Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel boomt - sowohl als E-Bike als auch als klassisches Velo mit menschlichem Antrieb. Dann muss ein Fahrradträger her. Es gibt sie für die Anhängerkupplung, für die Heckklappe und fürs Dach. In diesem Testbericht konzentrieren wir uns auf Fahrradträger für die Anhängerkupplung, denn sie erfreuen sich großer Beliebtheit und sind unserer Meinung nach die beste Lösung.
Fahrradträger für die Anhängerkupplung lassen sich sehr einfach montieren und auch das Beladen mit den Rädern funktioniert problemlos. Denn die Velos müssen lediglich wenige Zentimeter angehoben werden, die Montage gelingt somit ohne großen Kraftaufwand. Viele Fahrradträger, die sich abklappen lassen, bieten zudem freien Zugang zum Kofferraum.
Es gibt im Wesentlichen drei unterschiedliche Fahrradträger-Typen: Fahrradträger für die Heckklappe und fürs Dach haben allerdings ihre Tücken, weshalb wir uns in diesem Test auf Modelle für die Anhängerkupplung beschränken.
Die verschiedenen Typen von Fahrradträgern
Dachgepäckträger benötigen zwar keine Anhängerkupplung, jedoch eine Dachreling und die entsprechenden Querstreben. Diese Modelle sind zum Teil sehr preiswert erhältlich. Die Gefahr, dass man beim Montieren des Rads dem Auto einen Lackschaden zufügt, ist jedoch groß. Schließlich muss das Rad auf das Dach gewuchtet werden. Bei Rädern, die mehr als 20 Kilogramm wiegen, ist das kein Vergnügen. Und gerade bei Vans, SUVs oder Geländewagen, die auch schon mal 1,70 oder 1,80 Meter hoch sind, kann es blitzschnell passieren, dass man mit dem Bike gegen das Auto knallt.
Fahrradträger für die Heckklappe sind ebenfalls schon für unter 100 Euro zu haben. Wir raten von diesen Modellen jedoch ab. Heckklappenträger werden in die Fuge zwischen Karosserie und Kofferraumklappe eingehakt und mit Spanngurten fixiert. Heckklappen-Fahrradträger sind teilweise recht labil. Ein anderes Problem ist, dass sich die Spanngurte unterwegs lockern können. Eine regelmäßige Kontrolle ist deshalb wichtig. Zudem wird der Zugang zum Kofferraum durch an der Heckklappe angebrachte Fahrräder enorm erschwert oder ist gar unmöglich.
Wichtige Aspekte beim Kauf eines Fahrradträgers für die Anhängerkupplung
Wer sich einen Fahrradträger für die Anhängerkupplung zulegen will, muss vorher die maximale Stützlast der Anhängerkupplung kontrollieren. Diese findet man im Fahrzeugschein unter Ziffer 13. Möchten Sie zwei E-Bikes transportieren und die Stützlast wie in unserem Beispiel bei maximal 75 Kilo liegt, sollten Sie eine möglichst leichte Halterung nehmen. Das Überschreiten der maximalen Stützlast ist nicht nur gefährlich und hat negative Auswirkungen auf das Fahrverhalten des Autos.
Checken Sie zudem den Abstand der Radschienen. Fällt dieser zu gering aus, können die Gabeln der Räder aneinander scheuern. Mindestens 190 Millimeter sollten es sein. Kontrollieren Sie außerdem die Breite der Führungsschienen. Speziell, wenn Sie Mountainbikes besitzen, kann es bei Standard-Schienen zu eng werden und die Reifen passen nicht hinein.
Bei Fahrrädern am Heck oder auf der Anhängerkupplung darf das Nummernschild nicht verdeckt werden. Andernfalls müssen Sie ein drittes Schild am Fahrradträger montieren. Laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) darf zusätzliche Ladung nicht weiter als 40 Zentimeter über den Rand der Rückleuchten hinausragen. Sind die Fahrräder zu breit, so müssen Sie Ihren Fahrradträger mit Zusatzleuchten ausstatten.
Achten Sie darauf, mit welcher Steckverbindung Ihre Anhängerkupplung für die Stromversorgung ausgestattet ist (7 oder 13 Pole). Für wenig Geld sind passende Adapter erhältlich. Bevor Sie losfahren, sollten leicht zu verlierende Teile, wie die Luftpumpe, vom Rad entfernt werden. Die Akkus von E-Bikes haben zusätzliches Gewicht und gehören idealerweise ins Auto. Kontrollieren Sie bei einem Heckträger die Beleuchtung und ob das Kfz-Kennzeichen gut zu erkennen ist. Nach 50 Kilometern sollte man noch einmal checken, ob sich Schrauben oder Spanngurte gelockert haben.
Achtung, das Fahrverhalten des Autos mit einem oder mehreren Fahrrädern an Bord kann deutlich anders sein, speziell dann, wenn Sie die Räder am Heck befestigt haben. Fahren Sie deshalb nicht schneller als 130 Kilometer pro Stunde und seien Sie in Extremsituationen, wie einer abrupten Vollbremsung oder engen Kurven, darauf vorbereitet, dass Ihr Pkw unerwartet reagiert. Bedenken Sie außerdem, dass der Spritverbrauch mit einem Fahrradträger wegen der schlechteren Aerodynamik in die Höhe schnellt.
Getestete Modelle im Überblick
Wir haben insgesamt 19 Fahrradträger für die Anhängerkupplung getestet.
Thule EasyFold 3
Mit dem EasyFold 3 bringt Thule eine verbesserte Version seines Erfolgsmodells auf den Markt. Die Möglichkeit, den Träger flexibel zu erweitern, das überarbeitete Haltesystem und das praktische Zubehör machen ihn noch vielseitiger. Die gute Nachricht: Der EasyFold 3 ist nach dem Auspacken fast sofort einsatzbereit. Lediglich müssen die beiden Haltearme noch am U-Bügel befestigt werden, den man einstecken und festschrauben muss. Der EasyFold 3 wird einfach auf die Anhängerkupplung gesetzt. Jetzt drückt man nur noch den stabilen Spannhebel nach unten, fertig! Bei uns im Test benötigen wir zunächst zu viel Kraft, der Bügel lässt sich nicht umlegen. Über einen kleinen Regler lässt sich die Öffnung am Thule-Träger für den Kugelkopf der Anhängerkupplung vergrößern oder verkleinern. Für die Stromversorgung wird jetzt nur noch der 13-polige Stecker in die Steckdose der Anhängerkupplung gesteckt.
Der EasyFold 3 wiegt 18,2 Kilo und lässt sich über kürzere Strecken gerade noch so tragen. Leider verzichtet Thule auf Rollen, um den Fahrradträger auch mal zu schieben. In die Schienen passen Räder mit einer maximalen Reifenbreite von 3 Zoll - mit Thules Extra Long Wheel Straps lassen sich auch Reifen mit einer Breite von 5 Zoll einsetzen. Dank seiner Länge von 126 Zentimeter können große Mountainbikes problemlos verstaut werden. Die Reifen haben trotzdem noch genug Auflagefläche. Die Zuladung pro Schiene darf 30 Kilo nicht überschreiten, womit sich der Träger auch für die meisten E-Bikes eignet. Mit 25 Zentimetern fällt der Abstand zwischen den Schienen stattlich aus.
Die Reifen stehen beim EasyFold 3 in stabilen Kunststoffschienen, deren Befestigung mit robusten Kunststoffbändern und Ratschen-Verschlüssen erfolgt. Die Rahmen der Bikes werden über zwei unterschiedlich lange Fahrradarme gehalten. Thule setzt hierbei auf Riemen und einen schwenkbaren Kopf. Während immer mehr Fahrradträger mit Klemmbacken ausgestattet sind, erweisen sich die Riemen als große Stärke. Denn viele E-Bikes sind mit klassischen Fahrrädern nicht mehr zu vergleichen. Rahmen sind mitunter deutlich dicker, weil hier auch die Akkus integriert sind. Mit Klemmbacken steht man da schnell mal vor erheblichen Schwierigkeiten bei der Befestigung.
Drückt man beim EasyFold 3 am Haltearm auf einen grauen Taster, so öffnet sich auf der gegenüberliegenden Seite die Halterung, um den Arm an der gewünschten Stelle am U-Bügel zu platzieren. Drückt man den Arm nach unten, rastet der Mechanismus ein. Das Ende mit dem Ratschenverschluss für die Befestigung am Rahmen ist um 360 Grad drehbar. Über ein Fußpedal lässt sich der Fahrradträger nach hinten klappen, um die Heckklappe zu öffnen. Beim Volvo XC 90 gelangen wir mühelos in den Innenraum. Es besteht keine Gefahr, dass die Heckklappe gegen die Halterung stößt. Selbst bei schwerer Beladung hat der Fahrradträger genug Power, um das Abkippen souverän zu meistern.
Unter dem Strich bietet der EasyFold 3 bewährt gute Thule-Qualität. Der Fahrradträger ist stabil, transportiert die Räder super sicher, ist blitzschnell zu montieren und wird bereits fertig zusammengebaut geliefert. Er schultert zwei schwere E-Bikes und bietet zwischen den Schienen genügend Abstand, damit sich Rahmen oder Lenker nicht in die Quere kommen.
Ab Werk ist der Thule für den Transport von zwei Velos ausgelegt, optional lässt sich der Träger auch für ein drittes Rad erweitern. Für den Fahrrad-Zusatzadapter verlangt Thule knapp 250 Euro.
Atera Genio Pro Advanced
Dass man für einen guten Fahrradträger für die Anhängerkupplung ein bisschen mehr ausgeben sollte, macht auch der Atera Genio Pro Advanced deutlich. Rund 580 Euro muss man für dieses System mindestens hinblättern. Der Genio Pro Advanced wird einfach aus dem Karton gehoben, auf die Kupplung gesetzt, arretiert und fertig! Hier muss rein gar nichts gebastelt oder geschraubt werden, einen Blick in die Bedienungsanleitung kann man sich sparen.
Mit 21,4 Kilo ist der Fahrradträger ganz schön schwer, längere Strecken möchte man ihn nicht tragen. Gefaltet ist er zwar nur noch 38,5 × 70,5 × 65 Zentimeter groß, aber das Gewicht lässt sich nicht wegdiskutieren. Dafür ist der Genio Pro Advanced super stabil und sehr hochwertig verarbeitet. Alles ist sehr robust verarbeitet und der Halt der Reifen in den 126 Zentimeter langen Schienen ist exzellent.
Bei einer Stützlast ab 81,4 Kilo darf der Fahrradträger mit maximal 60 Kilo beladen werden. Entscheidet man sich für eine dritte Radschiene, darf die Zuladung ab einer Stützlast von 89,4 Kilo zusammen maximal 65 Kilo betragen. Der Abstand fällt mit 21 Zentimeter zwischen den Schienen angenehm groß aus. Diese sind für Reifenbreiten von bis zu drei Zoll ausgelegt, Mountainbikes sind deshalb herzlich willkommen. Zusammengefaltet braucht der Atera-Träger nicht viel Platz.
Die Montage des Kupplungsträgers ist ein Klacks: Im zusammengefalteten Zustand wird dieser auf die Anhängerkupplung gesetzt. Jetzt genügt es, den stabilen Bügel herunterzudrücken und per Schlüssel zu sichern. Schon sitzt das Atera-System bombenfest auf der Kupplung. Im nächsten Schritt wird der Fahrradträger auseinandergefaltet. Atera hat dabei ein innovatives Faltprinzip entwickelt, bei dem die Klarglasleuchten eingedreht und dadurch perfekt geschützt sind. Der Mechanismus ist durchdacht und funktional. Hier wackelt und klappert nichts.
Ob E-Bike, Trekkingrad oder Kinderrädchen: In der fast durchlaufenden Schiene haben die Räder perfekten Halt. Die Greifarme lassen sich bei Bedarf durch einen Schnellverschluss blitzschnell abnehmen, außerdem kann man sie in jede Richtung drehen. Per Ratschensystem dosiert man gefühlvoll, wie fest der Rahmen fixiert werden soll. Unterstützt werden Rahmendurchmesser von 25 bis 80 Millimeter. Nur das Lösen des Ratschenbands könnte für unseren Geschmack noch ein wenig leichter gehen.
Zum Öffnen des Kofferraums bzw. der Heckklappe genügt ein Fußtritt auf ein Pedal, schon lässt sich der Atera-Träger ohne Kraftaufwand kippen. Im Test überzeugt uns der Atera Genio Pro Advanced abgesehen vom recht hohen Gewicht auf ganzer Linie. Mit dem Atera Genio Pro Advanced steht einem entspannten Urlaubsbeginn nichts im Weg: Der Fahrradträger für die Anhängerkupplung ist zu 100 Prozent montiert. Installation und Bedienkonzept sind sehr durchdacht, die Materialien sind hochwertig und die Verarbeitung klasse.
Uebler i21
Der Uebler i21 ist teurer, aber ein toller Träger für die Anhängerkupplung. Wen der hohe Anschaffungspreis von mehr als 700 Euro nicht stört, erhält mit dem Uebler i21 einen tollen Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Kompakt, leicht, blitzschnell zu montieren und sehr hochwertig verarbeitet: Der Uebler i21 ist ein toller Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Selbst schwere E-Bikes transportiert er ohne zu murren.
Der i21 wird komplett fertig montiert geliefert und ist mit einer Größe von 61 × 20 × 60 Zentimetern im zusammengeklappten Zustand angenehm kompakt. Der Uebler-Träger wird im zusammengefalteten Zustand auf die Anhängerkupplung gesteckt. Danach muss man ihn nur noch runterklappen, den Aluminiumbügel nach oben stellen und die Rückleuchten nach außen klappen, fertig! Der i21 macht einen sehr stabilen und hochwertigen Eindruck. Dass er mit maximal 60 Kilo beladen werden darf, nimmt man ihm bedenkenlos ab.
Der i21 schultert bis zu zwei, der i31 bis zu drei Räder. Der Schienenabstand liegt bei sehr ordentlichen 22 Zentimetern. Auch der maximale Achsabstand von 130 Zentimetern bei den Rädern spricht dafür, dass es sich beim Uebler um einen ausgewachsenen Fahrradträger handelt. Fahrrad- und Träger-Diebstahlsicherung sind abschließbar, der Fahrradträger lässt sich auch mit eingesetzten Rädern abkippen, um an den Kofferraum zu gelangen. Mit Artikel-Nummer 15900 beträgt der Abklappwinkel 60 Grad, der 15930 schafft 90 Grad.
Selbst die dicken Reifen unseres E-Mountainbikes passen problemlos in die stabilen Aufnahmen der Halteschienen. Die Räder werden mit Spannriemen gesichert, der Rahmen mittels Klemme mit Drehgriff. Obwohl der Rahmen des Testrads alles andere als grazil ausfällt, passt dieser problemlos in die Halterung. Um den Fahrradträger abzukippen, genügt ein Tritt auf den hinteren Fußhebel. Der Fahrradträger lässt sich jetzt mit minimalem Kraftaufwand herunterklappen, um an den Kofferraum zu gelangen. Das Rad hält dabei super fest, hier wackelt oder klappert gar nichts.
Der Uebler i21 ist zwar nicht gerade günstig, aber super verarbeitet, extrem schnell montiert, leicht, kompakt und schultert selbst schwere E-Bikes mühelos.
Thule Epos 3
Flexibler und einfacher als beim Thule Epos 3 lassen sich Fahrräder nicht montieren. Mehr als 1.000 Euro für einen Fahrradträger ist ein richtig dicker Batzen Geld. Der Thule Epos 3 ist aber wirklich genial und revolutionär. Dieser Fahrradträger für die Anhängerkupplung ist einfach anders und extrem clever: Der Thule Epos 3 verzichtet auf den klassischen Bügel mit separaten Haltearmen für jedes Fahrrad. Stattdessen befindet sich für jedes Velo auf dem Träger ein eigener ausziehbarer Haltearm mit schwenkbarer Halterung und stahlverstärkten Riemen. Diese werden am Fahrradrahmen oder am Hinterrad befestigt.
Abgesehen von den beiden Transportrollen ist die Halterung komplett vormontiert. Jeweils eine Schraube pro Rolle, schon lässt sich der 22,7 Kilogramm schwere Kupplungsträger problemlos ziehen oder schieben. Zusammengeklappt braucht der Epos 3 mit den Maßen 91 × 27 × 75 Zentimeter in der Garage nicht viel Platz. Auf der Anhängerkupplung montiert, werden die linke und die rechte Hälfte des Trägers nach unten geklappt. Besonderheit: Der Thule hat keinen vorderen Bügel, an dem die Haltestangen für die Rahmen montiert sind.
Eufab Poker-F
Auch für weniger als 300 Euro gibt es richtig gute Fahrradträger für die Anhängerkupplung: Der Eufab Poker-F transportiert zwei bis zu 60 Kilogramm schwere Velos, lässt sich zum Öffnen des Kofferraums abklappen und zum problemlosen Verstauen in der Garage klein zusammenfalten. Mit dem Fahrradträger Eufab Poker F haben wir uns einen klappbaren Träger für die Anhängerkupplung angesehen, der kompakt ist und auch E-Bikes transportieren kann. Im EUFAB Poker F Test schauen wir uns den Fahrradträger in der Praxis an.
Geliefert wurde der Fahrradträger Poker F selbst, eine Montage- und Bedienungsanleitung, kleine Befestigungsgurte, zwei Haltearme und eine Tasche. Die Nummernschildhalterung ist bereits fest mit dem Fahrradträger verbunden, da diese mit einem Klappmechanismus versehen ist. Die Verarbeitung macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Der Korpus selbst, das Metallgerüst, an dem die verschiedenen Elemente befestigt sind, wirkt solide verarbeitet und macht einen verlässlichen Eindruck. Der Bügel, an dem die Haltearme befestigt sind, ist fest mit dem unteren Gestell verschweißt. Die Nähte sehen sauber aus. Somit sitzt dieser fest und wackelt keinen Millimeter.
Die Haltearme sind an diesen Bügel geklemmt und werden mit Knaufschrauben gesichert. Insgesamt kann man sagen, dass sowohl die Nummernschildhalterung als auch die Knaufschrauben sowie die Gurte zur Befestigung des Fahrradrahmens und der Fahrradfelgen einen guten Eindruck machen. Die Reifenschienen wirken ebenfalls solide. Die Keile, die die Fahrradreifen vor dem Wegrollen schützen sollen, sind etwas schwergängig und die Schutzenden der Reifenschalten sind sehr leicht abziehbar. Die Beleuchtungseinheit ist hingegen sauber verarbeitet.
Was uns in der Produktbeschreibung direkt auffällt: die Haltearme, mit denen man die Fahrräder am Rahmen befestigt, sind nicht abschließbar. Möchte man abschließbare Arme haben, müssen diese separat gekauft werden. Dies ist für die Funktion des Transportes von Fahrrädern nicht weiter schlimm, abschließbare Arme sorgen jedoch bereits für einen ersten Diebstahlschutz der Fahrräder auf dem Fahrradträger. In diesem Fall müssen die Fahrräder mit einem Fahrradschloss am Fahrradträger angeschlossen werden.
Nach 5 Schritten ist der Fahrradträger fertig auseinandergeklappt und einsatzbereit auf der AHK montiert, so verspricht es der Hersteller in seiner Beschreibung. Fasst man die Schritte so zusammen, ist die Montage in der vorgegebenen Anzahl an Handgriffen möglich und nach Schritt 5 ist der Eufab Poker F bereit ein Fahrrad zu transportieren. Als nächstes werden die Keile und die Radschalen auf die Fahrradgröße eingestellt und die Greifarme so positioniert, dass zwei Fahrräder gesichert werden können. Die Montage auf der Anhängerkupplung findet im zusammengeklappten Zustand statt. Dies ist einfacher, da man den Fahrradträger so besser halten und aufsetzen kann.
Atera Strada E-Bike ML
Der Fahrradträger Atera Strada E-Bike ML Test - Ein Kupplungsträger für Fahrräder mit etwas mehr Gewicht, zum Beispiel E-Bikes. Wir haben das Modell getestet und dabei die Handhabung, die Montage und den Einsatz am Fahrzeug etwas genauer angesehen.
Der E-Bke ML von Atera wird mit allen benötigten Bauteilen geliefert. Im Karton befindet sich der noch nicht ganz zusammengebaute Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Mit dabei, ein Bügel und entsprechendes Montagematerial um diesen zu befestigen. Der Bügel wird an den dafür vorgesehenen Halterungen montiert, dazu wird auf jeder Seite eine Schraube mit einem Klemmgriff durch den Bügel und den Fahrradträger gesteckt. Die Konstruktion ist so aufgebaut, dass der Bügel nach dem Lösen der Klemmgriffe angeklappt werden kann und der Fahrradträger beim Verstauen weniger Platz einnimmt. Nachdem der Bügel montiert ist, ist der Atera Strada E-Bike ML bereits fertig zusammengebaut und einsatzbereit.
Um den Träger auf die Anhängerkupplung zu setzen, muss man mit dem Schlüssel das Schloss am Griff öffnen. Jetzt lässt sich der kleine graue Knopf mit dem Pfeil drauf reindrücken und der Griff kann nach oben geklappt werden. Der Kupplungsträger wird nun von oben auf die Kugel der Anhängerkupplung gesetzt. Eine Markierung zeigt hier an, ob der Träger weit genug auf der Kugel sitzt. Guckt nur die rote Markierung heraus, ist der Träger fehlerhaft aufgesetzt. Erst wenn unter der roten auch die grüne Markierung zu sehen ist, sitzt der Kupplungsträger korrekt. Die grüne Anzeige ist sichtbar und der Hebel kann bodenwärts heruntergedrückt werden. Der Hebel muss dabei so weit gedrückt werden, bis der Schlüssel wieder im Schloss umdrehbar ist und das Schloss verriegelt wurde. Erst jetzt ist der Atera E-Bike Sport ML richtig montiert. Im Anschluss wird das Stromkabel (13-poliger Steckeranschluss) in die Steckdose gesteckt. Je nach PKW Modell wird hier evtl. ein Adapter benötigt. Wie bei einem Anhänger wird die Lichtleiste nun mit Strom versorgt. Fahrlicht, Bremslicht, Blinker und Rückfahrlicht sind nun funktionstüchtig.
Die Reifenschalen haben zwei Feststellklötze an denen die Reifen mittels Felgenhalteband befestigt werden. Damit der Halt der Reifen maximal groß sein kann, wird der Klotz der jeweiligen Reifenschale in den richtigen Abstand gebracht. Dazu wird die Flügelschraube im Klotz gelöst. Das Fahrrad kann nun in die Reifenschale gestellt werden und die Klötze werden bis an den Reifen herangeschoben. Wenn beide Klötze dicht am Reifen sitzen, werden die Flügelschrauben wieder festgedreht. Das Fahrrad hat jetzt den maximalen Halt und kann weder nach links, noch nach rechts wegrollen. Die Felgen werden nun mit dem Felgenhalteband befestigt. Einfach das Band um die Felge legen und auf der gegenüberliegenden Seite durch die Halterung stecken. Nun das Band mit dem kleinen Hebel festziehen. Dies wird an beiden Reifen gemacht. Das Fahrrad hat jetzt bereits eine 2-Punkt-Fixierung, könnte jedoch noch umkippen. Um dies zu verhindern wird nun ein Befestigungsarm vom Bügel genommen und mit dem Fahrradrahmen verbunden. Da es verschiedene Fahrradrahmen gibt, ist der Befestigungsarm individuell einstellbar. Er kann seitlich bewegt und um die eigene Achse gedreht werden. Den Arm so positionieren, dass die Auflagefläche am Fahrradrahmen liegt. Jetzt das Halteband durch die Halterung ziehen und mit dem Hebel festratschen. An dieser Halterung befindet sich ein Schloss. Hier passt ebenfalls der Schlüssel, der auch für die Sicherung des Befestigungshebels genutzt wird. Mit dem Schloss wird das Fahrrad vor unerlaubtem Abmontieren gesichert. Es empfiehlt sich jedoch, die Fahrräder zusätzlich noch mit einem Fahrradschloss anzuschließen.
Möchte man beim beladenen Zustand den Kofferraum öffnen, kann dies bei vielen Autos problematisch werden. Dazu gibt es eine Abklappfunktion am Fahrradträger. Unter der Nummernschildhalterung befindet sich ein Fußhebel mit einer Antirutschbeschichtung. Vorher zieht mal den mit „Pull“ beschrifteten Hebel hoch und drückt dann auf den Fußhebel. Der Fahrradträger lässt sich jetzt vom Auto wegklappen. Zuerst entsteht der Eindruck, dass der Träger zu weit herunterklappt, findet dann jedoch seinen Endpunkt.
Weitere getestete Modelle (2024)
Im Jahr 2024 wurden sieben Kupplungsträger ab 250 Euro getestet, darunter:
- Apex 58000
- Bullwing SR 11
- Eufab Crow Plus
- Green Valley Discovery 2
- Menabo Merak
- Norauto E-Fit 100-2 (Testsieger 2024)
- XLC Beluga
Getestete Modelle (2025)
Sechs Kupplungsträger ab 649 Euro wurden im Jahr 2025 getestet:
- Uebler i21 Z60 (Testsieger 2025)
- Thule EasyFold 3
- Atera Forza M
- Yakima JustCklick 2 Evo
- XLC Almada Work-E
- Spinder TX2
Tabelle: Übersicht der getesteten Kupplungsträger
| Modell | Preis (ca.) | Eigengewicht | Max. Zuladung | Testergebnis | Testjahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Uebler i21 Z60 | 887 € | 13,5 kg | 60 kg | Sehr gut (Testsieger) | 2025 |
| Thule EasyFold 3 | 950 € | 18,5 kg | 60 kg | Sehr gut | 2025 |
| Norauto E-Fit 100-2 | 250 € | 18,2 kg | 60 kg | Sehr gut (Testsieger) | 2024 |
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Zunächst ist es wichtig, sich über die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu informieren und sich mit Begriffen und Normen wie Stützlast, Zuladung und Kennzeichenpflicht zu befassen. Spezielle Informationen zu den einzelnen Trägern und deren Eigenheiten geben wir in den Einzeltests und bieten damit eine weitere Hilfestellung bei der Wahl des Trägers. Dabei ergeben sich folgende Kernfragen:
- Wie hoch ist die Stützlast der Anhängekupplung?
- Wie schwer sind die zu transportierenden Bikes?
- Ist die Reifenbreite eures E-Bikes mit der Schienenbreite des Trägers kompatibel?
- Sind die Spannriemen lang genug?
- Kann ich meine Bikes mit den Haltearmen sicher befestigen?
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