Bist du auf der Suche nach einem neuen Motorrad? Zum Glück gibt es noch einige wenige Marken, die die Einzylinderfahne hochhalten wie KTM und ihre Marke Husqvarna. Sie setzen nicht nur bei den Sportenduros und Motocrossern auf einen Zylinder: Die 690 SMC R war über etliche Jahre hinweg die meistverkaufte KTM in Deutschland - und das als radikale Supermoto.
Um unseren Userinnen und Usern bei der Suche nach einem neuen Motorrad oder einen neuen Roller einen einfachen Überblick geben zu können, bieten wir seit 2017 die Top 5 Listen der 1000PS Crew an. Diese Top 5 Listen erstellen wir für die wichtigsten Anforderungen und beinhalten aktuelle Neue- und gebrauchte Motorräder und Roller. Die Listen haben keinen absolutistischen Anspruch und sind auch nicht vollständig.
Aber sie bieten in jedem Fall eine großartige Unterstützung bei dem Beginn einer Suche nach einem neuen Bike. Die 1000PS Crew fährt seit 15 Jahren sämtliche neuen Motorräder aller Kategorie und Leistungsklassen. Die Erfahrungen geben wir gerne in unseren Tests und Videos weiter.
Top 5 Einzylinder-Motorräder
- KTM 690 Supermoto: Ihre Optik lässt sich als eigenständig beschreiben, wird aber nicht jedem gefallen. Besonders die Maske und den hochgezogenen Auspuff muss man mögen. Technisch ist die 690 Supermoto hingegen mörderisch ihre 64 PS sorgen für mächtigen Vortrieb. Auch im Alltag kann sie im Vergleich zu aktuellen Supermotos punkten. Mit ihrer alltagstauglichen Sitzposition kann die KTM 690 Supermoto auch für weite Strecken verwendet werden, ohne große Abstriche machen zu müssen. So lassen sich auch Autobahnetappen auf ihr bewältigen.
- KTM 640 Duke 2: Ihr LC4 Einzylinder leistet 57 PS und gilt bei richtiger Pflege und Wartung als halbwegs zuverlässig. Durch ihr niedriges Gewicht lässt sich die 640 Duke 2 sportlich bewegen und versprüht dank ihrer simplen Technik ein puristisches Flair. Die Optik gefällt heute noch. Die KTM 640 Duke 2 genießt im Gegensatz zur LC4 Supermoto den Vorteil, dass gebrauchte Exemplare oft besser in Schuss sind und noch nicht totgetuned wurden.
- Husqvarna TR 650 Strada/Terra: Technisch sind Strada und Terra ident, beide werden von einem 650ccm großen BMW-Einzylinder angetrieben. Dieser wurde auch im kompakten Reisemotorrad BMW G 650 GS verbaut. Die Leistung liegt bei 58 PS, womit sich die TR 650 sogar brav wheelen lässt. Das Fahrverhalten überzeugt und dank BMW Technik gilt die Husqvarna als sehr solide. Optisch ist sie im Vergleich zur G 650 GS deutlich auffälliger, insbesondere da sie in Natura nur sehr selten anzutreffen ist. Ein exklusiver Einzylinder mit Großserientechnik für unter 5.000 Euro fantastisch!
- Yamaha XT660Z Tenere: Mit 48 PS aus 660 Kubik ist die Tenere laut NastyNils keines Falls untermotorisiert, sodass sie gut vorangeht. Somit macht sie auch auf Alpenpässen viel Spaß und versprüht dank ihrer Optik puren Abenteuer- und Wüstenflair. Zwar ist die Yamaha XT660Z Tenere in der 1000PS Gebrauchtbörse für bereits unter 5.000 Euro verfügbar, doch sie ist auch sehr begehrt.
- Aprilia Pegaso 650 Strada: Angetrieben von einem in Oberösterreich gebauten Rotax Motor mit 660 Kubik, gilt die Pegaso 650 Strada als sehr zuverlässiger Begleiter. Dank ihrer Leistung von 48 PS ist sie auch für den A2-Führerschein zugelassen. Aufgrund der niedrigen Sitzhöhe von 770mm sitzt man tief in der Aprilia und bekommt nicht nur beim Stand ein sehr sicheres Gefühl. Als Vergleich kann die BMW F 650 GS herangezogen werden, die ebenfalls mit niedriger Sitzhöhe und Rotax Motor punktet.
Weitere aktuelle Einzylinder-Modelle
Neben den Top 5 gibt es noch weitere interessante Einzylinder-Motorräder, die auf dem Markt erhältlich sind:
- KTM 690 SMC R, 690 Duke, 690 Enduro R und Husqvarna 701 Supermoto, 701 Enduro: Leistungsstärkster Serien-Einzylinder der Welt mit 75 PS.
- KTM 390 Duke, RC 390, 390 Adventure: 43 PS bei 9000/min, spritzig und vibrationsarm.
- Honda CRF 250 L: Kleine Enduro mit 25 PS, günstig und robust.
- Honda CRF 250 Rally: Adventure-Bike mit identischem Motor, geringes Gewicht von 157 kg.
- Honda CB 300 R: Elegantes Naked Bike mit 31 PS und nur 143 kg Gewicht.
- BMW G 310 R und G 310 GS: 34 PS und erfreut preissensible Biker.
- Royal Enfield Himalayan: Adventure-Bike mit 25 PS, luftgekühlter Einzylinder.
- Zontes 310er-Baureihe: 35 PS, günstige Preise, umfangreiche Ausstattung.
- SWM Superdual: 54 PS starker 600er-Einzylinder.
- Mash Dirt Track 650: Reanimiert den luftgekühlten 650er-Motor aus der Honda Dominator.
- Suzuki DR-Z4S und DR-Z4SM: Comeback als gründlich überarbeitete DR-Z4S und DR-Z4SM, die nun die Norm Euro 5+ erfüllen.
- Royal Enfield Classic 650: Die schlicht Classic 650 getaufte Maschine vereint moderne Motorradtechnik mit dem Design der 1950er-Jahre.
- Honda GB350S: Der Einzylinder mit Retro-Optik setzt auf einfache Technik.
Ducati Superquadro Mono: Ein neuer Maßstab
30 Jahre nach der legendären Supermono 550 kehrt Ducati zur Produktion eines Straßen-Einzylinders zurück. Er heißt Superquadro Mono, hat einen Hubraum von 659 cm3, ist mit der desmodromischen Ventilsteuerung ausgestattet und setzt in dieser Kategorie neue Maßstäbe in Sachen Performance.
Dank dieser Lösungen liefert der Superquadro Mono eine maximale Leistung von 77,5 PS bei 9.750 U/min und kann eine maximale Drehzahl von 10.250 U/min* erreichen - Werte, die noch nie zuvor von einem Serien-Einzylinder erreicht wurden. Das Drehmoment, dessen Höchstwert 63 Nm bei 8.000 U/min beträgt, kann besonders gleichmäßig abgerufen werden. Das führt zu einer linearen und gut nutzbaren Leistungsabgabe. Dabei werden die Grenzwerte der Abgasnorm Euro 5+ eingehalten.
In der Racing-Konfiguration mit Termignoni-Auspuff erreicht dieser Einzylinder die unglaubliche Spitzenleistung von 85 PS bei 9.500 U/min.
Technische Daten und raffinierte Materialien für hohe Leistung und geringes Gewicht:
- Kolben mit 116 mm Bohrung
- Verdichtungsverhältnis beträgt 13,1:1
- Kipphebel des Desmodromik-Systems mit DLC-Oberflächenbeschichtung
- Kraftstoffzufuhr über eine einzige ovale Drosselklappe mit einem äquivalenten Durchmesser von 62 mm
- Kurbelgehäuse aus Druckguss integriert den Wassermantel um die Zylinderlaufbuchse
- Abdeckungen der Kupplung, der Lichtmaschine und des Zylinderkopfes sind aus einer Magnesium-Legierung gegossen
BMW G 310 R: Agilität und Fahrspaß
Mit einem Lächeln im Gesicht aufwachen. Weil jeder Tag eine Chance ist, etwas Neues auszuprobieren - mit der BMW G 310 R. Das Gesamtpaket hat alles, was Du dafür brauchst und kommt nun mit modernem Tagfahrlicht. Dank des optimierten Motors mit Ride by Wire und Anti-Hopping-Kupplung fährt sie sich intuitiv und agil, egal ob zur Arbeit, zur Verabredung oder raus aus der Stadt.
Die Stärke der G 310 R liegt in ihrer Leichtigkeit und Agilität. Der Einzylinder-Viertaktmotor mit 313 ccm bringt nicht nur im Großstadtgetümmel eine Menge Spaß. Der unkonventionelle Einzylinder-Motor hat ein spezielles Konzept: Der um 180 Grad nach hinten gedrehte Zylinderkopf verschiebt den Fahrzeugschwerpunkt in Richtung Vorderrad. Dadurch wird die G 310 R agiler und leichter kontrollierbar.
Mit dem neuen E-Gas - Ride by Wire - läuft die Gasannahme zudem jederzeit stabil. Und die selbstverstärkende Anti-Hopping-Kupplung macht das Schalten im Verkehrsgewimmel zum Kinderspiel.
Alle drei Looks der G 310 R betonen die energiegeladene Sportlichkeit der Maschine.
- Sportlich durch und durch: Mit der G 310 R Sport wird die Straße zu Deinem Spielplatz.
- Unaufhaltsam kompromisslos: Die G 310 R Passion steht ganz klar für Leidenschaft.
Gutes Aussehen liegt in der Familie, denn die G 310 R trägt die DNA der BMW S 1000 R in sich. Mit ihrem unverkleideten Design trägt sie ihr Innerstes nach Außen und steht damit für Leichtigkeit, Präzision und ein pures Fahrgefühl. Der Style Sport hebt die unverkennbare Racing-Optik des Bikes besonders hervor. Der Motorbereich kommt jetzt neu in Titaniumgrau metallic.
Suzuki DR-Z4S und DR-Z4SM: Comeback nach 17 Jahren
Willkommen zurück! Suzuki bringt nach 17 Jahren eine Nachfolgerin der DR-Z 400 auf den deutschen Markt. Der quirlige Einzylinder wurde anfangs als Enduro und bis 2008 auch als Supermoto angeboten, dann verschwand das Vergaser-Modell mit der Euro-2-Norm wegen zu hoher Emissionswerte aus dem Programm.
Jetzt steht überraschend ihr Comeback als gründlich überarbeitete DR-Z4S und DR-Z4SM an, die nun die Norm Euro 5+ erfüllen. Zwar weist der Einzylinder immer noch 398 ccm Hubraum auf, verfügt aber jetzt über eine Einspritzung und zwei Zündkerzen.
Technische Details:
- 38 PS bei nur 151 kg Gewicht
- Voll einstellbares KYB-Fahrwerk mit langen Federwegen
- Abschaltbares ABS (DR-Z4S)
- Drei Fahrmodi, wählbar über LC-Display
- Slipperkupplung
Die DR-Z4SM ist die Supermoto-Variante. Sie dürfte für viel Fahrspaß auf der Straße sorgen. Entsprechend ihrer Bestimmung als Supermoto hat die DR-Z4SM kürzere Federwege (260 und 277 mm) und eine geringere Sitzhöhe (890 mm). Sie zeigt eine handlichere Fahrwerksgeometrie mit 30 mm kürzerem Radstand (1.465 mm) und einem um einen Grad steileren Lenkkopfwinkel (63,5 Grad).
Hinzu gesellen sich 17-Zoll-Kreuzspeichenräder mit Straßenbereifung - statt 21 Zoll und 18 Zoll mit Geländereifen - und eine größere Bremse mit radialer Vierkolben-Bremszange von Nissin samt einer 310-mm-Bremsscheibe. Anders als an der Enduro lässt sich an der Supermoto das vordere ABS nicht abschalten.
Die beiden Suzuki-Modelle sollen im Sommer 2025 bei den Händlern stehen. Die DR-Z4S in den Farben Gelb oder Grau, die DR-Z4SM in Gelb oder Weiß. Die Preise sind noch nicht bekannt.
Royal Enfield Flying Flea: Elektrische Zukunft
Royal Enfield rüstet sich mit einer Submarke für die elektrische Zukunft. Zu diesem Zweck haben die Inder die Submarke Flying Flea ("Fliegender Floh") ins Leben gerufen. Das erste E-Motorrad lässt sich am besten mit futuristischem Retro-Style beschreiben und soll Anfang 2026 unter dem Namen FF C6 auf den Markt kommen.
Jawa 350 neu ab 2024
Als neues Modell für 2024 präsentierte Classic Legends die Jawa 350. Dabei handelt es sich um das neue Top-Modell von Jawa - ganz bewusst mit dem Erscheinungsbild eines echten Klassikers oder Oldtimers. Die Jawa 350 soll direkt in Konkurrenz treten mit der Royal Enfield Bullet 350 und der Honda CB 350, beide populärer denn je in Asien, insbesondere in Indien.
Ebenfalls mit Viertakt-Einzylinder-Motor, wie die etablierten Modelle von Royal Enfield und Honda, geht 2024 die Jawa 350 an den Verkaufsstart. Besonderheit: Trotz betont klassischen Looks mit Kühlrippen ist dieser Motor wassergekühlt. Der dafür erforderliche Kühler ist elegant zwischen den vorderen Stahlrohren des Doppelschleifen-Rahmens aufgehängt - vertikal statt quer.
Die neueste Version dieses Triebwerks für die Jawa 350 haben Mahindra und Classic Legends von bisher 295 auf genau 334 Kubik vergrößert. Weitere Eckdaten: Bohrung mal Hub 81 mal 65 mm, Verdichtung 9,5:1 und maximal 22,5 PS sowie 28 Nm. Benzineinspritzung und elektronische Motorsteuerung sind in Indien längst Standard, da die nationale Abgasnorm Bharat V sich mit der Euro 5 deckt.
Wohl der Symmetrie wegen hat die Einzylinder-Jawa 2 Auspuffe, jeweils einen links und rechts. Wie die Wasserkühlung ist das Getriebe mit 6 Gängen Stand der Technik. Übrigens hat dieser Single in anderen Modellen von Jawa oder Yezdi mehr Leistung, mit höherer Verdichtung bis zu 29 PS.
Relativ modern sind wiederum die Bremsen mit jeweils einer Scheibe pro Rad - und jeweils mit ABS. Weitere Eckdaten zum Fahrwerk der Jawa 350 sind die 1.449 mm Radstand sowie die 790 mm Sitzhöhe. Und, mindestens ebenso relevant fürs Handling: die 184 Kilogramm Fahrzeuggewicht, fahrbereit, mit vollem 13,2-Liter-Benzintank. Für diese Hubraum- und Leistungsklasse ist das relativ schwer, dafür gibt's hier eben Metall statt Plastik.
Im Hauptzielgebiet Indien kam die in Indien produzierte Jawa 350 im Januar 2024 in den Handel. Sie kostet dort 215.000 Indische Rupien, umgerechnet rund 2.400 Euro. Dass sie nach Europa kommt, ist nicht unwahrscheinlich, denn in Österreich werden die aktuellen 300er-Modelle aus Indien verkauft, für um die 6.700 Euro inkl. Nova und MwSt.
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