Über neun Millionen Menschen in Deutschland besitzen einen Motorradführerschein. Mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland besitzen im Jahr 2024 einen Motorradführerschein. Tendenz steigend. Die Kosten für eine solche Fahrausbildung sind allerdings hoch, sodass viele Menschen es sich nicht leisten können, einen Führerschein der Klasse B und einen für das Motorrad zu bezahlen. Fällt die Wahl doch auf den Motorradschein, sollten die Kosten vorab bedacht werden.
Kostenübersicht für den Motorradführerschein
Beim Führerschein fürs Motorrad variieren die Kosten je nach Anbieter. Die Preise in den Fahrschulen für die Anmeldung oder die einzelnen Übungsstunden bzw. Sonderfahrten können je nach Standort abweichen. Die Gesamtsumme richtet sich in besonderem Maße nach der Anzahl der benötigten Fahrstunden.
Die Fahrschulen erheben zunächst einen Grundbetrag, eine Art Anmeldegebühr. Das sind bei den Führerscheinklassen A, A1 und A2 rund 250 bis 690 Euro. Für normale Ausbildungsfahrstunden, auch Übungsfahrten genannt, sind circa 60 bis 102 Euro anzusetzen. Ihre Zahl hängt vom Lernfortschritt des Fahrschülers ab, und dabei beurteilt der Fahrlehrer, ob seine Schülerin oder sein Schüler schon sicher fahren kann.
Bei einer Übungsstunde handelt es sich in der Regel um ein 45-minütiges Fahrtraining. Die meisten Fahrschulen bieten diese Übungseinheit als Doppelstunde an. Dazu kommen zwölf Sonderfahrten zu je 66 bis 128 Euro, zusammengesetzt aus fünf Überland-, vier Autobahn- und drei Fahrten in der Dämmerung beziehungsweise bei Nacht. Sie sind für den Führerschein fürs Motorrad verpflichtend. Auch preislich heben sie sich von den „normalen“ Fahrstunden ab und sind etwas teurer.
Prüfungsgebühren
Zusätzlich zu den Motorradführerschein-Kosten in der Ausbildung, fallen noch Gebühren für die praktische Fahrprüfung und die Theorieprüfung bei TÜV oder DEKRA an. Fallen Sie durch die Prüfungen, muss die Prüfungsgebühr erneut entrichtet werden.
- Theorieprüfung: Für die Führerscheinklasse A fallen bei der Teilnahme zur Theorieprüfung einheitliche Kosten in Höhe von 22,49 Euro an. Die Vorstellung zur theoretischen Prüfung kostet rund 80 bis 167 Euro. Die Gebühr für die theoretische Prüfung beträgt 20,83 Euro. Sie betragen für den Direkteinstieg in die Klasse A 24,99 Euro für die Theorie.
- Praktische Fahrprüfung: Die praktische Fahrprüfung zum Motorradführerschein der Klasse A kostet in Deutschland 121,38 Euro. Die Vorstellung zur praktischen Prüfung kostet rund 195 bis 443 Euro. Sie betragen für den Direkteinstieg in die Klasse A 162,67 Euro für die Praxis.
Weitere Kostenfaktoren
Übungsmaterialien, Lernsysteme oder Apps sind bei manchen Fahrschulen im Grundbetrag enthalten, andere berechnen ungefähr 50 bis 100 Euro.
Dazu können Kosten kommen, die oft vergessen werden. Motorradschüler müssen bei der Ausbildung und Prüfung nicht nur einen Helm, sondern auch Schutzkleidung tragen. Oft kann man sich Ausrüstung bei der Fahrschule leihen - das kostet und spätestens nach bestandener Prüfung braucht es eigene Schutzkleidung.
Auch ein Sehtest beim Augenarzt oder -optiker ist erforderlich. Der Test darf maximal zwei Jahre alt sein, viele Optiker bieten ihn kostenlos an.
Bei den Führerscheinstellen der Kommunen sind rund 45 Euro für die Ausstellung oder Erweiterung eines Führerscheins zu zahlen. Dazu kommen die Kosten für ein biometrisches Passfoto ab 10 Euro.
Nicht erforderlich ist er, wenn der Nachweis schon bei einem früheren Führerscheinverfahren vorgelegt wurde. Der Kurs muss neun Unterrichtseinheiten beinhalten, eine Teilnahmebescheinigung für Sofortmaßnahmen am Unfallort reicht nicht aus.
Motorradführerschein Klasse A
Wer ein Motorrad fahren und sich dabei keine Gedanken um Kubikzentimeter, Pferdestärken und Höchstgeschwindigkeit machen will, muss mindestens 24 Jahre alt sein und braucht den "großen" Führerschein der Klasse A. Mit dieser Königsklasse der Motorradführerscheine dürfen alle Krafträder und dreirädrigen Kraftfahrzeuge ohne Leistungsbegrenzung gefahren werden.
Zwei Wege führen zum Motorradführerschein der Klasse A: zum einen der stufenweise - also erst die leistungsreduzierte Klasse A2 und danach die volle Motorradklasse A - und zum zweiten der direkte Weg. Die Klasse A ist die höchste Führerscheinklasse für das Zweirad. Sie umfasst die Klassen A2, A1 und AM. Daher ist die Fahrausbildung sehr umfangreich. Die oben genannten Kosten entstehen auch hier in vollem Umfang. Sollten Sie diese Klasse als direkten Eintieg absolvieren, sind meist einige Fahrstunden vonnöten, was den Preis zusätzlich in die Höhe treibt.
Kosten sparen
Wer sparen möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden, um den Führerschein innerhalb einer Saison machen zu können. Kommt es zu einer Unterbrechung durch die Winterpause, kostet das Übung und damit auch Geld.
Ein beliebtes Modell ist es, den Führerschein fürs Auto (Klasse B) zusammen mit dem Führerschein fürs Motorrad zu machen. Wenn Sie die Klasse A2 mindestens zwei Jahre besitzen, entfällt die Theorieprüfung für den A-Führerschein. Sie können direkt die praktische Fahrprüfung ablegen.
Was kostet ein Motorradführerschein?
Die Frage „Wie teuer ist ein Motorradführerschein?“ kann nicht pauschal beantwortet werden. Der Verband Innovativer Fahrschulen Deutschland (VIFD) und die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF) beziffern die Kosten für die Klassen A und A2 auf durchschnittlich ca. 2500 Euro. Demnach kostet der Direkteinstieg im Schnitt rund 3000 Euro. In den meisten Fällen aber bewegen sich die Preise zwischen dem Wert der Verbände und dem des ADAC - sprich zwischen 2500 und 3000 Euro. Einige wenige Fahrschulen verlangen teilweise mehr als 4000 Euro und heben den Mittelwert dementsprechend an. Zu diesen Kosten kommen noch ca. 250 Euro, für Prüfungsgebühren, Sehtest und Führerscheinstelle.
Preise können stark variieren und sind abhängig von der Region, vor allem aber von der Lerngeschwindigkeit der Fahrschülerin oder des Fahrschülers. Die BVF geht von durchschnittlich 13, der VIFD von 10 bis 20 Übungsstunden aus. Außerdem gilt grundsätzlich: Fahrschulen im ländlichen Raum sind günstiger als in Städten und in Süddeutschland teurer als im Norden. Viele der Fahrschulen stellen ihre Preise nur vor Ort oder auf Anfrage zur Verfügung, eine Online-Recherche ist nicht immer möglich.
Beispielrechnung
Für die folgende Beispielrechnung wurden 15 Übungsstunden als Grundlage gewählt, das entspricht dem Mittelwert der Angabe des VIFD. Die Preise stammen von einer Fahrschule in Hessen.
| Kosten | Preis |
|---|---|
| Grundbetrag | 540 Euro |
| Vorstellung zur theoretischen Prüfung | 129 Euro |
| Vorstellung zur praktischen Prüfung | 159 Euro |
| Ausbildungsfahrstunden (15 á 75) | 1125 Euro |
| Sonderfahrten (12 á 85) | 1020 Euro |
| Übungsmaterialien | 59 Euro |
| Gebühren theoretische Prüfung | 25 Euro |
| Gebühren praktische Prüfung | 163 Euro |
| Erste-Hilfe-Kurs | 0 Euro (vorhanden) |
| Sehtest | 0 Euro (beim Optiker) |
| Gebühren für die Ausstellung des Führerscheins | 45 Euro |
| Biometrisches Passfoto | 10 Euro |
| Gesamtkosten | 3275 Euro |
Aufstieg von A2 auf A
Der Aufstieg von A2 auf A kostet Laut VIFD etwa 500 Euro. In der Regel sind die Motorradfahrenden rountiniert und brauchen nur wenige Übungsstunden, um die Aufstiegs-Prüfung anzutreten. Dabei ist genau zu prüfen, welche Leistungen im Pauschalbetrag enthalten sind und ob die vorgegebene Zahl der Fahrstunden ausreicht. Da die Schüler zum Bestehen der praktischen Prüfung unterschiedlich viele Stunden brauchen, gibt es keine Garantie, dass nach beispielsweise einer Woche beziehungsweise drei Übungsfahrstunden die praktische Prüfung bestanden wird. Daher raten Experten von Ferienfahrschulen ab.
Motorradführerschein: Welche Kosten fallen an?
Über neun Millionen Menschen in Deutschland besitzen einen Motorradführerschein. Ein Zweirad bietet gerade bei der Parkplatzsuche einige Vorteile gegenüber größeren Fahrzeugen. Des Weiteren schwärmen viele Motorradfahrer von der Freiheit, die das Gefühl des Fahrtwindes am Körper assoziiert.
Daher machen viele als Direkteinstieg den Führerschein fürs Motorrad. Die Kosten für eine solche Fahrausbildung sind allerdings hoch, sodass viele Menschen es sich nicht leisten können, einen Führerschein der Klasse B und einen für das Motorrad zu bezahlen. Fällt die Wahl doch auf den Motorradschein, sollten die Kosten vorab bedacht werden. Die Kosten entstehen dabei vor allem in der Fahrschule.
Kostenpunkte im Überblick
Hier finden Sie eine Übersicht der einzelnen Kostenpunkte, die anfallen, wenn Sie eine Ausbildung zum Motorradführerschein machen:
- Anmeldegebühr der Fahrschule
- Übungsmaterialien
- Gebühren für die Vorstellung zur Prüfung
- TÜV-Gebühren
Anmeldegebühr und Grundbetrag
Die Fahrschulen erheben zunächst einen Grundbetrag, eine Art Anmeldegebühr. Die Fahrschulen erheben zunächst einen Grundbetrag, eine Art Anmeldegebühr. Das sind bei den Führerscheinklassen A, A1 und A2 rund 250 bis 690 Euro.
Fahrstunden und Sonderfahrten
Die Preise in den Fahrschulen für die Anmeldung oder die einzelnen Übungsstunden bzw. Sonderfahrten können je nach Standort abweichen. Die Gesamtsumme richtet sich in besonderem Maße nach der Anzahl der benötigten Fahrstunden. Den größten Kostenblock verursachen die Fahrstunden, die genau wie Schulstunden 45 Minuten dauern.
Bei einer Übungsstunde handelt es sich in der Regel um ein 45-minütiges Fahrtraining. Die meisten Fahrschulen bieten diese Übungseinheit als Doppelstunde an. Für normale Ausbildungsfahrstunden, auch Übungsfahrten genannt, sind circa 60 bis 102 Euro anzusetzen. Ihre Zahl hängt vom Lernfortschritt des Fahrschülers ab, und dabei beurteilt der Fahrlehrer, ob seine Schülerin oder sein Schüler schon sicher fahren kann.
Dazu kommen zwölf Sonderfahrten zu je 66 bis 128 Euro, zusammengesetzt aus fünf Überland-, vier Autobahn- und drei Fahrten in der Dämmerung beziehungsweise bei Nacht. Die Sonderfahrten sind deutlich länger und bestehen aus Nachtfahrt, Autobahnfahrt und Überlandfahrt. Sie sind für den Führerschein fürs Motorrad verpflichtend.
Prüfungsgebühren
Zusätzlich zu den Motorradführerschein-Kosten in der Ausbildung, fallen noch Gebühren für die praktische Fahrprüfung und die Theorieprüfung bei TÜV oder DEKRA an. Fallen Sie durch die Prüfungen, muss die Prüfungsgebühr erneut entrichtet werden.
Theoretische Prüfung
Für die Führerscheinklasse A fallen bei der Teilnahme zur Theorieprüfung einheitliche Kosten in Höhe von 22,49 Euro an. Für die theoretische Prüfung beträgt die Gebühr 20,83 Euro. Die Vorstellung zur theoretischen Prüfung kostet rund 80 bis 167 Euro.
Praktische Prüfung
Die praktische Fahrprüfung zum Motorradführerschein der Klasse A kostet in Deutschland 121,38 Euro. Die Vorstellung zur praktischen Prüfung kostet etwa 195 bis 443 Euro.
Weitere Kosten
Übungsmaterialien, Lernsysteme oder Apps sind bei manchen Fahrschulen im Grundbetrag enthalten, andere berechnen ungefähr 50 bis 100 Euro. Dazu können Kosten kommen, die oft vergessen werden.
Auch ein Sehtest beim Augenarzt oder -optiker ist erforderlich. Der Test darf maximal zwei Jahre alt sein, viele Optiker bieten ihn kostenlos an. Bei den Führerscheinstellen der Kommunen sind rund 45 Euro für die Ausstellung oder Erweiterung eines Führerscheins zu zahlen. Dazu kommen die Kosten für ein biometrisches Passfoto ab 10 Euro.
Motorradschüler müssen bei der Ausbildung und Prüfung nicht nur einen Helm, sondern auch Schutzkleidung tragen. Oft kann man sich Ausrüstung bei der Fahrschule leihen - das kostet und spätestens nach bestandener Prüfung braucht es eigene Schutzkleidung.
Kostenübersicht
Der Verband Innovativer Fahrschulen Deutschland (VIFD) und die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF) beziffern die Kosten für die Klassen A und A2 auf durchschnittlich ca. 2500 Euro. Demnach kostet der Direkteinstieg im Schnitt rund 3000 Euro. In den meisten Fällen aber bewegen sich die Preise zwischen dem Wert der Verbände und dem des ADAC - sprich zwischen 2500 und 3000 Euro.
Einige wenige Fahrschulen verlangen teilweise mehr als 4000 Euro und heben den Mittelwert dementsprechend an. Zu diesen Kosten kommen noch ca. 250 Euro, für Prüfungsgebühren, Sehtest und Führerscheinstelle.
Beispielrechnung
Für die folgende Beispielrechnung wurden 15 Übungsstunden als Grundlage gewählt, das entspricht dem Mittelwert der Angabe des VIFD. Die Preise stammen von einer Fahrschule in Hessen.
| Kosten | Preis |
|---|---|
| Grundbetrag | 540 Euro |
| Vorstellung zur theoretischen Prüfung | 129 Euro |
| Vorstellung zur praktischen Prüfung | 159 Euro |
| Ausbildungsfahrstunden | 1125 Euro (15 á 75) |
| Sonderfahrten | 1020 Euro (12 á 85) |
| Übungsmaterialien | 59 Euro |
| Gebühren theoretische Prüfung | 25 Euro |
| Gebühren praktische Prüfung | 163 Euro |
| Erste-Hilfe-Kurs | 0 Euro (vorhanden) |
| Sehtest | 0 Euro (beim Optiker) |
| Gebühren für die Ausstellung des Führerscheins | 45 Euro |
| Biometrisches Passfoto | 10 Euro |
| Gesamtkosten | 3275 Euro |
Tipps zum Sparen
Wer sparen möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden, um den Führerschein innerhalb einer Saison machen zu können. Kommt es zu einer Unterbrechung durch die Winterpause, kostet das Übung und damit auch Geld.
Fahrschulwechsel
Bei einem Fahrschulwechsel von einer anderen Fahrschule (Theorieprüfung bestanden und nicht älter als 1 Jahr) wird ein Grundbetrag von 590,00 € berechnet.
Vorbesitz anderer Führerscheinklassen
Ein beliebtes Modell ist es, den Führerschein fürs Auto (Klasse B) zusammen mit dem Führerschein fürs Motorrad zu machen. Wenn Sie die Klasse A2 mindestens zwei Jahre besitzen, entfällt die Theorieprüfung für den A-Führerschein. Sie können direkt die praktische Fahrprüfung ablegen.
Alternativen zum Stufenführerschein
Die Ausbildung und Prüfung erfolgt auf einem Motorrad der Kl. A2. Während Aufsteiger von Klasse A2 nach Klasse A zwei praktische Prüfungen ablegen müssen, kommen Trikefahrer mit einer davon.
Die verschiedenen Motorradführerscheinklassen
Den Motorradführerschein gibt es in vier verschiedenen Klassen. Hier finden Sie alle Informationen, welche Bedingungen an die Motorradführerscheinklassen A, A1, A2 und AM geknüpft sind.
Klasse A
Die Klasse A ist die höchste Führerscheinklasse für das Zweirad. Sie umfasst die Klassen A2, A1 und AM. Wer ein Motorrad fahren und sich dabei keine Gedanken um Kubikzentimeter, Pferdestärken und Höchstgeschwindigkeit machen will, muss mindestens 24 Jahre alt sein und braucht den "großen" Führerschein der Klasse A. Mit dieser Königsklasse der Motorradführerscheine dürfen alle Krafträder und dreirädrigen Kraftfahrzeuge ohne Leistungsbegrenzung gefahren werden.
Die oben genannten Kosten entstehen auch hier in vollem Umfang. Sollten Sie diese Klasse als direkten Eintieg absolvieren, sind meist einige Fahrstunden vonnöten, was den Preis zusätzlich in die Höhe treibt.
Zwei Wege führen zum Motorradführerschein der Klasse A: zum einen der stufenweise - also erst die leistungsreduzierte Klasse A2 und danach die volle Motorradklasse A - und zum zweiten der direkte Weg.
Klasse B mit Schlüsselzahl 196
Es gibt die Möglichkeit, die Klasse B mit Schlüsselzahl 196 "Motorradfahren mit Autoführerschein" zu erwerben.
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