Der private Motorradtransport erfreut sich wachsender Beliebtheit. Anstatt die Fahrt ins Kurvenrevier auf der Autobahn abspulen zu müssen, kann man das Motorrad komfortabel transportieren. Es gibt bestechend einfache Lösungen für den privaten Motorradtransport.
Welchen Anhängertyp wählen?
Bei der Wahl des richtigen Anhängers spielen Gewicht und Breite der Motorräder eine entscheidende Rolle. Beide Bikes (BMW S1000 + Harley VROD) zusammen sind schonmal etwa 1.50m breit. Vom Gewicht her liegen sie um die 500Kg. Lieber einen mit 1000Kg, oder reicht ein 750Kg Anhänger (bei 500Kg Zuladung sollte das passen)? Gibt sich das etwas im Sinne der Fahrstabilität?
Gebremst oder ungebremst?
Eine Auflaufbremse halte ich bei max. 2 Moppeds und bis eben zur erlaubten Gesamtmasse von 750 kg (so das ausreicht) für entbehrlich, Auflaufbremse hat auch Nachteile im Betrieb (rangieren rückwärts bergauf) und Wartungsaufwand sowie deutlich bei den Anschaffungskosten. Ich persönlich würde einen mit Bremse nehmen, dann kann der Anhänger nicht wegrollen gerade wenn man mit Hand den geladenen Hänger rangieren muss. Sorry, aber einen mit zwei Motorrädern beladenen Anhänger rangieren wohl die wenigsten hier mit der Hand.
Mieten oder Kaufen?
Mieten ist keine Option? Mir würde so ein Ding viel zu viel Platz wegnehmen, dafür, dass ich ihn vielleicht zweimal im Jahr benutze. Vorteil bei einem eigenen Hänger, er ist halt: immer und sofort verfügbar. Die laufenden Kosten halten sich auch in Grenzen. TüV, Versicherung, Steuer sind auch nicht die Rede wert.
Kostenvergleich: Mieten vs. Kaufen
Bei der Anschaffung eines Anhängers für den Motorradtransport müssen folgende Kosten einkalkuliert werden: Preis des Anhängers selbst (750 Kilogramm für zwei Bikes ab ca. 750 Euro), Zulassung (26 Euro) und Versicherung (rund 55 Euro im Jahr). Ein vergleichbarer Leihanhänger kann pro Woche für durchschnittlich 120 Euro angemietet werden. Bis allein die Anschaffungskosten erreicht sind, wären also schon sieben Wochen Miete drin.
Hier eine Tabelle, die die Kosten für Kauf und Miete vergleicht:
| Kostenfaktor | Kauf | Miete (pro Woche) |
|---|---|---|
| Anschaffungspreis | Ab 750 € | - |
| Zulassung | 26 € | - |
| Versicherung (jährlich) | 55 € | Inklusive |
| TÜV/Wartung | Regelmäßig | Inklusive |
| Mietpreis | - | Ca. 120 € |
Das Beladen des Anhängers
Klar gibts schöne Rampen, aber da bin ich schon ein wenig ängstlich, bin nur ca. 1.70m groß und bei knapp 70Kg kein echtes Muskelpaket. Zum Aufladen ist er absenkbar was mit zunehmendem Alter ganz angenehm ist. Um das Bike zur Rennstrecke oder zum Urlaubsort zu transportieren, werden in der Praxis wohl am häufigsten Anhänger verwendet.
Zum einfacheren Beladen benutze ich immer einen Klapphocker, so kann ich bequem neben den Bikes herlaufen. Eine Auffahrrampe sollte ebenfalls zur Ausstattung jedes Motorradanhängers gehören, wenn er nicht über eine Absenk- oder Kippfunktion verfügt, mit der die Ladefläche bis auf den Boden heruntergelassen werden kann. Bei Absenkanhängern nicht: Die Ladefläche wird auf den Boden abgelassen, das Bike barrierefrei aufgeschoben.
Wichtige Aspekte für die Sicherheit
- Zurrtechnik: Auf eine korrekte Verzurrung achten.
- Gurte: Gurte und Fixierpunkte müssen ausreichend stark sein.
- Zuladungslimit: Das zulässige Gesamtgewicht darf nicht überschritten werden.
Verschiedene Arten von Motorradanhängern
Besonders für Biker bietet der Markt eine breite Auswahl an Spezialanhängern. Sie sind üblicherweise mit Schienen ausgestattet, die die Position des Bikes vorgeben.
Standardanhänger
Motorradanhänger verfügen meist über Schienen und Vorderradhalterungen, die das Verladen und Sichern der Fracht erleichtern. Zwei Bikes passen problemlos auf die gängigen Modelle.
Absenkanhänger
Bei Absenkanhängern wird die Ladefläche auf den Boden abgelassen, was das Aufschieben des Bikes erleichtert.
Faltanhänger
Spezielle Anhänger wie der Cochet Uno von Eiler sind nicht nur absenkbar, sondern zusätzlich auch faltbar. Zusammengeklappt nimmt das Eiler-Modell (2549 Euro) nur 1,2 Quadratmeter (1,85 mal 0,64 Meter) ein. Das Problem eines Anhängerstellplatzes ist damit in den meisten Fällen gelöst.
Quertransporter
Ein Modell, auf das ein Zweirad quer aufgeladen wird - wie auf einen Heckträger -, macht’s leichter, denn es ist besonders kurz. Beim Sawiko Wheely (mit Rüstsatz ab 2254 Euro) steht das Bike direkt auf der Achse.
Marktübersicht Motorradanhänger
Es gibt zahlreiche Hersteller von Motorradanhängern, die unterschiedliche Modelle und Ausstattungen anbieten. Hier eine kleine Auswahl:
- Airtrailer: Plattform aus geriffelter Aluplatte, die komplett abgesenkt werden kann.
- Barthau Anhängerbau: Umfangreiche Serienausstattung, Rahmen und Fahrgestell feuerverzinkt.
- Böckmann Fahrzeugwerke: Motorradanhänger der slowenischen Marke TPV.
- Boxer-Design: Zerlegbarer Zweiradanhänger.
- Brenderup: Klassisches Modell mit zwei Standschienen.
- Hermann Harbeck Fahrzeugbau: Plattformtrailer mit optionalen Alu-Bordwänden.
- Heku-Fahrzeugbau: Kippanhänger, der sich über eine Gasdruckfeder absenkt.
- Humbaur: Breites Sortiment vom Schienen-Anhänger bis zum Koffermodell.
- Koch Anhängerwerke: Absenkbare Anhänger mit flachem Auffahrwinkel.
- Ostmann Fahrzeugbau: Individuelle Anhängerfertigung nach Kundenwunsch.
- Pongratz Trailer-Group: Absenkbarer Trailer mit Seilwinde.
- SMV AG: Trailerlösung für Wohnmobilisten, bei der das Zweirad quer zur Fahrtrichtung steht.
- Stema Metalleichtbau: Breites Programm, von einfachen Trailern bis zu Absenkanhängern.
- Unsinn Fahrzeugtechnik: Motorradanhänger mit Kippfunktion oder komplett absenkbar.
- Wörmann: Anhänger für jeden Geldbeutel, von einfachen Trailern bis zu Modellen mit Absenkfunktion.
- Wolf Anhänger-Großmarkt: Zerlegbarer Trailer „Follow me“.
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