AGU Fahrradbekleidung im Test: Qualität, Funktion und Kundenerfahrungen

Der Frühling läutet mit seinen länger werdenden und sonnigen Tagen die neue Radsaison ein. Es ist Zeit, das Fahrrad aus dem Keller zu holen und es für die nächste Ausfahrt fit zu machen. Für die perfekte Ausstattung hat der niederländische Fahrradbekleidungshersteller AGU vorgesorgt. Die Frühjahr-/Sommer-Kollektion bietet alles, was für die wechselhaften Wetterbedingungen im Frühling benötigt wird - von wasserdichten und modischen Regenjacken für die Fahrt durch die Stadt bis hin zu neuer Performance-Bekleidung, die auf Kühlung und Komfort an heißen Tagen abzielen.

Seit über 50 Jahren vereint die 1966 gegründete Traditionsmarke in ihren Kollektionen Funktion und Design mit hoher Qualität. Die Mission des niederländischen Marktführers: jeden Fahrradfahrer beim täglichen Fahren optimal zu kleiden, bei jedem Wetter und zu jeder Gelegenheit. Von Basisausstattung über Retro-Klassiker bis hin zur Premium-Linie für die Radprofis findet jeder Fahrer etwas Passendes für seinen Geschmack.

Als offizieller Ausstatter des Team Jumbo-Visma entwickelte AGU bereits Kollektionen mit Wout Van Aert und Tony Martin, die auf die individuellen Bedürfnisse der Profi-Fahrer eingehen. Das Wissen und die Erfahrung dieser Zusammenarbeit lässt AGU bei der Entwicklung der diesjährigen Frühjahr-/Sommer-Kollektion einfließen, sodass jeder Fahrradfahrer von hochwertigen und langlebigen Produkten profitiert.

Mit der neuen Kollektion erweitert AGU auch das Portfolio an nachhaltigen Produkten, die mit dem Greensphere-Label gekennzeichnet sind und aus umweltfreundlichen Materialien wie recyceltem Polyester, Bio-Baumwolle und PVC-freien Beschichtungen bestehen.

Testberichte und Erfahrungen mit AGU Regenjacken

Regen ist so etwas wie der natürliche Feind der Radfahrer. Wer möchte schon auf einer Radreise stundenlang durchnässt weiter in die Pedale treten oder nach dem Weg zur Arbeit nass im Büro sitzen? Regenjacken für Radfahrer und Radfahrerinnen haben einen anderen Schnitt als entsprechende Jacken für Wanderer. In der Regel sind sie vorne kürzer und lassen ausreichend Raum für die Beine. Am Rücken sind sie oft länger, um auch bei leicht gebückter Haltung auf dem Rad Schutz zu bieten.

Die von uns getesteten Modelle sind wasserdicht und teils atmungsaktiv. Eine Regenjacke soll ja erstens nicht nach einer halben Stunde durchnässen, und zweitens wollen Sie nicht übermäßig schwitzen. Unterschiede gibt es dennoch.

Fast alle Jacken in unserem Test haben eine Kapuze. Deren Verstellbarkeit ist wichtig: Einerseits muss sie eng genug sitzen, um vom Gegenwind nicht zurückgeweht zu werden. Andererseits darf sie auch beim Drehen des Kopfes nicht die Sicht behindern. Und falls Sie einen Helm tragen: Wollen Sie die Kapuze über oder unter dem Helm tragen? Nicht bei allen Regenjacken ist beides möglich.

Alle Regenjacken im Test haben Taschen. Ein Smartphone können Sie jedoch nur bei einigen Modellen sicher und zugleich trocken verstauen. Die Smartphonetasche sollte zudem so hoch sitzen, dass Sie beim Treten nicht ständig mit den Beinen dagegenstoßen. Hier ist bei einigen Herstellern noch Luft für künftige Entwicklungen.

Mit Ausnahme der Mäntel von AGU und Elkline schützen alle Jacken nur bis zur Hüfte. Bei dem Mantel von AGU werden die Beine der Radlerin trotz seiner Länge nass. Richtig geschützt sind Sie also nur, wenn Sie zusätzlich auch eine Regenhose parat haben oder aber den Manteloverall wählen. Hier ist die Hose integriert.

Im Vergleich zu anderen Produkten im Test lässt sich der Mantel nicht so klein zusammenfalten, wenn er einmal ausgezogen ist: Es braucht schon eine ausgewachsene Gepäckträgertasche oder einen Fahrradkorb, um das Rain Shirt zu transportieren.

Einzelne Modelle im Fokus

  • BTWIN City 540: Eine gefütterte Regenjacke, die vor allem für den urbanen Einsatz konzipiert ist. Sie ist angenehm zu tragen und schützt gegen Kälte und Fahrwind. Die Kapuze verdeckt jedoch leicht das Sichtfeld.
  • Gripgrab EXPLR Waterproof Lightweight: Leicht, sportlich, atmungsaktiv und dennoch fast komplett wasserdicht. Es gibt jedoch nur eine Tasche.
  • Gonso Save Jacket Essential: Sportlich und dennoch im Alltag als Funktionsjacke tragbar. Das Material ist wind- und für kurze Strecken ausreichend wasserdicht.
  • Elkline 1Dry2 Manteloverall: Mantel und Overall in einem Kleidungsstück. Die Verarbeitung ist durchdacht bis in die Details und sehr hochwertig. Der 1Dry2 ist schwer und teuer.
  • Endura GV 500 Waterproof Jacket: Leicht, wasserdicht und atmungsaktiv. Die Kapuze könnte besser einstellbar sein und das Modell hat nur eine Tasche.
  • AGU Oversized Rain Shirt: Eine ungewöhnliche Designidee und trotzdem ein sehr praktischer Regenschutz. Das "Shirt" ist ein recht schwerer Mantel und lässt sich nicht mal eben für schauerartige Regennotfälle mitnehmen.

AGU Fahrradhosen im Test: Komfort und Funktion

Fahrradhose ist nicht gleich Fahrradhose. Rennradfahrer haben nämlich andere Ansprüche an ihre Fahrradhose als etwa Mountainbiker oder Tourenradler. Enge Bib oder weite Short? Tights sind die erste Wahl für Rennradfahrer und wettbewerbsaffine Cross-Country-Mountainbiker. Sie haben weniger Luftwiderstand als flatternde Shorts und sorgen für einen athletischen Look.

Bei weiter geschnittenen Shorts stellt sich auf den ersten Blick die Frage, ob man eine Innenhose darunter ziehen sollte oder nicht. Schließlich werden viele der getesteten Hosen auch ohne Innenhose angeboten. Wer je mit Innenhose gefahren ist und das Plus an Komfort, das Innenhosen durch ihre Polsterung am Gesäß liefern, schätzen gelernt hat, wird sie nicht mehr missen wollen.

Bodymapping hat auch bei den Fahrradhosen Einzug gehalten, zumindest bei den teureren und sorgfältiger verarbeiteten Hosen. Bodymapping bedeutet, dass die Hosen an unterschiedlichen Bereichen wie Trägern, Gesäß, an der Seite und an den Beinen aus verschiedenen Materialien gefertigt werden, um den unterschiedlichen Anforderungen wie Schweißtransport, Luftdurchlässigkeit oder Abriebfestigkeit gerecht zu werden.

Ausgewählte Fahrradhosen im Vergleich

Im Folgenden werden einige getestete Fahrradhosen und ihre Eigenschaften verglichen:

Modell Eigenschaften Einsatzbereich
Gore Spinshift Bib Shorts Gutmütige Passform, leicht komprimierend, recycelte Materialien Rennradfahren, vielseitig
Oakley Off Grid Cargo Bib Shorts 2.0 Viel Stauraum, abriebfest, langlebig, reflektierende Elemente Gravelbiken, Langstrecken-Rennradfahren
Vaude Posta Bib Tight Recycelte Materialien, schnell trocknend, gutmütiger Schnitt Allround-Radler, nachhaltig
Q36.5 Unique Pro Bib Shorts Nahtloses Design, leistungsoptimiert, komfortable Träger Leistungsorientierte Radfahrer
Odlo Essentials Radshorts Keine Träger, fairer Preis, angenehm unauffällig Basis-Radklamotte, zum Drunterziehen
BBB Corsa Cargo Taschen an Hosenbeinen und Rückseite, komfortables Sitzpolster, attraktiver Preis Allround-Hose
Alé K-Tour Wasserabweisend, innen aufgeraut, sehr elastisch, bequemes Sitzpolster Winter-Tight
X-Bionic Corefusion Men’s Cycling Bib Shorts Guter Sitz, Schweißableitung, angenehme Haptik, reflektierende Applikationen Anspruchsvolle Rennradfahrer
Pearl Izumi Pro Bib Shorts Perfekte Körperanpassung, leicht komprimierend, lasergeschnittene Träger, komfortables Sitzpolster Tragekomfort und Verarbeitung
Gore C3 Tight Guter Halt, breite Silikon-Applikationen, gutes Polster Alltagsfahrten

Kritik und Kundenerfahrungen mit AGU

Trotz der positiven Aspekte gibt es auch kritische Stimmen bezüglich AGU. Einige Kunden bemängeln den Kundenservice, insbesondere bei Rücksendungen und Garantieansprüchen.

  • Verzögerungen bei Rückerstattungen: Mehrere Kunden berichten von erheblichen Verzögerungen bei der Rückerstattung nach Rücksendungen. Trotz bestätigtem Eingang der Ware dauert es oft sehr lange, bis das Geld erstattet wird.
  • Schlechte Kommunikation: Einige Kunden beschweren sich über mangelhafte Kommunikation seitens des Kundenservice. Standardantworten und lange Wartezeiten erschweren die Klärung von Problemen.
  • Probleme mit Garantieansprüchen: Ein Kunde berichtet von Schwierigkeiten bei der Durchsetzung eines Garantieanspruchs für einen defekten Helm. Trotz bestehender Garantie wurde der Anspruch abgelehnt und auf den Händler verwiesen.
  • Qualitätsprobleme: Einige Kunden bemängeln die Qualität der Produkte. Ein Kunde beschreibt einen gekauften Regenanzug als billige Chinaware, die nach Chemie stinkt.

Es gibt aber auch positive Rückmeldungen. Einige Kunden loben die schnelle Lieferung, die Qualität der Produkte und den professionellen Service. Diese Kunden berichten, dass Rücksendungen problemlos abgewickelt wurden und das Geld schnell zurückerstattet wurde.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Erfahrungen mit AGU unterschiedlich sein können. Während einige Kunden sehr zufrieden sind, haben andere negative Erfahrungen gemacht. Es empfiehlt sich, vor einer Bestellung die verschiedenen Bewertungen und Testberichte zu berücksichtigen.

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