Altmühltal-Radweg: Touren und Tipps für unvergessliche Erlebnisse

Der Altmühltal-Radweg zählt zu den ältesten und beliebtesten Radwegen Deutschlands. Er wurde kontinuierlich ausgebaut und 2007 mit einem grün-gelben Logo und der Beschriftung "Altmühltal-Radweg" neu beschildert. Die Bezeichnungen Altmühl-Weg, Altmühl-Radweg und Altmühltal-Radweg kennzeichnen alle dieselbe Route.

Unsere Radreise durch das schöne Altmühltal führt von Rothenburg ob der Tauber bis Kelheim durch eine reizvolle Landschaft mitten in Bayern. Der Radweg bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Natur- und Kulturerlebnissen und ist ideal für entspannte Radtouren und sportliche Herausforderungen.

Highlights entlang des Altmühltal-Radwegs

Rothenburg ob der Tauber

Gleich zu Beginn der Tour wartet das erste Highlight: die mittelalterliche Stadt Rothenburg ob der Tauber, ein Reiseziel für viele internationale Besucher. Das Plönlein ist wohl das bekannteste Fotomotiv der Stadt. Übersetzt heißt Plönlein aber: „Kleiner Platz am Brunnen“. Somit gehören zum Plönlein die Fachwerkhäuser, der Brunnen und die beiden Türme der alten Stadtmauer; der Siebersturm und der Turm des Kobolzeller Tores. Die mittelalterliche Stadtmauer ist zum größten Teil begehbar.

Colmberg und Leutershausen

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Stadt starten wir die Radreise Richtung Colmberg. Auf dem Weg dorthin überqueren wir die Frankenhöhe mit der europäischen Wasserscheide. Am Hornauer Weiher befindet sich das Quellgebiet der Altmühl. Von hier schlängelt sich die Altmühl 227 km bis zur Mündung in die Donau bei Kelheim. In Colmberg entdeckt man schon aus der Ferne die mittelalterliche Burg Colmberg, die auf einem 511 Meter hohen Berg über dem Ort thront. In Leutershausen entdecken wir einen Nachbau der legendären Flugmaschine „Nr. 21“ des gebürtigen Leutershausener Flugzeugpioniers Gustav Weißkopf. Ihm gelang mit einer selbstgebauten Flugmaschine am 14.

Altmühlsee und Solnhofen

Wer sich eine kleine Abkühlung wünscht, kann die Gelegenheit nutzen und eine Badepause im Altmühlsee zwischen Ornbau und Gunzenhausen einlegen. Solnhofen ist vor allem durch den Fund des Urvogels Archaeopteryx bekannt geworden.

Jurafelsen und Eichstätt

Auf der Fahrt nach Eßlingen beeindrucken die wuchtigen Riff-Felsen des Jurameeres, die „Zwölf Apostel“, ein beliebtes Fotomotiv im Altmühltal. Auch auf der weiteren Fahrt erblicken wir immer wieder faszinierende Gebilde des Juragebirges, wie die „Hölzerne Klinge“ und den turmartigen Kletterfelsen Burgstein bei Dollnstein. Hoch über das Altmühltal grüßt die, auf einem Bergsporn thronende Willibaldsburg bei Eichstätt. Eichstätt, die Bischofs- und Universitätsstadt besitzt viele bedeutende Sehenswürdigkeiten.

Pfünz, Gungoldinger Wacholderheide und Kipfenberg

Der Obergermanisch-Raetische Limes ist eine ehemalige Außengrenze des Römischen Reiches zwischen Rhein und Donau, der auch an Pfünz vorbeiführte. Die vierte Etappe des Altmühltals-Radwegs führt uns von der Almosmühle in der Nähe der mittelalterlichen Brücke in Pfünz nach Inching und Walting. Dort besuchen wir auf dem Gut Moierhof die letzte erhaltende Zehentscheune im Altmühltal aus dem 15. Jahrhundert. Die Weiterfahrt führt entlang eines der ältesten Naturschutzgebiete Bayerns, die Gungoldinger Wacholderheide. Ein besonderer Blickfang ist das steil über dem Ort Arnsberg aufragende Felsmassiv auf dem die Burgruine Arnsberg thront. Auf dem weiteren Verlauf des Altmühltal-Radwegs grüßt schon von Weitem die mittelalterliche Burg Kipfenberg von einem 430 m hohen Dolomitfelsen. Sie wurde vermutlich im späten 12. Jahrhundert erbaut und befindet sich heute in Privatbesitz. Deshalb kann man sie leider nicht besichtigen, aber in der ehemaligen Vorburg sind das Römer-und-Bajuwaren-Museum sowie der „Infopoint Limes“ zugänglich. Oberhalb der Burg befindet sich der geographische Mittelpunkt Bayerns, der 1979 vermessen und 1980 mit einem Findling markiert wurde. Diesen Abstecher hoch oben auf dem Berg wollen wir uns nicht entgehen lassen.

Beilngries und Berching

Von Ilbing gelangen wir nach Kinding, vorbei an der Freizeitanlage Kratzmühle und kommen nach Beilngries. Seit 2016 kann man hier in Schlaffässern übernachten. Die fünfte Etappe des Altmühltals-Radwegs beginnt mit einem lohnenswerten Abstecher von Beilngries zur mittelalterlichen Stadt Berching, das Rothenburg der Oberpfalz. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und so fahren wir entlang des Main-Donau-Kanals Richtung Berching, wo wir zunächst am berühmten Kloster Plankstetten vorbeikommen. Schließlich kommen wir in Berching an und sind von dem Flair der Stadt ganz angetan: Man fühlt sich hier ins Mittelalter zurückversetzt, was vor allem an der gut erhaltenen Stadtmauer mit ihren Türmen liegt, auf der wir einen Rundgang machen. In der Stadt tauchen immer wieder Bilder und Figuren von einem Hecht im Vogelkäfig auf. Was hat es damit auf sich? Dieses Geheimnis konnten wir lüften und erzählen euch gern davon in dem folgenden Video.

Dietfurt und Riedenburg

Nach dem Abstecher fahren wir wieder zurück nach Beilngries und weiter durchs Altmühltal nach Kottingwörth. Die Kottingwörther Pfarrkirche St. Vitus wird auch wegen ihren imposanten Doppeltürmen „Der kleine Dom im Altmühltal“ genannt. In Dietfurt wird’s gemütlich: Das Chinesische Sommerfest lädt zum Verweilen ein. Verwundert stellen wir uns die Frage, wieso die Siebentäler Stadt Dietfurt ein Chinesisches Sommerfest feiert. Wenn ihr das Video gesehen habt, kennt ihr die Antwort. Von Dietfurt fahren weiter nach Mühlbach. Zwischen Meihern und Riedenburg verlässt der Radweg teilweise den Donau-Main-Kanal und führt an sogenannten Altgewässern vorbei. Bei Oberhofen wurde eine ländliche frühkeltische Siedlung aus dem Beginn des 5. Jahrhunderts vor Christus nachgebaut. An der mächtigen Schleuse Riedenburg wechseln wir auf die andere Uferseite.

Burg Prunn und Kelheim

Wir fahren vorbei an imposanten Burgen, wie zum Beispiel der Burg Prunn auf dem 70 Meter hohen, senkrecht emporragenden Jurafelsen. Wir überqueren außergewöhnliche Brücken über die Altmühl und den Main-Donau-Kanal, von denen es uns die wellenförmig geschwungene Holzbrücke bei Essing besonders angetan hat. Auch weitere Stationen des Archäologiepark Altmühltal gab es auf dieser Etappe zu sehen, wie zum Beispiel an der Schleuse Kelheim die Rekonstruktion eines spätkeltischen Stadttores. Der Altmühltal-Radweg endet schließlich in Kelheim, der mit 17.000 Einwohnern bevölkerungsreichsten Stadt Niederbayerns. Überragt wird die Stadt von der Befreiungshalle, die auf dem Michelsberg zwischen Donau- und Altmühltal liegt. Sie wurde 1863 im Andenken an die gewonnenen Schlachten gegen Napoleon während der Befreiungskriege des 19.

Radrundtouren im Altmühltal

Das Altmühltal im südlichen Teil der Fränkischen Alb ist ein tolles Ziel für Wohnmobilisten, die den Frühling oder den Herbst auf dem Fahrrad oder dem E-Bike genießen möchten. Denn hier gibt es nicht nur zahlreiche Fahrradwege und Radwanderwege, die vielfältige Möglichkeiten für schöne Touren bieten, sondern auch eine gute Service-Infrastruktur für Radler und E-Biker.

Aus dieser Vielfalt stellt Freeontour hier Radrundtouren mit Start- und Endpunkt am Wohnmobilstellplatz beziehungsweise Campingplatz vor, die als Tagestour mit dem E-Bike oder etwas sportlicher mit dem Fahrrad gut zu bewältigen sind. Der Altmühltalradweg führt an einigen Highlights vorbei - beispielsweise der Burg Prunn.

Tipp 1: Radrundtour ab Kelheim durch das Altmühltal und das Donautal

Diese Fahrradtour führt ab Kelheim durch faszinierende Naturlandschaften im Altmühltal und im Donautal. Unterwegs erwarten die Radler Highlights wie ads Kloster Weltenburg, der Donaudurchbruch, der so genannte Tatzelwurm und eine Seilzugfähre über die Donau. Als Start der Tour empfiehlt sich der Wohnmobilstellplatz Am Pflegerspitz in Kelheim, der direkt an der Donau und am Donau-Radweg liegt. Darüber hinaus ist die Altstadt von Kelheim nur einen Katzensprung entfernt, die sich entweder am Abend oder am nächsten Tag für einen gemütlichen Stadtbummel anbietet.

Vom Stellplatz aus folgt man dem Donau-Radweg zunächst an den Main-Donau-Kanal und folgt diesem dann flussaufwärts bis zur Schleuse Gronsdorf. Hier kann man auch direkt eine der Stationen des Archäologieparks Altmühltal bestaunen: die Rekonstruktion des keltischen Stadttors. Weitere Stationen sind dann noch unterwegs zu sehen. Der Tatzlwurm bei Essing ist ein sehr beliebtes Fotomotiv und bietet eine Abkürzung der Radtour an. Auf der Weiterfahrt in Richtung Essing kann man auch einen Abstecher in die Tropfsteinhöhle Schulerloch machen. Alternativ kann man sich auch eine Kaffeepause in einem der Orte Essing, Prunn oder Riedenburg gönnen.

Unterwegs gibt es kurz hinter Essing mit dem so genannten Tatzlwurm übrigens ein äußerst beliebtes Fotomotiv zu sehen: Dabei handelt es sich um eine der längsten Holzbrücken Europas. Sie verbindet die beiden Talseiten von Essing für Fußgänger und Radfahrer und weist eine außergewöhnliche Architektur auf. Alle anderen fahren weiter bis Riedenburg. Die etwa 17 Kilometer bis dorthin verlaufen überwiegend flach und weisen nur wenige leichte Steigungen auf. Das ändert sich aber, wenn man Riedenburg verlässt und dem Schambachtalbahn-Radweg in Richtung Westen und dann der Straße hinauf zum Bauernhofmuseum Echendorf folgt. Dafür kann man sich dann aber bei der Fahrt durch den eher flachen Hienheimer Forst und die Abfahrt hinunter zur Donau ausgiebig erholen.

Die nächste Station dort ist die Seilfähre Hienheim - Eining, mit der es über die Donau geht. Bis zur Fähre hat man etwa 35 Kilometer zurückgelegt. Die Fähre ist von Mitte April bis Anfang Oktober tagsüber jeweils dienstags bis sonntags im Einsatz. Montags ist Ruhetag. Fällt ein Feiertag auf einen Montag, so ist die Fähre in Betrieb - Ruhetag ist dann der darauffolgende Dienstag.

Das Kloster Weltenburg liegt in spektakulärer Umgebung am Eingang des Donaudurchbruchs. Von der Fähre aus folgt man wieder dem Donauradweg, der nun in Richtung Staubing führt, wo das weltberühmte Kloster Weltenburg auf einen Besuch wartet. Besonders sehenswert ist hier die Abteikirche, die auch Asam-Kirche genannt wird und zu den Spitzenleistungen des europäischen Barocks zählt. Mindestens ebenso spektakulär ist aber auch die Umgebung der Benediktinerabtei: Sie liegt am Eingang des romantischen Donaudurchbruchs Weltenburger Enge, die von mächtigen Felswänden aus Kalkgestein umgeben ist. Ab hier zwängt sich die Donau auf einer Strecke von etwa fünf Kilometern zwischen den bis zu 70 Meter hoch aufragenden Kalkfelswänden hindurch. Wer möchte, kann dieses Schauspiel auch vom Wasser aus genießen und ab Weltenburg mit dem Schiff zurück nach Kelheim fahren.

Tipp 2: Von Eichstätt durch die Juralandschaft ins Anlautertal

Diese Radtour kann wahlweise bis Kinding gefahren und mit einer Rückfahrt mit dem Freizeitbus kombiniert werden, der während der Saison mit Anhängern für den Transport von Fahrrädern unterwegs ist. Wer ausreichend Kondition hat, kann aber auch eine Rundtour machen. Highlights unterwegs sind die Altstadt von Eichstätt als barockes Gesamtkunstwerk, die Brauerei Gutmann in Titting, das idyllische Anlautertal sowie das Römer- und Bajuwarenmuseum auf Burg Kipfenberg. Als Ausgangspunkt bietet sich der Wohnmobilstellplatz an der Altmühl in Eichstätt an.

Vom Stellplatz aus folgt man dem Altmühltalradweg in Richtung Dollnstein und kommt zunächst durch die barocke Universitätsstadt Eichstätt mit ihren mediterran anmutenden Gassen, in der man schon für sich genommen einen Tag verbringen kann. Zu sehen sind hier beispielsweise die über der Altmühl thronende Willibaldsburg, das barocke Kloster Rebdorf, einige Kirchen und imposante Gebäude sowie das Jura-Museum auf der Burg. Die etwa 17 Kilometer bis Dollnstein führen durch die markante Juralandschaft des Altmühltals und sind geprägt von Felsen und Buchenwälder. Die Strecke ist leicht kupiert, vor Breitenfurt gibt es einen etwas knackigeren Anstieg zu bewältigen. Der Anlauterradweg führt meist gemächlich durch das idyllische Anlautertal.

In Dollnstein verlässt man den Altmühltalradweg und es beginnt der deutlich anspruchsvollere Teil der Tour: Bis hinauf nach Schernfeld auf die Hochfläche sind etwa 130 Höhenmeter zu überwinden und auch die insgesamt 27 Kilometer bis Titting weisen immer wieder anstrengende Steigungen auf. Eine Stärkung und eine längere Pause in der Traditionsbrauerei Gutmann im ehemaligen Wasserschloss Titting hat man sich danach allemal verdient. Für alle, die nach diesen etwa 58 Kilometern bis Kinding müde Beine haben, bietet sich für die Rückfahrt nach Eichstätt der so genannte Freizeitbus an, der im Altmühltal von Anfang Mai bis in den Herbst angeboten wird und mit Fahrradanhänger unterwegs ist. Hier wählt man die Linie 6010 mit Endstation Dollnstein.

Für alle anderen warten ab Kinding noch etwa 30 Kilometer auf dem Altmühltalradweg, die allerdings wieder überwiegend flach verlaufen und leicht zu bewältigen sind. Auf dem Streckenabschnitt bis Kipfenberg bietet sich ein Abstecher in das Römer und Bajuwaren Museum auf der Burg Kipfenberg an. Dieser Abstecher würde allerdings einen zusätzlichen Anstieg zur Burg bedeuten. Weiter auf dem Radweg kommt man an vielen kleinen Dörfern vorbei, die in die Höhenzüge der Südlichen Frankenalb eingebettet sind und landschaftlich von Trockenrasenhängen mit Wacholderbüschen geprägt sind. Auch diverse historische Überbleibsel sind zu sehen, bevor man automatisch wieder am Wohnmobilstellplatz vorbeikommt.

Tipp 3: Radrundtour mit dem E-Bike ab Dietfurt durch das Tal der Weißen Laber

Diese Fahrradtour kombiniert die absolut sehenswerten historischen Orte Berching, Beilngries, Breitenbrunn und Dietfurt mit idyllischer Natur. Einen Abstecher wert sind beispielsweise die Kirche St. Vitus in Kottingwörth, der Chinesenbrunnen vor dem Rathaus in Dietfurt, die Altstadt in Berching mit teilweise erhaltener und begehbarer Stadtmauer sowie das Kloster Plankstetten mit seinem Klosterladen und der Klosterschenke. Als Basisstation und Ausgangspunkt stehen wahlweise Wohnmobilstellplätze in Beilngries, Dietfurt-Ottmaring oder Berching zur Verfügung. Die Tour ist durchgehend als jurAktiv-Tour beschildert.

In Dietfurt bieten sich sowohl der 7 Täler Campingplatz als auch der ganzjährig verfügbare, kostenfreie Stellplatz am Schiffsanleger als Ausgangspunkt an. Beide liegen direkt am Fahrradweg des Main-Donau-Kanals, in den die Altmühl bei Dietfurt mündet. Für den gemütlichen Start der Fahrradtour empfiehlt sich zunächst ein Abstecher in die Altstadt von Dietfurt, denn bei einem kleinen Stadtbummel kann man direkt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des 7-Täler-Orts erkunden. Beispielsweise sind von ursprünglich zehn Wehrtürmen der mittelalterlichen Stadtbefestigung noch sechs erhalten geblieben. Eine Besonderheit sind auch die vielen kreativ gestalteten Brunnen von Dietfurt. Ebenfalls einen Abstecher wert sind die barocke Stadtpfarrkirche, das Franziskanerkloster oder die Wallfahrtskirche Zu den Drei elenden Heiligen.

Wer im Anschluss an den Stadtbummel die Radtour ab dem Chinesenbrunnen - dem Dietfurter Wahrzeichen direkt vor dem historischen Rathaus - fortsetzt und der Hauptstraße folgt, kommt außerdem am Altmühltaler Mühlenmuseum vorbei. Kurz hinter dem Mühlenmuseum biegt man links in die Breitenbrunner Straße und folgt dann im Anschluss dem Fahrradweg bis Haas durch das malerische Tal der Weißen Laber und dann bis Breitenbrunn durch das Tal der Wissinger Laber. Bis Breitenbrunn verläuft die Strecke nur leicht, aber konstant ansteigend und ist gut zu bewältigen. Die erste richtig knackige Steigung erwartet Radler hinter Breitenbrunn - ein Grund mehr, um sich vorher noch eine kleine Kaffeepause zu gönnen und sich die barocke Pfarrkirche oder die Burgruine Breitenegg anzusehen.

Hinter Breitenbrunn kommt dann der anstrengendste Teil dieser Tour: Der Radweg führt hinauf auf die Jurahöhe nach Dürn und über Wimpasing nach Staadorf wieder ins Tal der Weißen Laber. Vor Staadorf biegt man rechts Richtung Erbmühle ab, von wo es links wieder auf die Jurahöhe über Oening und weiter nach Winterzhofen hinaufgeht. In Berching findet man noch eine komplett erhaltene Wehrmauer aus dem 15. Jahrhundert mit 13 Wehrtürmen und vier Toren.

Berching ist der perfekte Ort für die nächste Pause und ein wenig Sightseeing zu Fuß. Denn das geschlossene Stadtbild Berchings mit der 500 Jahre alten Wehrmauer mit ihren dreizehn Türmen und vier Toren ist in Bayern nahezu einzigartig. Außerdem zeugen bunte Häuschen, verträumte Gassen und Winkel sowie mächtige Speicherhäuser noch heute von der Blütezeit des Städtchens im Mittelalter. Auch die barocke Stadtpfarrkirche Maria-Himmelfahrt sollte man sich nicht entgehen lassen, bevor es wieder aufs Rad geht. Auf der Weiterfahrt am Main-Donau-Kanal passiert man die Schleuse Berching, wo auf die andere Kanalseite gewechselt wird. Links geht es dann weiter auf einer Schotterstraße, die parallel zum Kanal verläuft und an den Ortschaften Eglasmühle und Plankstetten vorbeiführt.

In Beilngries fließen Sulz und Altmühl zusammen, während der Main-Donau-Kanal die Stadt im Norden begrenzt. Kein Wunder also, dass das Wasser hier das Lebens seit Jahrhunderten stark beeinflusst hat. So nutzen die Beilngrieser Brauereien schon seit Jahrhunderten unzählige frische Quellen, um ihr lokales Bier zu brauen - und das kann man natürlich auch heute noch in den zahlreichen Gasthöfen genießen. In Beilngries gibt es aber auch eine romantische Altstadt mit vielen kleinen Gassen und Türmen sowie einige historische Bauten, die einen Abstecher lohnen, beispielsweise das barocke Rathaus oder der Rokokobau der Frauenkirche. Und auf dem letzten Abschnitt der Fahrradtour, auf dem man dem Altmühltal-Radweg über Kottingwörth und Töging bis nach Dietfurt folgt, lockt dann noch ein kurzer Stopp in der Wehrkirche St.

Weitere Tipps für Ihre Radtour im Altmühltal

  • Kondition: Der Radweg ist meist flach, aber eine gute Grundkondition hilft dennoch, lange Etappen entspannt zu meistern.
  • Unterkünfte: Der Altmühltal-Radweg und seine Zwischenstationen sind beliebte Reiseziele. Buchen Sie Ihre Unterkunft rechtzeitig.
  • Ausrüstung: Helm und intakte Bremsen sind ein Muss. Auch ausreichend Wasser und ein kleiner Werkzeugkoffer dürfen nicht fehlen.

Radverleih und Service

Beim Fahrradverleih Zucker oder bei 2Rad Huber ist es möglich, ein Fahrrad für den Aufenthalt zu leihen.

Radfreundliche Infrastruktur

Nutzen Sie die gut ausgeschilderten Radwege und Rastplätze entlang Ihrer Strecke.

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