf schlammigem oder felsigem Untergrund zu verbessern.

Design und Komfort

Der Adidas Five-Ten Trailcross Clip-In kommt in insgesamt drei verschiedenen Colorways und in den bekannten 2/3 Größenabstufungen die man von Adidas kennt. Die Aussparung für die Cleats ist zum besseren Einstieg leicht angeschrägt und breit genug um eine vollständige seitliche Einstellung der Cleats vorzunehmen. In den Schaft ist EVA-Schaum eingearbeitet. Die Zehen sind gut geschützt. Bei Temperaturen um die 5° auf dem Berg finden sich noch Schneeverwehungen. Bei diesen Bedingungen punktet der Adidas Trailcross Clip-In durch sein Mesh-Gewebe an der Oberseite des Schuhs. Schwitzige Füße sind somit kein Problem mehr. Anders als bei den five Ten Modellen verzichtet Adidas bei der Trailcross Reihe auf einen BOA Verschluss. DAs geht ein wenig zu Lasten des Tragekomforts.

Performance auf dem Trail und beim Wandern

Genau das ist die Erwartungshaltung mit der ich an das Review des Trailcross Clip-In gegangen bin. Ein Schuh, der die verschiedenen Strapazen einer Bikereise durch die Alpen standhalten kann. Obwohl es sich in erster Linie um einen Bike Schuh handelt, hebt Five Ten seine Leistung abseits des Fahrrads als Schlüsselattribut hervor. Der Zehenbereich ist weit genug nach hinten gezogen, damit sich das Gehen im Schuh natürlich anfühlt, und die EVA-Zwischensohle sorgt dafür, dass auch längere Wanderungen bequem sind. Auf dem Rad ist die flexible Sohle, die das Gehen so sehr erleichtert, der einzige kleine Nachteil des Schuhs. Mit Plattformpedalen überträgt der Schuh die Pedalkraft effektiv und bequem, den ganzen Tag lang.

Haltbarkeit und Einsatzzweck

Vom staubigen Sauerland, über das verschneite Salzburgerland bis hin zum verregneten Sauerland musste der Trailcross Clip-In so einiges über sich ergehen lassen und konnte, auf dem Enduro Bike, mehr als 1000km Trails sammeln. Hat der Trailcross überzeugt? Ja und Nein. Nutzt man ihn hingegen als reinen Bike Schuh, dann gibt es bessere Alternativen. Denn das Obermaterial könnte mehr Zehenschutz bieten, und die leichte Konstruktion gibt dem Fuß nicht ganz so viel Stabilität und Kontrolle wie ein stabilerer Schuh.

Details zum Schuh

  • Ca. 315g pro Schuh (Gr.
  • Obermaterial ist aus Synthetik und fühlt sich an wie ein festes Stoffgewebe, laut Hersteller ist dieser wasserabweisend.
  • Die EVA-Zwischensohle ist mit den Händen beweglich und scheint doch ausreichend fest zu sein.
  • Der Halt mit dem Dotty Profil auf den Flatpedals ist sensationell.

Fazit zum Trailcross Clip-In

Abschließend kann gesagt werden, dass ich mich im Gegensatz zu Klickschuhen auf den Flatpedals mit diesen tollen Schuhen deutlich sicherer fühle, da ich schneller auf- und abspringen kann. Durch den hervorragenden Grip der Stealth S1 Sohle klebt man beinahe am Pedal als wäre man eingeklickt. Update: Nicht nur den Tester Florian Glott hat der adidas Five Ten Trailcross Clip-in MTB-Schuh für Bike and Hike Touren überzeugt. Auch Bergzeit Mitarbeiterin Lena war der Schuh auf ihrer über zweimonatigen Fahrradreise durch Georgien, die Türkei und Griechenland die perfekte Begleitung. Auf schnellen oder technischen Trails mit stellenweise Schiebe- oder Trageanteil ist der Schuh die perfekte Wahl und fühlt sich genau dort wohl.

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