Die Geschichte der Hercules Fahrräder

Im Jahr 1886 startet die Geschichte der Hercules Fahrräder in Nürnberg. Damals verfolgte Carl Marschütz eine Idee: Er wollte das Fahrrad für jedermann entwickeln. So wurde die Marschütz & Co. Velocipedfabrik in Nürnberg gegründet. Damit ist Hercules Bikes das zweitälteste Fahrradunternehmen von ganz Deutschland.

Die Anfänge und das Wachstum

Mit zehn Arbeitern wurde damals gestartet, schon im ersten Jahr wurden mehr als 100 Räder ausgeliefert. Innerhalb von zwei Jahren konnte die Produktion bis auf 400 Fahrräder gesteigert werden. Im Jahr 1896 besaß die Firma bereits 250 Mitarbeiter, es gab 120 Maschinen für die Fertigung und es wurden nun rund 6500 Fahrräder produziert - eine stolze Zahl. Die Firma war 1896 bereits zehn Jahre alt und die Jahresproduktion war von 100 auf 6500 Räder gestiegen.

Allerdings galt das Radfahren immer noch als Luxusangelegenheit und es mussten rund 170 Mark investiert werden, was viel Geld war. Ein Arbeiter hätte etwa zehn Wochen für solch ein Rad arbeiten müssen. Einige Jahre nach der Gründung von Herkules hättest du dafür allerdings ein nagelneues Marschütz-Fahrrad bekommen. Ein nagelneues Modell kostete 170 Mark. Heute klingt das nach einem großartigen Schnäppchen, damals konnten sich nur Reiche ein nagelneues Fahrrad leisten.

Gleich zu Anfang hatten die Fahrräder der Legende nach ihren Spitznamen weg - Hercules wurden sie genannt, da sie dem antiken Helden in Robustheit und Zuverlässigkeit in nichts nachstanden. Und so heißen sie bis heute.

Expansion und Innovation

1904 wurde die Neuzeit bei Hercules eingeläutet. Damals wurde ein hochmodernes Fahrzeug entwickelt, das Motorrad. Es wurden Prototypen gebaut, ab 1905 ging das Motorrad bei Hercules in die Serienproduktion.

Nach den Erfolgen des Saxonette 1938 ging es für Hercules weiter. Allerdings musste der Firmeninhaber in die USA fliehen, da inzwischen der Zweite Weltkrieg ausgebrochen war. Am Ende des Kriegs standen nur noch 25 Prozent des Unternehmens, der Wiederaufbau begann. In den fünfziger Jahren erfuhr das Fahrrad dann einen wahren Boom.

Wo erfolgreich Zweiräder gebaut werden ist bei entsprechendem Unternehmergeist der Weg zu „Mehr“ nicht weit, irgendwann in der Firmengeschichte gab es eine motorisierte Kutsche für vier Fahrgäste und dann alle möglichen Versuche, Zweiräder ohne Muskelkraft anzutreiben.

Die Ära der Elektromobilität

Hercules gilt als der Entdecker des Elektroantriebs für Räder, die in der Stadt unterwegs sein sollten. Schon in den 1970ern wurde mit einem leisen und von fossilen Brennstoffen unabhängigen Motor experimentiert. Diesen dann an ein Fahrrad anzubauen war ein Geniestreich, dessen Tragweite sich allerdings erst jetzt, 40 Jahre später, zeigen sollte.

Das E1, ein Motorrad auf Basis eines Elektromotors wurde zwischen 1973 und 1977 einige tausend Male an den Mann (und die Frau) gebracht. Bis 1985 wurden verschiedene Prototypen für Pedelecs erarbeitet, es wurden Marktanalysen und Tests durchgeführt. Verkauft werden konnten die Pedelecs damals noch nicht.

1990 dann wurde das erste Leichtmofa von Hercules verkauft - mehr als 19.000 Mal!

Das erste E-Bike von Hercules

Immer wieder behauptet jemand, er habe das erste E-Bike konstruiert. Das Hercules E1 war möglicherweise nicht das erste, aber sicherlich eines der ersten E-Bikes, die die Welt je gesehen hat. Es kam 1973 auf den Markt, Hercules liefert seither Pedelecs. Als in den letzten Jahren mehr und mehr Hersteller auf die Idee kamen, Elektromobilität voranzutreiben, hatte der Nürnberger Vorreiter schon jahrzehntelange Erfahrung auf dem Buckel. Entsprechend riesig ist das E-Bike Angebot im Firmenportfolio.

Hercules E-Bikes und Pedelecs

Bei seinen E-Bikes weicht Hercules etwas ab von seiner „Alltag, nicht Extremsport“-Denke. Die Versuchung, mit einem E-Mountainbike den Markt aufzumischen war wohl doch zu groß. Das Nos ist dementsprechend ein echter Berg-Bolide, der potente Brose-Mittelmotor wird aus einem 650 Wh-Akku gespeist, dem so schnell nicht die Puste ausgeht.

Ordentlich Federung und Dämpfung sorgen für die nötige Bodenhaftung wenn du die breiten Schwalbe-Schlappen bis zum Anschlag ausfahren willst. Wenn es nicht ganz so rabiat hergehen soll auf deinen Ausflügen sind die Futura E-Trekkingbikes eine bodenständigere Alternative. Eine gesunde Mischung aus beidem baut Hercules mit den Rob Cross E-Crossbikes. Ein bisschen Gelände, etwas Tour, ein Schuss City, alles ist möglich.

Reine City-Pedelecs gibt es bei Hercules allerdings auch. Du hast die Wahl zwischen den vertrauenserweckend massiven Robert-City-Bikes oder den deutlich verspielteren Vintage-Modellen Viverity oder Urbanico. Die Ausstattung variiert je nach Modell und Fahrradart. Die Motoren sind größtenteils von Bosch, Shimano liefert die Schaltgruppen. Es gibt sportliche, robuste Diamantrahmen, aber auch komfortable Tiefeinsteiger. Auch die Preise unterscheiden sich gewaltig, es lohnt sich immer, unterschiedliche Modelle zu vergleichen.

Hercules ohne "E"

Bei seinen unmotorisierten Fahrrädern überlässt Hercules die sportlichen Spitzen anderen und konzentriert sich auf den Freizeitbereich.

Hercules für Kids

Viele Fahrradfahrer erleben ihre ersten Fahrversuche auf einem „Hercules“, denn Fahrräder in hervorragender Qualität herzustellen, auf denen Nachwuchstalente sicher ihre ersten Runden drehen können, ist ein wichtiger Teil der Firmenphilosophie. Die vielgängigen Sonic-Modelle gibt es für Mädels und Jungs, sie sind selbstverständlich dank Beleuchtungsanlage, Bremsen und Klingel verkehrssicher. Damit sie zu deinem Kind passen bekommst du sie in unterschiedlichen Größen und Farbvarianten.

Die Kettenschaltungen sind eher für Jung-Biker gedacht, die schon etwas Erfahrung mitbringen. Für den Einstieg eignen sich die für kleine Jungs gedachten Robo-Kinderfahrräder, während die coolen Pippa-Kinder-Cityräder farblich sämtliche Prinzessinnen-Träume erfüllen. Mit Rahmengrößen ab 20 Zoll und einer einfach zu bedienenden Nabenschaltung machen sie zahlreiche Übungsrunden mit, die robuste Bauweise verträgt auch weniger zartfühlendes Handling.

Hercules für Eltern

Hercules liefert aber auch die passenden Zweiräder auf denen Eltern ihrem radelnden Nachwuchs hinterherkommen. Für den Dauereinsatz auf Fahrradtouren baut Hercules seine Trekkingfahrräder Tessano und Tourer die leichten Trekkingbikes zeichnen sich durch eine bequeme Sitzposition, eine haltbare Ausstattung und komfortable Schaltungen mit bis zu 30 Gängen aus. Ein Gepäckträger auf dem du deine wichtigsten Utensilien sicher transportierst wurde gefällig in das ansonsten schlichte Design integriert. Für noch mehr Komfort gibt es die Trekkingbikes auch als Tiefeinsteiger.

Ebenfalls auf große Tour kannst du mit den Cross-Fahrrädern gehen. Da hier der Focus aber auf Federung und einem sportlichen Rahmen liegt, können auch weniger befestigte Wege befahren werden. Wenn du deine Kreise eher in der Stadt als drum herum ziehst, sind die City-Tiefeinsteiger Valencia und Uno genau dein Ding. Einen Schuss Retro-Optik bringen die Hollandräder Vivertiy mit. Auch eher eine Stadtpflanze, aber eine mit Wumms, ist das Transportrad Cargo City mit seinen Transportkörben vorne und hinten.

Zu guter Letzt sind die Falträder Versa mit ihren kompakten Abmessungen optimal für Platzsparer und Minimalisten.

Der Gebrauchtmarkt

Auf dem Gebrauchtmarkt finden sich in den häufigsten Fällen ältere Hercules-Modelle. Wenn ein Fahrrad schon so lange überlebt hat, ist die Chance recht gut, dass es sich um ein stabiles gebrauchtes Hercules Fahrrad handelt, dass ordentlich gepflegt wurde.

Hercules als beliebter Markenname

Hercules ist ein sehr beliebter Firmen-Name für Fahrrad-Hersteller gewesen, vor allem in vor der Jahrhundertwende um 1900 herum. Anders als heute wurde, bis auf die Reifen, jedes Fahrrad lokal in Groß-Britannien produziert, nicht in Taiwan. In den ersten Jahren produzierte Hercules hauptsächlich preisgünstige Fahrräder für den deutschen Markt. In den frühen 1900er Jahren war das Unternehmen dann schon zu einem der größten Fahrradhersteller in Deutschland geworden.

Heute nun gilt Hercules als die beliebteste und auch die bekannteste Fahrradmarke in Deutschland. 125 Jahre gibt es das Unternehmen nun schon und die Modelle sind auf die Bedürfnisse verschiedenster Menschen zugeschnitten.

Sponsoring und Rennsport

Hercules sponserte schon immer Deutsche Rennradteams, insbesondere im Amateurbereich. Besonders hervorzugehen ist hier sicher das Team RSG Nürnberg, welches insbesondere in den achtziger Jahren sämtliche deutsche Meister im Amateurbereich auf Hercules Räder stellte.

Diese hier vorgestellte Maschine stammt höchstwahrscheinlich aus dem Team aus dem Jahre 1992. Gebaut wurde der Rahmen auf höchsten Niveau wahrscheinlich von Achim Nöll, einer der besten und bekanntesten deutschen Rahmenbauer. Nöll fertigt noch heute Rahmen auf Wunsch und Maß an.

Die Qualität des Rahmens ist wirklich gut. Cinelli microfusions Muffen in Verbindung mit dem tollen Rohrsatz machen wirklich Spaß. Ich bin selber eine größere Runde mit dem Rad gefahren und hatte meine helle Freude. Die oft unterschätzte Sachs New Success Gruppe ist sehr funktional und arbeite einfach perfekt. Wer einen echten Klassiker mit Deutscher Team - Geschichte sucht, der findet hier einen tollen Begleiter in einem wahnsinnig tollen, originalen Erhaltungszustand.

Die Herkules Saxonette

Die Geschichte der Herkules Saxonette ist fest mit dem Namen Fichtel und Sachs verbunden. Das Familienunternehmen Fichtel & Sachs wurde bereits 1895 in Schweinfurt gegründet. Damals konstruierte Gründer Ernst Sachs Fahrradnaben. Ende 1894 meldete er dann ein Patent auf seine Fahrrad-Kugellager mit verschiebbarer Kugellauffläche an.

In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen widmete sich der Tüftler Sachs der Motorisierung von Fahrrädern und bereits 1930 konnte der erste serienreife Sachs-Motor für Fahrräder präsentiert werden. Nun war der Schritt zur Produktion der Saxonette nicht mehr weit. Die ersten Modelle mit einem Zweitakt-Einbaumotor und 60 cm³ Hubraum wurde in der Zeit zwischen 1938 bis 1940 produziert.

Relaunch in den 1980er Jahren

In den 80er Jahren erfolgte die Wiederbelebung dieses Konzeptes, dieses Mal allerdings unter dem Markennamen Herkules. Die sogenannte zweite Baureihe startete 1987 und der eigentliche Sachs-301-Einbaumotor wurde unter dem Namen Spartamet präsentiert. Dieser Motor fand ebenfalls Verwendung in den Modellen, die ab 1993 unter anderem auch in die Niederlande und nach Großbritannien exportiert wurden.

Das Konzept der Herkules Saxonette

Bei der Herkules Saxonette handelte es sich um ein Fahrrad, das mit einem Hilfsmotor ausgestattet war. Die Rahmenhöhe variierte zwischen 50 und 58 cm und das motorisierte Fahrrad wurde als Damen-, Herren- oder Allrounderfahrrad in den Handel gebracht. Mit einem Gewicht, das zwischen 24 bis 27 kg lag, konnte die Saxonette auch bequem nur mit Hilfe der Fahrradpedale fortbewegt werden. Sollte einem mal der Sprit ausgegangen sein, war dieser Umstand auch kein Beinbruch.

Die Technik der Herkules Saxonette

Bei der Herkules Saxonette handelt es sich um ein Fahrrad mit Motor, der als vom Fahrtwind gekühlter Einzylinder-Zweitaktmotor mit Einganggetriebe am Hinterrad des Fahrrads montiert wurde. Der Hubraum des Motors betrug dabei 30 cm³. So ausgestattet erreichte die Herkules Saxonette eine Leistung von 0,5 kW/0,7 PS bei 3750/min. Der maximale Drehmoment lag bei 1,59 Nm bei 3750/min. Gestartet wurde der kleine Motor mit Hilfe eines Elektro- oder Seilzugstarts und der Tank war mit einem Tankinhalt von 1,7 l auch eher bescheiden dimensioniert. Getankt wurde eine Zweitaktmischung.

Herzstück des motorisierten Fahrrads war ein Starrrahmen, der mit einer ungefederten Gabel ausgestattet war.

Die Übernahme durch die ZEG

Mittlerweile gehört die Marke der ZEG Gruppe in Köln an und zählt zu den bekanntesten deutschen Fahrradmarken. Die ZEG kann auf eine langjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken und in eine innovative und erfolgsversprechende Zukunft schauen. Bereits im Jahr 1966 schlossen sich 6 Betriebe zur Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft (ZEG) zusammen.

Heutige Produktpalette

Aus langjähriger Tradition und Erfahrung werden überzeugende Produkte mit ansprechendem Design produziert. Hohe Funktionalität und Langlebigkeit steht dabei im Focus. Hercules Fahrräder stehen für höchste Qualität. Zu den Produkten zählen Trekkingräder, Cityräder, Tourenräder und bereits seit 1985 auch Elektroräder. Die heutigen Hercules E-Bikes werden mit ION-, Bosch-, TransX- und Protantium-Technologien gefertigt. Auch Klapp- bzw. Falträder hat Hercules im Sortiment - mit und ohne Elektroantrieb sind die kleinen Drahtesel praktisch und vor allem bei Pendler und Reisenden sehr beliebt.

Ständige Qualitätskontrolle und eine besonders lange Haltbarkeit überzeugen seit 1886 die Hercules-Kunden. Viele halten der Marke besonders ihre Treue und sind überzeugte Hercules-Fahrer.

Auch die Cityräder von Hercules sind leicht bedienbar und übersichtlich. Die aufrechte Sitzposition sorgt für gute Voraussicht und optimales Handling. Mit wartungsarmer Technik und praktischen Features sind die Hercules-Citybikes hervorragend im urbanen Stadtdschungel geeignet. Kilometerfresser und Vielfahrer benötigen ein starkes Hercules-Trekkingrad. Ausgedehnte Fahrradtouren und lange Radreisen benötigen einen Hero: das starke Hercules begleitet sie.

Hercules ein starker Partner.

Hercules Falträder mit Elektroantrieb.

Hercules- ZEG Fachhandelsmarke

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