Der private Motorradtransport erfreut sich wachsender Beliebtheit. Warum die Abfahrt im Kurvenrevier stumpf mit dem Bike auf der Autobahn runterspulen, wenn es auch komfortabler geht? Unsere Marktübersicht zeigt, dass es mittlerweile bestechend einfache Lösungen für den privaten Motorradtransport gibt, so wie die im Folgenden gezeigten Motorradanhänger.
Marktübersicht Motorradanhänger
Rauf mit dem Bike auf den Anhänger und erst dort fahren, wo die Kurven am schönsten sind. Wir stellen hier eine Auswahl von Herstellern von Motorradanhängern vor:
- Airtrailer: Die Plattform aus durchgehend geriffelter Aluplatte lässt sich zum Be- und Entladen komplett absenken.
- Barthau Anhängerbau: Umfangreiche Serienausstattung mit geprägter Lochung von Auffahr- und Standschiene sowie verstellbarer Radwippe.
- Böckmann Fahrzeugwerke: Spezialist für Pferdeanhänger, vertreibt Motorradanhänger der slowenischen Marke TPV.
- Boxer-Design: Zerlegbarer Zweiradanhänger mit kleinem Packmaß, kippbar und mit integrierter Vorderradwippe.
- Brenderup: Klassisches Modell mit zwei Standschienen plus Bügel und vier Verzurrösen.
- Hermann Harbeck Fahrzeugbau: Plattformtrailer, der sich dank zahlreicher Extras für mehr als den reinen Zweiradtransport nutzen lässt.
- Heku-Fahrzeugbau: Kippanhänger, bei dem sich der Rahmen über eine Gasdruckfeder absenkt.
- Humbaur: Breites Sortiment vom simplen Schienen-Anhänger bis hin zum wettergeschützen Koffermodell.
- Koch Anhängerwerke: Sowohl klassische Plattform-Trailer als auch absenkbaren Anhänger.
- Ostmann Fahrzeugbau: Fertigt Anhänger individuell nach den jeweiligen Kundenwünschen an.
- Pongratz Trailer-Group: Absenkbarer Trailer PLL mit Seilwinde zum Absenken und Anheben der Plattform.
- SMV AG: Trailerlösung für Wohnmobilisten, bei der das Zweirad quer zur Fahrtrichtung steht.
- Stema Metalleichtbau: Breites Programm von einfachen Trailern mit Standschienen bis zu Absenkanhängern.
- Unsinn Fahrzeugtechnik: Motorradanhänger der AS-Baureihe mit Kippfunktion oder komplett absenkbar.
- Wörmann: Anhänger für jeden Geldbeutel, von einfachen Trailern mit Standschiene bis zu Modellen mit Absenk- oder Kippfunktion.
- Wolf Anhänger-Großmarkt: Vertreibt diverse Motorradanhänger und fertigt den zerlegbaren Trailer „Follow me“.
Das sagen die Anhängerprofis
Gabriele und Jean Eiler (Inhaber eines Fachgeschäfts für Fahrzeuganhänger und Baumaschinen) aus Vaihingen/Enz beantworten Fragen rund um den Motorradanhänger:
Anhänger kaufen oder mieten?
Gabriele & Jean Eiler: Im Prinzip stellt sich eher die Frage, was mit dem Anhänger passiert, wenn er nicht genutzt wird. Gerade in Großstädten hat man keine geeignete Unterstellmöglichkeit. Überhaupt halten sich die Mietkosten im Rahmen. Für eine 14-tägige Urlaubstour müssen maximal 200 Euro kalkuliert werden, die bei Gruppentouren auch noch unter den Mitfahrern aufgeteilt werden können. Für diese Gelegenheitsfahrer ist die Miete die eindeutig bessere Wahl.
Wem würden Sie den klassischen Motorradanhänger mit Schienen empfehlen?
Gabriele & Jean Eiler: Die Schienenlösung ist ein reiner Motorradanhänger - nicht mehr und nicht weniger. Deshalb eine gute Lösung für alle, die häufig und mit stets gleicher Beladung zu Rennstrecken oder Crosspisten unterwegs sind. Bei der Auswahl kann der Hänger genau auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden. Was die Kosten im Rahmen hält: Mit guter Ausstattung ist solch ein Trailer bereits für weniger als 1000 Euro zu bekommen. Allerdings kann er kaum für andere Einsatzzwecke genutzt werden.
Und was sollte sich der Gelegenheitstransporteur hinters Auto hängen?
Gabriele & Jean Eiler: Dem würden wir einen multifunktionalen Anhänger mit praktischer Kippfunktion empfehlen. Zum einen kann er damit auch seinen Grünschnitt wegbringen oder Brennholz holen. Zum anderen erhöht die geschlossene Plattform die Sicherheit bei der Motorradverladung. Mit Vorderradwippen, Standschienen oder Antirutschmatte, richtig gesetzten Verzurrpunkten und 100-km/h-Zulassung kostet ein Trailer, auf den zwei ausgewachsene Bikes passen, zwischen 2000 und 2500 Euro. Das klingt zunächst nach viel. Relativiert sich aber, wenn man die Nutzungsdauer berücksichtigt. Denn ein solcher Anhänger ist meist eine Anschaffung fürs Leben.
Was sind typische Fehler der Hobby-Spediteure?
Gabriele & Jean Eiler: Dass falsch verzurrt wird, Gurte oder Fixierpunkte zu schwach ausgelegt sind und das Zuladungslimit nicht beachtet wird. Im Idealfall bringt der Kunde sein Bike zum Anhängerkauf bzw. der Anmietung mit. So kann man gemeinsam besprechen, wie das Motorrad optimal verladen und sicher transportiert wird.
Welche Möglichkeiten gibt es, ein Motorrad zu transportieren?
Je nach Motorrad, Fahrzeugtyp und Transportbedarf kommen unterschiedliche Lösungen für den Transport infrage:
- Anhänger: Ideal für große oder schwere sowie mehrere Maschinen und längere Strecken.
- Trägersysteme: Praktisch für Roller oder leichte Motorräder - besonders bei geringem Platzbedarf.
- Transport im Transporter/Kastenwagen: Kommt vor allem bei vorhandener Ladefläche infrage. Der Aufwand für die Ladungssicherung ist hier besonders hoch, da oft keine speziell vorgesehenen Haltepunkte oder Führungen vorhanden sind.
Auch Lagerplatz, Wetterschutz und Nutzungsfrequenz spielen eine Rolle bei der Wahl der passenden Transportlösung.
Verschiedene Arten von Motorradanhängern
Die Entscheidung für ein passendes Modell ist nicht immer einfach. Einer der wichtigsten Punkte beim Kauf eines Anhängers ist dessen Größe und sein Gewicht. Dabei gilt es, zunächst die gesetzlichen Vorschriften zu beachten.
Offene Motorradanhänger
Ein offener Motorradanhänger ist die einfachste und preisgünstigste Lösung. Der Aufbau besteht meist nur aus einer Ladefläche mit Schiene(n) und einer Auffahrrampe. Offene Anhänger sind leicht, gut zu handhaben und ideal für den gelegentlichen Transport bei trockenem Wetter. Sie bieten für die Bikes jedoch keinen Schutz vor Schmutz, Regen oder Diebstahl.
Klappbare oder kompakte Motorradanhänger
Klappbare Motorradanhänger lassen sich nach dem Gebrauch platzsparend zusammenfalten oder demontieren. Sie sind also besonders für Nutzer:innen mit begrenztem Stauraum in Garage oder Carport geeignet. Der Aufbau ist meist leicht und für ein einzelnes, eher leichtes Motorrad ausgelegt.
Absenkbare Motorradanhänger
Absenkbare Varianten verfügen über eine Plattform, die sich mechanisch oder elektrisch absenken lässt. Das erleichtert das Be- und Entladen, insbesondere bei schweren Motorrädern oder bei fehlender Auffahrrampe. Sie sind meist teurer und schwerer als Standardmodelle, bieten dafür aber einen höheren Komfort.
Querstehende Motorradanhänger
Bei diesen Modellen wird das Motorrad quer zur Fahrtrichtung verladen. Das spart erheblich Platz in der Länge und eignet sich besonders für enge Stellplätze, Garagen oder den Transport hinter kompakten Zugfahrzeugen. Wichtig ist hier eine stabile Fixierung an beiden Radachsen sowie geeignete Quertraversen zur Ladungssicherung.
Geschlossene Motorradanhänger
Geschlossene Motorradanhänger schützen das Motorrad vor Diebstahl, Witterung und Schmutz. Der Aufbau besteht aus festen Seitenwänden, Dach und verschließbaren Türen. Geschlossene Anhänger empfehlen sich für wertvolle Fahrzeuge, lange Transportstrecken oder den ganzjährigen Einsatz.
Wichtige Zubehörteile für den Motorradtransport
Unabhängig von der Transportlösung ist geeignetes Zubehör entscheidend für einen sicheren und stabilen Transport eines Motorrads. Die wichtigsten Produkte im Überblick:
- Spann- und Zurrgurte: Für die Fixierung des Motorrads an mehreren Punkten. Ratschen- oder Klemmgurte mit hoher Zugfestigkeit sind Pflicht.
- Vorderradwippe oder Radhalter: Stabilisiert das Motorrad beim Verzurren und verhindert das Kippen.
- Auffahrrampe: Besonders bei höheren Anhängern notwendig. Klapp- oder steckbare Rampen mit rutschfester Oberfläche erleichtern das Be- und Entladen.
- Radstopper oder Keile: Fixieren die Reifen zusätzlich und erhöhen die Standfestigkeit - besonders bei absenkbaren Anhängern oder Trägern.
- Antirutschmatten: Unter dem Motorrad platziert, verhindern sie das Verrutschen der Räder während der Fahrt.
- Schloss oder Diebstahlsicherung: Für Träger, Gurte oder direkt am Motorrad - besonders bei Pausen und Übernachtungen wichtig.
- Regenhauben oder Transportabdeckungen: Schützen das Motorrad bei längeren Fahrten vor Schmutz, Nässe und Wind - besonders sinnvoll bei offenen Anhängern.
Alternative zum Anhänger: Motorradträger für Pkw und Wohnmobile
Motorradträger sind eine platzsparende Alternative zum Anhänger und besonders für leichtere Zweiräder geeignet. Sie lassen sich unterteilen in verschiedene Bauformen mit jeweils spezifischen Vorteilen:
Kupplungsträger
Dieser Motorradträger wird direkt an der Anhängerkupplung montiert. Er eignet sich für Roller und leichte Motorräder. Kupplungsträger sind oft faltbar oder abnehmbar und lassen sich bei Nichtgebrauch leicht verstauen. Wichtig ist, dass die zulässige Stützlast des Fahrzeugs nicht überschritten wird.
Absenkbare Trägersysteme
Einige Modelle lassen sich hydraulisch oder mechanisch absenken, um das Beladen zu erleichtern. Diese Variante bietet mehr Komfort beim Handling schwererer Zweiräder, benötigt aber stabilere Trägerpunkte.
Motorradträger für Wohnmobile
Heckträger für Wohnmobile werden fest mit dem Aufbau verschraubt. Sie sind für höhere Lasten ausgelegt und teilweise schwenk- oder absenkbar, um den Zugang zum Fahrzeugheck zu ermöglichen. Die Tragkraft liegt oft bei über 100 kg, wodurch auch größere Roller oder leichte Motorräder transportiert werden können.
Vorschriften und Fahrerlaubnis für Motorradanhänger
Wer mit einem Anhänger unterwegs ist, muss gesetzliche Vorgaben beachten. Dazu gehören unter anderem die zulässige Gesamtmasse des Anhängers, die Anhängelast des Zugfahrzeugs sowie ggf. eine Tempo-100-Zulassung. In den meisten Fällen genügt der Führerschein der Klasse B. Entscheidend sind das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers sowie die erlaubte Anhängelast des Zugfahrzeugs. Bei schwereren Gespannen ist eine B96-Erweiterung oder sogar die Klasse BE erforderlich.
Welchen Führerschein brauchst du?
Die Antwort hängt vom Gesamtgewicht des Gespanns (Fahrzeug + beladener Anhänger) ab:
- Mit dem Führerschein B darfst du bis zu 750 kg ziehen.
- Überschreitet der Anhänger 750 kg, bleibt das Gesamtgewicht aber unter 3.500 kg → B96 erforderlich.
- Liegt das Gesamtgewicht über 3.500 kg → BE erforderlich.
Wie viel wiegt ein durchschnittlicher Motorradanhänger?
Offene Einachsanhänger wiegen leer meist zwischen 150 und 300 kg. Absenkbare oder geschlossene Modelle bringen durch zusätzliche Technik und Aufbau deutlich mehr Gewicht auf die Waage, teilweise über 500 kg.
Motorradanhänger oder Motorradträger - was ist besser?
Die Entscheidung hängt stark vom Einsatzprofil ab:
- Motorradanhänger bieten mehr Platz, Schutz und Flexibilität. Sie sind besser für größere Maschinen, längere Strecken oder mehrere Fahrzeuge geeignet.
- Motorradträger punkten durch kompakte Bauweise, geringes Gewicht und einfache Lagerung. Sie eignen sich für Roller oder leichte Motorräder im Freizeitbereich.
Anhänger richtig beladen
Damit man mit einem Anhänger am Haken sicher fährt, sollte er richtig beladen werden. Und das gilt nicht nur für große und schwere Anhänger wie zum Beispiel Wohnwagen, Bootstrailer oder Pferdeanhänger. Auch bei kleinen, leichten und ungebremsten Anhängern kann eine Überladung beziehungsweise falsche Beladung schlimme Folgen haben, wie Brems- und Ausweichtests des ADAC gezeigt haben. Im schlimmsten Fall gerät das Gespann ins unkontrollierbare Schleudern und stürzt um.
Tipps zum richtigen Beladen
- Schwere Lasten sollten unbedingt über der Achse des Anhängers transportiert werden, auf keinen Fall zu weit vorne oder hinten. Nur so erzielt man eine optimale Straßenlage und gewährleistet eine optimale Bremswirkung.
- Die im Fahrzeugschein eingetragene zulässige Stützlast und die des Anhängers sollten beim Beladen möglichst ausgeschöpft, keinesfalls aber überschritten werden.
- Lasten auf Anhängern sind so zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichbewegungen nicht verrutschen, umfallen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können.
- Grundsätzlich ist über das Gespann nach hinten hinausragende Ladung deutlich zu kennzeichnen.
Motorrad richtig auf dem Anhänger sichern
Um das Motorrad mit dem Anhänger sicher von A nach B zu bringen, bedarf es im Vorfeld einer sorgfältigen Sicherung der Maschine mit Hilfe von Spanngurten.
- Je nach Größe des Motorrads und wie oft Sie dieses transportieren, eignen sich unterschiedliche Anhänger. Zunächst ist natürlich auf die passende Anhängergröße zu achten. Als Faustregel gilt, der Anhänger sollte 20 bis 30 cm länger als das Motorrad sein.
- Die Spanngurte müssen einiges aushalten, um das Motorrad während der Fahrt zu sichern. Achten Sie bei der Auswahl immer auf die Zugfestigkeit (LC = Lashing Capacity). Für Motorräder bis 200 kg sind Gurte mit LC = 175 daN ausreichend. Für schwere Maschinen wird LC = 500 daN empfohlen. Außerdem sollten die Zurrgurte mit Ratschen ausgestattet sein, um die Verzurrung zu erleichtern.
- Um den Höhenunterschied zum Anhänger auszugleichen, benötigen Sie eine Auffahrrampe. Achten Sie dabei auf die Merkmale wie maximale Traglast sowie Breite und Länge der Auffahrschiene. Dabei gilt: Je breiter die Rampe ist, desto einfacher ist das Auffahren.
- Eine Motorradwippe bzw. ein Vorderradständer erleichtern das Verladen auf dem Anhänger, da sie das Vorderrad des Motorrads ohne weitere Hilfsmittel senkrecht halten. Wichtig ist, dass der Ständer möglichst weit vorne angebracht wird und die Breite zum Reifen des Motorrads passt. Eine andere Möglichkeit sind Standschienen.
- Eine Plane schützt das Motorrad während der Fahrt vor Wind, Wetter und Schmutz.
Anleitung zur korrekten Sicherung
- Befestigen Sie die Auffahrschiene und schieben Sie das Motorrad über die Rampe auf den Anhänger. Dazu können Sie das Motorrad vorsichtig im ersten Gang neben sich herschieben. Bei einem absenkbaren Anhänger entfällt die Rampe.
- Das Motorrad muss nun so aufgestellt werden, dass es im nächsten Schritt mit Spanngurten gesichert werden kann. Achten Sie darauf, dass das Vorderrad nach vorne stabil abgestützt ist. Dafür eignet sich ein Vorderradständer, der die Maschine sofort aufrecht hält.
- Jetzt kommt der wichtigste Arbeitsschritt - das Anbringen der vier Spanngurte. Zuerst einen Gurt von rechts und einen von links vorne um die Gabelbrücke legen und abwechselnd festziehen, damit sich das Motorrad aufrichtet. Danach werden hinten die zwei Zurrgurte angebracht. Falls der Seitenständer verwendet wurde, wird dieser nun wieder eingeklappt.
- Positionieren Sie die Zurrpunkte gleichmäßig auf der Ladefläche des Anhängers. Fixieren Sie die Zurrgurte an festen Motorradteilen.
- Achten Sie beim Transport auf eine vorsichtige Fahrweise, besonders in Kurven, und halten Sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit mit Anhänger ein. Überprüfen Sie regelmäßig die Spannung der Gurte, damit das Motorrad stabil auf dem Anhänger bleibt.
Checkliste für den Motorradtransport mit Anhänger
| Schritt | Was ist zu tun? | Abgehakt |
|---|---|---|
| 1. Vorbereitung | ☐ Passender Anhänger ausgewählt (Tieflader, Motorradanhänger, ggf. gebremst) ☐ Zurrpunkte & Zubehör vorbereitet ☐ Reifen & Luftdruck geprüft (Anhänger & Motorrad) | ☐ |
| 2. Motorrad verladen | ☐ Stabile Auffahrrampe verwendet ☐ Motorrad mittig & gerade aufgestellt ☐ Zweitperson hilft beim Führen/Halten ☐ Motorradständer ggf. eingesetzt | ☐ |
| 3. Motorrad verzurren | ☐ Vorderrad leicht eingefedert ☐ 2x Lenkerzurrgurte korrekt befestigt ☐ 2x Rahmen-/Hintergurte gespannt ☐ Kein Gurt an Kunststoffteilen befestigt ☐ Bremse gesichert (Bremsband/Kabelbinder) | ☐ |
| 4. Letzter Sicherheitscheck | ☐ Alle Gurte straff & wackelfrei ☐ Gurtenden sicher verstaut ☐ Motorrad kippsicher & mittig ☐ Zurrpunkte kontrolliert | ☐ |
Welcher Motorradanhänger für mein Motorrad / unsere Motorräder?
Neben der Frage nach dem Reisekomfort spielt auch die Größe und Gewichtsklasse des Anhängers eine wichtige Rolle. Hier einige Standardwerte ohne Sonderausstattung oder Sonderanfertigungen:
- Roller: ca. 2 m Länge, 150-200 kg Eigengewicht, Lenkerbreite 60-80 cm
- Normales Motorrad: ca. 2,2 m Länge, 230-280 kg Eigengewicht, Lenkerbreite ca. 80 cm
- BMW GS: ca. 2,4 m Länge, 250-280 kg Eigengewicht, Lenkerbreite ca. 110 cm
- Harley´s: ca. 2,5 m Länge, 280-400 kg Eigengewicht, Lenkerbreite 100-150 cm
- Goldwing: ca. 2,6 m Länge, 350-420 kg Eigengewicht, Lenkerbreite 100-120 cm
Pauschal für Standardmotorräder lässt sich festhalten, dass Sie mit einer Anhängerlänge von 2,5 m in den meisten Fällen hinkommen. Bei einem Motorrad reicht die Breite von 1,2 m. Bei zwei Motorrädern reicht in der Regel die Breite von 1,5 m.
Mit dem Motorrad auf dem Anhänger durch Europa
Mit einem Motorrad auf einem Anhänger durch Europa zu reisen, klingt verlockend. Landschaften, Abenteuer - aber auch Papierkram, Vorschriften und Details, die das Erlebnis in eine rechtliche und mechanische Odyssee verwandeln können.
Erforderliche Dokumente
Wer mit einem Anhänger durch Europa reisen möchte, sollte folgende Unterlagen mitführen:
- Zulassungsbescheinigung für den Anhänger (wenn im Herkunftsland als eigenständiges Fahrzeug erforderlich).
- Technisches Datenblatt oder europäisches Konformitätszertifikat.
- Versicherungspolice (in einigen Ländern deckt die Autoversicherung den Anhänger ab, in anderen nicht).
- Führerschein, der für die Masse des Gespanns geeignet ist.
Weitere zu beachtende Vorschriften
- Zusätzliche Rückspiegel sind Pflicht, wenn der Anhänger breiter als das Zugfahrzeug ist.
- Eigenes Kennzeichen für den Anhänger: In manchen Ländern (z. B. mit rotem Hintergrund) erforderlich, in anderen kann es dem des Zugfahrzeugs entsprechen.
- Gut sichtbare Kennzeichnung von Überständen (Reflektoren, zusätzliche Beleuchtung).
- Temporäre Fahrverbote an Feiertagen oder Wochenenden (Deutschland, Österreich, Italien).
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