Für Rennradfahrer sind ultraleichte Sommer-Trikots an heißen Tagen unerlässlich. Doch welches Trikot kühlt am besten und bietet gleichzeitig Komfort und Praxistauglichkeit? ROADBIKE hat den Test gemacht!
Testsieger und Empfehlungen
- Scott RC Premium: Ein nahezu perfektes Komplett-Paket aus Tragekomfort, Gewicht und Kühlung.
- Q36.5 L1 Pinstripe Jersey: Überzeugt mit dem besten UV-Schutz (UPF 50).
- Castelli Climbers Jersey: Erhielt Bestnoten beim Hitzemanagement (mittlerweile Version 3.0 erhältlich).
- POC Essential Logo Jersey: Gefiel den Testern dank luftigem Mesh-Material.
Die Herausforderung: Kühlung und Komfort an heißen Tagen
Die Sonne brennt, kein Schatten, kein kühlendes Lüftchen - an solchen Tagen ist ein luftiges Jersey Gold wert. ROADBIKE hat 16 Hersteller nach ihren leichtesten Rennradtrikots mit maximaler Belüftung bei minimalem Gewicht gefragt, um herauszufinden, welches Trikot die beste Performance bietet.
Preis und Gewicht: Eine breite Spanne
Die gute Nachricht: Extrem luftige Trikots gibt es schon für relativ wenig Geld. Die Modelle von Castelli, Endura, Santini SMS, Scott und Sportful kosten rund 90 Euro. Am oberen Ende der Skala liegt das SS.centoJersey_evo8 von Assos, für das 190 Euro fällig werden. Ähnlich groß wie bei den Preisen ist auch die Spanne beim Gewicht: Das hauchdünne Nano Jersey SS von Katusha wiegt nur 65 Gramm, während das Trikot von Assos mit 165 Gramm das schwerste im Testfeld ist.
UV-Schutz: Ein wichtiger Faktor
Obwohl die Trikots teilweise aus extrem dünnen Stoffen gefertigt sind, geben nicht alle Hersteller den UV-Schutz an. Wer im Hochsommer stundenlang im Sattel sitzt, sollte wissen, ob er sich unter seinem Jersey zusätzlich mit Sonnencreme schützen muss. Die Modelle von Dos Caballos und Q36.5 bieten mit einem UPF von 40 bzw. 50 den besten UV-Schutz im Testfeld.
Dieser Wert gibt den Faktor an, um den sich die Eigenschutzzeit der Haut verlängert. An Tagen mit hoher UV-Belastung und langen Touren ist es ratsam, sich auch unter dem Trikot einzucremen.
Der Test: Belüftung und Tragekomfort
ROADBIKE hat die Trikots bei Temperaturen von knapp unter 30° C auf einer festgelegten Testrunde mit Anstiegen und schnellen Abfahrten getestet. Dabei zeigte sich, dass vor allem Trikots mit luftigem Mesh-Material an Front- und Rückenpartie überzeugten.
Bestnoten erhielten das Climbers Jersey FZ von Castelli, das Nano Jersey SS von Katusha sowie das Tono 2.0 Jersey von Santini SMS. Das SS.centoJersey_evo8 von Assos ist zwar ein insgesamt exzellentes Trikot mit hohem Tragekomfort, konnte aber bei der Luftigkeit an heißen Tagen nicht mit den leichteren Modellen mithalten.
Tragekomfort und Praxistauglichkeit
Extrem leichte und luftige Trikots tragen sich nicht immer angenehm auf der Haut. Das RC Premium Jersey von Scott beweist, dass es auch anders geht: Es setzt auf extrem elastisches Material und breite, nicht einschneidende Bündchen. Das Bodyfit Pro Light Jersey von Sportful wurde hingegen für sein etwas zu raues Material kritisiert.
Alle Trikots im Test boten ausreichend Platz für Smartphone, Windweste sowie Riegel und Gels. Eine Schwäche zeigte sich bei Trikots mit zu leichtem Material am Rücken: Mitunter hingen die gefüllten Taschen deutlich nach unten. Das SS.centoJersey_evo8 von Assos verdiente sich in dieser Disziplin die Bestnote, da es neben ausreichend großen und festen Taschen (eine davon verschließbar) auch über Reflektorstreifen verfügt.
Langarmtrikots im Test
Auch Langarmtrikots gehören zur Grundausstattung von Rennradfahrern. ROADBIKE hat vier neue Modelle von Gobik, Assos und Alé getestet:
- Gobik Jersey Man Longsleeve Cobbleold Auric: Sehr gute Verarbeitung, hoher Tragekomfort, gut erreichbare Taschen + Zusatztäschchen mit Reißverschluss.
- Assos Mille GT Spring Fall LS und Assos Mille GT Summer LS: Sehr gute Verarbeitung, hoher Tragekomfort, innovatives Konzept.
- Alé Cycling Warm Race: Hoher Tragekomfort, gute Sichtbarkeit durch Signalfarbe und mehrere große, aber unauffällig integrierte Reflektoren.
Gobik Jersey Man Longsleeve Cobbleold Auric
Das Jersey Man Longsleeve von Gobik wird in Spanien hergestellt und empfiehlt sich für einen Temperaturbereich von 12° C bis 20°C. Der Stoff ist auf der Innenseite angeraut und sehr angenehm zu tragen. Der Schnitt ist sportlich-eng, die Ärmel könnten etwas länger sein. Die drei Rückentaschen sind gut erreichbar, zusätzlich gibt es eine kleine Seitentasche mit Reißverschluss.
Assos Mille GT Spring Fall LS und Assos Mille GT Summer LS
Assos unterscheidet bei seinen Mille-Langarmtrikots in eine dünne Sommer-Ausführung und eine dickere Version für Frühling und Herbst. Das Mille GT Summer LS besteht aus einem sehr leichten, luftigen Stoff, während das Mille GT Spring Fall LS an der Frontseite und den Ärmeln aus wärmeisolierendem RX-Gewebe besteht. Beide Trikots haben einen RegularFit-Schnitt und bieten hohen Tragekomfort. Die Ärmel könnten etwas länger sein, und die Trikots neigen dazu, am Rücken etwas hochzurutschen.
Alé Cycling Warm Race
Das Langarmtrikot Warm Race von Alé Cycling deckt einen Temperaturbereich von 10 bis 20° C ab und bewährte sich auch als mittlere Schicht unter der Winterjacke. Der Tragekomfort ist hoch, die drei Rückentaschen sind ausreichend groß. Dank breiter Silikonbündchen rutscht das Trikot auch vollbeladen nicht hoch. Die Sichtbarkeit ist sehr gut dank der Signalfarbe Orange und der reflektierenden Logos.
Weitere Testberichte
Auch andere Assos-Produkte wurden von ROADBIKE getestet, darunter das Assos Equipe R Spring Fall LS Jersey S11, das Assos Equipe RS Aero Jersey und das Assos Mille GT Trikot. Diese Produkte zeichnen sich durch hohe Qualität, eine aerodynamische Passform und hohen Tragekomfort aus.
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