Alb-Neckar-Radweg: Etappen durch Baden-Württemberg

Der Alb-Neckar-Radweg ist ein landschaftlich sehr reizvoller Radfernweg in Baden-Württemberg, der sich in der letzten Zeit zu einem Geheimtipp gemausert hat. Der Alb-Neckar-Radweg ist ein spannender Radweg. Er verbindet zwei sehr interessante Teile Baden-Württembergs: Die Schwäbische Alb und das mittlere Neckargebiet nördlich von Stuttgart. Der Alb-Neckar-Radweg ist ein recht hügeliger bis bergiger Radweg, der das Donautal, die Schwäbische Alb und auch das Neckartal miteinander verbindet. Sogar am Remstal und Murrtal kommt man vorbei. Eine spannende Landschaftsabwechslung erlebt man auf dem Radweg und durchquert interessante Orte.

Streckenverlauf und Etappen

Beginn der 213 Kilometer ist in Ulm und das Ende befindet sich in Heilbronn. Der Alb-Neckar-Radweg verbindet das Neckartal und die Schwäbische Alb. Auf dem Radweg ist insgesamt recht wenig Verkehr. 213 Kilometer ist der Radweg insgesamt lang. Der Beginn - Ulm - liegt an der Donau und von dort aus kann man auch am Donauradweg entlang fahren.

Ulm und Umgebung

In Ulm startet man am besten am Ulmer Münster. Dieses ist schon ein beeindruckender Anblick. Die Stadt Ulm ist ein wahres Radfernwanderkreuz. Gleich mehrere Strecken starten bzw. enden hier oder führen durch die ehemalige Reichsstadt an der Donau hindurch. Einige mittelalterliche Bauten haben die Zerstörung im Krieg überstanden oder wurden wieder aufgebaut, wie das Rathaus, die Garnsiede, die Ulmer Münz, die Lochmühle, das Gerberhaus sowie das Zunfthaus der Schiffsleute. Sehenswert ist das Fischerviertel mit seiner historischen Bebauung am Donauzufluss der Blau.

Schwäbische Alb

Wenn man Ulm hinter sich gelassen hat, wird es schon bald ziemlich anstrengend, denn es folgt der Aufstieg zur Hochebene der Schwäbischen Alb. Hier sind einige kräftige Steigungen zu bewältigen, doch wird man dann mit grandiosen Ausblicken über die Umgebung belohnt. Als Nächstes kommt das Blautal mit Blaubeuren, wo sich der vollkommen blaue Blautopf befindet. Ein schöner Ort, den man mal gesehen haben sollte - eine der Besonderheiten des Alb-Neckarradwegs. Bei Westerheim wird die Europäische Hauptwasserscheide überquert, an der das Wasser entweder zur Nordsee oder zum Schwarzen Meer abfließt.

Vom Albvorland ins Neckartal

Hinter der Schwäbische Alb erreicht man das wellige Albvorland und schon bald die Weinanbaugebiete Württembergs. Hier kann man auf den Remstalradweg wechseln bzw. man fährt ohnehin ein Stück an ihm entlang. Wobei man Stuttgart selbst eben nur streift. Die Metropolregion spielt hier natürlich aber immer eine wichtige Rolle. Die Route verläuft nun an mittelalterlichen Burgen und historischen Klosteranlagen vorbei durch das sanft geneigte Remstal. Unterwegs werden immer wieder alte Fachwerkdörfer und romantische Städtchen durchfahren. Ein lohnender Abstecher ist der Besuch des Residenzschlosses in Ludwigsburg. Das von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg errichtete Anwesen gehört zu den größten barocken Schlossanlagen Deutschlands.

Neckar und Umgebung

Im benachbarten Marbach kann man Schillers Geburtshaus, das Schiller-National-Museum und das Literaturmuseum der Moderne besuchen. Von dort aus geht es noch in die Residenzstadt Ludwigsburg und nach Marbach am Neckar, die Schillerstadt mit dem Geburtshaus von Friedrich Schiller. Allerdings verlässt man den Neckarradweg hier wieder und fährt eben den Murrtalradweg für ein kurzes Stück. Auf der Etappe von Marbach nach Heilbronn geht der Alb-Neckar-Radweg zukünftig in den zertifizierten Württemberger Weinradweg über. In diesem Abschnitt führt der Weg vorbei an mittelalterlich geprägten Städten und sagenumwobenen Burgen durch die romantische Neckarlandschaft. Am Ende landet man im Zielort Heilbronn. Wer will, kann den Neckarradweg auch weiter bis Mannheim fahren. Dort führt der Neckar dann in den Rhein.

Gleich drei ausgezeichnete Fernradwege führen durch das HeilbronnerLand. Erkunden Sie die Flusstäler auf dem Neckartal-Radweg oder dem Kocher-Jagst-Radweg. Hier sind einige kräftige Steigungen zu bewältigen, doch wird man dann mit grandiosen Ausblicken über die Umgebung belohnt. Darf es etwas hügeliger sein? Die Fernradwege können nicht nur als Mehrtagestour geradelt werden. Vorübergehend wird der Neckar noch einmal über das Bottwar- und Schozachtal verlassen.

Beschilderung und Schwierigkeitsgrad

Der Radfernweg wird durch das standardisierte Logo der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg gekennzeichnet, das einen stilisierten weißen Radfahrer vor grau-grünem Hintergrund zeigt. Der Alb-Neckar-Radweg ist streckenweise durchaus anspruchsvoll. So gibt es schon bald nach dem Routenbeginn vor Blaubeuren erste mittlere Anstiege zu meistern, wenn es auf die Hochebene der Schwäbischen Alb geht. Zwischen Blaubeuren und Neidlingen werden die Anstiege und Abfahrten schon recht steil! Weitere starke Steigungen sind von Reichenbach bis Remseck zu bewältigen. Danach gibt es nur noch vereinzelte leichte Erhebungen.

Wegbeschaffenheit und Verkehrsaufkommen

Der Alb-Neckar-Weg verläuft überwiegend auf verkehrsarmen Wegen. Nur bei Ortsdurchfahrten muss mit mäßigem Verkehr gerechnet werden.

GPS-Daten und Planung

Damit man den Radweg auch selbst planen kann, folgen hier zwei Blogbeiträge zum Alb-Neckar-Radweg inklusive von Etappenvorschlägen. Wer nicht die ganzen Etappenbeschreibungen lesen will, kann auch mit Radtourenplaner & Übersichtskarte oben den Radweg planen. Das Gesamtpaket beinhaltet den Track der Route, alle Alternativen und Zubringer, sowie alle relevanten Waypoints (Sehens-würdigkeiten, Bahnhöfe etc.). Der Track beschreibt nur die Route des Radfernweges. Das Gesamtpaket beinhaltet den vollständigen Track des Ahr-Radweges sowie die Sehenswürdigkeiten und nahegelegenen Bahnhöfe als Waypoints.

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