Shimano Steps: Umfassender Test der E-Bike-Akkus, Motoren und Displays

Shimano, ein wichtiger Akteur auf dem Markt für Fahrradteile, erweitert sein Shimano Steps Line-up und bringt seine ersten Akkus mit mehr als 600 Wattstunden Kapazität auf den Markt. Die neuen Modelle kommen mit 630 Wattstunden und sind als interne oder externe Variante zu haben. Konkurrenten wie Bosch und Brose haben bereits Akkus jenseits der 600-Wh-Marke auf dem Markt. Jetzt zieht auch Shimano nach. Die Japaner bringen zwei neue Akkus mit 630 Wattstunden Kapazität.

Neue Akkus für Shimano Steps

Neben den Akkus bringt Shimano neue Kettenblätter für 12-fach-Kurbelsets auf den Markt. Die Kettenblätter sind für den Einsatz mit 157 Millimeter breiten Hinterradnaben ausgelegt und kommen mit 34 bzw. 36 Zähnen. Für den urbanen Bereich bietet Shimano mit dem SC-E5000 außerdem ein neues Display mit integrierter Steuerungsfunktion.

Interne Akkus

Die integrierte Version trägt die Bezeichnung BT-E8036 und soll 3,7 Kilogramm wiegen. Daneben bringt Shimano einen weiteren internen Akku: den BT-E8035-L. Er besitzt eine Kapazität von 504 Wattstunden, soll 3,1 Kilogramm auf die Waage bringen und besitzt die gleichen Maße wie sein 630 Wattstunden starkes Pendant.

Externe Akkus

Neben den beiden internen Akkus kommt von Shimano ein neuer externen Akku mit 630 Wattstunden und der Bezeichnung BT-E8016.

Alle neuen Shimano Steps-Akkus sollen ab Sommer 2020 im Markt erhältlich sein. Damit dürften die ersten E-Bikes, die mit den neuen Akkus ausgestattet sein werden, im Herbst 2020 bei den Händlern stehen.

Kompatibilität der neuen Akkus

Nein, die neuen Akkus sind nicht mit den bisherigen Modellen kompatibel. Bei den beiden integrierten Modellen sind die Akkuaufnahmen zwar identisch mit denen des bisherigen Modells BT-E8035. Da die neuen Batterien länger sind, dürfte in der Praxis allerdings zu wenig Platz im Unterrohr für die neuen Akkus sein. Für den neuen externen Akku ist eine komplett neue Halterung notwendig.

Shimano EP6 und EP801 im Test

Schon zur Eurobike 2022 präsentierte Shimano den neuen EP6-Motor. Zeitgleich mit dem Update des EP8 auf den neuen EP801. Was die beiden neuen E-Bike-Motoren der Japaner wirklich auszeichnet, blieb aber erstmal etwas unklar. Und es dauerte auch eine ganze Weile, bis E-Bikes mit den neuen Antrieben in die Läden rollten. Inzwischen sind sowohl das Topmodell EP801, als auch die günstige Variante EP6 am Markt angekommen. Und wir konnten beide Mittelmotoren in verschiedenen Testbikes ausführlich fahren. Zeit für einen Kassensturz. Sind EP801 und EP6 wirklich spürbar unterschiedlich?

Den neuen Shimano EP801 konnten wir bereits ausführlich in Labor und Praxis testen. Jetzt folgt der Abgleich mit dem günstigeren EP6 - der mit komplettem Namen übrigens EP600 heißt. Durch den günstigeren Einkaufspreis soll der EP6 den Bike-Herstellern günstigere Einstiegspreise ermöglichen. In den meisten Fällen verbauen die Firmen an den günstigen Modellen den EP6, wo an teureren Ausstattungsvarianten der EP801 zum Einsatz kommt. Die Anschraubpunkte sind identisch, ebenso die Bauform und Größe. So kann man theoretisch problemlos zwischen den beiden Motoren wechseln.

Äußerlich sind EP6 und EP801 auf den ersten Blick identisch. In der Realität sind die Unterschiede aber größer, als es der optische Eindruck vermuten lässt. Zwar liefern beide Antriebe nominell 85 Newtonmeter maximales Drehmoment, doch die Spitzenleistung unterscheidet sich klar. 100 Watt soll der EP6 weniger liefern, als der EP801, sagt Shimano. Damit liegt er vom Leistungsniveau auf einer Ebene mit dem “alten” EP8(00), dem Vorgänger des aktuellen Topmodells. In unserem ausführlichen Test des neuen EP801 konnten wir den Leistungszuwachs und den Unterschied zum EP8 in Labor und Praxis deutlich machen.

Der zweite markante Unterschied liegt im Material des Gehäuses. Während EP8 und EP801 auf ein besonders leichtes Magnesiumgehäuse setzen, ist der EP6 aus Aluminium. Das führt zu einem Gewichtsunterschied von rund 300 Gramm. Während EP801 und EP8 (2,65 kg) im Klassenvergleich mit Bosch (2,9 kg) und Brose (3,1 kg) besonders leicht ausfallen, landet der EP6 - trotz geringerer Leistung - mit 3,0 Kilo gewichtstechnisch nur im Mittelfeld.

Die Fakten zum Shimano EP6

  • Gewicht: 3,0 Kilo
  • Max. Drehmoment: 85 Nm
  • Alu- statt Magnesiumgehäuse beim EP8
  • 100 Watt weniger Spitzenleistung als EP801
  • Kompatibel mit allen Steps-Komponenten der 2. Generation (wie EP801)
  • Kompatibel mit Shimano Di2-Elektroschaltung mit Auto- und Freeshift
  • Diverse Akku-Optionen und Größen, je nach Hersteller
  • Bis zu 15 U-stufen freischaltbar über E-Tube-App

Shimano EP6: Elektronik, App und Connectivity

Entscheidender Grund für die Neuauflage von EP801 und EP6 war eine neue elektronische Infrastruktur. Das Ziel: Die Motoren mit den elektronischen Schaltsystemen Shimano XT Di2 und Cues Di2 zu kombinieren. Das heißt: Auch der günstige Shimano-Antrieb ist bei entsprechender Hardware mit den Funktionen Autoshift und Freeshift kompatibel.

Auch bei den App-Features orientiert sich der EP6 an seinem großen Bruder. Über die Applikation E-Tube können Updates auf alle Systemkomponenten gezogen werden. Außerdem lassen sich die Unterstützungsstufen auf persönliche Vorlieben oder besondere Einsatzgebiete einstellen. Besonderheit: Shimano bietet zwei Presets an, die direkt am Display oder der Remote ausgewählt werden können. Im zweiten Preset können bis zu 15 Unterstützungsstufen freigeschaltet werden. Heißt: Auf Wunsch sind Biker nicht auf die drei Stufen Eco, Trail und Boost beschränkt - sondern können sehr fein gestufte Modi nach individuellen Bedürfnissen konfigurieren.

Stichwort Connectivity: Das Shimano-System kann über ANT+ mit Geräten à la Garmin gekoppelt werden. Hier gibt´s dann sogar eine prozentgenaue Akku-Anzeige, die die Steps-Displays nicht bieten.

Shimano EP6: Display und Remote

Bei den Displays und Bedienelementen steht den Bike-Herstellern eine recht breite Palette zur Auswahl. Klassisch sind die Farbdisplays, die gut geschützt hinter dem Lenker sitzen. Sie bieten einen gesunden Mittelweg aus schlankem Design und guter Informationstiefe. Eine echte Kommandozentrale gibt es unter den Displays nicht. Für Features wie die Navigation müssen Shimano-Biker auf Smartphone oder Bike-Computer zurückgreifen. Auch eine prozentgenaue Akkuanzeige bieten die Steps-Displays nicht.

Die klassische Remote SW-EN800 ist ebenfalls schlicht und schlank gehalten. Zwei ergonomische Knöpfe direkt am Griff, mehr nicht. Doch inzwischen wird auch immer häufiger die SW-EN600 verbaut. Der Taster ist nicht ganz so ergonomisch, dafür hat er LEDs und mehrere Bedienknöpfe an Bord. So kann er auch alleine, ohne separates Display, genutzt werden. Akkustand und Unterstützungsstufe werden dann sehr rudimentär über kleine LEDs angezeigt.

Eine komplette Stand-alone-Lösung ist das Bedienteil SC-E5000, bei dem ein kleines Schwarz-Weiß-Display direkt am Schalter mit am Griff sitzt. Die günstige Kombi aus Bedienteil und Display kann mit den teureren Steps-Komponenten nicht mithalten: mäßige Ergonomie, geringer Informationsgehalt. Außerdem fehlt eine Bluetooth-Schnittstelle, sodass der Motor für Feineinstellungen oder Updates nicht mit dem Smartphone gekoppelt werden kann.

Die Akkus für Shimanos EP6 E-Bike Motor

Auch hier bleibt Shimano seiner Philosophie treu: Der EP6 kann ebenso wie die anderen Steps-Antriebe mit diversen Akkus von anderen Zulieferern kombiniert werden. Das gibt den Bike-Herstellern viel Entfaltungsspielraum und Freiheit bei der Konzeption und führt dadurch zu einem bunten Angebot an Kombinationen. Die hauseigenen Shimano-Akkus (500 oder 630 Wattstunden) werden inzwischen eher selten verbaut.

Der Shimano EP6 im Praxistest

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Die Leistungsunterschiede zwischen EP801 und EP6 existieren nicht nur auf dem Papier. Im direkten Vergleich ist der günstigere Shimano-Motor spürbar schwächer. Auch das vergleichbare Niveau mit dem EP800 kann unser Popometer bestätigen. Wer auf maximalen Schub Wert legt, wird im Vergleich zu einem Bosch CX, Shimano EP801 oder Brose Drive SMag klare Abstriche wahrnehmen.

Der Unterstützungscharakter ist typisch Shimano: Schon bei gemächlichem Tritt gibt der Motor im Boost-Modus seine volle Leistung ab. Im “Bummel-Modus” kann er sich dadurch sogar deutlich stärker anfühlen, als ein Performance CX. Auch beim Drehmoment, also bei sehr niedrigen Trittfrequenzen, schiebt er kernig an. Einen Schwachpunkt teilt er sich mit seinem großen Bruder: Bei extrem hohen Trittfrequenzen geht dem Motor zu früh die Puste aus und die Leistung lässt nach. Im klassischen Fahrbetrieb spürt man das nicht, doch beim dynamischen Beschleunigen, zum Beispiel vor Stufen und Hindernissen in kniffeligen Anstiegen, kann das den Flow und die Kletterstärke drastisch einbremsen.

Ebenfalls auf ähnlichem Niveau wie EP8 und EP801: Die Geräuschkulisse. Bergauf ist der Motor immer klar hörbar, brummt aber in einer recht angenehmen Frequenz. Bergab klappert auch der EP8 beim rollen über Hindernisse recht deutlich. Diesen Bug hat er auch mit Boschs CX gemein. Die Geräuschkulisse variiert von Bike zu Bike - selbst mit identischem Motor. Im Schnitt aller Testbikes mit Shimano-Motoren können wir keinen Sound-Unterschied zwischen EP6 und EP801 ausmachen.

Der Shimano STEPS E8000 im Überblick

Der Shimano STEPS E8000 gehört zu den am weitesten verbreiteten E-Mountainbike-Motoren. Obwohl er jetzt schon vier Jahre auf dem Buckel hat, werden noch immer neue Bike-Modelle auf Basis des kompakten Motors entwickelt. Dieser Motor ist Teil unseres großen E-Mountainbike-Motor-Vergleichstest. Die Hardware des 70 Nm starken Shimano STEPS E8000-Motors ist seit seiner Vorstellung 2016 weitestgehend unverändert. Doch das macht ihn nicht zwangsläufig schlechter. Denn bei seiner Einführung war er einer der modernsten und innovativsten Motoren auf dem Markt. Dank kontinuierlicher Softwareupdates, verbesserter Connectivity, neuer Akkus, Display- und Remote-Optionen wurde das Shimano STEPS E8000-System immer wieder modernisiert.

Als einer der ersten Motorenhersteller hat Shimano einen Geschwindigkeitssensor entwickelt, der sich problemlos ins Ausfallende integrieren lässt und mit einem Magneten an der hinteren Bremsscheibe funktioniert. Shimano bietet zwei externe Akkus mit 418 Wh und 504 Wh sowie zwei interne mit jeweils 504 Wh an. Letztere unterscheiden sich vor allem im Gewicht, in der Form und Größe voneinander.

Akkus von Drittherstellern

Shimano stellt es den Bike-Herstellern aber frei, auch Akkus von Drittherstellern zu nutzen. Dadurch gibt es auch zahlreiche Shimano-Bikes mit 600 Wh und mehr. Viele Hersteller - wie z. B. FOCUS - setzen bei Shimano auf modulare Systeme mit Zusatzakku auf dem Unterrohr.

Display und Remote

Auch das minimalistische SC-E8000-Display ist seit 2016 im Programm. Dennoch zählt das kompakte Display mit seiner geschützten Position neben dem Vorbau nach wie vor zu unseren Favoriten, obwohl es serienmäßig nicht mit der Shimano E-TUBE RIDE Tracking-App kompatibel ist. Die dazugehörige SW-E8000-Remote sorgt hingegen oftmals für Kompatibilitätsprobleme mit der Variostütze. Glücklicherweise können sich die Hersteller auch im STEPS E7000-Baukasten bedienen und auf das noch kleinere Schwarz-Weiß-Display und die minimalistische E7000-Remote zurückgreifen. Wer will, kann auch den winzig kleinen EW-EN100-Dongle verbauen und ähnlich wie bei Specialized gänzlich auf Remote und Display im Cockpit verzichten.

Unterstützungsstufen

Auf dem Trail bietet der Shimano STEPS E8000 drei Unterstützungsstufen: Eco, Trail und Boost, wobei die dynamisch-progressive Stufe Trail die Unterstützung sehr feinfühlig über den gesamten Leistungsbereich regelt. Unter den Allroundern ist der Shimano auch im Boost-Modus mit 300 % Unterstützung der schwächste Motor im Test und muss sich - FAZUA und Specialized SL1.1 ausgenommen - an steilen Rampen der Konkurrenz geschlagen geben. An der maximalen Motorpower merkt man dem STEPS E8000 sein Alter ebenso an wie am leichten Tretwiderstand über der 25-km/h-Schwelle.

Shimano Steps E-Bike Akkus: Eine Übersicht

Der Fahrrad Akku Shimano Steps eignet sich für verschiedene Elektrofahrräder. Die Shimano E-Bike Akkus, die seit Jahren ein wichtiger Akteur auf dem Markt für Fahrradteile sind, wurden mit größter Sorgfalt zusammengebaut. Batterien von Shimano gibt es in verschiedenen Formen und Größen, darunter: die Shimano BT E6000- und die Shimano Akku 504.

Nicht ohne Grund entscheiden sich immer mehr Fahrradhersteller für einen Fahrrad Akku Shimano für ihre E-Bikes. Ein Shimano E-Bike Akku ist bekannt für sein robustes Aussehen und seine hervorragende Qualität. Die verwendeten Materialien sind so robust, dass ein Akku von Shimano selbst Schläge aushalten können. Dadurch besitzt der Shimano E-Bike Akku zudem eine lange Lebensdauer.

Shimano produziert verschiedene Arten von Akkus - alle mit ihren eigenen Qualitäten. Suchen Sie eine Fahrradbatterie, die perfekt in das mittlere Segment fällt? Dann ist der Akku für E Bike Shimano BT E6000 eine gute Option. Mit einer Kapazität von 11,6 Ah wird Ihnen nichts fehlen und der Akku ist außerdem in verschiedenen Farben erhältlich. Möchten Sie zudem die Reichweite Ihres Fahrrads erhöhen? In diesem Fall wählen Sie lieber den Shimano Akku 504. Dieser Shimano E-Bike Akku Steps 500 Wh besitzt eine Kapazität von 14 Ah. Mit diesem Akku können Sie selbst eine längere Radtour problemlos ohne ein Aufladen zwischendurch vornehmen. Dennoch ist die Mitnahme eines Ladegeräts empfehlenswert.

Der Shimano BT E6010 ist wiederum eine gute Wahl, wenn Sie eine erschwingliche Fahrradbatterie mit einer durchschnittlichen Reichweite für kurze oder gelegentliche Fahrten kaufen möchten. Es gibt auch die Shimano BT E8000 Modelle, wie das Shimano BT E8035 und das Shimano BT E8036. Diese sind beide Batterien, die Sie eine sehr schöne Strecke zu decken ermöglichen.

Shimano Mittelmotor vs. Bosch Mittelmotor

Mit dem hervorragenden Shimano Steps System bietet der Shimano Steps-Mittelmotor eine gute Alternative zum beliebten Bosch-Motorsystem. Der Shimano Mittelmotor hat eine relativ hohe Spitzenleistung. Nehmen wir zum Beispiel den Shimano Steps e6000 Mittelmotor. Dieser ist leistungsstärker als der vergleichbare Bosch Active Line Mittelmotor. Darüber hinaus hat die Shimano Akku eine größere Batteriekapazität als die Standardbatterie von Bosch.

Die Shimano Steps Akkus können mit den Shimano Ladegerät schnell und sicher aufgeladen werden.

Neue Shimano Steps Akkus mit 630 Wh

Shimano bringt drei neue E-Bike-Akkus zur Erweiterung des Shimano Steps Line-ups auf den Markt. Darunter befinden sich interne und externe Versionen mit 630 Wh. Das Topmodell BT-E8036 ist künftig Shimanos größter integrierter E-Bike-Akku mit einer reichweitenfreundlichen Kapazität von 630 Wh. Der integrierte Akku BT-E8035-L hat dieselben Abmessungen wie der BT-E8036, aber eine reduzierte Kapazität von 504 Wh. Zusätzlich zu den beiden neuen integrierten Modellen führt Shimano mit dem BT-E8016 den bis dato größten externen Akku ins Shimano Steps Line-up ein.

Wie alle Shimano-Steps-Akkus zeichnen sich die neuen Modelle BT-E8036, BT-E8035-L und BT-E8016 durch eine lange Lebensdauer aus. Für die spezifischen E-Bike-Kurbelsets stellt Shimano ein neues 12-fach-Kettenblatt zur Verfügung. Geeignet ist dieses für den Einsatz mit 157 mm Einbaubreite (O.L.D.) der Hinterradnabe. Eine attraktive Neuheit stellt für den urbanen Bereich das neue integrierte Display SC-E5000 dar. Es vereint die Systemanzeige und die Steuerungstasten für das E-Bike-System in einem Gerät.

Nachrüsten der neuen Akkus

Das aktuelle Wettrüsten um immer mehr Akkukapazität ist auch an Shimano nicht vorbei gegangen, sodass die Japaner jetzt hauseigene Akkus mit bis zu 630 Wh Kapazität nachschieben. Bisher hatten die größten Shimano-Akkus 504 Wh Kapazität. Dennoch gibt es zahlreiche E-Mountainbikes mit Shimano-Motoren, die auf größere Akkus mit bis zu 1000 Wh setzen. Bei ihnen kommt der Akku aber von einem Dritthersteller, was in manchen Fällen zu Problemen bei Garantie-Ansprüchen und der Service-Abwicklung führen kann.

Der neue interne BT-E8036 Akku liefert besagte 630 Wh und hat dieselbe Form wie der aktuelle interne 504 Wh Akku (BT-E8035), ist aber um einige Zentimeter länger. Und genau da liegt auch schon das Problem, denn ein einfaches Austauschen der Akkus und somit das schnelle Umrüsten auf den größeren Akku ist nicht möglich. Stattdessen soll der Akku Bikeherstellern ermöglichen, bei Neuentwicklungen von Bikes weiterhin auf das Shimano Komplettsystem zu setzen.

Mit demselben Form-Factor kommt der neue BT-E8035-L Akku, mit 504 Wh, der dann problemlos mit dem 630 Wh-Akku ausgetauscht werden kann - hier ist ein Downgrade oder ein schneller Wechsel auf einen kleinen Ersatzakku in Zukunft möglich. Neben den beiden internen Akkus bringt Shimano auch eine externe Variante auf den Markt: Der BT-E8016 liefert ebenfalls 630 Wh Kapazität, ist aber auch etwas größer als das 504 Wh-Pendant. Für ihn müssen die Bikehersteller eine neue Akkuhalterung verbauen. Auch hier ist für euch also kein schnelles Upgrade möglich.

Preise für die neuen Akkus hat Shimano noch nicht vorgestellt. Ein aktueller interner 504 Wh Akku liegt derzeit um 600 €.

Cockpit-Setup und SC-E5000 Display

In Sachen Cockpit-Setup ist Shimano einer unserer Favoriten. Das modulare System ermöglicht eine relativ freie Gestaltung der Bedienelemente und bietet stets eine sichere und schicke Integration. Zur Wahl stehen verschiedene Remotes und Displays, die alle miteinander kompatibel sind. Bisher waren Remote und Display immer voneinander getrennt. Das neue SC-E5000 Display vereint alle Bedienelemente in einem kompakten Gehäuse. Es wird mit der linken Hand bedient und liefert alle notwendigen Funktionen. Obendrein ist es mit allen Shimano STEPS-Systemen kompatibel.

Fazit zu den neuen Akkus

Mit 630 Wh erzielen die neuen Akkus eine sinnvolle Balance zwischen hohem Gewicht und ausreichender Akkukapazität. Die neuen Akkus haben für euch gerade aber noch keine Relevanz, weil sie nicht an bestehenden E-MTBS mit Shimano-Motor nachrüstbar sind. Wir sind gespannt, wann es die ersten Shimano Bikes mit großem Akku geben wird.

Wichtig: Das aktuelle Wettrüsten um mehr Akkukapazität sollte euch nicht dazu verleiten, nur auf die Größe des Akkus zu schauen und euer persönliches Einsatzgebiet dabei aus den Augen zu verlieren. Denn ein großer Akku macht ein E-MTB nicht zwangsläufig besser, entscheidend ist, dass das Akku-Konzept zu eurem Einsatzzweck passt.

Shimano Steps E5000 für City E-Bikes

Der Hersteller Shimano fügt seinem Angebot von Antriebssystemen für City e-Bikes ein weiteres System hinzu. Der Unterschied zu den Pedelec Antrieben E6000 und E6100 schlägt der Shimano Steps E5000 nicht die Brücke zwischen dem City- Und Trekking e-Bike Bereich, sondern richtet sich ganz konkret an das komfortable Bummeln durch die Stadt. Das Ziel ist eine günstige Alternative zu anderen e-Bike Antriebssystemen zu schaffen und den Fahrspaß in der City somit auch für Menschen mit schmalerem Portemonnaie zu eröffnen.

Leicht und günstig - Shimano Steps E5000 für die Stadt

Innenstädte sind Schauplatz diverser Aktivitäten, vom Einkaufen, über Arbeiten, bis hin zur Freizeitgestaltung. Für all solche Tätigkeiten soll der Shimano Steps E5000 die geeignete Unterstützung bieten. Die kompakte Bauweise des Elektromotors kommt der Idee des Fahrens wie auf dem Fahrrad entgegen. Das geringe Gewicht von nur 2,5 kg trägt maßgeblich dazu bei, das Fahrgefühl auf einem e-Bike mit Shimano Steps E5000 Antriebssystem so natürlich zu halten, wie möglich. Obwohl das E5000 e-Bike Antriebssystem mit 40 Nm etwas weniger Drehmoment vorweist, als zum Beispiel der Shimano Steps E6100, ist die Unterstützung des Elektromotors einem anstrengenden Alltag angemessen.

Akku- und Schaltoptionen beim Shimano E5000

Das komfortabelste und effektivste Nutzen eines e-Bikes fühlt sich nicht für jeden Menschen gleich an. Nicht nur die Akkuleistung, sondern auch die Akkuposition haben Einfluss auf die Fahreigenschaften eines City- oder Urban e-Bikes. Im Fall des Shimano Steps E5000 hat man über beide Faktoren die Kontrolle. Die e-Bike Modelle können mit integriertem Akku, mit Gepäckträgerakku oder mit Unterrohrakku versehen werden. Sowohl Ketten-, als auch Nabenschaltungen, als auch elektronische Schaltungen sind mit dem Shimano Steps E5000 kombinierbar. Dazu zählt nicht zuletzt auch die speziell für e-Bikes entwickelte Getriebenabe Shimano Nexus Inter-5E, die einen Übersetzungsumfang von 263% und fünf Gänge anbietet.

Die individuelle Anpassung des Shimano E5000

Aus einer Palette von Gangschaltungen und Akkuoptionen wählen zu können, ist bereits ein interessantes Angebot. Über eine Bluetoothschnittstelle lässt sich der Antrieb mit der Shimano e-Tube App auf dem eigenen Smartphone verbinden. Mit diesem System ist es nun möglich den Fahrmodi Eco, Normal und High bestimmte Fahrprofile zuzuweisen, die sich wiederum anpassen lassen. Über ein simples Menü lässt sich einstellen, ob die Unterstützung durch den Antrieb eher dynamisch, oder doch lieber etwas zurückhaltender ausfallen soll.

Shimano Steps E5000: Mit Display, Smartphone oder Junction Box

Möglichst viele hilfreiche Informationen während der Fahrt oder doch lieber ein aufgeräumtes City e-Bike Cockpit? Es ist eine weitere Entscheidung, die einem der japanische Hersteller überlässt. Das Shimano Steps E5000 Antriebssystem lässt sich entweder mit einem hauseigenen Display steuern, mit dem persönlichen Smartphone und der e-Tube App, oder aber auch nur mit der Junction-Box EW-EN100. Das Display oder auch das Drittgerät können ohne Schwierigkeit abgenommen werden. Somit reduziert man die Anzeigefunktionen mit Akkustand und gegenwärtigem Unterstützungsmodus auf das Wesentliche und kann sie wieder hinzuziehen, wenn man sich mehr Funktionen wünscht.

Vergleich der Shimano E-Bike Akkus

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die verschiedenen Shimano E-Bike Akkus und ihre Eigenschaften:

Modell Kapazität Gewicht Typ Kompatibilität
BT-E8036 630 Wh 3,7 kg Intern Nicht mit älteren Modellen kompatibel
BT-E8035-L 504 Wh 3,1 kg Intern Nicht mit älteren Modellen kompatibel
BT-E8016 630 Wh - Extern Nicht mit älteren Modellen kompatibel
BT-E6000 - - - -
Akku 504 504 Wh - - -

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0