Peugeot, der Gigant der französischen Fahrradindustrie, ist bekannt für seine Automobile, Fahrräder und sogar Pfeffermühlen. Mit einer langen Geschichte, die bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückreicht, haben Peugeot-Rennräder das sportliche Image der Marke über Jahrzehnte geprägt und den Radsport auf Bahn und Straße gefördert.
Die Geschichte der Peugeot Rennräder
Armand Peugeot war die treibende Kraft hinter dem Bau der Peugeot Zwei- und Dreiradmodelle. Nach einigen Testläufen mit dem Hochrad Grand Bi lanciert Peugeot seine ersten in Serie gefertigten Zwei- und Dreiradmodelle mit Kettenantrieb. Dieses sportliche Peugeot feiert nun immerhin auch schon seinen einhundertsten Geburtstag.
Die Geschichte des Radsports in Berlin ist natürlich wesentlich älter: Der erste dokumentierte Wettbewerb fand 1891 statt: Das große „Konkurrenz-Kunstfahren“ stieg am Rande des 6. Kongresses der Allgemeinen Radfahrer-Union. Fünf Jahre später gründete sich der Deutsche Rennfahrerverband. Gleichzeitig gab es die ersten richtigen Rennen, etwa das legendäre „Rund um Berlin“, eines der ältesten Straßenrennen der Welt, das bis Anfang des Jahrtausends ausgetragen wurde.
Beliebte Modelle und ihre Besonderheiten
Modelle wie PX10 oder Monaco von Peugeot sind bei Rennrad-Fans sehr begehrt. Ein schönes Rennrad aus den 1980er-Jahren kostet je nach Zustand ab 500 Euro. Spezielle, von Profis gefahrene Modelle können fünfstellig kosten.
Einige der einfachen Modelle fahren sich sehr gut, wenn sie mit besseren Komponenten nachgerüstet werden. Ich (John Allen) bin nicht der einzige Fahrradfahrer, der das exzellente Handling des UO-8, Peugeots Einstiegsmodell der 1970er Jahre mit 10 Gängen, lobt. Es gibt sicherlich auch andere einfache französische Modelle, die genau so gut sind.
Worauf man beim Kauf eines Vintage-Rennrads achten sollte
Der Markt für Vintage-Räder boomt. Im Internet oder auf Flohmärkten lassen sich noch Schnäppchen machen. Doch nicht jedes historische Bike taugt was. Käufer sollten auf einige Dinge achten - und sich vorab eine Frage stellen.
Grundsätzlich rät Zeppin, das Rad nur in der Rahmengröße zu kaufen, die einem selbst passt. Auch sollte der Rahmen nicht gestaucht, verbogen oder durchgerostet sein. „Wenn nur der Lack abgenutzt ist oder das Rad kleinere Roststellen aufweist, lässt es sich gut restaurieren“, sagt er.
Um Rahmenschäden wie Stauchungen zu erkennen, empfiehlt Robert Witte, mit der Hand den Rahmen direkt hinter dem Steuerrohr zu kontrollieren. Leichte Wellen oder abplatzender Lack geben ebenso meist Aufschluss über einen Totalschaden wie Risse im Bereich des Tretlagers. Rost im Innenrohr erkennt man, indem man die Sattelstütze abnimmt. „Wenn die sich nicht bewegt, ist der Rahmen meist hin“, sagt er. Hingegen lassen sich optische Mängel einfach beheben und Ersatzteile besorgen.
Rennräder besitzen an Gabel oder Rahmen keine Aufnahmen für einen Dynamo. Die Ausfallenden, also die Aufnahmen der Achsen am Rahmen, besitzen keine Bohrungen für Schutzblechhalterungen. Bei hochwertigen Rennrädern sei diese häufig verschweißt oder verchromt.
Restaurierung und Ersatzteile
Unbedingt schrauben können müssen Sammler zwar nicht, aber es schade nicht, wenn sie sich mit Technik etwas auskennen und selbst einen Reifen flicken können. Nur: Je älter das Rad, umso schwieriger wird die Teilebeschaffung. In vielen Großstädten gebe es mittlerweile Fachbetriebe für historische Räder.
Viele Probleme bereiten, dafür passende Teile zu bekommen. Fehlanzeige. Letztendlich dauerte es gute zwei Jahre bis ich das Projekt abschließen konnte.
Französische Fahrräder sind oft von hoher Qualität. Sie haben jedoch ihre Eigenheiten und Probleme mit Austauschbarkeit von Komponenten. In diesem Artikel sollen die Fallen aufgezeigt werden, in die man stürzen kann, wenn man französische Fahrräder wartet oder aufrüsten will.
Viele hochqualitative französische Fahrräder der 1970er Jahre wurden mit einem AVA Lenker und Vorbau ausgeliefert. Französische Vorbauten haben verschiedene Maße sowohl in der Klemmung im Gabelschaft als auch in der Lenkerklemmung. Französische Vorbauten haben eine etwa 0,2 mm dünnere Gabelschaftklemmung als andere Systeme. Ein Vorbau mit 22,2 mm (7/8 Zoll) Innenklemmungsstadard wird normalerweise nicht passen.
Vintage-Räder als Wertanlage?
Ein schönes Rennrad aus den 1980er-Jahren kostet je nach Zustand ab 500 Euro, für italienische Spitzenmodelle zahlen Sammler auch 2500 Euro und mehr, so Georg Zeppin. „Als Wertanlage taugen historische Rennräder aber selten“, sagt er.
Nach der Meinung von Witte geht der Trend hin zum restaurierten Rad, häufig als Accessoire oder Wandschmuck für die Wohnung. „80 Prozent der Besitzer kaufen sich solch ein Rad, um damit zu fahren, die übrigen 20 Prozent zum Angeben“, sagt er.
Adressen für Vintage-Radliebhaber in Berlin
- Radspeicher: Kleine, aber feine Auswahl an gut gewarteten Vintage-Rädern. Preise meistens zwischen 200 und 600 Euro, www.instagram.com/radspeicher
- Steel Vintage: Mit den beiden Filialen in Mitte (Wilhelmstraße 91 und Auguststraße 91) der Platzhirsch in Berlin. Dort gibt es neben frisch geröstetem Kaffee und einem ziemlich guten Rührei auch Merchandise, Retro-Ersatzteile und Zubehör wie Radlermützen und -schuhe. Für die komplette Auswahl an Fahrrädern lohnt ein Blick auf die Homepage. Preise: 600 bis 8.000 Euro, www.steel-vintage.com
- Vintage Velo: Gutes Angebot im Online-Shop wie auch im Showroom in Friedrichshain (Petersburger Platz 2). Angeboten werden Räder aus den 60er- bis 90er-Jahren, der Fokus liegt dabei auf High-End-Maschinen, die eigens für den professionellen Radsport gefertigt wurden. 800 bis 3.500 Euro. www.vintageveloberlin.de
- Cicli Berlinetta: In Sachen italienische Rennrad-Geschichte führt an dem Laden in Prenzlauer Berg kein Weg vorbei. Große Auswahl an Rädern von Colnago, De Rosa, Pinarello und Co. Das teuerste Rad auf der Homepage liegt bei 25.000 Euro, www.cicli-berlinetta.com
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