E-Bikes erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie im Vergleich zu herkömmlichen Fahrrädern dank des elektrischen Antriebs viele Vorteile bieten. Doch die Reichweite des Akkus ist oft ein limitierender Faktor. Hier erfährst du, wie du die Reichweite deines E-Bikes maximieren kannst.
Akkukapazität und Austausch
Das Prinzip E-Bike funktioniert natürlich nur, wenn der Akku den Motor gebührend mit Energie versorgt. Wenn du mehr Kilometer aus dem E-Bike holen oder deinen alten Akku durch einen neuen ersetzen willst, vertraust du auf Ersatzakkus oder Range Extender, die ähnlich eines Zusatzakkus die Reichweite erhöhen. Im Prinzip ist es einfach: leeren Akku raus, vollen rein und wie aufgetankt durchstarten.
Das Prinzip bietet sich vor allem bei semi-integrierten Akkus an, bei denen du schnell das Akkuschloss aufschließt und den Tausch vornimmst. Der Nachteil ist, dass du dann einen Akku mit dir führen musst. Der Wechselakku im Gepäck unterstützt dich, wenn du mit Fahrradtaschen am Bike ausgerüstet bist und dadurch genug Stauraum auf Radwanderungen und Touren verfügbar hast.
Beachte auch, dass nicht alle Akkus einfach austauschbar sind. Bei voll integrierten Akkus ist der Tausch aufwendiger. Natürlich haben auch Hersteller die Zeichen der Zeit erkannt und rüsten immer mehr E-Bikes für einfache Upgrades aus. Bei vielen E-Bikes mit Modelljahr 2022 kann der kleinere Akku einfach durch den größeren ersetzt werden. Bei älteren kompatiblen Modellen bis 2019 muss lediglich das Akku Zusatzcover gewechselt werden.
FLYER Panasonic SIB 2.0 E-Bike Akku 630 und SIB 2.0 750 Wattstunden sind in E-Bikes der Uproc-, UpStreet und U-Serie verbaut. Der semi-integrierte Flyer Akku kann innerhalb der Serien am kompatiblen Rad verwendet und einfach mit dem Akku der gleichen Größe gewechselt werden. Flyer Akku SIB-630 ist bei einigen E-Bike Serien durch den 750er austauschbar, so beispielsweise beim Flyer Upstreet5. Welcher Akku mit welchem E-Bike kompatibel ist, findest du in den Flyer Datenblättern.
Range Extender als Alternative
Die Reichweiten Verlängerung durch Range Extender funktioniert im Prinzip so, als würdest du einen Ersatzakku direkt am Fahrrad transportieren. Das zusätzliche Gewicht fällt wie mit einem Ersatzakku an - doch eben statt im Gepäck direkt am Rahmen. Beachte auch beim Range Extener Kauf die Kompatibilität zum Bike und dem verbauten Akku! Je nach Modell benötigst du für die Installation Montageplatten.
Leistung und Tuning
Gelegentlich wünschen sich viele E-Bike-Nutzer eine höhere Leistung, besonders wenn es um das Bewältigen von steilen Hügeln geht. Einige versuchen, durch Tuning mehr Power aus ihrem Elektrofahrrad herauszuholen, doch eigenmächtige Upgrades können rechtliche Konsequenzen haben.
Anpassung der Übersetzung
Es gibt eine Möglichkeit, ein E-Bike mit einem Mittelmotor so anzupassen, dass es auch steilere Anstiege bewältigen kann, ohne dabei gegen Gesetze zu verstoßen. Bei E-Bikes mit Mittelmotor kann der Fahrer die Übersetzungsverhältnisse zwischen Antrieb und Reifen verändern. Dies wird erreicht, indem ein möglichst kleines Ritzel vorne am Motor und ein möglichst großes Ritzel hinten verwendet wird. Diese Methode funktioniert auch mit einer Nabenschaltung, obwohl eine Kettenschaltung bevorzugt wird.
Viele Bosch-Motoren haben Ritzel mit 14 Zähnen als kleinste Größe. Durch den Austausch eines 14-Zahn-Ritzels gegen eines mit 20 Zähnen lässt sich eine Steigerung von 30 Prozent erzielen. Selbst wenn das originale Ritzel 18 Zähne hatte, bedeutet der Wechsel immer noch eine Steigerung von beachtlichen 22 Prozent. Das Austauschen des Ritzels sollte in den meisten Alltagssituationen für die meisten Steigungen ausreichend sein.
Falls nicht, kann zusätzlich das hintere Ritzel bei einer Nabenschaltung oder die Kassette bei einer Kettenschaltung ausgetauscht werden. Moderne Trekkingräder verwenden oft 10-fach-Kassetten, wobei das größte Ritzel 32 oder 34 Zähne hat. Dieses kann gegen eine Kassette mit 40 oder sogar 42 Zähnen ausgetauscht werden, was die Übersetzung um weitere 20 Prozent verändert.
Für diesen Umbau benötigt man eine Kettenpeitsche und ein Verschlussring-Werkzeug von hoher Qualität, da sich Kassetten oft festziehen können. Die Umbauten beeinträchtigen den Motor nicht, da nur die äußere Übersetzung verändert wird, während der Motor selbst genauso schnell wie zuvor dreht. In seltenen Fällen akzeptiert der Motor die Änderungen nicht und gibt eine Fehlermeldung aus. Dann muss die Software von einer Fachwerkstatt angepasst werden.
E-Bike Tuning
Beim E-Bike Tuning werden verschiedene Methoden angewandt, um die werkseitige Geschwindigkeitsbegrenzung des Elektrofahrrads zu umgehen oder zu erhöhen. Die Geschwindigkeit eines getunten E-Bikes hängt von der Art des Tunings ab. Je nach Methode kann die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben oder erhöht werden.
Es gibt verschiedene Modifizierungsmethoden für E-Bikes, darunter die Optimierung der Motorsoftware, der Einsatz von Tuning-Chips, das Entfernen von Geschwindigkeitsbegrenzern oder das Verändern von Sensoreinstellungen. Das Gesetz zum E-Bike Tuning variiert je nach Land und Region. In vielen Ländern ist das Tunen von E-Bikes gesetzlich nicht erlaubt, da es die Sicherheit im Straßenverkehr beeinträchtigen kann. Verstöße gegen diese Vorschriften können zu Bußgeldern und anderen rechtlichen Konsequenzen führen.
Anstelle des Tunings gibt es alternative Möglichkeiten, die Leistung und Reichweite eines E-Bikes zu optimieren. Dazu gehören die Auswahl leistungsstarkerer Batterien, das Upgrade auf effizientere Motoren oder die Verbesserung der aerodynamischen Eigenschaften des Fahrrads.
Effiziente Fahrweise für mehr Reichweite
Wir sehen es immer wieder: Vor uns fahren Leute auf ihren E-Bikes den Berg hinauf, bei denen so gar nichts stimmt: Nicht der Luftdruck in den Reifen, nicht die Sattelhöhe und auch nicht die Trittfrequenz. All das ist bei vielen Fahrrad- und E-Bike-Fahrern zu niedrig. Beim Pedelec-Fahrer kommt noch etwas dazu: Der Stromspeicher ist schneller leer. Denn das ineffiziente Treten führt zu einem höheren Energiebedarf des Motors. Der Fahrer wundert sich dann, warum sein Akku schon nach 50 Kilometern leer ist, hatte der Verkäufer doch von einer Reichweite von 80 Kilometern und mehr gesprochen …
Mit unseren Tipps steigern Sie die Reichweite Ihres E-Bikes, ganz ohne den neuesten, größten und schwersten Akku anschaffen zu müssen.
1. Optimale Sitzposition
Wer korrekt auf dem Rad sitzt, setzt seine Beine optimal ein. Mit weniger Kraft entwickelt der Bewegungsapparat mehr Druck auf dem Pedal. Außerdem verhindert das ergonomische Sitzen Schmerzen. Als Faustregel gilt hier: Auf dem Sattel sitzend soll die Ferse bei ausgestrecktem Bein auf der untersten Pedalposition plan aufstehen. Auch die Oberkörperposition kann das effiziente Treten unterstützen, denn beim Radfahren werden viele Muskelgruppen im gesamten Körper aktiviert. Die maßgeschneiderte Sitzposition lässt sich bei einem Bikefitting ermitteln. Das bieten viele Radhändler zumindest abgespeckt an. Sporthochschulen und Radlabore, die auf Fahrerergonomie spezialisiert sind, gehen noch mal deutlich in die Tiefe.
2. Reifendruck
Ein zu geringer Luftdruck im Fahrradreifen schadet gleich mehrfach. Da ist zuvorderst der höhere Rollwiderstand. Ein zu gering befüllter Luftreifen liegt großflächiger auf dem Untergrund auf, schluckt zudem in Kurvenfahrten Energie durch das so genannte Walgen, also das Verwinden des Reifens nach links und rechts. Zu hoher Luftdruck sorgt zwar grundsätzlich für geringeren Rollwiderstand. Breite, gut profilierte Reifen, wie sie am E-Bike aber oft verbaut sind, werden trotzdem eher mit niedrigerem Luftdruck gefahren, denn sie erhöhen den Komfort und können auf unebenen Wegen sogar den Energieverbrauch senken, da sie korrekt aufgepumpt stets die bestmögliche Haftung bieten. Auf den meisten Reifen sind ein Mindest- und ein Maximalwert in bar und psi angegeben. In diesem Bereich sollten Sie sich beim Aufpumpen des Reifens bewegen.
3. Reifenprofil
Nicht nur der Luftdruck, auch das Profil tragen zur Reichweite des E-Bikes bei. Stollenreifen haben auf glatten Oberflächen wie Asphalt einen höheren Rollwiderstand als Tourenreifen oder gar komplett profillose Reifen. Die aber sind im Gelände nicht die beste Wahl. Sie neigen eher zum Durchdrehen und Wegrutschen, also zum Verlieren der Haftung.
4. Unterstützungsstufe
Muss es immer die höchste Stufe sein? Sicher nicht. Wer auf Genusstour ist, kann sicher auf das eine oder andere km/h Durchschnittsgeschwindigkeit verzichten. Weniger Tempo, geringere Unterstützungsstufe. In der Ebene reicht der Eco-Modus, also die unterste Stufe, oft aus. Die Vorteile: Der Genuss steigt ebenso wie die Reichweite.
5. Trittfrequenz
So, wie viele E-Biker mit zu geringem Luftdruck und zu tiefem Sattel unterwegs sind, treten auch einige Fahrer zu langsam in die Pedale - nach dem Motto: Der Motor regelt das schon. Das ist zwar richtig. Der Stromverbrauch aber steigt enorm, wenn in hoher Unterstützungsstufe mit geringer Trittfrequenz gefahren wird. Einige Hersteller geben in ihren Handbüchern Tipps für die effizienteste Trittfrequenz ihrer E-Bike-Motoren. Die liegt im Grunde bei E-Bikes im etwa gleichen Bereich wie beim klassischen Fahrrad - irgendwo zwischen 70 und 80 Kurbelumdrehungen pro Minute. Auf einigen Displays lässt sich die eigene Trittfrequenz in Echtzeit anzeigen. Stets in der richtigen Frequenz bleibt der, der regelmäßig schaltet. Außerdem sind inzwischen E-Bikes mit trittfrequenzgesteuerten Automatikgetrieben auf dem Markt.
6. Windwiderstand
Klar, wir Genussradfahrer wollen nicht unbedingt mit hautenger Lycra durch die Lande fahren. Trotzdem weisen wir darauf hin: Der Windwiderstand ist auch beim E-Bike ein ernstzunehmender Faktor. Richtig relevant wird er ab etwa 20 km/h, also in dem Bereich, in dem Pedelecs oft unterwegs sind. Eine leicht gestreckte Sitzposition, eine geschlossene statt offene, im Wind wehende Jacke und ein etwas figurbetonterer Schnitt der Bekleidung kann da schon ein paar Watt einsparen, ohne dass man aussieht wie ein Zeitfahrer bei der Tour de France.
7. Vorausschauende Fahrweise
Im Stadtverkehr haben Sie da kaum Einfluss drauf, auf Tour übers Land aber sehr wohl: Vermeiden Sie häufiges Stop-and-go. Denn wie beim Auto ist ständiges Bremsen und Anfahren wenig wirtschaftlich. Wählen Sie Fotostops also bewusst aus, halten Sie nicht an jedem Wegweiser und jeder Kreuzung erst einmal an.
8. Gewicht
Nein, wir wollen hier niemanden zum Abnehmen drängen - siehe Punkt 6! Wenn Sie aber auf Tour gehen, senkt jedes Kilo weniger am Rad den Stromverbrauch. Planen Sie daher gut: Bei stabil schönem Wetter können Sie die Regenjacke und die Regenhose zuhause lassen. Sind Sie nicht komplett abseits der Zivilisation unterwegs, brauchen Sie nicht die gesamte Verpflegung einzupacken. Unterwegs finden sich sicher ein Supermarkt oder eine Einkehrmöglichkeit. Auch die gesamte Werkstatt muss nicht unbedingt in die Packtasche.
9. Akkupflege
Nicht nur unterwegs, auch zuhause können Sie etwas für die Reichweite Ihres Akkus tun. So sollte der Stromspeicher bestenfalls bei Zimmertemperatur und wenn möglich nicht im Schnelllademodus geladen werden. Auch sollten Sie Ihren Akku nie komplett leer fahren. Heute kümmert sich in praktisch allen E-Bikes das Batterie-Management-System um den bestmöglichen und schonendsten Ladezyklus. Was dem Akku ebenfalls schadet und so langfristig die Reichweite reduziert: zu hohe Temperaturen. Direkte Sonneneinstrahlung über längere Zeit sollten Sie Ihrem Rad daher nicht zumuten. Das beinhaltet auch den Transport des Akkus im Auto. Steht der Wagen lange in der prallen Sonne, sollten Sie den Akku nicht darin liegen lassen. Weniger problematisch: Kälte. Solange die Temperaturen nicht tagelang unter -10 Grad Celsius fallen, setzen sie dem Akku nur kurzfristig zu. Die Reichweite eines durchgekühlten Akkus ist geringer als die eines warmen.
10. Lagerung
Sind Sie absehbar eine Weile nicht mit Ihrem E-Bike unterwegs, sollten sie das Rad (und mit ihm den Akku) möglichst trocken und bei Zimmertemperatur abstellen. Geht das nicht, entnehmen Sie bestenfalls den Akku und nehmen ihn mit ins Warme. Zudem sollte der Akku etwa zu 20 bis 80 Prozent geladen sein. Weder sollten sie ihn komplett entladen lagern, noch sollte er bis Anschlag geladen sein.
Weitere Faktoren, die die Reichweite beeinflussen
- Das Gesamtgewicht des Fahrers und des Gepäcks verringert die Reichweite exponentiell. Je schwerer das Gesamtgewicht ist, desto kürzer ist die Reichweite.
- Die Kapazität und das Alter des Akkus. Mit einer hohen Kapazität können mehr Kilometer zurückgelegt werden.
- Der perfekte Reifendruck wirkt sich positiv auf die Reichweite aus. Dies liegt daran, dass der Rollwiderstand dann gering ist.
- Die Art und Weise, wie du schaltest, beeinflusst die Reichweite deines E-Bikes.
- Je höher die Unterstützung ist, desto mehr Energie wird vom Akku benötigt.
- Die Umgebung, in der du fährst, bestimmt teilweise die Reichweite deines E-Bikes. Flache Gebiete erfordern beispielsweise weniger Akkukapazität als hügelige Gebiete.
- Temperaturen unter 20 °C wirken sich negativ auf die Kapazität des Akkus und damit auch auf die Reichweite aus.
Tipps zur Verlängerung der Reichweite
- Stelle sicher, dass du den Motor nicht unnötig nutzt, sondern mehrere Kilometer dadurch gewinnst, dass du aus eigener Kraft fährst.
- Wenn du aus dem Stillstand heraus ohne Probleme selber anfahren kannst, solltest du das auf jeden Fall tun.
- Stelle die Pedalunterstützung niedriger ein oder ganz aus und stelle den leichtesten Gang ein.
- Du kannst die Gänge deines E-Bikes ein bisschen mit denen eines Autos vergleichen. Genau wie bei einem Auto sollte man an einer Ampel oder am Fuß eines Hügels in einen leichteren Gang schalten.
- Während einer längeren Reise ist es immer praktisch, das Ladegerät mitzunehmen.
- Wenn du dein E-Bike für eine lange Radtour verwenden möchtest, kann es nützlich sein, einen zusätzlichen Akku zu kaufen.
Die Bedeutung der Batteriekapazität
Die Kapazität einer Batterie bestimmt weitestgehend die Entfernung, die zurückgelegt werden kann. Vergleichen Sie dies mit dem Benzintank eines Autos. Je größer der Tank, desto mehr Kilometer können Sie in der Regel zurücklegen. Bei einem Zellentausch können Sie die Kapazität nach Ihren Wünschen vergrößern. Abhängig von der gewählten Kapazität (ausgedrückt in Ah oder Wh) kann die Reichweite einer Batterie damit um einen bestimmten Prozentsatz erhöht werden. Wenn Sie beispielsweise die Kapazität Ihrer Fahrradbatterie um 10% erhöhen, wird die Reichweite unter den gleichen Bedingungen auch maximal um 10% größer als zuvor.
Die Reichweite hängt aber zusätzlich auch noch von weiteren Faktoren ab:
- Die Leistung, die der Motor aufbringen muss, hängt von der gewählten Unterstützungsstufe ab.
- Der Rollwiderstand der Reifen bestimmt, wie viel Energie zugeführt werden muss, um eine bestimmte Geschwindigkeit zu erreichen.
- Umweltfaktoren, wie die Neigung der Straße oder Gegenwind, haben einen großen Einfluss auf die vom Motor benötigte Energiemenge.
- Bei niedrigen Temperaturen sinkt die Kapazität der Batterie um bis zu 20%.
Hier ist zu beachten, dass der eine Antrieb effizienter ist als der andere. Wenn Sie in hohen (schweren) Gängen fahren und eine hohe Unterstützungsstufe wählen, werden Sie vom Motor mit viel Kraft unterstützt. Das führt zu einem hohen Energieverbrauch und die Reichweite nimmt schneller ab. Häufiges Anfahren und Bremsen ist, wie beim Autofahren auch, weniger effizient. Das Gewicht des Fahrers und des E-Bikes spielen ebenfalls eine große Rolle für die Reichweite eines E-Bike Akkus.
Die häufigsten Faktoren für Reichweitenverlust
- Fahrergewicht und Ladung: Ein höheres Gewicht erhöht den Energiebedarf, um das E-Bike zu bewegen.
- Reifendruck: Zu niedriger Reifendruck erhöht den Rollwiderstand.
- Topografie: Steigungen und Gefälle beeinflussen den Energieverbrauch erheblich.
- Windverhältnisse: Gegenwind erhöht den Widerstand und somit den Energiebedarf des E-Bikes.
- Temperatur: Extreme Temperaturen, besonders Kälte, können die Leistungsfähigkeit des Akkus beeinträchtigen.
- Unterstützungsstufe: Die Nutzung höherer Unterstützungsstufen führt zu einem höheren Energieverbrauch.
- Fahrweise: Eine aggressive Fahrweise mit häufigen Beschleunigungen und abruptem Bremsen verbraucht mehr Energie.
- Zustand des Akkus: Mit der Zeit nimmt die Leistungsfähigkeit des Akkus ab.
- Art des Geländes: Loser und weicher Untergrund erhöht den Rollwiderstand im Vergleich zu festen, glatten Oberflächen.
- Verwendung von Zusatzfunktionen: Die Nutzung von Beleuchtung, elektronischen Displays oder anderen Zusatzfunktionen zieht Strom aus dem Akku.
- Die Trittfrequenz: Je höher deine Drehzahl ist, desto weniger Strom verbraucht der Motor. Die optimale Trittfrequenz liegt bei 70-80 Umdrehungen in der Minute.
- Das Schalten: Wer allerdings durch die Zusatzpower „schaltfaul“ wird, verbraucht auf viel Energie.
Tipps für längere Touren
Mit einfachen Tricks steigern Sie die Reichweite Ihres E-Bikes und genießen längere Touren - ganz ohne Stress.
- Niedrigere Unterstützungsstufe wählen.
- Geschwindigkeit anpassen.
- Passendes Gelände wählen.
- Gewicht reduzieren.
- Reifendruck optimieren.
- Akku pflegen.
- Einen größeren Akku nachrüsten.
- Spezielle Zubehörteile nutzen.
- Maßnahmen im Winter ergreifen.
Akkukalibrierung
Gerade richtig in Fahrt gekommen und schon ist der E-Bike-Akku leer? Das kann an einer falschen Ladestandanzeige liegen. Selbst die modernsten Batterie-Management-Systeme brauchen manchmal Nachhilfe. Ein kalibrierter Akku hat zwar weder mehr Reichweite noch lässt er sich regenerieren.
Beim Akku kalibrieren werden Messsystem, Anzeige und Akku wieder auf einen gemeinsamen Nenner gebracht. Oft wird dieser Vorgang auch Akku refreshen genannt. Die Kalibrierung hat jedoch den großen Vorteil, dass sich der Anwender ab sofort wieder auf die Anzeige zum Akkustand verlassen kann.
Akkupflege und Fehlerbehebung
Grundsätzlich muss jeder Akku gut gepflegt und sollte keinen außergewöhnlichen Bedingungen ausgesetzt werden. Yamaha oder Bosch E-Bike-Akkus gelten als langlebigste Vertreter ihrer Kategorie. Die Kalibrierung eines E-Bike-Akkus ist wesentlich einfacher als der Akku-Refresh von Notebooks oder Handys. Insbesondere nach der Überwinterung des E-Bike-Akkus ist es eine gute Idee, ihn vor dem Start in die Fahrsaison zu kalibrieren.
Gibt ein Batteriemanagementsystem oder eine Ladestandanzeige an, dass der Akku leer ist, ist dieser nicht vollständig leer. Jeder Lithium-Ionen-Akku fühlt sich bei einem Ladestand zwischen 30 und 70 Prozent am wohlsten. Die Akkukalibrierung ist zwar keine Garantie gegen Fehlermeldungen. Sie sorgt allerdings für eine realistischere Kommunikation zwischen den Komponenten.
Der Akku-Reset ist kein Reparatur-Tool. „Spinnt“ die Anzeige auch nach der Neuausrichtung, ist davon auszugehen, dass etwas mit Akku oder Ladegerät nicht stimmt. Fällt der Ladestand bei der Akku-Nutzung ungewöhnlich schnell ab, ist vermutlich der Akku defekt oder erschöpft. Springt die Ladestandanzeige beim Be- oder Entladen hin und her, gilt es zunächst, die Fahrradelektronik bzw.
E-Bike Akku richtig aufladen
Lade deinen e-Bike Akku nur nach Bedarf auf. Vor einer großen Tour macht es dennoch Sinn, den Akku einmal vollständig zu laden - im Bereich von 20 - 80 Prozent laden e-Bike Akkus am schnellsten. Ein Ladestand von unter 10 Prozent oder gar eine Tiefenentladung solltest du vermeiden, da dies den Akku nachhaltig schaden kann. Weiterhin solltest du deinen Akku nicht über Nacht laden, um ihn schnellstmöglich bei voller Ladung vom Strom zu nehmen.
Achte immer darauf, was die Akku Reichweiten Anzeige auf deinem e-Bike Display ausspielt.
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