Der Altmühltal-Radweg zählt zu den beliebtesten Radwegen Deutschlands - und dies zu Recht: Auf 166 Kilometern folgen Sie der gemächlich dahinfließenden Altmühl von Gunzenhausen bis Kelheim durch den Naturpark Altmühltal und entdecken an einem Stück die faszinierende Schönheit der Altmühlregion.
Der Altmühltal-Radweg verläuft auf 250 km und in 6 Hauptetappen von Rothenburg ob der Tauber bis nach Kelheim.
Bizarre Felsen, Wacholderfelder, liebliche Wiesen und Auen: Das Altmühltal beglückt seine Besucher mit einer reizvollen Urlaubslandschaft mitten in Bayern. Eine Fahrradreise auf dem Altmühl-Radweg bietet eine ganz besondere Perspektive auf diese reizvolle Landschaft.
Streckenverlauf und Etappen
Die Altmühl, die bei Kelheim in die Donau mündet, entspringt im Nordosten der verwinkelten Kleinstadt Rothenburg ob der Tauber. Von Rothenburg an der Tauber kannst du die Strecke bis zur Altmühl-Quelle beim Hornauer Weiher hochradeln. Nach dem steilen Anstieg geht der Radweg angenehm eben weiter.
Von Ansbach geht es weiter bis zum malerischen Altmühlsee bei Gunzenhausen, wo du eine Badepause einlegen kannst. Das weite Altmühltal verengt sich nach Treuchtlingen. Vorbei an Jurafelsen fährst du z.B an der beeindruckenden Felsformation der "zwölf Apostel" vorbei.
Nach Eichstätt fährst du durch Wacholderheiden, vorbei an der Burg Kipfenberg zunächst nach Beilngries, das sich für eine Pause anbietet. Auf deiner letzten Etappe fährst du kurz nach Riedenburg unter anderem an der Burg Prunn vorbei, die auf einem Felsen im bewaldeten Hang errichtet ist.
Highlights entlang der Strecke
Gleich zu Beginn der Tour wartet das erste Highlight: der mittelalterliche Stadtkern von Rothenburg ob der Tauber, der auch Magnet für viele internationale Besucher ist. Rothenburg verfügt über eine noch intakte Stadtmauer und ist exemplarisch für eine typische mittelalterliche Stadt, die während ihrer Blütezeit im 13. Jahrhundert ihre Grenzen erweitern musste.
Nach den kleinen Anstiegen auf der Strecke inmitten der lieblichen Wiesen, bietet der Altmühlsee eine willkommene Erfrischung. Die beliebte Urlaubsregion beherbergt ein großes Vogelschutzgebiet, inmitten des Ferienparadieses. Die „Vogelinsel“ ist eine beliebte Raststätte für Zugvögel, über die man sich auf dem Aussichtsturm und auf einem Lehrpfad informieren kann.
Ab Treuchtlingen wird das Tal der Altmühl langsam enger und man sieht, wie sich das Wasser, wahrscheinlich jahrhundertelang, den Weg durch die Felsen gebahnt hat. Die „Zwölf Apostel“ heißt eine Felsformation zwischen Solnhofen und Esslingen.
Die ehemalige Bischofsstadt Eichstätt erwartet die Besucher mit einer netten Mischung aus barocker Geschichte und moderner Universitätsstadt. Entlang des Kanals führt die letzte Etappe Richtung Regensburg.
Zum Gedenken an die siegreichen Schlachten im Befreiungskrieg gegen Napoleon zwischen 1813 und 1815, hat König Ludwig I. die sogenannte Befreiungshalle in Kelheim errichten lassen. Weiter führt uns der Weg entlang der Donau zum Kloster Weltenburg, das sich an der südlichen Uferseite am sehenswerten Donaudurchbruch befindet.
Regensburg ist schon für sich eine Reise wert. Wer über die Steinerne Brücke die Stadt betritt, kann die vielen Türme der charmanten Donaustadt schon erahnen. 2006 wurde die Hauptstadt des Bezirks Oberpfalz zum Teil des UNESCO-Weltkulturerbes erklärt.
Beschilderung und Wegbeschaffenheit
Der Altmühl-Radweg ist durchgehend beschildert. Im oberen Teil bis Gunzenhausen wird er als Altmühlweg bezeichnet, das Logo ist aber einheitlich. Meist ist der nächste Ort auf dem Schild mit angegeben. Generell ist die Beschilderung gut bis sehr gut, so dass weitgehend ohne Karte gefahren werden kann.
Mit nur einer nennenswerten Steigung (Frankenhöhe) führt der Altmühl-Radweg über befestigten Wirtschaftswege, separate Radwege, oder kleine, verkehrsarme Nebenstraßen. Die Wege sind asphaltiert oder fein geschottert und meist gut zu befahren.
Der Altmühl-Radweg ist mit einem grün-gelben Logo gekennzeichnet. Das quadratische Zeichen zeigt einen stilisierten Fahrradfahrer an einem Fluss sowie eine Muschel, welche auf die geschichtlichen und archäologischen Besonderheiten der Region hinweisen soll.
Praktische Informationen
Der Altmühltal-Radweg führt dich durch eine Naturlandschaft in Bayern, die vom Massentourismus verschont geblieben ist. Viele der Orte, die du auf dem Altmühltal-Radweg passierst, haben sich einen mittelalterlichen Charme bewahrt. Auf deiner Reise fährst du außerdem an zahlreichen Burgen, Ruinen und Schlössern vorbei, die typisch für Bayern sind.
Die beste Reisezeit für den Altmühltal-Radweg ist von April bis Oktober. Solange die Wege frei und die Temperaturen nicht zu kalt sind, ist der Altmühltal-Radweg immer ein Genuss. Der Altmühl-Radweg weist eine geringe Fließgeschwindigkeit auf, weshalb Sie auf Ihrer Radtour an der Altmühl von zahlreichen Flussbädern zu einer Abkühlung eingeladen werden. Vor allem zwischen Gunzenhausen und Kelheim ist die Radstrecke daher für Familien und Anfänger hervorragend geeignet.
- Radhelmpflicht: Es besteht keine Radhelmpflicht.
- Hunde: Grundsätzlich ja, informiere dich vorab in deiner gewählten Unterkunft, ob Hunde dort gestattet sind.
- Gepäcktransport: Für längere Touren empfiehlt sich ein Gepäcktransport. Kürzere Etappen kannst du problemlos mit einem Tagesrucksack fahren.
Aktuelle Hinweise
Einschränkungen im Bahnverkehr: Aufgrund von Bauarbeiten gibt es am Bahnhof Saal (Donau) Schienenersatzverkehr in folgenden Zeiträumen: 4. bis 31.07. und 29.08. bis 2.09.2025. Die eingesetzten Busse befördern keine Fahrräder. Alternativ können Sie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen den Freizeitbus nutzen. Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind in Regensburg (von Kelheim weiter entlang auf dem Donau-Radweg) und in Münchsmünster (auf dem Donau-Radweg in Richtung Ingolstadt).
Altmühltal-Radweg Umleitung: Vom 21. Juli bis 14. August 2025 ist der Abschnitt des Altmühltal-Radwegs in Kipfenberg zwischen Regelmannsbrunn und Böhming aufgrund Sanierungsarbeiten gesperrt.
Hinweis: Der Radweg ist relativ stark frequentiert, auch von größeren Gruppen, was ein zügiges Vorankommen gelegentlich bis häufig einschränken kann. An etlichen Stellen wird die Ausbesserung von Winterschäden jedoch lediglich durch Schotteraufschüttung vorgenommen, hier fährt es sich meist schwerer, da der Untergrund durch den tiefen Schotter weich ist.
Zusammenfassung der wichtigsten Informationen
| Kriterium | Information |
|---|---|
| Länge | 166 km (Gunzenhausen bis Kelheim), 250 km (Rothenburg ob der Tauber bis Kelheim) |
| Beschilderung | Durchgehend beschildert |
| Wegbeschaffenheit | Befestigte Wirtschaftswege, separate Radwege, verkehrsarme Nebenstraßen, asphaltiert oder fein geschottert |
| Eignung | Familien, Anfänger |
| Beste Reisezeit | April bis Oktober |
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