Shimano Steps E8000 Test: Der ultimative E-Mountainbike Antrieb im Detail

Shimano Steps E8000: Ein Überblick

Seit diesem Jahr bietet Shimano den neuen E8000 Mittelmotor an, speziell entwickelt und freigegeben für den Einsatz im Mountainbike. Bei Focus hat bei der neuen Jam² und Bold² e-Mountainbike Generation das Thema System Integration von Motor, Akkupack und Bordcomputer besondere Priorität bekommen.

Die Besonderheiten des Shimano Steps E8000

Die auf den ersten Blick auffälligsten Merkmale dieses Antriebs ist die geringe Baugröße sowie die weit hinten befindliche Tretlagerachse. Auffälligste Entwicklung hier dürfte dass im Unterrohr integrierte Akkupack mit einer Kapazität von 378 Wh sein.

Hier hat man anstatt der sonst üblichen 40 Zellen das ganze um 25% auf 30 Zellen reduziert, dadurch verringert sich das Gewicht des Energiespeichers und der Schwerpunkt sinkt weiter nach unten was wiederum dem Handling zu Gute kommt.

Allmountain-, Enduro- und Downhill e-Mountainbikes werden von Marken wie Focus, Husqvarna oder Cannondale mit dem Shimano Steps E8000 veredelt. Durch die kompakte und leichte Bauweise dieses Antriebs ist es möglich, die Rahmengeometrie eines herkömmlichen Mountainbikes mit kurzen Kettenstreben zu erhalten, somit ein natürliches Fahrgefühl zu schaffen und dennoch von der Power des Elektromotors mit einem maximalen Drehmoment von 70 Nm zu profitieren.

Fahreigenschaften und Leistung des E8000

Zunächst kann man zum Antrieb sagen, dass dieser in der höchsten Unterstützungsstufe BOOST sehr kraftvoll und ausdauernd zupackt. Am liebsten arbeitet dieser dabei in einem Trittfrequenzbereich um die 80 Umdr./min. Darunter bei etwa 60 merkt man, dass der Antrieb etwas weniger kraftvoll ist.

Da das Ziel dieses e-Mountainbike Antriebs war, ihn möglichst so zu entwickeln, als hätte man keinen Elektromotor mit auf dem Bike, ist er besonders kompakt und leicht gebaut. Das geringe Volumen schafft die Möglichkeit kurze Kettenstreben und einen Q-Faktor von 177 mm am e-Mountainbike einzusetzen und es auf diese Weise an ein reguläres Bike heran zu rücken. Da der Elektromotor allein lediglich 2,8 kg auf die Waage bringt und mittig über dem Tretlager positioniert ist, fühlt sich der Schwerpunkt des e-Mountainbikes ebenfalls natürlich an.

Erreicht man einen steilen Streckenabschnitt oder kommt gerade aus einer Kurve, sind das Momente, in denen man sich besonders an der verzögerungsfreien Leistungsentfaltung des Shimano Steps E8000 e-MTB Antriebs erfreut. Eine feine Sensorik sorgt dafür, dass du ab dem ersten Tritt in die Pedale tatkräftig begleitet wirst, Auch in hohen Trittfrequenzen arbeitet der Elektromotor noch harmonisch und zugkräftig. Mit der Unterstützung deiner eigenen Tretleistung bis hin zu 300%, kann dir kein Berg so schnell einen Schrecken einjagen.

Die Trail-Stufe im Detail

Das besondere an der „Trail“-Stufe des Shimano Steps E8000 ist die Leistungsentfaltung, die sich dynamisch nach dem eigenen Tretverhalten richtet. Je mehr Druck du auf die Pedale ausübst, desto mehr Unterstützung liefert dir der Antrieb. Das System erkennt dank der Sensorik, wenn die Anstrengung eine höhere Leistungsentfaltung des Elektromotors erfordert. Im „Trail“-Modus kannst du also jeden möglichen Unterstützungsgrad des Shimano Steps E8000 abrufen.

Konfiguration und Anpassung des Shimano Steps E8000

Wie zuvor bereits mehrfach angedeutet, ist es beim Shimano Steps E8000 e-Mountainbike Antriebssystem möglich, die Unterstützungsstufen „Trail“ und „Boost“ für deinen persönlichen Bedarf anzupassen. Von den drei Fahrmodi, oder auch Betriebsarten, die die Kraftentwicklung des Elektromotors bestimmen sind mit „Dynamic“ und „Explorer“ zwei bereits von Werk aus festgelegt.

Sind die Voreinstellungen der Unterstützungsstufen nicht das, was man sich darunter vorstellt, so kann man im Zuge des Updates 2018 im dritten Modus „Custom“ selbst bestimmen, wie sich der Elektromotor je nach Unterstützungsstufe verhält. Nach Verbindung von SC-E8000 Display und deinem Smartphone kannst du in der simpel gehaltenen E-Tube App deine Feinabstimmung des „Custom“-Modus vornehmen.

Über die Anpassung der Unterstützungsstufen hinaus, kann über die Verbindung mit der App die Belegung der Schalthebel geändert werden, wenn du über eine elektronische Gangschaltung an deinem e-Mountainbike verfügst. Ebenfalls kann bestimmt werden, wie sich der Multi-Shift-Modus eben dieser Gangschaltung verhält: Ob du die Möglichkeit des Schaltens mehrerer Gänge auf einmal überhaupt nutzen möchtest, wie schnell, bzw. langsam der Gangwechsel von statten geht, ob du ein Limit der in Folge schaltbaren Gänge festlegen möchtest.

Das Display des Shimano Steps E8000

Bei einem e-Bike, das ein Elektromotor von Shimano schmückt, genießt du nicht nur dessen überzeugende Leistung, sondern profitierst auch von einem Antriebssystem, dessen gesamte Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind. Wer sein e-Mountainbike auf extremen Fahrten nutzt, der hat keine Zeit und auch kein Auge für ein großes, komplexes Display. Dieser Umstand wurde von Shimano bedacht. Das LCD Farbdisplay SC-E8000 hat nur 4 cm Durchmesser und eine angenehm aufgeräumte Anzeige.

Die gegenwärtige Unterstützungsstufe ist farblich codiert und somit schon aus dem Augenwinkel zu erkennen. Weitere Funktionen umfassen wesentliche Informationen wie den Akkuladestand, die Gesamtkilometer, die Geschwindigkeit, den derzeitigen Gang und natürlich die Möglichkeit zur Verbindung mit der E-Tube App zur Individualisierung deines e-Mountainbike Erlebnisses.

Shimano EP8 vs. STEPS E8000: Ein Vergleich

Um Parameter und Einflussgrößen wie Hinterbaukinematik, Rollwiderstand, Sitzposition und Co. in den Hintergrund zu rücken und uns ganz auf den Fahreindruck der beiden Shimano-Motoren konzentrieren zu können, haben wir die Motoren in zwei nahezu identischen Husqvarna Mountain Cross-E-Mountainbikes getestet. Den neuen Shimano EP8 sind wir im 2021er Husqvarna Mountain Cross 7 mit 150 mm Federweg und 630-Wh-Akku gefahren. Analog dazu ist der Shimano STEPS E8000 in einem Husqvarna Mountain Cross 8 von 2020 verbaut.

Beide Rahmenplattformen und der verbaute Akku sind ebenso identisch wie die von uns gewählte Reifenkombination mit einem 27,5” x 2,6” breiten Schwalbe Hans Dampf am Heck. Außer dem Motor ist das Laufradkonzept der größte Unterschied zwischen unseren Test-Bikes. Denn für 2021 setzt Husqvarna auf das MX-Konzept mit größerem 29”-Laufrad an der Front.

Gewicht und Drehmoment im Vergleich

Magnesium ist das neue Gold: Bosch und Brose haben es vorgemacht, ihre neuesten High-End-Motoren auf die Magnesium-Diät gesetzt und so ordentlich Gewicht im Gehäuse der Motoren eingespart. Auch Shimano setzt beim neuen EP8-Motor auf Magnesium statt wie bisher beim STEPS E8000 auf das schwerere Aluminium. Mit der Steigerung des maximalen Drehmoments ist der neue EP8-Motor um 21 % kraftvoller als der vier Jahre alte STEPS E8000.

Der interne Tretwiderstand des EP8 wurde laut Shimano um 36 % reduziert. Ob es genau 36 % sind, konnten wir natürlich nicht klären. Aber auf dem Trail lässt sich beim EP8 kein Tretwiderstand feststellen, während der alte STEPS E8000 jenseits der 25 km/h einen spürbaren Tretwiderstand hat.

Lautstärke und Geräuschentwicklung

Zugegeben, die wahrgenommene Lautstärke eines Motors hängt immer auch mit dem Rahmen zusammen, in dem er verbaut ist. Doch genau dieses Summen ist beim neuen Shimano EP8-Motor deutlich leiser als bei seinem Vorgänger.

Dennoch ist der neue EP8-Motor in vielen Situationen lauter. Nicht weil er summt, sondern weil er klackert: Bauartbedingt kommt es beim internen Getriebe zu Klackgeräuschen, die bei einem Lastwechsel an der Kette entstehen - beim Ein- und Aussetzen der Unterstützung und beim Einfedern des Hinterbaus, z. B. bergab auf dem Trail oder wenn man über unebenen Untergrund fährt.

Software und Konnektivität

Wie auch schon beim alten STEPS E8000 lassen sich aber die Fahreigenschaften und die Charakteristik des neuen Motors feintunen im Sinne von anpassen. So können in der E-TUBE PROJECT-App jeweils drei Parameter der Unterstützungsstufen Eco, Trail und Boost angepasst werden.

Auch in Sachen Konnektivität hat der neue EP8 die Nase vorn, denn er ist im Unterschied zum STEPS E8000 out of the Box mit der E-TUBE RIDE-App kombinierbar. Dafür benötigt der alte Motor einen speziellen Bluetooth-Dongle, wenn er mit dem STEPS E8000-Display ausgeliefert wurde.

Fahrleistung auf dem Trail

Über vier Jahre liegen zwischen dem neuen und dem alten High-End-Motor von Shimano. Galt der STEPS E8000 bei seiner Vorstellung noch als revolutionär, war ein Update - wie auch unser großer Motoren-Vergleichstest zeigt - mehr als überfällig. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass wir euch eine schnelle Antwort auf die Frage geben können: Ja, der neue EP8 ist auf dem Trail viel besser als der alte Shimano STEPS E8000.

Egal in welchem Fahrszenario arbeitet der EP8 natürlicher und bringt, falls gewünscht, mehr Motorleistung geschmeidiger auf den Trail. Besonders deutlich wird das im Trail-Modus.

Vor allem das um 15 Nm gesteigerte Drehmoment lässt den EP8 beim Beschleunigen, unter großer Last oder bei niedrigen Trittfrequenzen - z. B. bei falscher Gangwahl - am alten Motor vorbeiziehen. Mit dem neuen Motor lässt sich die Motorpower viel intuitiver und gefühlvoller dosieren, egal ob beim Anfahren oder auf besonders rutschigem Untergrund.

Die Geräuschkulisse im Vergleich

Der neue Shimano EP8-Motor ist in fast jeder Hinsicht besser als der alte STEPS E8000. Er vereint vermeintliche Gegensätze miteinander und ist sowohl kraftvoller als auch gefühlvoller.

Fast alle Hersteller versuchen fieberhaft, E-Mountainbikes leiser zu machen, wofür sie auf allerhand Tricks zurückgreifen: Vom speziell geformten Kettenstrebenschutz aus besonders weichem Kunststoff über spezielle Klemmungen und Führungen für die Züge im Rahmen bis hin zu speziellem Schaumstoff, der Resonanzkörper verkleinern soll - es kommen zahlreiche Methoden zum Einsatz. Und genau das tut der neue Shimano EP8. Schuld ist das neu gestaltete Getriebe.

Neue Akkus für Shimano Steps

Am weitesten verbreitet sind die kleinen Batterien bei Rädern mit Shimano Steps-Motoren. Bike-Hersteller mussten auf Batterien von Drittanbietern ausweichen. Das hat sich jetzt geändert.

Drei neue Shimano-Akkus für E-Bikes

Mit dem BT-E8036 schließt Shimano die Lücke zum großen Konkurrenten Bosch. Außerdem wird es mit dem BT-E8035-L noch einen kleinen Bruder des Neulings geben. Er hat exakt die gleichen Abmessungen, fällt mit 504 Wattstunden aber leichter aus. So eignet er sich besser als Zweitakku im Rucksack.

Mit dem BT-E8016 bieten die Japaner auch einen größeren externen Akku an - ebenfalls mit 630 Wattsunden.

Kompatibilität der neuen Shimano Steps-Akkus

Die Akku-Aufnahme beim integrierten System bleibt zwar identisch, in der Praxis wird für die längeren Akkus aber in nahezu keinem bestehenden Unterrohr Platz sein. Für den externen 630er ist gar eine neue Aufnahme nötig.

Verfügbarkeit

Die neuen Steps-Akkus von Shimano sollen ab Sommer 2020 verfügbar sein. Entscheidend für E-Biker bleibt natürlich die Frage, ab wann Hersteller passende Bikes für diese Batterien präsentieren.

Shimano STEPS E8000 im Test: Details und Fakten

Der Shimano STEPS E8000 ist zusammen mit den Systemen von Bosch sehr beliebt im E-Mountainbike-Segment. Vom Display über den Akku bis hin zum Motor wirkt das System absolut durchdacht, clever integriert und intuitiv bedienbar.

Der Shimano STEPS E8000 bietet drei Fahrstufen (Eco, Trail und Boost) und ist der stärkste Motor in unserem Vergleichstest. Dabei liegt seine optimale Trittfrequenz bei 70-90 rpm. Unter 50 und über 105 rpm ist die Unterstützung des E8000 so gut wie gar nicht vorhanden.

Besonders der progressive Trail-Modus, ein Erbe der Mountainbike-Wurzeln dieses Motorsystems, überrascht im Test durch seine natürliche Modulation. Im Wiegetritt erkennt der E8000 Kraftspitzen blitzschnell und verstärkt sie entsprechend. Dadurch kann der Motor die Kraftkurve eines üblichen Wiegetritts naturgetreu simulieren. Beim Herausbeschleunigen wird die Leistung linear verringert - das gefällt.

Integration und Bedienung

Die Bedienung des Shimano STEPS E8000 sticht durch ihre vollständige Integration in die bereits am Bike vorhandenen Di2-Schalthebel aus dem Testfeld heraus. Hier nutzt Shimano die hauseigenen Komponenten optimal und erlaubt dem Fahrer die Einstellung der Support-Modi sowie den Wechsel der Bildschirme auf dem Display per Knopfdruck am ohnehin vorhandenen ULTEGRA Di2-Schalthebel. Eine Lösung, die optisch und funktional in diesem Test ihresgleichen sucht.

Als Einstellungsoptionen werden Dynamic-Modus (Werkseinstellung), Explorer- und Custom-Modus angeboten. Wer beim Einschalten eingeklickt ist bzw. seine Füße auf dem Pedal hat, wird den Shimano nicht in Betrieb nehmen können, da sich die Messstreifen des Motors so nicht kalibrieren können.

Vorteile des Shimano STEPS E8000

Die Kombination des STEPS E8000-Systems mit elektronischen Di2-Schalthebeln sucht hinsichtlich Integration und Bedienbarkeit ihresgleichen. Zusätzlich ist der Shimano-Motor der stärkste im Test und moduliert im Trail-Modus die Kraftspitzen des Fahrers ausgesprochen natürlich und gefühlvoll.

Der Shimano STEPS E8000 im Vergleichstest

Der Shimano STEPS E8000 gehört zu den am weitesten verbreiteten E-Mountainbike-Motoren. Obwohl er jetzt schon vier Jahre auf dem Buckel hat, werden noch immer neue Bike-Modelle auf Basis des kompakten Motors entwickelt.

Hardware und Innovationen

Die Hardware des 70 Nm starken Shimano STEPS E8000-Motors ist seit seiner Vorstellung 2016 weitestgehend unverändert. Doch das macht ihn nicht zwangsläufig schlechter. Denn bei seiner Einführung war er einer der modernsten und innovativsten Motoren auf dem Markt. Dank kontinuierlicher Softwareupdates, verbesserter Connectivity, neuer Akkus, Display- und Remote-Optionen wurde das Shimano STEPS E8000-System immer wieder modernisiert.

Akkus und Integration

Shimano stellt es den Bike-Herstellern aber frei, auch Akkus von Drittherstellern zu nutzen. Dadurch gibt es auch zahlreiche Shimano-Bikes mit 600 Wh und mehr. Viele Hersteller - wie z. B. FOCUS - setzen bei Shimano auf modulare Systeme mit Zusatzakku auf dem Unterrohr.

Display und Remote

Dennoch zählt das kompakte Display mit seiner geschützten Position neben dem Vorbau nach wie vor zu unseren Favoriten, obwohl es serienmäßig nicht mit der Shimano E-TUBE RIDE Tracking-App kompatibel ist. Wer will, kann auch den winzig kleinen EW-EN100-Dongle verbauen und ähnlich wie bei Specialized gänzlich auf Remote und Display im Cockpit verzichten.

Unterstützungsstufen und Fahrgefühl

Auf dem Trail bietet der Shimano STEPS E8000 drei Unterstützungsstufen: Eco, Trail und Boost, wobei die dynamisch-progressive Stufe Trail die Unterstützung sehr feinfühlig über den gesamten Leistungsbereich regelt. Die einzelnen Stufen lassen sich mit der E-TUBE-App noch jeweils in drei Stufen fein tunen.

Der Shimano STEPS E8000 überzeugt vor allem durch sein modulares Cockpit, bei dem Hersteller und Kunden zwischen tollen Optionen wählen können. Auch die Integration ins Bike ist dank kompakter Maße und freier Akkuwahl vorbildlich. Der progressive Trail-Modus macht richtig Laune.

Erster Test des Shimano Steps MTB / E8000-Antriebs

In ihrem silbergrauen T5-Bus, verpackt unter Decken: zwei vollgefederte Mountainbikes mit dem neuen, speziel für E-MTBs konzipierten Shimano Steps MTB / E8000-Antrieb. Die Eckdaten des Motors: kleiner und kompakter in den Baumaßen als der für Touren konzipierte Shimano Steps Tour/Light Offroad (intern: E6000). Geringeres Gewicht: „unter 3 Kilo“.

Details zum Motor

Neu auch & clever obendrein: Die Kurbelachse wurde im Motorgehäuse nach hinten versetzt. Was bei der Rahmenkonstruktion nun verkürzte Kettenstreben möglich macht - die Rezeptur für wendig-agile Fahrleistungen, die man beim Mountainbike ja anstrebt. Außerdem entspricht der „Q-Faktor“ (Maß Kurbelaußenseite - Kurbelaußenseite) dem eines Mountainbikes - ideal für ein natürliches Fahrgefühl.

Weitere technische Daten

Die serienmäßigen Motorblock-Abdeckungen sind (Ausnahme: Kühlrippen) austauschbar - ideal für die Hersteller, die mit eigenen Motorgehäusen ihren E-MTB Modellen so ein individuelles „Gesichter“ verleihen können. Das maximale Drehmoment mit 70 Nm. 20 Nm mehr als die Steps Touring/E6000-Variante in „Light Offroad“-Motorabstimmung.

Akku und Kabelverlegung

Die Akkuleistung ist ebenfalls gestiegen: von 418 Wh beim E6000 … auf nun 500 Wh beim E8000. Die Kabelverlegung innerhalb des Motor-Gehäuse verläuft gebündelt links. Also gegenüber der Kurbelblatt-Seite.

Display und Bedienung

Ganz anders als bei der Steps E6000 ist das sehr kleine Display nicht in Lenkermitte platziert. Sondern rechts im unteren Dreieck von Lenker & Vorbau. Obwohl nur 4 cm groß, bietet es große Zahlen, ein Untermenue mit Daten, sowie - wichtig für den Fahrer - drei Unterstützungsmodis (Eco, Trail, Boost), die - zur besseren Erkennbarkeit auch auf Rüttelpisten - farblich unterschieden sind.

Fahrtest und Erfahrungen

Auffallend: In der „Eco“-Stufe ist bereits so viel Kraft vorhanden, dass Guttrainierte diese auf MTB-Touren als „reichweitenorientierte Fahrstufe“ ausreichen könnte. Gleiches dürfte für leicht coupiertes Gelände gelten. Sofort zieht der Shimano Steps MTB (E8000) mit deutlichem, aber weich einsetzende Schub an.

Ebenfalls genial gemacht: Dank einer erstklassigen Kurbel-Sensorik lässt sich bei Anstiegen via Pedeldruck die Motorkraft temperiert steuern: Gas geben = stärkerer Druck aufs Pedal, das E-Bike beschleunigt deutlich. Sind >25 km/h erreicht, setzt der Motor relativ weich aus.

Power Walk-Schiebehilfe-Modus

Absteigen, keine Chance aufzusteigen? Hier hilft der Power Walk-Schiebehilfe-Modus über den Berg. Einfach den unteren Hebel tief drucken - und halten. Schon startet der kräftige Schiebehilfe-Modus ein.

Fazit des ersten Tests

Mit dem Shimano E8000 Motor bringt Shimano den perfekten MTB-Antrieb. Zieht man den schon kräftigen Eco-Modus zur Erzielung höherer Reichweiten, die Schaltweise, die überlegene Stärke des Boost-Modus, die gelungene Schiebehilfe sowie die intuitive Schaltweise der Unterstützungstufen, die technischen Vorteile (kürzere Kettensteben, geringes Motorengewicht) und das zurückhaltend kleine aber gut ablesbare Display mit ein, zählt Shimano Steps E8000 Motor zu den besten Antrieben auf dem Markt.

Die Entwicklung des Shimano Steps E8000

Für das Modelljahr 2017 war es dann soweit und die Japaner stellten den Antrieb Steps E8000 speziell für Mountainbikes vor. Viele große Hersteller wie zum Beispiel Scott, Ghost und Focus setzten sofort auf das neue Antriebssystem und statteten ihre Mountainbikes damit aus. Mittlerweile hat der Steps E8000 Einzug bei unzähligen Bike-Herstellern gehalten.

Ziele bei der Entwicklung

Ziel von Shimano war es, ein Antriebssystem auf den Markt zu bringen, mit dem die natürlichen Fahreigenschaften von Mountainbikes erhalten bleiben. So war eine kompakte Bauweise wichtig, um bewährte Rahmengeometrien umzusetzen; ein schmaler Q-Faktor dagegen, um den Pedalabstand eines gewöhnlichen Mountainbikes beibehalten zu können. Des Weiteren galt es, das Gewicht möglichst gering zu halten, was mit unter drei Kilogramm definitiv erreicht wurde. Einfache Bedienung und ein dynamisches Fahrgefühl waren weitere Zielvorgaben.

Fahrbetrieb und Leistung

Die Unterstützungsleistung ist variabel und abhängig vom eingehenden Pedaldruck durch den Fahrer. Der Steps E8000 zeigt sich im steilen und technischen Gelände absolut durchzugsstark und kraftvoll.

Trail-Modus

Der sogenannte Trail-Unterstützungsmodus sorgt für ein dynamischeres Fahrverhalten, indem er nicht immer volle Unterstützung beisteuert. Das Prinzip ist einfach: Wenig reintreten gleich wenig Unterstützung, bzw. stärker reintreten gleich mehr Unterstützung.

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