Altmühltal-Panoramaweg: Radfahren und mehr

Das Altmühltal beeindruckt mit einer langen Geschichte und ist ein ideales Ausflugsziel für Urlauber und Naturfreunde. Der Fluss Altmühl, der dem Tal seinen Namen gibt, schlängelt sich malerisch durch die Landschaft. Besonders bekannt ist das Altmühltal für seine faszinierenden Fossilien. Hier wurde 1861 der erste Archaeopteryx entdeckt. Dieser Urvogel lebte vor etwa 150 Millionen Jahren in einer subtropischen Lagunenlandschaft.

Heute können Sie die geologischen Besonderheiten des Altmühltals zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Zahlreiche Museen und Informationsstätten widmen sich der Geschichte des Tals. Der 1969 gegründete Naturpark Altmühltal lädt mit dem Altmühltal-Panoramaweg und dem Altmühlradweg zum Familien- und Aktivurlaub ein. Bizarre Felsen, Wacholderfelder, liebliche Wiesen und Auen machen das Altmühltal zu einer reizvollen Urlaubslandschaft mitten in Bayern.

Der Altmühltal-Radweg

Der Altmühltal-Radweg zählt zu den beliebtesten Radwegen Deutschlands. Auf 166 Kilometern folgen Sie der gemächlich dahinfließenden Altmühl von Gunzenhausen bis Kelheim durch den Naturpark Altmühltal und entdecken die faszinierende Schönheit der Altmühlregion. Während der Fahrt erleben Sie mächtige Felspartien der Juraalb, beeindruckende Wacholderheiden und saftige Ufer- und Wiesenlandschaften. Eine Fahrradreise auf dem Altmühl-Radweg bietet eine ganz besondere Perspektive auf diese reizvolle Landschaft.

Besonders bekannt und beliebt ist der Altmühltal Radweg, der auf 166 Kilometern von Gunzenhausen bis Kelheim an der gemächlich fließenden Altmühl entlangführt. Der Altmühltal Radweg besitzt nur ganz wenige Steigungen und ist daher ein ideales Radvergnügen für Familien. Selbst längere Touren sind dadurch kein Problem, vor allem da Sie einige Tourenabschnitte (zwischen Riedenburg bis Kelheim) zu Wasser mit einem Ausflugsschiff zurücklegen können.

Mit dem Wind in den Haaren und von der Sonne geküsst, kann man sich nicht nur an der Natur erfreuen, auch kulturell hat die Region einiges zu bieten. Das Altmühltal war einst von den Römern besiedelt. Im Grenzgebiet zwischen dem römischen Weltreich und Germanien, durch das auch der Limes (Grenzwall) verlief, versammelten sich in ferner Vergangenheit die Legionäre und hinterließen ihre Spuren. Thermen, Kastelle und Wachtürme säumen die Strecke von Rothenburg o.d.

Neben der Antike können die Urlauber auch noch eine weitere Epoche auf Ihrer Zeitreise an der Altmühl entdecken. Mittelalterliche und barocke Bauwerke sind genauso Zeugen der Zeit und lassen die Besucher in die Ära der Adeligen und Ritter eintauchen. Repräsentative Burgen stehen, genauso wie einige Ruinen, in voller Pracht am Wegesrand. Die Bauwerke ziehen die Besucher in ihren Bann.

In etwa acht Tagen ist die Tour entlang der Altmühl, von Rothenburg ob der Tauber nach Regensburg, gut zu schaffen. Bei dieser Route bleibt genügend Zeit, um viel Interessantes und Sehenswertes über die Region und deren Geschichte zu entdecken. Auch kulinarisch liegen einige Reize am Wegesrand.

Etappen und Highlights

Start der ersten Etappe auf dem Altmühl-Radweg ist Rothenburg ob der Tauber. Gleich zu Beginn der Tour wartet das erste Highlight: der mittelalterliche Stadtkern, der auch Magnet für viele internationale Besucher ist. Rothenburg verfügt über eine noch intakte Stadtmauer und ist exemplarisch für eine typische mittelalterliche Stadt, die während ihrer Blütezeit im 13. Jahrhundert ihre Grenzen erweitern musste. Weiter geht es Richtung Colmberg. Hier passieren die Radfahrer auch das Quellgebiet der Altmühl, den Naturpark Frankenhöhe, mit seinen saftigen grünen Auen. Etwa 16km sind es noch bis Ansbach. Dort endet die heutige Etappe.

Nach den kleinen Anstiegen auf der Strecke inmitten der lieblichen Wiesen, bietet der Altmühlsee eine willkommene Erfrischung. Die beliebte Urlaubsregion beherbergt ein großes Vogelschutzgebiet, inmitten des Ferienparadieses. Die „Vogelinsel“ ist eine beliebte Raststätte für Zugvögel, über die man sich auf dem Aussichtsturm und auf einem Lehrpfad informieren kann. Ab Treuchtlingen wird das Tal der Altmühl langsam enger und man sieht, wie sich das Wasser, wahrscheinlich jahrhundertelang, den Weg durch die Felsen gebahnt hat. Die „Zwölf Apostel“ heißt eine Felsformation zwischen Solnhofen und Esslingen.

Die ehemalige Bischofsstadt Eichstätt erwartet die Besucher mit einer netten Mischung aus barocker Geschichte und moderner Universitätsstadt. Heute liegen besonders viele charmante Ortschaften am Wegesrand. Von Eichstätt geht es nach Walting und weiter nach Pfraundorf mit dem gleichnamigen See, der sich wunderbar für eine Kaffepause eignet. Entlang des Kanals führt die letzte Etappe Richtung Regensburg.

Zum Gedenken an die siegreichen Schlachten im Befreiungskrieg gegen Napoleon zwischen 1813 und 1815, hat König Ludwig I. die sogenannte Befreiungshalle in Kelheim errichten lassen. Weiter führt uns der Weg entlang der Donau zum Kloster Weltenburg, das sich an der südlichen Uferseite am sehenswerten Donaudurchbruch befindet. Direkt an der Flussschleife liegt das Kloster romantisch an einem Kiesstrand und hat auch einiges für das leibliche Wohl zu bieten.

Regensburg ist schon für sich eine Reise wert. Wer über die Steinerne Brücke die Stadt betritt, kann die vielen Türme der charmanten Donaustadt schon erahnen. 2006 wurde die Hauptstadt des Bezirks Oberpfalz zum Teil des UNESCO-Weltkulturerbes erklärt. Mit vielen neuen Erkenntnissen über diese mittelalterliche Stadt geht die Reise auf dem Altmühl-Radweg zu Ende.

Sehenswerte Zwischenstopps

Auf seinem gesamten Verlauf lädt der Altmühltal Radweg zu sehenswerten Zwischenstopps ein, z.B.:

  • in Gunzenhausen: Obergermanisch-Rätischer Limes - die einstige Grenze des Römischen Reichs
  • Pappenheim: mittelalterliche Burg und Hochseilgarten
  • Solnhofen: Bürgermeister-Müller-Museum mit dem spektakulären Archaeopteryx
  • Eichstätt: Universitätsstadt mit prächtiger Architektur
  • Dietfurt: 1. Station des Archäologieparks Altmühltal

Der Altmühltal-Panoramaweg

Wer lieber zu Fuß den Naturpark erkunden möchte, dem sei der Altmühltal-Panoramaweg empfohlen - ausgezeichnet mit „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“. Der etwa 200 Kilometer lange Weg verläuft quer durch den Naturpark von Gunzenhausen nach Kelheim. Er bietet die perfekte Verbindung aus Naturgenuss, kulturellen und kulinarischen Erlebnissen.

Landschaftlich ist der Altmühltal-Panoramaweg sehr abwechslungsreich. Während zu Beginn sanfte Hügel und Streuobstwiesen dominieren, folgen im weiteren Verlauf zerklüftete Felsen. Der Altmühltal-Panoramaweg führt entlang der Altmühl, sonniger Wacholderheiden und wildromantischer Felsenlandschaften - von Gunzenhausen nach Kelheim. Der Altmühltal-Panoramaweg zählt zu den Top Trails of Germany, den besten Wanderwegen des Landes. Für alle, die Lust auf mehr haben. Mehr Lebensfreude, mehr Abenteuer, mehr erstklassiger Wanderspaß.

Der Altmühltal-Panoramaweg führt als Wanderweg in mehreren Abschnitten durch Natur- und Landschaftsschutzgebiet. Zum Schutz von Fauna und Flora sowie aufgrund seiner teilweise geringen Breite aus Sicherheitsgründen sind einige wenige, ausgewiesene Stellen für das Befahren mit Fahrrädern nicht geeignet (Art. 28 Abs. 1 Bayer. Naturschutzgesetz). Mit Riedenburg (Rosskopfsteig und Klamm) sowie mit Kelheim (Keltenwall/Weltenburger Enge) muss die genaue Verortung der gesperrten Abschnitte noch abgestimmt werden.

Weitere Wanderwege

Neben dem Altmühltalweg gibt es ebenfalls Limeswanderweg: Ein Teil des Deutschen Limes-Wanderwegs verläuft auf einer Länge von 115 Kilometern durch das Altmühltal.

Wer sich das Altmühltal erwandern möchte, der nimmt den etwa 200 Kilometer langen Altmühltal-Panoramaweg. Der Wanderweg führt vom nordwestlich gelegenen Gunzenshausen ins südöstlich gelegene Kelheim. Immer wieder blitzt die blaue Altmühl durch die Buchenwälder hindurch und Felsenformationen wie die „Zwölf Apostel“ beeindrucken durch ihre Größe. Sie entstanden aus der geologischen Besonderheit des Schwammkalksteins. Die Gesamtstrecke lässt sich wunderbar in 15 Etappen aufteilen. Es geht mal hinauf und mal herunter, ohne dass der Wanderweg eine höhere Schwierigkeit aufweist.

Weitere Attraktionen im Altmühltal

  • Dino-Museum im Altmühltal: Hier ist der Urvogel Archaeopteryx ausgestellt. Daneben machst Du Bekanntschaft mit „Rocky“. Er ist der erste gefundene Tyrannosaurus rex im „Teenager-Alter“, sein Skelett ist in der Museumshalle ausgestellt. Außerdem findest Du hier mit „Dracula“ den größten und schwersten Flugsaurier, der jemals bei Grabungen entdeckt wurde. Besonders empfehlenswert für Familien ist der etwa 1,5 Kilometer lange Waldweg des Dinosaurier-Museums, an dem 70 lebensechte Nachbildungen von Dinosauriern und anderen Tieren der Urzeit zu finden sind.
  • Rosenburg in Riedenburg: Die opulente Höhenburg aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts ist ein beliebtes Ausflugsziel bei naturverbundenen Besucherinnen und Besuchern. Im Burgmuseum kannst Du die Geschichte der Grafen von Riedenburg, die die Burg erbauen ließen, erkunden. Hier gibt es aber vor allem etwas zu der Geschichte der Falknerei und der einheimischen Vögelarten zu lernen. Die Falknerei auf der Rosenburg präsentiert mehrmals täglich eine beeindruckende Flugshow mit Adlern, Geiern und anderen Greifvögeln, die zum großen Teil auf der Burg gezüchtet und großgezogen werden. Die Falknerei ist eine Artenschutz- und Forschungsstation und arbeitet mit Forschenden der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität zusammen, so dass die Experten eine Menge zu erzählen haben.
  • Villa Rustica bei Möckenlohe: 1963 entdeckte ein Landwirt auf seinem Hof bei Möckenlohe Mauerreste. Nach und nach kamen bei Ausgrabungen die Grundmauern eines wohlhabenden römischen Gutshofes zutage. Die Gebäude wurden rekonstruiert und über die originalen Grundmauern gebaut. Heute kannst Du die Villa Rustica aus dem späten 1. Jh. n.Chr. sowie die gefundenen Gegenstände an Ort und Stelle besichtigen. In dem dazugehörigen Tierpark lernst du Walliser-Ziegen, Schwarznasenschafe, Fjordpferde und viele andere Tiere kennen, die den Römern als Haustiere dienten und seitdem in ihrer Gestalt unverändert sind.

Wichtige Hinweise

Einschränkungen im Bahnverkehr: Aufgrund von Bauarbeiten gibt es am Bahnhof Saal (Donau) Schienenersatzverkehr in folgenden Zeiträumen: 4. bis 31.07. und 29.08. bis 2.09.2025. Die eingesetzten Busse befördern keine Fahrräder. Alternativ können Sie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen den Freizeitbus nutzen. Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind in Regensburg (von Kelheim weiter entlang auf dem Donau-Radweg) und in Münchsmünster (auf dem Donau-Radweg in Richtung Ingolstadt).

Altmühltal-Radweg Umleitung: Vom 21. Juli bis 14. August 2025 ist der Abschnitt des Altmühltal-Radwegs in Kipfenberg zwischen Regelmannsbrunn und Böhming aufgrund Sanierungsarbeiten gesperrt.

Offizielle Stellungnahme: Grundsätzlich wird von uns ein gedeihliches Miteinander von Mountainbikern und Wanderern im Naturpark Altmühltal gewünscht und gefördert. Unter den jetzt mit Verbotsschildern ausgestatteten Wegeabschnitten sind überwiegend Naturschutzgebiete oder sonstige geschützte Landschaftsbereiche (FFH-Gebiet, LSG). Auch in diesen Bereichen wurden nicht alle Strecken mit einem Befahrungsverbot belegt, sondern nur solche Strecken, in denen es die geringe Breite, Steigung oder Unübersichtlichkeit des Pfades erfordern. Hinzu kommt, dass der Altmühltal-Panoramaweg, zertifiziert als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland, als naturnaher, „entschleunigender“ Fernwanderweg bekannt ist.

Auch außerhalb von Naturschutzgebieten kann das Befahren von Wegen mit Fahrrädern eingeschränkt werden. Während das Betretungsrecht der freien Landschaft grundsätzlich gegeben ist, gilt dies für das Befahren mit Fahrrädern nur dann, wenn ein Weg dafür geeignet ist. In Bayern gibt es keine feste „Meter-Regel“. Jedoch hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am 3. Juli 2015 ein Urteil gefällt, in dem erstmals definiert wurde, unter welchen Voraussetzungen Wege für das Radfahren geeignet sind. Der zuständige Jurist des Landratsamtes Eichstätt hat dieses Urteil ausgewertet und kommt zu dem Schluss, dass in Bezug der Teilsperrungen auf dem Altmühltal-Panoramaweg „die rechtlichen Rahmenbedingungen von den zuständigen Stellen beachtet wurden.“

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