Der Vorfall um Andreas Kieling bei "7 vs. Wild" und die Reaktionen

Die 3. Staffel der Survival-Show "7 vs. Wild" ist bereits in vollem Gange. Bislang gab es wohl noch nie so viele Auseinandersetzungen und Schwierigkeiten, wie bei dieser Staffel. Doch ein Zwischenfall überschattete das Projekt zunächst regelrecht.

Der Rauswurf von Andreas Kieling

Seitens Andreas Kieling, der ursprünglich gemeinsam mit Joey Kelley in der kanadischen Wildnis ausgesetzt werden sollte, soll es gegenüber „Affe auf Bike“ zu einem Übergriff gekommen sein. Die Konsequenz: Er wurde kurzerhand aus dem Projekt geworfen. Im Anschluss formulierte er über seinen Anwalt ein Statement, in welchem er alle Vorwürfe abstritt.

Die Sicht von "Affe auf Bike"

Damals äußerte sich „Affe auf Bike“ wie folgt: „Nach dem ganzen Drama der letzten Tage weiß man gar nicht, wie man jetzt wieder normal ins Leben startet. Gerade, nachdem einfach so viel passiert ist. Ich weiß gar nicht, wo oben und unten ist. Ob ich glücklich oder traurig bin, ob ich danke sagen soll, ob ich mich begraben soll“.

Interview mit Ann-Kathrin Bendixen

Viele Wochen nach dem Dreh zur 3. Staffel von "7 vs. Wild" und kurz vorm Start der 3. Staffel sprachen wir mit Ann-Kathrin Bendixen alias Affe auf Bike über ihre Zeit in der Wildnis.

TVM: Warum hast du bei 7 vs. Wild teilgenommen? Was war deine Motivation?

Ann-Kathrin: Ich hatte einfach Lust darauf. Das Format wirkt so real, dass man mit gutem Gewissen mitmachen kann ohne, dass man in der Serie in eine gewisse Rolle gedrängt wird. Durch die eigenen Kameraaufnahmen ist es eben besonders authentisch. Als Trash-TV-Teilnehmerin hätte ich das Gefühl, dass meine Ehre in den Brunnen fallen würde. Bei 7 vs. Wild steht man am Ende so da, wie man wirklich ist. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass ich sehr gut in das Format reinpasse. Ich habe auch auf meiner Reise mehrere Wochen mit Indigenen in Kanada zusammengelebt. Außerdem kann ich von mir behaupten, dass die Natur mein Zuhause ist.

TVM: Fandest du es angemessen, wie mit dem Übergriff Kielings umgegangen wurde oder hättest du dir gewünscht, dass es auch nochmal in der Serie thematisiert wird?

Ann-Kathrin: Das war schon in Ordnung. Die Thematik musste jetzt nicht nochmal aufgeheizt werden, in dem man es extra nochmal in einer der Folgen erwähnt, dass es mir wegen Kieling so schlecht ging. Ich finde, das Projekt-Team hat gut reagiert und klar durchgegriffen. Außerdem finde ich es viel besser, dass man jetzt Joey [Kelly] und Jan [Schlappen] in den Vordergrund stellt, anstelle des Vorfalls. Zusätzlich wurde ich auch nochmal vom Behind-the-Scenes-Team angesprochen, inwiefern das alles für mich in Ordnung ist. Auch wenn die Situation scheiße war, muss man jetzt nicht auf emotionales Opfer machen.

Reaktionen und Kommentare

Affe auf Bike war nach dem Kieling-Vorfall bei 7 vs. Wild einer Menge Hass im Netz ausgesetzt. In einer Talkshow äußert sie sich jetzt zu der Situation. Wie sie verrät, musste sie täglich mit Nachrichten wie „Du scheiß Feministin“ oder „Du bist eh zu hässlich“ kämpfen. Obwohl sich Affe auf Bike als starke Person sieht, offenbart sie den Zuschauern, dass sie dieser Vorfall „kaputt“ gemacht hat.

Es wurde besonders die Thematik behandelt, dass die Hassnachrichten stoppten, als Fritz Meinecke ein Statement zu der Situation abgab. „Es war wirklich plötzlich von ‚Ich hasse die Alte‘ hin zu ‚Oh du tust mir so leid‘.“ Auch die Moderatorin Aminata Belli fasst den Umstand passend zusammen: „Es ist halt so wahnsinnig schlimm, dass du einen Mann brauchst, der das bestätigt, damit dir andere Männer glauben.“

Die Sicht von Fritz Meinecke

Fritz Meinecke ist der Macher der Survival-Show „7 vs. Wild“. Er war selbst dabei und sagt, dass Kieling erst mit einer anderen Teilnehmerin tanzen wollte, obwohl die ablehnte. Dann sei er zu Ann-Kathrin Bendixen gegangen. Die beiden hätten „wie auf einer Hochzeit“ getanzt, schilderte der Produzent der Survival-Show. „Da nimmt man ja eine Hand nach vorne und packt die andere an den unteren Rücken.“ Doch dann sei es zum Eklat gekommen: „Er drückte Affe an sich ran und ungelogen: Innerhalb von Millisekunden wanderte die Hand komplett an den Ar***.“

Und weiter: „Ganz wichtig: Wir reden nicht davon, dass die Hand so ein bisschen leicht runtergerutscht ist. Sondern da wurde richtig zugelangt, gepackt, gedrückt.

Statements und Reaktionen der Fans

Fans stehen ihr bei: Auch wenn viele Nutzer lieber Hass verbreiten, stehen ihr ihre Fans bei. Das Eine hat doch mit dem Anderen überhaupt nichts zu tun?! 🤣 Hast völlig recht und richtig so wie es gelaufen ist!“

„Würde gerne seine Logik dahinter verstehen 🤔😭“

„Wir leben in einer traurigen Welt“, schreibt einer der Fans und etliche stimmen zu. Wie weit die Meinungen bei so etwas wie sexueller Belästigung auseinandergehen können, beschäftigt viele der Nutzer und Nutzerinnen.

Ann-Kathrin Bendixen: Von Mobbing zur Weltreise

Ann-Kathrin: „Ich hatte früher Segelohren, wurde gemobbt und war daher der Affe. Das hat mich damals echt eingenommen. Als ich meinen Instagram-Account aufgemacht habe, meinte mein Bruder, dass ich den Account ‚Affe auf Bike’ nennen sollte. Eigentlich fand ich das irgendwie doof, aber es blieb dann doch dabei.“

Mit 19 Jahren trifft Ann-Kathrin Bendixen schließlich eine Entscheidung, so mutig, wie es nur junge Menschen sein können. Sie setzt sich auf ihr Motorrad, eine „Suzuki Bandit“, düst los. Immer der Nase nach, quer durch die Welt. Ihr Ziel: frei sein, das Leben genießen. Denn sie weiß genau: Sie hat nur eines.

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