Die Geschichte von BMW Motorrad ist geprägt von Innovationen, technischen Fortschritten und dem Streben nach Exzellenz. Von den bescheidenen Anfängen bis hin zu modernen Hochleistungsmaschinen hat BMW Motorrad immer wieder neue Maßstäbe gesetzt.
Die Anfänge und Nachkriegszeit
Auf der Berliner Automobilausstellung im September 1923 fiel der Startschuss für den Bau von BMW Motorrädern: Die R 32 ist das erste Motorrad der Bayerischen Motoren Werke, entwickelt von Max Friz. Nach den Kriegswirren gelingt BMW 1948 ein Neubeginn mit der Motorrad-Herstellung.
In Berlin-Spandau, wo bis 1945 Flugmotoren entstanden und danach eine Werkzeugmaschinen-Fertigung aufgebaut wurde, bekommen die BMW Motorräder ihr neues Zuhause - und Berliner Luft in die Reifen.
Die 1950er und 1960er Jahre
Die 1950er Jahre sind von sportlichen Erfolgen geprägt.
Innovationen und neue Segmente
Eine neue Ära wird eingeleitet: Cockpit- und Vollverkleidungen machen das Fahren auf dem Motorrad komfortabler. Es entstehen sportliche Reisemotorräder. Der Motorradbauer überrascht mit wegweisenden Innovationen und dem neuen Segment der Reise-Enduros.
Der neue Vierventil-Boxer mit elektronischem Motormanagement und das BMW erste Einzylinder-Motorrad seit 1966 kommen in den 1990er Jahren auf den Markt.
Die K-Baureihe
1983 legte BMW mit der K-Baureihe seine ersten Vierzylindermodelle auf. Kernstück dieser Modellreihe war das „Compact Drive System“ mit dem längs und liegend eingebauten Motor. Gut zwei Jahrzehnte später, zur Intermot 2004, präsentierte BMW mit der K 1200 S seinen ersten quer eingebauten Vierzylindermotor. Etliche neue Modelle und technische Innovationen sorgen bei BMW Motorrad für Wachstum: die neue K-Baureihe geht jetzt mit einem quer eingebauten Motor an den Start.
167 PS (123 kW) sind ein Vorstoß in eine neue Leistungsdimension für BMW Motorrad. Das geringe Gewicht von 81,3 kg des um 55 Grad nach vorne geneigten Motors (inklusive Kupplung und Getriebe) lässt aufhorchen. Nach erfolgreicher Markteinführung der K 1200 S folgt 2005 mit der K 1200 R das bis dahin stärkste „Naked Bike“ der Welt, das auch das Basismodell für den BMW PowerCup ist.
Als Ergänzung der K-Baureihe zwischen K 1200 LT und K 1200 RS ist die K 1200 GT ein Motorrad für Fahrer, die maximale Agilität und Dynamik mit hoher Reisetauglichkeit verknüpfen wollen.
Die F-Modellreihe
Mit den Modellen F 650 GS und F 650 Dakar überträgt BMW im Jahr 2000 das Endurokonzept erfolgreich auf die Einzylindermodelle. Die beiden Siege von Richard Sainct bei der Rallye Paris Dakar in den Jahren 1999 und 2000 sorgen für zusätzliche mediale Begleitung.
Mit der F 650 CS legt BMW 2002 einen „Street Carver“ auf, bei dem erstmals bei einer BMW das Hinterrad per Zahnriemen angetrieben wird. Die F 650 CS überzeugt mit Einarmschwinge, Zahnriemenantrieb und neuartigem Staufachkonzept.
Die Nachfolgerin der F 650 orientiert sich optisch an ihrer großen Schwester, der R 1150 GS, und ist als erstes Einzylindermotorrad mit einer digitalen Motorelektronik und geregeltem Katalysator ausgestattet. Und die neu entwickelte F-Modellreihe befeuert das Segment der Mittelklasse-Maschinen.
Die GS-Modelle
Mit der Einführung der neuen R 1200 GS im Oktober 2003 führt BMW Motorrad die damals fast 30-jährige Erfolgsgeschichte der GS in eine neue Ära. Mit einem deutlich dynamischeren Motor mit fast 15 PS mehr aber über 30 Kilogramm Gewichtsersparnis setzt diese GS einen Meilenstein im Segment der beliebten Reise-Enduros.
Sie führt die neue Boxer-Baureihe erfolgreich ein, wird 2005 mit der Vorstellung der R 1200 GS Adventure erweitert und setzt sich schnell an die Spitze der Verkaufscharts. Seitdem hält sie die Position des meistverkauften Motorrades der Welt (Verkäufe weltweit über 600 ccm).
Die G 650 X-Modelle
Die Einzylinder-Baureihe von BMW wird 2006 um die G 650 X-Modelle erweitert. Die Modelle basieren auf dem bekannten und robusten 650 ccm Einzylinder-Triebwerk und einem Stahlrahmen, werden aber durch Design und Fahrwerkskomponenten für die Einsatzzwecke optimiert. Die G 650 XMoto ist die dynamischste von ihnen und zeichnet sich als Super-Moto-Ableger durch ein herausragendes Handling aus.
Die S 1000 RR und das Superbike-Segment
2009 beginnt mit dem neuentwickelten Supersportler S 1000 RR eine neue Ära und BMW Motorrad tritt in Kooperation mit dem Partner Alpha Racing in der Superbike-Weltmeisterschaft an. Racing Power, Alu-Chassis, radiale Bremsen, Tail-up-Nose-down Design und die derzeit ultimative Kombination elektronischer Fahrassistenzsysteme bilden ein Superbike ohne Wenn und Aber. Auch als Serienmodell überzeugt die S 1000 RR mit ihren Rennsport-Genen. Das Superbike des Jahrtausends: die S 1000 RR.
Die 2010er: Innovation und Heritage
Die 2010er sind eine Dekade voller Innovationen und Erfolge. Die Einführung der S 1000 RR setzt neue Maßstäbe im Superbike-Segment. Hinzu kommt ein völlig neues Segment - die Heritage Motorräder. Sie bringen jede Menge Retro-Charme in die Modellpalette, während die GS-Modelle weiterhin Abenteuerlustige begeistern.
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