Der Aller-Radweg ist einer der beliebtesten Radwege Niedersachsens und führt durch den Süden der Lüneburger Heide. Der Premiumradweg in der Lüneburger Heide ist insgesamt 330 km lang und führt von Verden bei Bremen bis zur Allerquelle bei Magdeburg. 94 km des Premiumradweges liegen in der Lüneburger Heide, genauer gesagt zwischen Rethem im Aller-Leine-Tal und Nienhof/Langlingen im Landkreis Celle.
Auf drei Etappen des Aller-Radweges können Sie unsere Region einmal ganz anders erleben: weite Feld- und Wiesenlandschaften, dichte Mischwälder und natürlich den Fluss Aller, der sich durch diese herrliche Landschaft schlängelt und sich immer wieder in einer ganz neuen Kulisse präsentiert. Die vielen kleinen Ortschaften am Aller-Radweg werden Sie begeistern.
Kleine Museen, historische Kirchen, die typischen Fachwerkhäuser und zahlreiche Höfe, von denen Sie regionale Produkte direkt vom Hersteller erwerben können. "Premium" darf sich nicht jeder Radweg nennen. Er muss besondere Kriterien erfüllen:
- sichere Befahrbarkeit
- gute/feste Oberflächenbeschaffenheit
- familienfreundlich
- ohne MTB/Trekkingrad gut zu befahren
- für Gepäckanhänger geeignet
- landschaftsnahe Wegeführung
- Gastronomie/Hotellerie am Wegesrand
- bedeutende kulturelle Angebote am Wegesrand
Der Aller-Radweg verläuft überwiegend auf eigenen und verkehrsfernen Wegen. Das bunte Aller-Radweg-Logo mit einem stilisierten Blick entlang eines Flussverlaufs durch eine weite Landschaft weist Ihnen den Weg auf dieser Etappe. Das Aller-Radweg Logo weist Ihnen den Weg.
Etappe 1: Rethem (Aller) nach Celle
Der Aller-Radweg führt durch den Süden der Lüneburger Heide. Inmitten der romantischen Flusslandschaft des Aller-Leine-Tals liegt die Heimat von Storch und Heidelbeere. Entlang der Flüsse entdecken Sie idyllische Heidedörfer mit pittoresken Fachwerkhäusern, in zahlreichen Hofläden können Sie die kulinarische Vielfalt der Region mit allen Sinnen erleben.
Streckenverlauf: Rethem/Aller - Ahlden - Schwarmstedt - Wietze - Südwinsen/Winsen - Oldau - Hambühren - Celle
Etappe 2: Von Schwarmstedt nach Celle
Die zweite Etappe des Aller-Radwegs führt von Schwarmstedt bis nach Celle. Die zweite Etappe beginnt in Schwarmstedt am Südwestrand der Lüneburger Heide. Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt im Aller-Leine-Tal und ist umgeben von Wäldern, Marschwiesen, heckenbesäumten Weiden, Mooren und Heidelandschaften.
Der staatlich anerkannte Erholungsort Schwarmstedt liegt inmitten der Flussgabelung von Aller und Leine. In der Naturlandschaft können sie Reiherkolonien und Weißstörche beobachten und in Essel der einzigen Bisonherdenorddeutschlands beim Grasen zuschauen. Geschichte zum Erleben wartet in „Harry’s klingendem Museum“ auf Sie, eine Privatsammlung historischer Musikinstrumente. Auch kulinarisch werden Sie in Schwarmstedt verwöhnt: Regionale Spezialitäten wie Spargel, die Buchweizentorte oder die „Dicken Blauen“ müssen probiert werden. Im östlich angrenzenden Marklendorf können Radler die Aller über die Allerstaustufe überqueren.
In Schwarmstedt warten gemütliche Cafés und Restaurants auf einen Besuch und die Gegend lädt zu sportlichen Aktivitäten wie Wandern und Radfahren ein. Hier begegnen Ihnen Windmühlen, Kirchen, Gutshäuser und ganz ursprüngliche Dörfer und Gehöfte mit Fachwerkbauten.
Ein klingendes Museum, Dicke Blaue und Klein-Texas Die zweite Etappe des Aller-Radwegs führt von Schwarmstedt bis nach Celle. Der staatlich anerkannte Erholungsort Schwarmstedt liegt inmitten der Flussgabelung von Aller und Leine. In „Harry’s klingendem Museum“ können Sie historische Musikinstrumente bestaunen. Probieren Sie regionale Spezialitäten wie Spargel, Buchweizentorte oder die „Dicken Blauen“.
Der Weg führt Sie durch Wietze, früher als Klein-Texas bekannt. Hier wurde bis in die 70er Jahre Öl gefördert. Schwarzes Gold Wussten Sie schon, dass Wietze die Region des „schwarzen Goldes“ ist? Denn die erste fündige Erdölbohrung der Welt fand nicht in Texas oder Dubai statt, sondern direkt hier in Wietze vor der Haustür. 1652 begann man mit dem Ausgraben von ölhaltigem Sand. Auf der Suche nach Braunkohle stieß der Geologe Prof. Konrad Hunäus (1802-82) schließlich zufällig auf Erdöl.
Zeitweise hat Wietze und Umgebung 80 Prozent des in Deutschland benötigten Erdöls geliefert. Ein Abstecher in das Erdölmuseum lohnt sich, bevor Sie in Winsen auf dem Museumshof vor historischer Kulisse einkehren. Wandern, Kanufahren, Angeln, Segeln und vieles mehr - Winsen hat viele verschieden Freizeitangebote. Hier erwartet Sie das Deutsche Erdölmuseum, errichtet auf einem Teil des ehemaligen Wietzer Erdölfeldes. In Winsen (Aller) können Sie den Museumshof erkunden und wer eine Abwechslung zum Radfahren benötigt, kann ab hier auf der Aller mit dem Schiff M.S. Wappen von Celle bis in den Celler Hafen fahren.
Der Aller-Radweg führt Sie weiter über Oldau und Hambühren bis in die Fachwerkstadt Celle. Bis 1963 wurden die Anlagen stillgelegt und seit 1970 steht das Erdölmuseum auf einem der ehemaligen Erdölfelder. Ein Abstecher lohnt sich!
Etappe 3: Von Celle nach Langlingen/Nienhof
Die dritte Etappe beginnt in der Residenzstadt Celle. In der Residenzstadt erwarten Sie fast 500 Fachwerkhäuser, womit Celle zu einem der dichtesten, geschlossenen Fachwerkensembles der Welt zählt! Das weiße Welfenschloss mit Schlosstheater thront über der Stadt und lädt genauso wie die Bauhaus-Architektur von Otto Haesler zum Erkunden ein.
Direkt an der Aller gelegen, ist der Fluss an vielen Stellen der Stadt direkt erlebbar. Ob paddeln auf der Aller oder am Allerufer spazieren gehen. Nur einen Katzensprung entfernt liegt die historische Altstadt mit einem der weltweit dichtesten Fachwerkensembles. Erleben Sie die Geschichte der Welfen im Schloss Celle mit dem barocken Schlosstheater oder erkunden Sie die Bauhaus-Architektur Otto Haeslers. Probieren Sie unbedingt regionale Spezialitäten wie die Celler Rohe Roulade und stöbern Sie durch die Geschäfte in der Fachwerkstadt.
Vor 700 Jahren gegründet, ist sie heute eine moderne Fachwerkstadt voller Leben, Aktualität und Tradition. In Celle wachsen die Gegensätze zum harmonischen Gesamtbild, begegnen sich Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Das Kulturerbe der Residenz- und Fachwerkarchitektur, das die Jahrhunderte überdauerte, prägt auch heute das Gesicht der Stadt. Allein in der Altstadt sind über 500 liebevoll restaurierte, unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhäuser zu bestaunen.Das Welfenschloss, die Stadtkirche und das alte Rathaus sind die ältesten Bauwerke der Stadt und eines genauen Blickes wert. Auch die bauhaus-Architektur von Otto Haesler lässt sich mit dem Rad entdecken. In Celle können Sie die Aller auch aus der anderen Perspektive befahren: Ein Ausflugsschiff für eine Rundfahrt wartet im Hafen.
Ein weiterer beeindruckender Baukomplex in der Region Celle ist das Zisterzienserinnen Kloster in Wienhausen. Ab dem frühen 13. Jahrhundert errichtet, ist es als Baukomplex norddeutscher Backsteingotik und mit Kunstschätzen aus dem 13. bis 16. Jahrhundert für Norddeutschland einzigartig.
Ein weiterer beeindruckender Baukomplex in der Region Celle ist das Zisterzienserinnen Kloster in Wienhausen. Vorbei an Dörfern wie Langlingen und Müden, mit historischen Ortskernen und Heimatmuseen erreichen Sie die »Mühlenstadt« Gifhorn. Ein Abstecher lohnt zum Deutschen Erdölmuseum in Wietze, erbaut auf einem echten Ölfeld, sowie zum Naturschutzgebiet Meißendorfer Teiche bei Winsen.
Sehenswürdigkeiten auf der Etappe Celle - Langlingen/Nienhof
- Celle: Fachwerkensemble, Welfenschloss, Bauhaus-Architektur
- Wienhausen: Zisterzienserinnen Kloster
- Langlingen: Gutshaus, Dorfkirche, Dorfmuseum
- Müden: Zusammenfluss von Oker und Aller
Detaillierte Wegbeschreibung Celle - Wienhausen
Wegstrecke: rund 49 km
Von Celle führt der Aller-Radweg vorbei an der Dammaschwiese in Richtung Altencelle und weiter durch die Ortschaft Wienhausen bis nach Langlingen. In diesem wunderschönen Streckenabschnitt führt der Radweg sehr nahe am Allerufer und man kann dem naturgegebenen Verlauf stromaufwärts folgen. Vom Landkreis Celle geht es vorbei an Müden/Aller und Wilsche bis in die „Mühlenstadt“ Gifhorn.
Die Tour beginnt an der "Pfennigbrücke" in Celle. Es geht an den "Dammaschwiesen" vorbei Richtung Altencelle. Hier fließt die "Aller" noch in einer natürlichen Landschaft, geprägt von Feuchtwiesen und Kiefernwäldern. Im Landschaftsschutzgebiet brüten seltene, z.T. vom Aussterben bedrohte Vogelarten wie Bekassine, Knäkente und neuerdings auch wieder der Weißstorch. Libellenarten, wie die seltene Gebänderte Prachtlibelle und die extrem seltene Grüne Mosaikjungfer, leben an den Kleingewässern und Heuschreckenarten, wie die sehr seltene Sumpfschrecke, leben verborgen auf den extensiv genutzten Wiesen. Sehr seltene Sumpf- und Wasserpflanzen, wie Schwanenblume und Krebsschere wachsen am und im Gewässer.
Diese in unmittelbarer Nähe zur Altstadt erlebbare natürliche Vielfalt verschafft dem "Oberen Allertal" eine herausragende Bedeutung für das Naturerleben und die Erholung der Celler Bevölkerung.
Nach einer kurzen Fahrt an der "Kreisstraße 74" geht es Richtung Osterloh. Von dort führt die Strecke nach Bockelskamp und Wienhausen. Von herausragender Bedeutung ist das in diesem Ort ab dem frühen 13. Jh. errichtete "Zisterzienserinnen-Kloster". Es ist als Baukomplex norddeutscher Backsteingotik und mit Kunstschätzen aus dem 13. bis 16. Jh. für Norddeutschland einzigartig und von einem romantischen weitgehend naturbelassenen Klosterpark umgeben. Das Kloster ist als evangelisch-lutherisches Damenstift geführt und von April bis Oktober zu besichtigen. Besondere Erwähnung verdienen die wertvollen Bildteppiche aus dem 14. u. 15. Jh.
Von Wienhausen aus geht es weiter nach Oppershausen und von dort weiter Richtung Lachendorf. Vor Lachendorf biegen Sie links ab Richtung Altencelle und fahren durch das Waldgebiet "Allerheide". Entlang der "Aller" geht es auf dem "Aller-Radweg" zurück nach Celle.
Ein besonderes Schmuckstück auf der Etappe ist das Kloster in Wienhausen - hier lohnt sich ein Stopp absolut! Nehmen Sie sich etwas Zeit für eine Besichtigung des wunderschönen historischen Ortskerns von Wienhausen.
Das Kloster Wienhausen wurde im 13. Jahrhundert als Zisterzienserinnenkloster gegründet und ist wohl das bekannteste der sechs Heideklöster. Es ist ein Juwel norddeutscher Backsteingotik und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Die Konventualinnen nehmen Sie mit auf eine spannende Reise hinter die mächtigen Klostermauern und zeigen Ihnen die Klosterschätze. Besodners eindrucksvoll ist der prächtig ausgemalte Nonnenchor mit seiner einmaligen Akustik.
Freitags um 18.30 Uhr (von April bis September) besteht für Besucher die Möglichkeit am gesungenen Abendgebet teilzunehmen, einem ganz besonderen Erlebnis. Das Kloster verfügt zudem über eine Sammlung gestickter gotischer Bildteppiche sowie eine Ausstellung der ältesten Brillen der Welt, der Nietbrillen. Jedes Jahr wird auch eine Vielzahl an Konzerten in dieser einmaligen Kulisse angeboten. Neben den regulären Führungen können Sie an speziellen Themenführungen teilnehmen.
Vom Kloster aus können Sie entlang des idyllischen Mühlenkanals oder auf der historischen Straße mit Kopfsteinpflaster wenige Meter entlangspazieren. Immer wieder bieten sich hübsche Aus- und Anblicke. Vorbei an der St. Marien-Kirche, die bereits im 11. Jahrhundert im romanischen Stil erbaut wurde, und einem hölzernen und freistehenden Glockenturm gelangen Sie ins Ortszentrum mit vielen anmutigen Fachwerkhäusern, der alten Wassermühle, dem Trauhaus auf der Trauinsel und dem Kulturhaus mit seinen hochkarätigen Ausstellungen, in dem Sie auch die Tourist Information finden.
Immer begleitet vom Wasser des Mühlenkanals nehmen Sie Platz im Café oder in einem der Restaurants mit regionaltypischen Spezialitäten und lassen Sie die einmalige Kulisse etwas auf sich wirken, hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.
Weitere Informationen
Gesamtlänge in der Lüneburger Heide: 94 km
Anreise: Sie können problemlos mit dem Zug anreisen: Mit dem ICE/IC nach Wolfsburg, Magdeburg, Celle und Verden. Viele kleinere Orte entlang der Aller sind mit dem Regional Express oder regionalen Anbietern erreichbar.
Bahnstation: Schwarmstedt:Regionalzug Erixx, Lindwedel:Regionalzug Erixx
Das Handbuch AllerRadweg unterstützt Sie bei Ihrer individuellen Planung mit vielen nützlichen Informationen zu Ihrer Tour: Streckenverlauf, Tipps zu Sehenswürdigkeiten, einer Auswahl an fahrradfreundlichen Unterkünften sowie Infos zum Fahrradservice inkl. E-Bike-Verleihstellen. Laden Sie sich das Handbuch direkt online herunter oder bestellen Sie es sich zu Ihnen nach Hause.Alle Infos auf: www.allerradweg.de
KV Plan Celler Land und oberes Örtzetal1 : 60.000
Alternativ können Sie ab dem Ort Seggerde bis nach Hohenwarthe Richtung Magdeburg auf dem Aller-Elbe-Radweg weiterfahren. Toureigenschaften Kulturell interessant Tourart Rundtour
Sicherheitshinweise: Das Streckenprofil ist gleichmäßig bis sehr eben. Die Route verläuft zum größten Teil auf Wirtschaftswegen und befestigten Wegen. Mit Ausnahme der Teilstrecken bei Altencelle, Bockelskamp und Wienhausen und des Stadtverkehrs ist das Verkehrsaufkommen durch PKW und LKW als niedrig einzustufen.
Wir empfehlen einen Besuch des "Celler Heilpflanzengartens". Dieser bietet einen Reichtum an unterschiedlichsten Heilpflanzen. Das angeschlossene Café "KräuThaer" wird von Schülerinnen und Schülern der "Albrecht-Thaer-Schule" betreut. Selbstgebackenes nach alten Rezepten erfreut hier den Gaumen.
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