Fahrradmitnahme in der Bahn: Regeln und Kosten

Um Zeit und Energie zu sparen, wird nicht selten ein Teil der Reise dorthin mit der Bahn zurückgelegt. Der vorliegende Ratgeber hält die wichtigsten Informationen zum Thema „Fahrradmitnahme in der Bahn“ für Sie bereit.

Allgemeine Informationen zur Fahrradmitnahme

Bei Reisen im Nahverkehr ist eine Fahrradmitnahme in der Bahn durchaus möglich. Diese kann jedoch nur bei Erfüllung der Bedingungen erfolgen, welche die jeweilige Bahngesellschaft aufgestellt hat.

Ist die Fahrradmitnahme in der Bahn kostenlos?

In der Regel werden für die Beförderung des Fahrrads mit der Bahn im Nahverkehr Kosten erhoben. Das heißt, dass die Fahrradmitnahme in der Bahn ein bestimmtes Ticket erfordert.

Fahrräder sind bei der Deutschen Bahn grundsätzlich beförderungsentgeltpflichtig. Für die Fahrradmitnahme bei der DB müssen Fahrradliebhaber also ein speziell dafür eingeteiltes Ticket kaufen.

Ist die Fahrradmitnahme in der Bahn immer möglich?

Dies ist von den Kapazitäten der Züge abhängig. Es können Sperrzeiten für Fahrräder verhängt oder nur eine begrenzte Anzahl an Fahrrädern mit der Bahn mitgenommen werden.

Ob eine Fahrradmitnahme auch im Fernverkehr möglich ist, lesen Sie hier.

Die Mitnahme von Fahrrädern kann aufgrund von Platzmangel abgelehnt werden; es besteht kein Anspruch auf Beförderung.

Was ist bei der Fahrradmitnahme in der Bahn zu beachten?

Vermeiden Sie als Fahrradfahrer, in den Hauptverkehrszeiten ein Fahrrad in der Bahn mitzunehmen. Fahrgäste dürfen nur abgestellte Fahrräder nicht beim Ein- oder Aussteigen behindert werden.

Mehr dazu erfahren Sie hier. Nur auf bestimmten Strecken bzw. soll die Fahrradmitnahme in der Bahn im Regionalverkehr erfolgen, müssen Radler darüber hinaus auf die Kapazitäten der Züge achten.

Grundsätzlich sollten Fahrradfahrer versuchen, die Hauptverkehrszeiten zu vermeiden.

Erwerben Sie erst einmal eine Fahrkarte für den Nahverkehr, profitieren Sie für gewöhnlich von dem Privileg, alle dazugehörigen Bahnen nutzen zu können.

Doch auch Urlauber, die sich eine längere Reise vornehmen, beschäftigt die Fahrradmitnahme in der Bahn. Die Ausnahme bilden in diesem Fall ICE-Züge.

In einem bis zu 300 km/h schnellen Intercity-Express ist eine Fahrradmitnahme in der Bahn bisher nicht erlaubt. Folglich sollten Reisende bei der Streckenbuchung die Zugauswahl beachten.

So bieten beispielsweise die Automaten der DB die Möglichkeit an, bestimmte Zugtypen bei der Buchung auszuschließen. Die Wagenstandsanzeiger am Bahnsteig zeigen in der Regel an, wo die Fahrradwagen des jeweiligen Zuges lokalisiert sind.

Nicht zuletzt ist darauf zu achten, dass bestimmte Fahrradtypen, beispielsweise Tandems, nicht in allen Fernzügen zugelassen sind. Dafür müssen spezielle Stellplätze gebucht werden.

Fahrradmitnahme im Fernverkehr der Deutschen Bahn

Mit dem Fahrplanwechsel der Bahn zum 15. Dezember können Fahrradtickets im Fernverkehr bis zu 12 Monate im Voraus gebucht werden. Der ADFC rät Radreisenden, die schon feste Pläne für 2025 haben, so früh wie möglich Stellplätze zu buchen - und erklärt, was man bei der Radmitnahme in der Bahn noch wissen muss.

ADFC-Tourismusvorstand Christian Tänzler sagt: „Die Bahn ist das ideale Transportmittel für Radreisende, denn sie ermöglicht eine umweltfreundliche An- und Abreise. Die Ergebnisse der ADFC-Radreiseanalyse zeigen, dass immer mehr Radreisende die Bahn nutzen. Viele von ihnen sind aber unzufrieden mit dem Angebot und dem Service der Bahn. Es ist gut, dass die Bahn mit dem Fahrplanwechsel die Vorbuchungsfrist für Fahrkarten und Fahrradtickets von sechs auf zwölf Monate verlängert. Das erleichtert etwa Familien die Planung für die Sommerferien.

Jedes Fahrrad braucht ein eigenes Ticket und eine Stellplatzreservierung. Eine Fahrradkarte im Fernverkehr kostet innerhalb Deutschlands ab 7,99 Euro. Online können Tickets für bis zu fünf Fahrräder gebucht werden - wer mehr Plätze reservieren möchte, muss die Service-Telefonnummer 030-2970 anrufen oder am Schalter buchen.

Wenig Plätze im Fernverkehr, keine Mitnahmegarantie im Nahverkehr

Wie viele Plätze es auf einer Verbindung gibt, hängt vom Zugtyp ab. ICs und ECs haben acht bis 16 Stellplätze, in den neueren ICE-4-Modellen gibt es 8 Stellplätze, in manchen älteren gar keine.

Gerade in den Sommermonaten sind die verfügbaren Plätze schnell ausgebucht. Im Nahverkehr gibt es kein festgelegtes Stellplatzangebot und keine Zugbindung und Reservierungspflicht. Hier gilt: Wenn voll ist, ist voll.

Radreisende sollten deshalb Stoßzeiten, etwa im Berufsverkehr oder an Wochenenden, Feiertagen und Schulferien vermeiden.

Fahrradtickets und Tarife

Ein deutschlandweit gültiges Fahrradticket für den Nahverkehr kostet am Automaten oder in der App 6,50 Euro. Jeder Verkehrsverbund hat aber eigene Regeln und eigene Tarife zur Fahrradmitnahme, in manchen Regionen ist sie kostenlos. Die Preise für die Fahrradmitnahme in den Verbünden weichen oft von den Tarifen der Deutschen Bahn ab.

Achtung: Preise und Regelungen sind in den einzelnen Bundesländern und Verkehrsverbünden unterschiedlich.

Die Fahrrad-Tageskarte bwFahrrad kostet 6 Euro pro Rad und Tag. Soweit die kostenlose Mitnahme nicht gilt, wird im bwtarif das Ticket bwFAHRRAD angeboten. Die Fahrradtageskarte Niedersachsen kostet 6,50 Euro pro Rad und Tag. Bis vor dem 1. Geltungstag ist eine Stornierung kostenfrei. Das FahrradTagesTicket NRW kostet 5,90 Euro pro Rad für 24 Stunden.

Geben Sie in der App DB Navigator einfach eine Strecke innerhalb Bayerns ein, wählen Sie den Reisendentyp Fahrrad aus und suchen Sie nach einer passenden Verbindung. Sind Sie auch außerhalb Bayerns mit dem Fahrrad unterwegs, kommt für Sie vielleicht auch die Fahrradtageskarte Nahverkehr in Frage. Diese kostet 6,50 Euro pro Tag und Rad und ist einen Tag lang in allen Nahverkehrszügen (RE, RB und S-Bahnen) in ganz Deutschland gültig (bis 3 Uhr des nächsten Tages).

Wählen Sie in der App DB Navigator im Bereich "Buchen" bei "Tickets & Angebote" die Menükachel "Regionale Angebote" aus. Dort können Sie die "Fahradtageskarte Nahverkehr" kaufen. Die App erkennt auch, in welchem Verkehrsverbund Sie sich befinden. Tippen Sie im Bereich "Buchen" auf die Menükachel "Mein Verbund", dann bei "Weitere Informationen" auf den Link "hier". Bitte kaufen Sie Ihre Fahrkarte (für Sie als Person) für den Nahverkehr separat zur Fahrkarte für Ihr Fahrrad. Aktuell sind dafür zwei getrennte Buchungen nötig.

Für Touren kreuz und quer durch Hessen eignet sich das Hessenticket, bei dem die Fahrradmitnahme kostenfrei ist.

In Niedersachsen und Bremen werden auf den Strecken von Norddeich-Mole nach Bremen, Leer und Emden Außenhafen Fahrräder in Fernverkehrszügen (nur IC/EC-Züge) zu Nahverkehrskonditionen mitgenommen.

Im Saarland und in Rheinland-Pfalz ist die Fahrradmitnahme von Montag bis Freitag ab 9 Uhr und an Samstagen, Sonn- und Feiertagen zeitlich unbeschränkt in den Zügen der DB Regio kostenfrei möglich. Vor 9 Uhr lösen Sie eine Fahrradkarte im Nahverkehr entsprechend den jeweils geltenden Preisen der Deutschen Bahn bzw. der Verkehrsverbünde.

Das BaSTi (R) in Bayern

Das BaSTi (R) ist ein durch die bayerische Staatsregierung gefördertes bayernweit gültiges Tarifangebot, das allen Reisenden bei Fahrten mit den Zügen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in Bayern zu bestimmten Zeiten die preisgünstige Mitnahme ihres Fahrrades ermöglicht und somit einen Beitrag zur ökologischen Verkehrswende leistet.

Das BaSTi (R) ermöglicht die Fahrradmitnahme für 1 Euro pro einfacher Fahrt von einem Start- zu einem Zielbahnhof innerhalb des Geltungsbereichs.

Das BaSTi (R) gilt für eine Fahrt mit den Regionalzügen und S-Bahnen von einem Start- zu einem Zielbahnhof innerhalb Bayerns. Im Zeitraum vom 15. März bis zum 3. Oktober sowie vom 4. Oktober bis zum 14. Dezember gilt das Angebot täglich. An bayernweit gültigen Feiertagen, sowie am 15. August (Mariä Himmelfahrt) gilt das Angebot ganztägig.

Die Beförderung von Fahrrädern mitreisender Kinder unter 6 Jahren erfolgt unentgeltlich.

Das BaSTi (R) ist an den Fahrausweisautomaten der teilnehmenden Verkehrsunternehmen erhältlich. Dort ist es in der Regel unter "Fahrradtickets" zu finden. Das Ticket kann auch in allen BRB-Kundencentern gekauft werden. Bei der Länderbahn kann das Ticket zudem bei den Kundenbetreuern im Zug erworben werden. Digital kann das Ticket im Onlineshop von agilis, in der App sowie im Web-Shop der BRB sowie im DB Navigator gekauft werden.

  • Wer kann das BaSTi (R) nutzen? Jede:r Reisende darf nur ein Fahrrad mitnehmen. Ausnahme: Mitreisende Kinder unter 6 Jahren dürfen ihr Fahrrad unentgeltlich mitnehmen.
  • Wo dürfen Fahrräder abgestellt werden? Die Fahrräder dürfen nur in Mehrzweckabteilen, in Einstiegsräumen, in Traglastbereichen mit Klappsitzen und in Fahrradabteilen untergebracht werden. Bei Platzmangel kann die Mitnahme abgelehnt werden. Auf Mehrzweckflächen, die z. B. auch für den Transport von Rollstühlen, Kinderwagen oder Traglasten vorgesehen sind, haben Reisende mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Traglast Vorrang.

Sofern ausreichend Platz vorhanden ist, dürfen auch nichtmotorisierte Liegeräder, Tandems sowie Dreiräder mitgenommen werden.

Fahrradmitnahme in Schleswig-Holstein

In allen Nahverkehrszügen in Schleswig-Holstein gilt grundsätzlich der Verbundtarif Schleswig-Holstein-Tarif (SH-Tarif). Eine Fahrradtageskarte berechtigt zu beliebig häufiger Mitnahme auf der gewählten Strecke (Hin- und Rückfahrten) und kostet hier 4,50 Euro. Auf der Elbfähre ist die Fahrradmitnahme ganztägig kostenfrei. Neben den Fahrkarten im SH-Tarif gibt es das Schleswig-Holstein-Ticket.

Geeignete Fahrräder für die Mitnahme

Ein handelsübliches, einsitziges Fahrrad mit zwei Rädern. Das Fahrrad muss in die vorhandenen Fahrradständer gestellt werden.

  • Ein Fahrrad mit Tretunterstützung durch Elektromotor bis 25 km/h (sog. Pedelec).
  • Ein Fatbike, wenn dieses in die Fahrradhalterung (in der Regel eine Breite für Reifen von 40 bis 60 mm) passt. Lassen Sie ggf. die Luft aus dem Reifen ab.
  • Ein zusammengeklapptes Faltrad oder Kinderräder mit einem Raddurchmesser bis 16 Zoll können im Zug wie Gepäck untergebracht werden. Hierfür stehen z. B. Gepäckregale und Mehrzweckbereiche zur Verfügung.
  • Ein Tandem, Liegerad oder Dreirad kann nur in Zügen mit größerer Stellplatzkapazität mitgenommen werden.

Alle nicht genannten Modelle können Sie nicht mitnehmen. Dazu zählen auch Fahrräder, die aufgrund ihrer Maße oder Bauweise nicht sicher verstaut werden können. Zusammengeklappte (Kinder- oder Lasten-)Fahrradanhänger können Sie im Zug wie Gepäck mitnehmen. Dafür gibt es z. B. Gepäckregale und Mehrzweckbereiche.

Verhalten im Zug

Gänge, Türen und Sicherheitseinrichtungen, wie z.B. Fahrradstellplätze sind immer in der 2. Klasse. Sie können auf mehrere Wagen im Zug verteilt sein. Die Wagen- bzw. Nutzen Sie auch die digitale Wagenreihung.

Die Fahrradwagen sind außen und innen mit Fahrrad-Symbolen gekennzeichnet. Nehmen Sie bitte die Gepäckstücke rechtzeitig vor Einfahrt des Zuges von Ihrem Fahrrad ab. So laden Sie schneller ein und aus. Seitengänge, Einstiegsbereiche und ggf. die Tür zum Lokführerstand müssen Sie freihalten.

Sie haben Ihr Fahrrad sicher abgestellt? Dann können Sie auf einem freien oder auf Ihrem reservierten Sitzplatz im Fahrradwagen Platz nehmen. Sie haben ein 1. Klasse-Ticket? Ihre reservierten Sitzplätze sind nicht in der Nähe Ihres gebuchten Fahrradstellplatzes.

Tipps für die Planung

Planen Sie genügend Zeit zur Orientierung am Bahnhof und am Abfahrtsgleis ein. Da Sie Ihr Fahrrad in Bahnhöfen generell nur schieben dürfen, kann es zur Hauptreisezeit vorkommen, dass Sie sich nur langsam fortbewegen können. Beachten Sie, dass sich an den Fahrradstellplätzen kein Mechanismus befindet, um Ihr Fahrrad zu sichern.

Infrastruktur-Check: Bahnsteig barrierefrei?

Bevor die Reise losgeht, lohnt sich ein Online-Check der Bedingungen am Abfahrts- und Zielbahnhof. Sind die Bahnsteige barrierefrei erreichbar? Gibt es ausreichend große Aufzüge, Rolltreppen, Auffahrrampen?

Am Gleis selbst sollte man vorab schauen, wo das Fahrradabteil ist - etwa über den Wagenstandsanzeiger im Aushang auf dem Bahnsteig oder über die App - und von vorneherein im richtigen Gleisabschnitt auf den Zug warten.

Sie brauchen einen stufenfreier Zugang zum Start- und Zielbahnhof? Auch die App "DB Bahnhof Live" hilft bei der Reiseplanung.

Alternative Verbindungen nutzen

Leider übersteigt die Fahrradnachfrage auf der Gäubahn deutlich die vorhandenen Kapazitäten, wir empfehlen, auch andere Verbindungen zu nutzen (z.B.

Alternativen zur Fahrradmitnahme im Zug

Wer das eigene Fahrrad nicht in der Bahn mitnehmen will oder kann, kann es bei der Bahn auch als Gepäckstück aufgeben, dafür muss das Rad aber in der Regel teilweise auseinandergebaut werden. Eine andere Option ist, am Urlaubsort ein Fahrrad auszuleihen. In den meisten Regionen, die auf Touristen eingestellt sind, gibt es Leihradanbieter.

Auf adfc-radtourismus.de gibt es im Reiter Services viele Tipps zur Reiseplanung.

Wichtige Hinweise

Damit alles reibungslos läuft und und Sie Ihre Radtour genießen können, hier ein paar einfache Regeln und Informationen zu den Kapazitäten. Eine Mitnahmegarantie für Fahrräder können wir daher leider nicht geben.

Sollte anstelle Ihrer eigentlichen Zugverbindung Ersatzverkehr zum Einsatz kommen, beachten Sie bitte die örtlichen Vorgaben zur Mitnahme von Fahrrädern. Aus Sicherheitsgründen können Sie in den Nahverkehrszügen nur begrenzt Fahrräder mitnehmen.

Vor allem an den Wochenenden und in den Sommer-Monaten können auf stark befahrenen und touristischen Strecken Züge voll besetzt sein. Tipp: Suchen Sie vor Ihrer Reise nach Alternativrouten oder weichen Sie ggfs.

Kontakte

  • 01801 766 766 (3,9 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 01805 986986 (14 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 01805 9884636 (14 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 01805 8764636 (14 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max.

ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) ist mit über 240.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Informationen zur Fahrradmitnahme in Bussen und Bahnen im Großraum Hannover

Fahrrad und ÖPNV - das passt prima zusammen! Du planst einen Ausflug ins Grüne oder willst nur einen Teil des Weges mit dem Rad zurücklegen? Kein Problem - nimm dein Rad einfach in unseren Bussen und Bahnen mit!

Zu den übrigen Zeiten kannst du in den Zügen von DB, Transdev, metronom, enno, erixx, WestfalenBahn oder start Niedersachsen Mitte dein Fahrrad mit einer zusätzlichen Fahrkarte für eine Zone (Einzel-, 6er-Einzel-, Tages- oder 6er-Tageskarte) befördern - unabhängig von den tatsächlich befahrenen Tarifzonen. Die Fahrradmitnahme ist in den Fahrzeugen der regiobus, der SVG, im sprinti und der ÜSTRA außerhalb dieser Zeiten nicht zugelassen.

Nimmst du dein Fahrrad regelmäßig mit, lohnt sich für dich eine zusätzliche Monatskarte für eine Zone (B oder C). Für Fahrten im Regionaltarif (Zonen D-F) musst du grundsätzlich eine Fahrradtageskarte des Niedersachsentarifs lösen.

Harmonisch mit dem Fahrrad in Bus und Bahn

Wir bitten unsere Fahrgäste Rücksicht aufeinander zu nehmen. Personen mit Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen haben in allen Verkehrsmitteln immer Vorrang vor Personen mit Fahrrad. Daher kann es gegebenenfalls dazu kommen, dass du die laufende Fahrt nicht bis zum geplanten Fahrtziel fortsetzen kannst, um den Zustieg für Personen mit Mobilitätshilfe oder Kinderwagen zu ermöglichen. Im Schienenverkehr (mit Ausnahme der Stadt- und S-Bahn) gibt es im Allgemeinen getrennte Bereiche für Rollstuhl und Fahrrad. Sonderkonstruktionen wie Tandems werden nicht befördert.

Klappräder gelten, wenn sie zusammengeklappt sind, als Handgepäckstücke und werden auf allen Linien und zu allen Zeiten ohne zusätzliche Fahrkarte mitgenommen.

Der Zustieg in die Stadtbahn ist an Hochbahnsteigen und in den Tunnelstationen möglich. Fahrräder dürfen dabei nur in den gekennzeichneten Mehrzweckbereichen untergebracht werden und müssen während der Fahrt festgehalten werden. Falträder zählen zusammengeklappt als Handgepäck und werden immer transportiert.

In der Fahrradsaison von April bis Oktober bietet regiobus einen besonderen Service für Radausflügler*innen: Der Fahrradbus umrundet das Steinhuder Meer im Stundentakt und hat auf seinem Anhänger Platz für 16 Räder. Du kannst mit deinem Fahrrad zu- oder aussteigen und so das Radfahren mit dem Busfahren verbinden. In den Sommermonaten ist der Fahrradbus täglich im Einsatz. Zu den anderen Zeiten verkehrt er an Wochenenden und Feiertagen.

In den Mehrzweckbereichen der S-Bahn Hannover (Transdev) stehen dir zwölf Fahrradstellplätze pro Triebwagen zur Verfügung. Der Einstiegsbereich ist von außen mit einem Fahrradsymbol gekennzeichnet. Bitte sicher dein Fahrrad in dem dafür vorgesehenen Bereich eigenständig und nimm die vorhandene Gepäcktaschen ab. Hier solltest du beachten, dass Kinderwagen und Rollstühle Vorrang haben.

Die metronom Züge verfügen über spezielle Fahrradwagen, die durch ein Fahrradsymbol gekennzeichnet sind. Bitte nutze ausschließlich diese Wagen, um dein Fahrrad mit abgenommenem Gepäck an den vorgesehenen Haltesystemen sicher abzustellen. Die Mitnahme ist nur möglich, solange ausreichend Platz vorhanden ist.

Auch der enno hat in seinem geräumigen Mehrzweckbereich genug Platz für Fahrräder, Kinderwagen oder großes Gepäck. Und für E-Bikes gibt es eine kostenlose Ladestation in jedem Zug. Bitte steig mit deinem Rad nur in die mit dem Fahrradsymbol gekennzeichneten Wagen des enno ein.

Die Züge von erixx besitzen einen Mehrzweckbereich, der Platz für mehrere Fahrräder bietet. Insgesamt können so bis zu zwölf Fahrräder transportiert werden. Die Räder müssen für den Transport mit Gurten gesichert werden, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten.

Die Züge der WestfalenBahn verfügen über geräumige Mehrzweckabteile für Fahrräder. Der Einstiegsbereich für Fahrräder ist von außen mit einem Fahrradsymbol gekennzeichnet. Im Zug können Reisende ihr Fahrrad auf der markierten Fläche abstellen. In den Doppelstockzügen, die zwischen Braunschweig und Rheine beziehungsweise Bielefeld fahren, stehen bis zu 15 Fahrradstellplätze bereit. Tandems und zusammengeklappte Fahrradanhänger werden ebenfalls transportiert, sofern der Platz nicht für klassische Fahrräder benötigt wird.

Die Heide und das Weserbergland sind bekannt für ihre wunderschönen Radwanderwege und damit ein beliebtes Freizeitziel in Niedersachsen. Und da auch Pendler*innen immer häufiger das Fahrrad nutzen, ermöglicht dir start Niedersachsen Mitte, dein Fahrrad oder E-Bike einfach mit in den Zug zu nehmen.

Aber vorab aller Planungen: Die Mitnahme deines Fahrrads hängt davon ab, wie voll es bereits im Zug ist. Gerne nimmt start Niedersachsen Mitte so viele Radler*innen wie möglich mit. Wenn es eng werden sollte, leidet jedoch die Sicherheit.

Wenn der Platz aber gewährleistet ist, kannst du dein Fahrrad gerne im Mehrzweckbereich abbestellen. Hier stehen 8 Fahrradstellplätze zur Verfügung. start Niedersachsen Mitte bittet dich aber, das Gepäck abzunehmen und, wenn möglich, das Fahrrad mit einem Fahrradgurt während der Fahrt zu sichern.

Bitte beachte zudem, dass Rollstuhlfahrer*innen sowie Kinderwagen und mobilitätseingeschränkte Personen Vorrang, sowohl beim Einsteigen als auch bei der Platzwahl, haben. Die Fahrradmitnahme ist deswegen nur im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten möglich.

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